Frauen und Männer, die selber machen

Am Anfang hatte ich nichts gegen selber machen. Das ein oder andere habe ich sogar selbst gemacht. KostümeLaternen, Kuchen, geblümte Laptophüllen, Adventskränze. Aber im Grunde hasse ich selbst machen. Genauer gesagt, ich hasse andere Menschen, die selbst machen.

Das setzt mich unter Druck. Die Weihnachtszeit ist deswegen eine einzige Qual für mich. Da wird alles selbst gemacht. Plätzchen, Adventskränze, Weihnachtsschmuck, viergängige Menüs, Geschenke – einfach alles!

“Schau mal, ich habe diesen Stern gebastelt.”, sagt eine selig lächelnde Kita-Mutti zu mir und hält mir einen Bascetta-Stern unter die Nase. Da bekomme ich schon dieses Inspektor Clouseau-Augenzucken. Die zusätzliche Bemerkung “War ganz einfach” bringt mein Gehirn zum Anschwellen. Ich beiße die Zähne zusammen und zische: “Ja, ganz wunderhübsch.”

“Musst Du auch mal probieren, die sind zum Verschenken ganz toll. Man braucht nicht mal Kleber. Nur 30 gleich große quadratische Blätter, die man faltet. Wenn Du nicht so mit der Falttechnik klar kommst, kannst Du ja einen Aurelio-Stern basteln. Da kann man auch Kleber benutzen und die Falttechnik ist noch einfacher.”

“Schön, dass Du Ikosaeder falten kannst. Ich bin schon froh, wenn ich im natürlichen Zahlenraum bis 20 zählen kann. Da bekomme ich es kaum hin an die 20 Flächen Pyramiden zu kleben…”

“Man muss doch gar nicht kleben…”

“Orrrrr, jetzt halt mir noch nen Vortrag über Haftreibung, dann raste ich aus!”

“Vielleicht einen meiner köstlichen, selbst gebackenen Plätzchen?”

“OrrrrrrrrrrRRRrrr!”

“Die Auswahl ist dieses Jahr nicht so groß. Hatte etwas Stress, deswegen sind es nur sieben verschiedene Sorten.”

(Meine Augen treten aus den Höhlen.)

Ich habs ja versucht. Aber ich schaffe das nicht. Ich schaffe nicht 30 Stunden zu arbeiten, den Haushalt, die Kinder zum Sport zu bringen, Laternen zu basteln, Plätzchen zu backen, dabei immer schick auszusehen, ICHWILLDASNICHT und ich will nicht, dass die anderen mir ständig zeigen, was sie alles selbst machen. Das ist noch doofer als Männer über 25, die skaten.

P.S. Und morgen schreibe ich über: Warum ich auch nichts selbstgemachtes geschenkt bekommen möchte.

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  1. Anne sagt:

    Du willst also doch keine Weihnachtsplätzchen?

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  2. dasnuf sagt:

    Ich äh, ich, ich (wiekommeichjetztausderNummerraus?)

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  3. Britta sagt:

    Danke!
    Ich arbeite 40 Stunden, habe keine Kinder, gehe selber zum Sport und hasse selbermachen. Das heißt heute außerdem DIY.
    Meine Plätzchen sehen aus wie Unfall in der Kurve und wenn ich Klebstoff in die Hand nehme, dann hängt bestimmt am Ende irgendwas hinten an meiner Hose.
    Dafür kann ich das Netzteil meines Rechners austauschen und habe Backups von all meinen Daten und Images von meinen Systemen. Und mit meinem Galaxy Nexus kann ich auch umgehen. Ohne VHS-Kurs.
    Ist doch auch was.

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  4. Katharina sagt:

    Für dieses Posting liebe ich Dich! Kann man hier auch Herzchen filzen? <3

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  5. Phiala sagt:

    Ich kann ja nicht mal selbst Geschenke einpacken… schon das endet im Stress: Glitter in den Haaren, Tesafilm überall, gequetschte Finger vom “Halt mal den Finger auf die Schleife” und am Ende hab ich vergessen, das Preisschild abzunehmen…

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  6. dierotefee sagt:

    Also, ich finde diese Sterne da potthässlich und wenn ich einen geschenkt bekommen würde, dann käme er vermutlich recht bald danach auf Nimmerwiedersehen in eine Kiste. Plätzchen macht bei uns meine Mama oder sie werden im Supermarkt gekauft. ;)

    Ich gebe zu, ich mache vieles gern selbst. Aber nur, weil es mir Spaß macht und ganz sicher nicht, um es anderen unter die Nase zu reiben, so nach dem Motto: Schau, was für eine Supermama ich bin. Man setzt eben Prioritäten.
    Bisher ist mir allerdings nie in den Sinn gekommen, dass andere sich davon unter Druck gesetzt fühlen könnten, das ebenso zu machen.

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  7. Aber was, um Himmels willen, ist das Ding auf dem Schlußbild? Eine tote Katze in Soße? Ischträhdorsch…

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  8. Tin@ sagt:

    Backen geht gerade noch so (weil ich so gern esse), aber Basteln – BASTELN *ürgs*

    Ich habe praktisch keinerlei Bedürfnis mein Haus zu dekorieren, ich habe folglich keine Veranlassung, Dekozeugs zu basteln. Ich kann heimwerken, also anständige Dinge mit ordentlichem Werkzeug zurechtsägen oder irgendwo hindübeln, aber das hat nichts mit Dekozeugs zu tun und ist somit statthaft.

    Dawanda issne Sekte, oda?

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  9. kaltmamsell sagt:

    Huh, eben total in den Fettnapf getreten. Habe den Origami-affinen Mitbewohner angemault: “Warum machst du mir keine Bascetta-Sterne?” Um angeblafft zu werden: “Das ist BASSSTeln, BASSSTeln, bääääh!” Der Punkt geht an dasnuf, nehme ich an.

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  10. susanna14 sagt:

    Danke für diesen Blogpost! Ich habe im Grunde gar keine Aversion gegen Basteln – es gab Zeiten in meinem Leben, da habe ich es ganz gern getan, und ich bin auch nicht sonderlich schlecht drin, wenn auch nicht so gut wie meine Mutter, für die ich immer irgendetwas halten musste, während sie es festklebte.

    Es ist nicht das Basteln an und für sich, sondern was es für mich symbolisiert: die Tätigkeit einer Frau, die sonst nichts zu tun hat. Irgendwie unerwachsen. Man fertigt Dinge an, die hübsch aussehen, aber die man nicht wirklich braucht. (Mal ehrlich: an diesem Stern fasziniert mich, dass die Grundform ein Ikosaeder ist, aber ansonsten ist das doch ein Staubfänger. So etwas möchte doch wirklich niemand geschenkt haben.) Leute, die etwas basteln können, was man brauchen kann, haben meine Hochachtung. Der Rest ist Beschäftigungstherapie.

    (Und damit es nicht nur gegen Frauen geht: Ich hatte mal einen Freund, der in der Beschäftigungstherapie in einer psychosomatischen Kur gelernt hat, wie man Teddybären näht. Natürlich mit der Hand. Als ich ihm vorschlug, ihm zu zeigen, wie man eine Nähmaschine benutzt, weigerte er sich: das ist nicht das echt natürliche. (Ich weiß die genauen Worte nicht mehr.) Ich dachte dann: okay, wenn er gerne eine Arbeit tut, die einförmig und repetitiv ist und von einer Maschine nicht nur schneller, sondern auch besser erledigt werden kann (gleichmäßige Stiche), dann lasse ich ihn eben. )

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  11. cloudette sagt:

    Von mir auch ein selbstgefilztes äh DIY- ?.
    (Das untere Bild sieht so schlimm aus, mir wird ganz schlecht. War das mal essbar? Habt ihr ne Katze?)

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  12. cloudette sagt:

    mmmhh, mein Herz wurde in ein Fragezeichen umgewandelt.
    Also, ein selbstgefilztes Herzchen natürlich. Mannomann.

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  13. Kirsten sagt:

    Ich hatte mal so ein Zeitmanagement-Training.

    Und ja, ich brauchte das tatsächlich. Dass mir jemand anderes sagte: “Es ist okay, abends einfach abzuhängen, vielleicht sogar vorm Fernseher, wenn man das zum Ausgleich für einen stressigen Tag braucht”.

    Iss so. Schlimm genug, wenn ich abends noch Wäsche zusammenlegen muss. Basteln mach ich, wenn ich Elternzeit hab – also in diesem Leben vermutlich nicht mehr.

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  14. dasnuf sagt:

    cloudette: Das ist ein Geschenk aus dem Keramikkurs. Eines von sieben. Dann war der Kurs endlich vorbei. Es soll einen Obstkorb darstellen.

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  15. Magnus sagt:

    Argh, ich bin scheint’s der erste Mann mit Kommentar. Also hier die Gegenmeinung vom anderen Gender: Ich bastele sehr gerne, trotz meiner vier linken Gliedmaßen und es ist mir auch herzlich egal, wenn es nicht so aussieht. Und ich kenne auch andere … und wenn ich noch irgendwie Zeit hätte, würde ich auch noch Skateboard fahren lernen. Bums.

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  16. Dentaku sagt:

    Ich bastle auch gern, aber eben im engen Rahmen meiner Möglichkeiten: alles aus Papier geht für den Hausgebrauch, kochen kann ich ganz gut, backen (gerade bei süßen Dingen) eher weniger. Am liebsten aber bastle ich Programme oder einen neuen Server oder so. Das wird toll, wenn Kind.eins groß genug ist, dass ich mit ihr was löten kann.

    (und Skateboard fahren konnte ich sowieso noch nie)

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  17. Darcy sagt:

    Hahahahahaha! Oh Mann, ich hab mich echt so kaputt gelacht über deinen Artikel! Kann mir die Situation so gut vorstellen!!

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  18. Wir haben hier eine Mutter mit vier Kindern in der Nachbarschaft. Sie hat für alle vier je einen hübschen Adventskalender selbst gemacht und diese dann tatsächlich mit je 24 selbstverfertigten Päckchen behängt. Und die Kalender dann ins Fenster gehängt. Ins Fenster zur Straße, wohlgemerkt. Erst stand nur ein einzelner Vater empört davor und zeigte stumm auf die überbordende Bastelpracht, dann auch mehrere Mütter. Jetzt halten wir Stadtteileltern alle durchgehend Mahnwache vor dem erleuchteten Fenster. Wir haben Pappschilder mit Texten wie “Der von Aldi ist auch schön!”. Es ist kalt, es ist anstrengend. Aber man kann sich auch nicht alles gefallen lassen.

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  19. Danke, danke, danke! Alle basteln, nur ich nicht – und die anderen schrägen Frauen bzw. Männer, die diesen Text gefunden haben. Und “der von Aldi “ist sehr schön, dieses Jahr haben wir den dort Adventskranz gekauft.

    Aus Überzeugung nicht bastelnde Grüsse, Christine

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  20. Tom sagt:

    Nach meinem ersten Bascetta-Stern habe ich mir geschworen, nie wieder etwas so langweiliges zu basteln – ausser wenn ich vielleicht mal an Einschlafproblemen leiden sollte …

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  21. Hypno-Babe sagt:

    Herr Buddenbohm,
    mit allem gebotenen Respekt:
    Sie haben echt einen an der Waffel!
    *totlach*

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  22. Anne sagt:

    Ich beobachte die DIY-Blogs in meinem Feedreader (ja, ich gebe zu, ich habe welche abonniert) immer mit einer Mischung aus Bewunderung, Irritation und großer Abneigung. Aber man kann auch nicht weggucken und muss sich selbst quälen.

    In ganz schlimmen Momenten denke ich dann sowas wie “Die können bestimmt alle nicht Rachmaninoff aufm Klavier spielen”, und dann geht’s wieder.

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  23. zuckerziege sagt:

    Ich habe ja die Erfahrung gemacht, dass Basteln wirklich was mit Zeitinseln zu tun hat. Hat man keine, bastelt man nicht. Hätte ich Kinder, gäbe es keine selbstgemachten Weihnachtsplätzchen und bestimmt keine Wohndeko (außer Legosteinteppichen). Noch hab ich etwas Zeit und ich mag backen. Origami fand ich mit 14 toll, aber das ist wirklich lange her.
    Es gibt allerdings offensichtlich viele dieser Leute, die unfassbar viel Zeit mit basteln und dekorieren und einrichten verbringen und wunderschöne Blogs darüber führen, jedoch ein relativ blutleeres Leben zu führen scheinen. Denn Freunde oder Aktivitäten, geschweige denn Parties sind auf diesen Fotos zu sehen. Da wach ich lieber sonntags mit Kopfweh zwischen Pizzakartons und Klamotten auf, als jedes Wochenende um 8 Uhr aufzustehen und Dielen abzuziehen oder Möbel zu lackieren.
    Aber jedem das seine.

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  24. Liz sagt:

    Oh mein Gott, was ist denn das für eine Monstrosität auf dem Bild ganz unten?! Ich hätte fast in die Tastatur gekotzt. Sieht ein bisschen aus wie ein misslungenes Gen-Experiment gewissenloser Forscher, die mit prähistorischen Lebensformen der Tiefsee herumgespielt haben. Oder es hat einer was falsches gegessen. Ich will nicht wissen, was.

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  25. A-M sagt:

    Ich … äh … falte … äh … solche Sterne …
    Als “Entschuldigung” möchte ich gleich dazu sagen, dass ich sie vorzugsweise vor dem Fernseher falte, wenn ich Sendungen gucke, bei denen mir peinlich ist, dass ich sie gucke. Man hat dann so schöne Ausreden wie “Naja – eigentlich falte ich ja und gucke gar nicht richtig …”
    Ansonsten hat das Falten von 30 gleichen Teilen aber auch etwas sehr Meditatives und Tranceartiges. Und wenn man den ersten Stern hingekriegt hat, sind die nächsten drei (fünf, acht, zehn …) Sterne echt nicht mehr schwer.

    Gebe allerdings den Vorschreibern recht, die DIY in kausalem Zusammenhang mit der zur freien Verfügung stehenden Zeit sehen. Meistens bin ich für’s Selbermachen auch zu kaputt, obwohl es mir ansonsten sogar tatsächlich Spaß bringt.

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  26. Juliane sagt:

    Tröstet Sie das ein wenig, wenn ich aus tiefstem Herzen sage:
    “Bascetta-Sterne sind potthässlich und eine Qual für’s Auge!” ??
    Dann lieber Bruschetta. Geht auch viel einfacher…

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  27. Schnutinger sagt:

    Bravo! Ich habe mich vor ein paar Wochen auch von diesem ganzen “wer-ist-die-perfekteste-Mutti”-Gedöns innerlich verabschiedet und habe auch keine Lust mehr auf diese Art von Mütter – das tut wahnsinnig gut. Das Kind isst weiterhin im Kiga, wir haben uns einen wunderbaren Herrnhuter Leuchtstern zugelegt unsere Adventsdeko (wenn ich das Wort schon höre!) beschränkt sich auf Tannengrün und rote Kerzen.

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  28. creezy sagt:

    Ich bin schon froh, wenn ich nach dem Toilettengang das Toilettenpapier gefaltet bekomme …

    Plätzchen backen findet ich noch okay. Da habe ich nicht den Anspruch, dass die wie aus dem Kochheft aussehen müssen. Da geht um gemeinsamen Spaß, Geschichten, dreckige Küchen und den großartigen Wettbewerb, welcher Keks wessen Krone zuerst killt zur Freude aller beteiligten Dentisten.

    Der Rest geschenkt. Ganz ehrlich, diese ganze Bastelei, Strickerei und Näherei – das ist ja heute nicht mehr tolle Selbstversorgung, sondern purer Luxus. Ergo: lieber man ‘nen Wellness-Wochenende. ,-(

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  29. Kiki sagt:

    oh danke, da stimme ich auch voll mit euch überein. jede(r) darf basteln so viel sie/ er will. aber bitte last mich damit in ruh.
    ich dekorier auch ganz gerne mal, aber bitte bitte liebe Mütter (/Eltern) kein bastel oder gar back wettkampf! es gibt auch Mütter die interessieren sich noch für andere (vielleicht) wichtigere Dinge in ihrer Freizeit!

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  30. Mein Adventskranz ist traditionell aus Lego. Minimalistisch vom Kind gefertigt. Grüne Platte, vier rote Säulensteine, gelbe Steine als Flamme. 2012 ein brauner Legohund in der Mitte + ein herum stolpernder/liegender MacD Wiki.

    Happy Xmas :)

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  31. von Wegen sagt:

    Na aber, von Wegen. Wer wird denn hier über DIY das Fass der Bascetta-Sternchen ausschütten, wenn er selbst den Prototypen des Online-DIY, aka Blog, hegt und pflegt? Blogger, die gegen DIY sind, sind keine echten Blogger. So. Das ist jetzt mal gesagt.

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  32. Goldammer sagt:

    Ich bastel sehr gern mit meinen Kindern. Da hat man blitzschnell die schönsten Weihnachtsgeschenke für alle Großeltern und Tanten zusammen. Ich muss bloß immer aufpassen, dass ich nicht zu laut grinse, wenn beim Auspacken die Gesichtszüge kurz entgleisen bevor sie überschwengliche Freude ob der dargebotenen Scheußlichkeiten signalisieren (s. Bild “Obstkörbchen” oben). Das ist meine Rache für all die Lillifee-, Filly- und Barbiebelästigungen, die sich in unserer Wohnung stapeln (und die man nie-niemals wegräumen kann, weil sonst den Kindern die Herzen brechen).

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  33. koeschu sagt:

    Absolut Klasse dieser Beitrag.
    Wie gross ist jetzt die Enttäuschung über den ausgebliebenen Shit Storm ?

    Und dieser Kita-Über-Mutti die “nur” sieben Sorten geschafft hat, würde ich wohl gern ein Plätzchen abnehmen mit dem Kommentar: “Stimmt, die waren wirklich mal besser…” Mal gucken, wessen Auge dann anfängt zu zucken ;)

    Achja: die Kommentare von Herrn Buddenbohm und Goldammer find ich königlich ?

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  34. koeschu sagt:

    Huch, das Fragezeichen sollte eigtl. ein Herz sein

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  35. Steffen sagt:

    Ich möchte nur kurz anmerken, dass in unserer adventliche Woche ist und die KollegInnen sich um Kopf und Kragen für den Basar basteln.
    Arme unschuldige Kinder werden mit Bascetta-Sternen, Schleifenkugeln, Gebäck- und Pralinenherstellung gequält.
    Ich komme dann immer zum Adventsliedersingen und laviere mich so grad um die Weihnachtsbäckerei drumherum.

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  36. Guinan sagt:

    Das Zauberwort heißt Delegieren. Hier backt die Oma, fürs Basteln ist die Schule zuständig und selbstgemachtes Gedöns kauft man günstig auf dem Adventsbasar.

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  37. kaltmamsell sagt:

    Bitte niemandem mit welchem Hobby auch immer unterstellen, sie hätten wohl zu viel Zeit und ein sinnloses Leben (das müssen wir Bloggerinnen und oft genug anhören, genau, vonWegen) – Menschen haben einfach verschiedene Prioritäten.

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  38. Kathrin sagt:

    hüm. Ich arbeite 30 Stunden in der Woche, habe ein Haus, 1 Kind, 1 Hund, 3 Katzen, 1 Studium, 4 große Hobbies und 7 ehrenamtliche Tätigkeiten. Ich backe Adventsplätzchen selber, weil ich es *obacht* einfach GERNE mache. Ich mag den Geruch im Haus und das Wissen, dass ich weiss, was in den plätzchen drinnen ist. Ich koche jede Mahlzeit selber und habe letzte Woche einen Lampenschirm gebastelt. Wenn ich das erzählen würde, würde das mit Sicherheit nicht in der Absicht passieren, dem Gegenüber eine lange Nase zu machen und ihn herabzuwürdigen, sondern nur, um zu erzählen, was ich gerne mache und was ich letztens gemacht habe, um Small talk zu betreiben oder um mich mitzuteilen. Warum denkt Ihr ( die Kommentatoren unter dem Artikel und andere), dass Ihr angegriffen werdet? Kein Mensch würde auf die Idee kommen, sich angegriffen zu fühlen, wenn ihm erzählt wird, dass das Gegenüber gestern ein Buch gelesen hat oder Sport gemacht hat oder einkaufen war. Erzählen jedoch Mütter wie ich, die *und ich wiederhole das* oben genannte Dinge als Hobby sehen, fühlt Ihr Euch angegriffen. Ich verstehe das, so leid es mir tut, nicht. Ebensowenig verstehe ich dann eine entsprechend geharnischte Reaktion. Es ist uns *uns als Gruppe der Mütter und Frauen zu verstehen, die wie ich denken* ziemlich egal, wie der Adventskalender der anderen Kinder aussehen, und wir würden niemals auf die Idee kommen; eine Zuschreibung mütterlicher Qualitäten anhand der handwerklichen Fertigkeiten und Fähigkeiten vorzunehmen. Wenn wir etwas erzählen in der Richtung von ” geht ganz leicht”, dann heisst das übersetzt: ” mir hat das Spaß gemacht, vielleicht macht es dir auch Spaß und keine Angst, es ist nicht schwer, und ich möchte Dir auch zeigen, dass ich nicht die neue Martha Steward bin, sondern wie Du”. Ich sehe da nichts Schlimmes daran.

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  39. Dummerjan sagt:

    Ich hab mal gelesen, dass Kidnerbasteleien, wie Atommüll sind: Man kann sie nicht in der Wohnung lassen, aber auch nicht so einfach im Abfall entsorgen…
    Ok, das war jetzt keine Werbung für Kernkraftwerke.

    Ich freu mich auch wenn Söhnchen was gebastelt hat. Dabei ist aber eher der Weg das Ziel, das Endprodukt sieht dann aus wie – ein Endprodukt.

    Andererseits muß Söhnchen auch die seltsamen Erzeugungsprozesse seiner Eltern ertragen, sei es das Kochen von Dingen die eh kein Mensch isst (Radicchio-Risotto, Garnelenspieße Coq auvin?), Klaviermusik die längst nicht soh schön ist wie “Chechecherecheche” von Bäthoofen, oder Gitarrenklänge die Ohrenweh machen.

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  40. johanna sagt:

    ich glaube, http://www.regretsy.com/ wäre was für sie.

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  41. nuve sagt:

    Oh Shit! Schick aussehen vergessen!=(

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  42. Susanne sagt:

    Ja, und…?

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  43. Pingback: Selbermachen im Untergrund « Suschna

  44. Ralf sagt:

    Mönsch, dass du für dieses DIY-Publizieren (vulgo bloggen) genügend Muße hast… Warum überlässt frau/man das nicht den Profis von Zeitung, Funk und Fernsehen, die machen das doch für einen. Und dann diese Fotos im Blog. GettyImages, dpa und Konsorten liefern Topp-Fotos, verlangen nicht viel Geld und man spart sich eine Menge Zeit fürs Knippsen und Bild bearbeiten. Das MUSS es einem dann schon wert sein.

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  45. Melody sagt:

    Der Neid ist die aufrichtigste Form der Anerkennung!

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  46. kris sagt:

    was für ein schrott-post!! es kann ja wohl jeder sein Hobby ausüben, WEIL ES SPAß MACHT!!! Es gibt tatsächlich Menschen, die gerne basteln. Und trotzdem Vollzeit arbeiten usw.
    Die Antworten von Kathrin und Melody sagen eigentlich schon alles!

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  47. Kirsten sagt:

    Jedem das seine – und mir die selbstgebackenen Kekse! :)

    Du hast keine Kinder, gell? Die lieben das nämlich – zu backen, zu basteln, zu werkeln, zu malen, zu kleben, zu falten, zu schneiden, etc.

    Und wie egal kann es einem eigentlich sein, wenn jemand Sterne aus x Teilen faltet und das ohne Kleber? Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Und wenn es ihr Spaß macht. Warum nicht sich einfach mal dazu “herablassen” zu loben und ihre Augen zum Strahlen bringen? Fällt Dir da ein Zacken aus der Krone?

    Wie dem auch sei, Deine Meinung, ich finde es fast bedauernd, dass Dein “morgen” schon fünf Tage her ist und ich nun nicht erfahre, warum Du nichts selbstgemachtes haben willst! ;)

    LG, Kirsten

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  48. Annika sagt:

    Der Neid der Menschen zeigt an,
    wie unglücklich sie sich fühlen,
    und ihre beständige Aufmerksamkeit auf fremdes Tun und Lassen, wie sehr sie sich langweilen!

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  49. Lotti sagt:

    Jedem Tierchen sein Pläsierchen.
    Wann lernen die Menschen endlich mal, in gegenseitiger Akzeptanz nebenher zu leben? Ich habe die leise Vermutung, daß es der Macherin besser geht, als der, die sich darüber ärgert. Nur so eine Theorie.
    Warum ist es eigentlich verwerflich, mit 25 oder älter einen Sport zu betreiben, der Spaß macht? Ein Skateboard ist doch seit den 80ern aus der Spielzeugabteilung in die Sportecke gewandert, oder irre ich da?
    Freundliche Grüße
    Lotti Katzkowski

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  50. zickimicki sagt:

    zwei lichtblicke am ende einer langen kommentatorenliste! ja annika und lotte, ich verstehe den anlass für manches ärgernis und damit verbundene diskussionen auch nicht…
    herzlichst birgit

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  51. Gerlinde sagt:

    :-D
    NIEMAND pruegelt Dich/Euch zu irgend was (ausser Ihr Euch selbst mit dem ‘muss ich das jetzt auch noch koennen?!’)
    ABER: “zerstoer(t) mir MEINE/ANDERER ‘Kreise’ bitte auch nicht und geh(t) mir/Anderen bitte aus meiner/unserer ‘Sonne’!
    Jedem das Seine!!!
    DU darfst heute mautzen! Es scheint wohl ‘was’ in der Luft zu liegen, denn sogar mein sonst soooo friedlicher GoeGa hat auf einer von ihm selbst angeordneten Schuh-Kauf-Absichts-Tour derart das arme Verkaufspersonal angefiest, dass ich dachte, ‘DEEEEN Mann habe ich eigentlich NICHT geheiratet; what’s up?’
    Um das ‘Warum’ gefragt, kam nicht einmal ein ordentlicher Grund heraus ausser “ich glaube, ich mag heute fiesen!”
    Aaaaha, gut, geh’n wir heim, denn ‘das’ ist nix, was die restliche Welt erleiden/erdulden sollte. Der/ein Partner sollte es allerdings sehr wohl wegstecken koennen, denn er kriegt ja auch die guten Seiten ab, oder?!
    Wir ‘treffen’ uns spaeter wieder; hab schoene Weihnachten (Deiner Art) dazwischen und mach’s gut!

    Liebe Gruesse, Gerlinde

    PS:
    a) Heisser Rat gegen selbstgemachte, ungeliebte Geschenke:
    ‘freundlich-dekorativ die Zaehne fletschen'; gutgemeintes Geschenk trotz Widerwillen annehmen und …. einfach sonstwie entsorgen!
    (= man kann sooo viel ‘Pech’ im Leben haben, dass sogar ein Truck ueber etwas Ungewuenschtes drueber faehrt, das einem aus der Hand fiehl, waehrend man es bewunderte ;-) !)
    DU darfst im Prinzip AAAALLES tun, was Du willst – so lange Du bereit bist, die Konsequenzen dazu zu tragen!

    b) Gratuliere zum Schnell-Schuss zur Beruehmtheit mit diesem Post ;-) !

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  52. Pingback: Woanders – diesmal mit Bastelarbeiten, Baguette, Babybauch und Bratäpfeln | Herzdamengeschichten

  53. anke sagt:

    ;-)

    frohe adventszeit!

    liebe grüße
    anke

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  54. strohzugold sagt:

    Ich habe viele Freunde. Welche, die zwei linke Hände haben, handwerkliche Könner, Künstler, Leute mit, Leute ohne Kinder. Nüchterne, Schwärmer, sachliche Minimalisten, Ästheten. Fleissige und Faule. Phantasievolle , sehr gebildete. Musikalische und sportliche. Ältere und jüngere. Eines haben sie aber alle, sonst wären sie nicht meine Freunde: sie sind warmherzig und humorvoll.
    Mehr Licht!
    Schönen Advent
    Lisa

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  55. chilara sagt:

    Hach ja. Also ich hab gerade das Häkeln entdeckt. Kochen und backen find ich eh super. Talentiert fürs Handwerken bin ich eher medium. Aber mir machts Spaß. Fand den Artikel trotzdem super und lustig. Deswegen hab ich den vagen Verdacht, die die hier so hochgehen- seid ihr vielleicht die berühmten getroffenen Hunde? Bastelt ihr vielleicht gar nicht aus Spaß?

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  56. Katti Rocksaum sagt:

    Ich bin etwas irritiert.
    Wieso sind “männliche” DIY-Tätigkeiten für viele in Ordnung, aber die “weiblichen” wie nähen, basteln, kochen, stricken nichts als Zeitverschwendung?
    Ich nähe und manchmal bastel ich (z.B. Adventskalender), mein Mann mäht dafür gerne(!) Rasen und kümmert sich um sein Aquarium. Sind halt unsere Hobbies, das entspannt uns nach der Arbeit bzw. im Alltag mit zwei kleinen Kindern.
    Andere verbringen ihre freie Zeit mit Sport oder Parties. Ist doch auch okay, aber davon “hat” man am Ende auch nichts. Weil es eben Hobbies sind und die müssen keinen Zweck erfüllen.
    Katti Rocksaum

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  57. Mickey sagt:

    Ich lese diesen post und bin: erschrocken! Das kann nur Neid sein – und: ist ein blog/post nicht auch kreatives tun?
    Grüße mickey

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  58. Pingback: Monatsabrechnung: Monatslinks Dezember 2012 | Journelle

  59. Frau Kreis sagt:

    *lach* – Danke für diesen Beitrag. Ich lebe da ganz pluralistisch: wenn ich Zeit und Lust habe, mache ich selber (reibe es aber niemandem auf die Nase, warum auch, das nervt doch nur), und wenn ich in Zeitnot bin, kaufe ich (Kekse, Adventskränze, Brot) und stehe dazu. Das demonstrative Zurschautragen von Selbstgemachtem (seht her, ich bin eine gute Mutter, ich nähe, backe, koche, dekoriere, sauge und säuge ausnahmslos selbst) nährt sich meines Erachtens aus verschiedenen Quellen: a) wovon das Herz voll ist, davon läuft die Zunge über (sprich: wenn nichts anderes passiert, rede ich halt über mein Hobby), b) ist es so schön apolitisch und konfliktvermeidend, über Kuchen und Tampontaschen zu reden (so sind Frauen halt) c) gibt es auch eine winzigkleine Minderheit, die selbstversorgend einen kritischen Gegentrend zum Konsumdenken setzen will (dabei aber oft nicht hinterfragt, woher der Stoff bei IKEA eigentlich stammt und ob das Leben in konsumkritischer Askese noch genau so schön wäre, wenn man es nicht digital in alle Welt rufen könnte) …

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  60. Kristl sagt:

    ******************KOMMENTAROMAT**********************
    Wen interessiert das?
    *****************/KOMMENTAROMAT**********************

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  61. Kristl sagt:

    Nur um eines klar zu stellen! Mütter die Arbeiten gehen, kochen, backen, sich um die Kinder kümmern und dann auch noch gerne die Zeit finden um zu basteln sind in meinen Augen richtige Powerfrauen, die Respekt und Anerkennung verdienen!
    Solchene Menschen sind mir tausend mal lieber, wie jammernde Menschen, denen alles im Leben schwer fällt und nichts, was mit Tätigkeit zu tun hat, Spaß macht und noch dazu über die fähigen Menschen herziehen! Mach mal ein paar Dehnübungen, soll Wunder vollbringen!

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  62. Linda sagt:

    Ich habe den Link zu dieser Disskussion in einem Blog gefunden und dachte: “Das kann doch kein normaler Mensch wirklich denken?” Aber offensichtlich gibt es Menschen die so denken und nun weiß ich warum in unserer Gesellschaft soviel schief läuft.

    Wie kann man so WENIG zu tun haben, sich über das aufzuregen was andere machen???? Ich kann nur sagen, dass ich erst durch mein Kind gemerkt habe wie gut es tut etwas selbst zu schaffen und das ich es genauso verstehen kann, wenn einer lieber andere Sachen macht. Der Punkt ist doch: Jeder brauch seinen Ausgleich! Die einen basteln, die anderen putzen, die dritte macht Sport und wieder andere sind an der Börse. Ist doch völlig egal..ich finde es nur traurig, wenn einer sein Leben mit nichts anderen verbringt, als damit sich über andere Leute Gedanken zu machen. Das macht einsam und traurig.

    Übrigens habe ich nicht nur ein Kind, sondern ich kann auch basteln, nähen (und weißt du noch was? ich kann es nicht mal besonders gut, ich mache es aus Spaß) außerdem habe ich ein Smartphone, mit dem ich auch ohne VHS-Kurs umgehen kann, Ich kann sogar Autofahren!! Unglaublich oder?? Aber weißt du was ich nicht habe? Eine perfekte Wohnung. Mir ist wichtig, dass meine Familie ausgeglichen ist und jeder seinen Hobbies folgen kann. Die Wohnung kommt zuletzt. Bisher hat sich noch niemand beschwert und wenn er es machen sollte, pech!

    Ich hoffe alle Blogger von DIY-Seiten lassen sich durch diesen Text nur noch mehr motivieren.

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