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Retrophrenologie; es ist allgemein bekannt, worum es bei der Phrenologie geht. Angeblich kann man viel über Charakter, Neigungen und Fähigkeiten einer Person herausfinden, indem man die Form ihres Kopfes untersucht. Daraus folgt, dass es möglich sein müsste, den Charakter einer Person zu beeinflussen, indem man ihr die richtigen Beulen an den richtigen Stellen zufügt. Man kann in einen Laden gehen und künstliches Temperament mit einem Hang zur Introspektion und einer Prise Hysterie ordern. Man erhält Schläge auf den Kopf mit verschieden großen Hämmern.

Leider nicht von mir, sondern von Terry Pratchett.
Gibt uns Psychologen aber endlich mal richtige Handlungsspielräume.

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Meistens glaubt man mir nicht, wenn ich sage, dass der Plural von Matrix Matrizen lautet. Jetzt, da die Specialedition von Matrix I, II und III als „Die Matrizen“ erschienen ist, wird mich niemand mehr auslachen.

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Sandra Bullock, gegen die ich persönlich absolut nichts habe, bekommt jetzt auch einen Stern auf dem Walk of Fame. Da fragt man sich doch, ob es in Hollywood nun Brauch wird, mit Preisen die Abdankung einzuläuten. Goldie Hawn hat immerhin auch noch einen Preis für ihr Lebenswerk erhalten bevor man sie sanft von der Bühne geschoben und im Nichts hat verschwinden lassen.
Für was sollte Frau Bullock sonst einen Stern bekommen?
Als ich das Plakat für Mr. Undercover 2 gesehen habe, war ich voller Mitleid. Bestimmt denkt sie, der Durchschnittsbürger erkennt nicht – oder zumindest nicht sofort – dass sie am Tiefpunkt ihrer Schauspielkarriere angelangt ist und es jetzt nur noch ums Geld verdienen geht. „Ach, das wird schon niemand merken, dass ich es nur des Geldes wegen tue“, denkt die Arme.
Ich schweige betroffen.

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Mein großes Idol und Vorbild, Herr Scobel hat gestern den Grimme-Preis bekommen.

Nachtrag: Nächstes Jahr live-blogging von der Grimme-Preisverleihung. Im Gegensatz zur gähnend langweiligen Oscarverleihung scheint mir das ausreichend Inhalt zu bieten.

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Nachdem ich nun täglich 5.000 Kalorien zu mir nehme, habe ich umgedacht. Als ich nämlich heute morgen bei der morgendlichen Begutachtung meines Spiegelbilds feststellte, dass mein Gesicht runder wird, fiel mir ebenfalls auf, dass die Falten zurückgehen. Ich nehme an, dass dies aus dem Umstand erwächst, dass ich aufgehe wie ein Hefekuchen. Konstruktivisten sagen ja, man könne sich die Welt so machen, wie sie einem gefällt. Also suche ich nun die Vorteile meines stetigen Wachstums. Einer davon ist z.B., dass ich keine Faltencreme mehr kaufen muss. So habe ich heute statt des üblichen Produkts meiner Wahl, eine Creme erstanden, die sich „Happyderm“ nennt.
Name und Verpackungsbeilage versprechen mir glückliche Haut. Gegen das Glücklichsein kann man nun wirklich nichts einwenden. So sollte diese Creme und die regelmäßige Aufnahme von Sachertorte und andere hochschokoladigen Produkten für eine angemessene Dopaminausschüttung in meinem Gehirn sorgen.

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Es ist seltsam, dass man jedes Jahr vergisst wie der Frühling sich anfühlt. Nur noch eine einzige Jacke über den Pullover zu streifen bevor man raus geht. Auf dem Weg zur Arbeit ist es bereits hell und mit etwas Glück sogar auf dem Heimweg. Man kann Fahrradfahren, draußen sitzen und es gibt sogar Vögel, die zwitschern. Menschen sehen plötzlich aus wie Individuen und nicht mehr wie Michelinmännchen oder Presswürste.

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Eben gerade einen Pulk Paparazzi im Augenwinkel gesehen. Schätzungsweise hundert Meter von mir weg, fuhr ein Mensch in Fahrradrikscha und vor ihm gut zwanzig rückwärts rennende Fotografen, die ein wahres Blitzlichtgewitter erzeugten. Ich konnte nicht sehen, wer da belästigt wurde, habe mich aber gefragt, wie lange man wohl als Fotograf arbeiten muss, um sich bei einer solchen Aktion nicht höchst merkwürdig zu fühlen. Nichtsdestotrotz würde ich natürlich gerne wissen, welche bekannte Persönlichkeit ich da fast zu sehen bekommen hätte.
Wer Zeitung liest oder fern schaut, möge mir mitteilen, welche Sensation ich verpasst habe.

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Ich bin taub. Wie habe ich das gemacht?
Schrittzähler mit Alarmfunktion ohne Lesen der Gebrauchsanweisung in Betrieb genommen und vorher noch geschmunzelt über: Vorsicht! Panikalarm ist sehr laut (120-130 dB), wenn das Gerät weniger als fünf Meter vom Ohr entfernt ist, kann es zu Hörschäden kommen.“
Als ich die Batterie einlegte, hatte ich das Gerät ca. zwanzig Zentimeter von meinem Gehör entfernt. Leider wußte ich nicht, wie man den Alarm deaktiviert und sah mich bereits weinend auf einem Kissen sitzen. Unter mir der schrillende Panikalarm und in mir die Hoffnung das die Batterie innerhalb weniger Stunden aufgebraucht sei. Die naheliegendste Handlung – die Stromversorgung einfach wieder zu unterbrechen – erwies sich als schwieriges Vorhaben und wurde erst nach ca. drei Minuten durch Erfolg gekrönt. Während ich fummelte und friemelte kam mir der Gedanke, dass der Panikalarm so heißt, weil er Panik auslöst.
Über den Hinweis „Der Panikalarm ist kein ausreichender und in jedem Fall wirksamer Schutz vor Überfällen und Diebstahl“, habe ich vorsichtshalber nicht mehr gelacht.