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Im Grunde wollte ich einen Beitrag hierfür schreiben.
(Bemerkung am Rande: WARUM HAT MICH DA NOCH NIEMAND NOMINIERT?)

Als Thema kam für mich nur in Frage entweder etwas über das Essen oder aber über Sex zu schreiben. Ich ging gestern Nacht also in mich und versuchte eine absurde Geschichte aus meinem Leben zu finden, die entweder das eine oder das andere Thema abdeckt. Dabei ist in meinem Kopf lediglich die perfekte Horrorsituation entstanden, denn es vermischten sich im Halbschlaf die Themen und ich erinnerte mich an eine Freundin, die es total erotisch findet, sich Erdbeeren aus dem Bauchnabel schlabbern zu lassen. Für mich als Obstphobiker eine einigermaßen widerwärtige Vorstellung (Zum Vergleich für die Durchschnittsfrau: Wie geil macht Sie die Vorstellung sich Vogelspinnen aus dem Bauchnabel knabbern zu lassen?). Das ist natürlich übertrieben. Für die verschiedenen Obstsorten, gibt es eine klare Ekelhierarchie. Erdbeeren sind als vergleichsweise harmlos einzustufen. Die schlimmste, grauenerregendeste, würgereizerzeugende und abstoßendste Frucht ist unangefochten die Mandarine. Ich bin mir sicher, wenn ich mich zwischen einer Schale Fäkalien und einer Mandarine entscheiden müsste, ich wäre eher in der Lage mich mit ersterer anzufreunden.
Während mein Gehirn langsam zu den Betawellen wechselte, rutschte die Mandarine den geistigen Körper hinab und landete in einem Haarbusch. Als Trichipathophob potenziert sich das Grauen in diesem Moment logarithmisch.
Ich habe dann länger darüber nachgedacht, ob es in meiner Vorstellung irgendwas schauderhafteres gibt, als die Vorstellung einer vor Saft triefenden Mandarine in einem Nest gekräuselter Haare.
Es fiel mir was ein: Die selbe Frucht, umschmiert von Nussnougatcreme in einer haarigen Körperöffnung steckend.

Und die Moral von der Geschichte: Rasieren ist wichtig und gut!

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Weil heute die Rechner zwei Stunden nicht funktionierten musste ich mal wieder Geld ausgeben. Ergebnis sind zwei CDs (Gwen Stefani & Back Eyed Peas)und zwei Paar Ohrringe. Eines indiskutabel teuer, da Opale. Ich werde sie mir vorträglich zum Geburtstag schenken und falls das Unglück bringen sollte, werde ich sie mir als Auszeichnung schenken, weil ich sieben CDs wieder zurück gelegt habe, statt diese auch noch zu kaufen.
Setzen 1 in Beherrschung, Frau Nuf!

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Reisequiz: Um welches Land handelt es sich in nachstehender Beschreibung einer Reisenden:
Ich weiß nicht, ob es in *** wirklich Städte gibt. Ich gehe nicht davon aus. Diese Annahme drängt sich durch das aufmerksame Beobachten der Umgebung auf. Die Landschaft links und rechts der Autobahn ist karg und trocken. Man sieht eigentlich nur gemähte Weizenfelder. Keine Häuser, kaum Bäume, nichts eben. Ach so, das stimmt nicht. Gelegentlich fährt man an Atomkraftwerken vorbei und es gibt Unmengen rechteckiger Heuballen (ist hier >>Ballen

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Montage die so beginnen deuten dem Optimisten an, dass der Rest der Woche lediglich besser werden kann.
In den Ohren viel zu laut Chemical Brothers schmeiße ich mich todesmutig in den fast geschlossenen Aufzug und rufe ein fröhliches „GUTNMORGN!“ in den Kubus als ich merke dass ich gerade den Geschäftsführer in besten Absichten angebrüllt habe. Ich stelle schnell die Musik aus und will den Kopfhörer abnehmen als ich mich mit der Schnur in einem meiner Ohrringe verheddere. Bis zur vierten Etage sind dann auch meine Haare im Knoten integriert und ich kann den Kopf nicht mehr gerade halten, während ich wie Quasimodo ins Freie trete und ein verschämtes „Schüss“ im Lift zurück lasse.
Der Geschäftsführer schüttelt verständnislos den Kopf und wiederholt meine ungebührliche Verabschiedung.

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Ich bin aus dem wilden Alter raus, dachte ich. Alte Tagebucheinträge beweisen mir jedoch, dass ich mich niemals in einem wilden Alter befand. Wenn meine Kinder in 24 Jahren Urlaub wie ich mit 24 machen, werde ich immer beruhigt schlafen können:

„Es ist ungefähr der 20. August, der schätzungsweise vierte Tag unseres Urlaubs. Es könnte auch der zehnte sein, ich erinnere mich nicht mehr genau. Der vierte Tag heißt: Ich habe einen Sonnestich, A. einen Vollbart, Ch. ein frisches T-Shirt und M. sieht aus wie jeden Tag. Ich muss sagen, der Urlaub artet in Freizeitstress aus. Von der ständigen Rumliegerei bin ich total erschöpft.
Die Tagesmission lautet über die erste Wellenfront hinaus zu kommen. Die ersten drei Tage habe ich das nicht geschafft. Meist verpasse ich den günstigen Wellenüberwindungspunkt, was zur Folge hat, dass ich unter die Welle gerissen werde. Mit etwas Glück wird man an den Strand zurück gespült. In weniger glücklichen Fällen wird man mit Verzicht auf zwischenzeitliches Luftholen in die nächste Welle gespült.
Ab und zu fliegt ein Hubschrauber über uns hinweg und transportiert Leute ab, die mutiger aber dafür weniger erfolgreich als ich waren. Nach zwei Stunden, zwölf Liter Salzwasser und 137 Gramm Sand im Mund, gebe ich auf. Den Rest des Tages verbringe ich mit Eincremen. Immer wenn ich an den Zehenspitzen angekommen bin, beginne ich wieder mit meiner Stirn. Die Jungs liegen geifernd im Sand und betrachten barbusige Strandschönheiten. Am Nachmittag bekommen wir Hunger und machen uns auf den Weg zum nächsten Supermarkt. Auch dieser Weg erweist sich als höllengleich, denn vor uns zieht eine Zirkusparade die Strandpromenade entlang. Meine Verwunderung und mein Mitleid gelten vor allem einem Menschen, der als Löwe verkleidet blind den Weg entlang rumpelt. Er wird vom Dompteur in regelmäßigen Abständen gepeitscht und verliert im Kunstpelz bei ca. 40 Grad sicherlich 60% seiner Körperflüssigkeit.
Unser Einkauf besteht, wie üblich, aus 52 Flaschen Bier, zwei Baguettes und ein Paar Keksen. Während die Kerle abends das Bier trinken, erfreue ich mich an einem gekühlten Seven-up und gehe pünktlich um 22 Uhr ins Bett.
Am nächsten Morgen weckt uns der Chef de Camping, der in einer unglaublichen Geschwindigkeit und ohne Rücksicht auf den Aspekt, dass wir im Grunde noch schlafen, einen Vortrag zum Thema „Feiern ja – aber nicht so.“ Ich habe keine Ahnung wovon er spricht und während ich noch darüber nachdenke was er gegen Seven-up haben könnte, höre ich mich auf französisch dummes Zeug plappern. Offensichtlich ist mein Französisch so mitleiderregend, dass wir die einzigen sind, die bleiben dürfen. Alle anderen im Umfeld von einem Kilometer werden des Campingplatz verwiesen. Ich wünschte, ich hätte mitbekommen, was in der Nacht vor sich ging. Ärgerlicherweise habe ich zu fest geschlafen und A., CH. und M. können mir keine Auskunft geben. Sie wirken leicht komatös. Da jetzt die besten Plätze frei sind, überreden mich A., Ch. und M. den strategisch günstigen Platz neben Duschen und sanitären Anlagen zu nehmen. Die Herren freuen sich deutlich mehr als ich. Meine Freude ist eher pragmatischer Natur, wohingegen ihre eher hormoneller sein muss. Sie liegen bäuchlings vor den Zelten und teilen weibliche Wesen in Busen, Beine und Ärsche ein, während ich mich darauf konzentriere eine Ausgangsthese für meine Diplomarbeit zu entwickeln. Ich schreibe in meine Kladde „Kommunikation ermöglicht partielle Parallelisierung der Realitätsvorstellung“ und entscheide mich, heute Abend mal ein Bier mit den Jungs zu trinken. Das dient der Tarnung. […]“