Man muss Harry & Sally nicht gesehen haben, um die Orgasmusszene zu kennen. Schauspieltalent ganz anderer Art bewies eine Hebamme, die großen Spaß daran hatte, Wehen zu imitieren. Ein werdender Vater berichtete mir angsterfüllt von seinen Erlebissen im Geburtsvorbereitungskurs. Jedes zweite Stichwort nahm die Kursleiterin zum Anlass Wehen zu brüllen. Sie tat das mit Vorliebe ohne Vorankündigung in den ruhigen Raum, wenn die Männer beispielsweise zungebeißend darauf konzentriert waren eine Säuglingspuppe zu wickeln. Ein Kursteilnehmer soll vor Schreck die Puppe fallen haben lassen, was ihm nicht gerade zuversichtliche Blicke seiner Freundin einbrachte. Zur Wehenimitationseröffnung stellte sich die Hebamme face to face vor einen werdenden Vater und brüllte ihm ohne Ankündigung speichelspuckend mitten ins Gesicht. Der junge Mann schrie vor Schreck mit.
Aller Wahrscheinlichkeit empfanden die schwangeren Damen, die sich tagtäglich mit Schwäche, Übelkeit, Erschöpfungssymptomen und Wasser in den Beinen plagen müssen, das ein wenig als ausgleichende Gerechtigkeit.
111520597473718105
Was beim bösen Wurm nicht gelang, funktionierte zumindest bei meinem freundlichen Nachbarn, der mir gestern meinen Rechner neu installierte. Ich habe nämlich neben meinen echten Rechner einen Mimikryrechner aufgestellt. Geplant war, dass sich alle Viren und Würmer dort einnisten sollten.
Leider sind die Nullen- und Einsenfolgen nicht klug genug, um Mimikry* zu verstehen. Da es sich bei meinem Nachbarn um eine komplexere Lebensform handelt fiel zumindest der auf meinen Trick rein und versuchte mehrere Male vergebens den Tarnrechner zu starten.
—————————————————–
*Bitte nicht mit Mimese verwechseln!
111519337035289297
Amtlich belegt (und ich will nie mehr etwas anderes hören):
|
You Are 100% Normal (Really Normal) |
|
Otherwise known as the normal amount of normal. You’re like most people most of the time. But you’ve got those quirks that make you endearing. You’re unique, yes… but not frighteningly so! |
111519261615189558
111512878132167158
Klar, zumindest wenn ich wieder Vegetarier werde, statt 3 mal 5 mal Sport mache und meine kettenrauchende Großmutter noch zwei Jahre durchhält. Im Ernst.
Ideal ist also folgende Konstellation. Fünf mal am Tag Gemüse und Obst essen. Kein Fleisch, immer frühstücken, fünf mal in der Woche Sport, einen Partner haben, mit dem pudern immer Spaß macht. Seit dem 18. Lebenjahr kein Gramm zugenommen haben und den BMI niemals über 19. Regelmäßig mind. 7,5 Stunden Schlaf und pro Woche drei Mal Freunde treffen.
Was sagt uns das?
Nur Arbeitslose können gesund und jung bleiben. Arbeitslose Nichtraucher ohne Kinder wohlgemerkt.
Selbst mit dem strengsten Ablaufplan und vorgegebenen Mindest- und Höchstzeiten ist das nicht zu bewältigen.
06.00 Uhr aufstehen, Zähne putzen
06.10 Uhr dehnen, ein Glas Wasser trinken
06.15 Uhr Joggen gehen
07.15 Uhr Zeitung mitbringen, duschen, frühstücken
08.15 Uhr in die Arbeit fahren
09.00 Uhr Arbeitsbeginn
10.00 Uhr 2. Mahlzeit (eine Möhre)
12.30 Uhr 3. Mahlzeit (eine Gemüsesuppe), 1. Liter Tee ist getrunken
14.30 Uhr 4. Mahlzeit (eine Paprika)
17.00 Uhr 5. Mahlzeit (zwei Scheiben Vollkornbrot mit Frischkäse), 2. Liter Tee ist getrunken
18.30 Uhr nach Hause fahren
19.15 Uhr Freunde treffen, gemeinsam ein Paar Gläser Wasser trinken
21.15 Uhr Freund treffen, poppen
22.00 Uhr in Tiefschlaf fallen
Und das jeden Tag! Das sensible System bricht bei minimalen Störungen zusammen. Undenkbar wenn man beispielsweise Überstunden machen muss, sich Freunde zum gemeinsamen Essen verabreden wollen, der Fuß verstaucht ist oder man aufräumen, putzen oder einkaufen – ja gar selbst kochen muss!, ins Kino möchte oder das Vögeln zu lange dauert! Puff! Das wird alles von der Lebenszeit abgezogen.
Und mal ehrlich, das oben sieht nicht wirklich nach Spaß aus, oder?
111511121835478405
Wie man zwei Lieblingsthemen verknüpft.
Statt eines überteuerten Macs kann man sich zum gleichen Preis auch folgendes leisten: Einen ebenso leistungsstarken PC plus eine dauerhafte Beinhaarentfernung. Ich denke, wenn PC-Hersteller Kooperationen mit Laserhaarentfernungskliniken eingehen würden, gäbe es so gut wie keine Damen mehr, die sich für Macs interessieren. Denn sind wir mal ehrlich, Weibchen kaufen sich Macs doch nur, weil die hübsch aussehen und bunt sind.
Welche Frau könnte schon der Vorstellung widerstehen nie, NIE, NIE mehr Beine rasieren zu müssen?
Das ist sicherlich auch ganz im Interesse der Mannwelt. Denn neben dem Erlebnis zu jeder Zeit über babypopoglatte Beine statt über Kakteen zu streicheln, ist das Nichtrasieren von Beinen, neben dem Tragen hässlicher Unterwäsche eines der besten Mittel, sich als Frau von spontanen Liebesabenteuern abzuhalten. Dauerhafte Haarentfernung in Verbindung mit den Slipspenderautomaten in Damentoiletten sollte die frühlingshafte Paarungsbereitschaft der Damen um mindestens 100% steigern.
111502387575857992
Notizen am Rande:
– Ordentliche Lederhandtaschen sind wesentlich geiler als der Plastikscheiß von H&M
– Suche netten, jungen Herren mit Grill und ordentlicher, grober Bratwurst
– Beine nie ohne Wasser rasieren und dann von Kleinkind mit Sand abreiben lassen
– Wenn ich eigenen Bagger habe, unbedingt auch mal drei Meter tiefes Loch auf Joggingstrecke graben, mit Wasser füllen, mit Scheinoberfläche versehen und zuschauen wie ahnungslose Passanten in der Grube verschwinden
– Es ist tatsächlich nicht möglich, um ein Telefon zu imitieren, einen Fuß ans Ohr und den anderen an den Mund zu halten
– Der mexikanische Koch in der Kantine des Preußischen Landtags sollte einen Preis für die Zubereitung liebe- und geschmackvollen Essens erhalten
111502228647181899
Sehr geehrter Herr Petrus,
Temperaturen bis 23 Grad Celsius sind erträglich. Der Umstand, dass es heute bereits um 08.30 Uhr über 20 Grad warm war, kann nur als inakzeptabel bewertet werden. Ich möchte Sie daher umgehend bitten, das Klima auf Frühling runterzukalibrieren. Zu viel Wärme bewirkt neben geruchlichen Belästigungen durch Transpiration zudem augenbeleidigende Zustände. Unrasierte Beine sind, neben kalkweißen Männerbeinen in kurzen Hosen, ungepflegten Füßen in offenen Schuhen und deutlich sichtbaren Achselhaarfächern (auch armpit carpets genannt) noch das kleinere Problem. Rein motivatorisch verlangen sommerliche Tage von mir unmenschliches. Statt im milden Sonnenschein auszuschlafen, um mich dann gegen Mittag, nach Verzehr eines Salates, in den Park zu begeben, muss ich grauenerregend früh aufstehen und in ein muffiges Büro mit Aussicht auf eine Baustelle gehen.
Deswegen fordere ich Sie hiermit auf, das Wetter auf unregnerische Mitteltemperaturen zu ändern. Sollten Sie meiner freundlichen Bitte nicht nachkommen, werden Sie dazu verpflichtet, mir einen bis Ende Oktober andauernden Urlaub bei vollem Lohnausgleich zu zahlen.
Vielen Dank für Ihr Verständnis im Voraus!
Mit freundlichen Grüßen
nuf


