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Kleine Unterbrechung
„Große Koalition rückt näher …“ Diese Überschrift lese ich in letzter Zeit viel zu oft. Neuwahlen und dann große Koalition? Das ist ungefähr so sinnvoll, wie Altöl auf ein versandetes Getriebe zu schütten, um es gängiger zu machen.
Glücklicherweise erleichtert das die Wahlentscheidung ganz ungemein.
Und jetzt weiter mit Musik

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Der Mann als solches ist ein unbegreifliches Wesen. Er hat im Alter, ganz so wie wir Frauen, mit dem ein oder anderen unerwünschten Effekt zu kämpfen. Das augenscheinlichste Problem, neben dem Rückenspeck auf Nierenhöhe (ja, schauen Sie ruhig nach, ganz unansehnliche Geschichte), ist wohl der allmähliche Verlust der Kopfbehaarung, die auch eine sukzessive Zunahme der Rückenbehaarung nicht auszugleichen vermag.
Die würdevollste Reaktion auf eine nahende Glatze ist die vorwegnehmende Rasur.
An Jason Statham kann man gut sehen, dass Glatze und Erotik sich nicht zwangsläufig gegenseitig ausschließen. Das sieht gut aus und stellt ein Musterbeispiel an würdevollem Umgang mit dem Unausweichlichen dar.
Überhaupt nicht würdevoll ist eine andere, unter Männern beliebte und verbreitete Maßnahme: Das Wachsenlassen der obersten Etage des verbliebenen Haarkranzes in Kombination mit einem stirnseitigen Nachvornestriegeln.
Unsäglichstes Exemplar: Herr Trump.
Ich weiß nicht wie die Kandidaten in dieser seltsamen Fernsehshow ihn ernst nehmen können. Man muss doch andauernd auf den aufgelegten Wischmopp starren und denken: „Oh weia, warum tut er das?“
Herr Trump, können Sie sich bitte, bitte Haare verpflanzen lassen? Wenn sie keine eigenen haben, nehmen Sie doch einfach Fremdhaar eines der speichelleckenden Angestellten ihres Firmenimperiums. Das muss doch möglich sein! Rückfragen zu auftretenden Problemen und Nebenwirkungen bitte bei

Elton John
c/o Howard Rose
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Beverly Hills, CA 90212
USA

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Inspiriert durch Frau Pe

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Hab ich mich schon mal über Lipgloss aufgeregt?
Es ist seit einigen Monaten wieder total in glänzende Lippen zu haben. So glänzend, dass sich das eitle Gegenüber am besten in den Lippen spiegeln kann. Außerdem verspricht die Werbung dünnlippigen Frauen wie mir, Fahrradschlauchlippen wie Angela Jolie oder Scarlett Johansson besitzen – wenn man nur die entsprechenden Produkte mit Volumeneffekt kauft. Eine Zeit lang habe ich mich gegen den neuen Trend gewehrt, aber das Fleisch ist schwach und so besitze ich nun auch einige Lippenlacke.
Was ich als aller erstes gelernt habe: Glanz = Kleber. Deswegen niemals, ich wiederhole, NIEMALS Lipgloss und offene Haare kombinieren. Sobald nämlich ein Lüftchen weht, verwirbeln die Haare und kleben sich alle am Mund fest. Man kommt mit dem Haare aus dem Gesicht streichen gar nicht nach und so dauert es nicht lange, bis man nichts mehr sieht, weil sich die gesamte Haarpracht am Mund festgeklebt hat. Optisch wirkt man so lediglich auf Chewbacca anziehend.
Ich nahm an, dass das Problem behoben ist, wenn man hochgesteckte Haare trägt. Dies stimmt jedoch nur zum Teil. Denn wenn man Fahrrad fährt, verwandelt sich der Mund in eine höchst effektive Insektenfalle. Alles was einem entgegen fliegt bleibt auf den Lippen kleben und verendet. Am Ziel angekommen muss man sich mehrere Insektenstämme aus dem Gesicht wischen und steht am Ende genauso ungeschminkt wie am Anfang da.
Hochglanzlippenstift ist somit absolut wertlos, es sei denn man hält sich in kriechtierbereinigten und wetterlosen, gekachelten Räumen auf.

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These 4 in der Serie: Warum ich so geworden bin, wie ich bin.
Gestern, beim Griechen, nach dem schätzungsweise siebten Ouzo fiel mir ein, dass ich als Kind gerne Ouzo trank. Nicht wissentlich und eher heimlich.
Wir hatten stets eine Flasche im Kühlschrank stehen und irgendwann kam ich auf die Idee in Abwesenheit meiner Eltern ein großes Wasserglas zu einem Drittel mit Uzo zu füllen und den Rest mit Wasser aufzugießen. Sehr erfrischend fand ich das. Ich denke, ich war da ca. sechs Jahre alt. Meine Eltern werden sich über den rapiden Uzoverbrauch gewundert und sich gegenseitig der heimlichen Trinkerei verdächtigt haben. Bis ich acht war, haben sie aber brav nachgekauft. Dann kam meine Schwester auf die Welt und alle Alkoholika wurden aus dem Haus entfernt. Die Umstellung auf Limo machte mir die folgenden Wochen sehr schlechte Laune. Ich denke jedoch, dass der kindliche Alkoholmissbrauch meine unkonventionelle Synapsenverknüpfung stark begünstigte.

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Sternzeichen bedingt gehe ich nicht so gerne vor die Haustür. Am liebsten schaue ich deswegen abends pizzaessend Filme. Zu einem Zeitpunkt X hätte ich mir eine Liste der Filme anlegen sollen, die ich schon gesehen hatte. So würde es mir nicht passieren, dass ich „Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich“ für einen anderen Film als „Meet the Fockers“ halten würde. Glücklicherweise durfte ich ihn kostenlos zurück geben und entschied mich für „Kinsey„. Als Psychologin verspürte ich so etwas wie eine Pflicht den Film zu sehen. Gelohnt hat es sich in jedem Fall. Ich frage mich nun, wie lange der Film in den USA lief und ob er erst ab 18 war. Immerhin küssen sich dort Männer und man sieht erigierte Penen – ganz zu schweigen von den Vaginen und Klitoren!
Für die Schauspieler war der Film bestimmt auch lebensverändernd, denn mein Vorurteil sagt, dass der prüde Amerikaner an sich, sich bestimmt nicht so ausführlich mit dem Thema Sexualität beschäftigt hat, wie es Kinsey und sein Forschungsteam tat. Als Aufwärmübung musste die Filmcrew bestimmt jeden morgen 30 mal Penis, 30 mal Scheide und mindestens 10 mal Geschlechtsverkehr sagen.
Die im Film gestellten Fragen und Aussagen („Macht Oralverkehr unfruchtbar?“ / „Wie oft masturbieren sie?“ „So dass es nicht zu exzessiv ist“ „Wann ist es nicht zu exzessiv?“ Einmal.“ „Einmal am Tag?“ „Nein, einmal im Monat!“ „Wie oft masturbieren sie also?“ „Einmal im Monat“) brachten mich am Anfang zum Lachen, bis mir irgendwann klar wurde, dass sich so dramatisch viel gar nicht geändert hat.
Zwar wird in Talkshows offen und freimütig über jede noch so seltsame sexuelle Abart gesprochen, doch hat dies den Umgang mit dem Thema Sex nicht wirklich verändert. Ein Tabu bleibt es bei vielen und es gibt die seltsamsten Befürchtungen und Fehlglauben.
Persönlich glaube ich, dass dies zum Teil auch an fehlendem Vokabular liegt. Ich habe an der Uni mit einer Freundin mal ein Referat zum Thema „Der weibliche Körper“ gehalten. Dabei fiel uns auf, dass es hier zum männlichen Körper schon auf sprachlicher Ebene große Unterschiede gab. Wurde schon relativ früh offen vom Gemächt gesprochen so blieb das da unten (die Scham) immer in einer nebulösen Wolke versteckt. Deswegen für alle Damen der Tipp zum Wochenende: Gewölle ab und hinschauen, dabei fröhlich sagen: „Hallo, Du bist also meine Vagina*, schön Dich kennen zu lernen.“**

*Alternative Wortvorschläge können an dieser Stelle gerne in den Kommentaren hinterlassen werden.

**Ab nächste Woche wieder nur noch keusche Beiträge im Blog. Versprochen!

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Manche Ohrwürmer kommen aus dem Nichts und bleiben. Seit gut zehn Tagen singt mein Hippocampus „Ding dong die Hex‘ ist tot, sie ißt kein Brot…“.
Hoffentlich hört das eines Tages wieder auf. Meine Kollegin sagte, sie habe schon seit fünf Jahren „I’ve been looking for freedom“ von David Hasselhof im Ohr. Das macht mir sehr große Angst.