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Sensationell!!!. Ich habe bei einem Preisausschreiben mitgemacht und gewonnen. Noch nie habe ich in meinem Leben irgendwas gewonnen. Ich bin sehr, sehr aufgeregt.
Was ich gewonnen habe?
Eine Familienreise nach Legoland in Dänemark.
Die Veranstalter haben sich da was Feines einfallen lassen. Man fährt Freitag Nacht um 23.30 Uhr gemeinsam mit seinem Kleinkind mit dem Bus nach Dänemark. Das dauert zehn Stunden. Um 8.30 Uhr wird man vor den Toren Legolands ausgesetzt. Dann hat man 8 Stunden, sich die Attraktionen anzusehen. Abends fährt man dann mit dem Bus wieder zurück. Ankunft 1.30 Uhr.
Ich denke, das macht ganz dolle Spaß. Man muss das nur gut planen. Die erste Herausforderung ist, das Kind am Freitag bis 23.30 Uhr wach zu halten. Wenn das gute Zureden nicht mehr ausreicht, helfen vielleicht kleine Elektroschocks?
– Neeeein, nein, ich bin müüüdäääähhhh!
– DU BLEIBST JETZT WACH VERDAMMT BZZZZ BZZZZ!
– Ahhhh, ahhhh!
Im Bus wird das auch ne riesen Funaktion.
– Schlaf jetzt!
(Dicker Mann fällt schnarchend auf Kind.)
– Ahhhh! Räbääähhhhh!
– Ruhe dahinten!
Nach zehn Stunden ohne Pullerpause kommen wir in Legoland an. Das Kind weint. Mein Freund hat blutunterlaufene Augen. Ich knirsche mit den Zähnen.
Ich: Was wollen wir uns denn zuerst anschauen?
Freund: Paris!
Kind: Ich muss pullern!
Freund: Nix da, erst schauen wir uns Paris an!
Ich: Verdammt, ich will aber London zuerst anschauen!
Freund: Immer willst Du London anschauen
Kind: Ich muss …
Ich: HÖRMA! ICH REDE JETZT JA?
Kind: Ich hab mich eingepullert…
Freund: Aaaahhhhrgh!
Ich: AAAHHHHHHH!
Ich: Hast Du was zum Wechseln dabei?
Freund: Ich dachte, Du hast was eingesteckt?
Ich: ICH? WIESO DENN ICH?
(Streit entbrennt)
Mein Freund reißt die Spitze des Eifeltums ab und wirft sie auf mich. Spitze des Eifelturms bleibt in meiner Schulter stecken.
Ich: Verdammt! Das zahle ich Dir heim!
(Ich schubse meinen Freund in Tatsch Mahal, Streit geht 8 Stunden weiter, alle Attraktionen sind zerstört, der Bus fährt vor, der Streit geht im Bus weiter)

Ca. 28 Stunden nach der Abfahrt bin ich wieder Single oder tot, weil einer der Mitreisenden mich umgebracht hat – naja oder Mörder, weil ich eine/n der Reisenden umbringen musste – schließlich haben die auch Kinder dabei.

Wir wünschen Ihnen interessante Stunden und weiterhin viel Freude mit Ihrem FamilienPass.
Warum klingt das plötzlich so ironisch?

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> Ich hasse Ceranfelder!!!
> Ich will Gas.
> Hast du Dir schon mal die Küchen der großen Köche angeschaut???

Falls du mal wieder was brauchst, was die Leute spontan zum Lachen bringt,
poste diese Email.

Und? Musste jemand lachen?

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Die Statistik zeigt, dass 126 Mal nach „nuf“, 56 Mal nach „dienuf“ und 45 Mal nach „dasnuf“ gegoogelt wurde. Besonders verwunderlich finde ich den Hit 13 mal www.dasnuf.blogspot.com. Wer googelt denn nach URLs und warum?

Wenn ich ein FAQ machte, welche Fragen müsste es beantworten?

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Irgendwo las ich von Telefonsexhotlines und erinnerte mich an meine Zeit als Weckdienstcallagent. Meine Schicht begann um 22 Uhr. Tagsüber waren in dem Großraumbüro mehrere Duzend Mitarbeiter. Abends waren da nur der Architekt, der nie sprach, Orang-Utan Klaus, Sven, der 18jährige Immobilienfachwirt, der nach Höherem strebte, Tina, die Schwedischstudentin und ich.
Wir saßen in dem gut 200 Quadratmeter großen Raum eng aneinander platziert und telefonierten die ganze Nacht. Manchmal gab es lange Pausen und keines der Telefone klingelte. Die Frauentoiletten befanden sich am anderen Ende des Gebäudes. Mir gelang es nie, die richtigen Lichtschalter auf dem Weg durch das Haus zu finden. Einmal begegnete mir im Dunkeln der Pförtner. Er saß still auf einem Treppenabsatz und machte seltsame Geräusche. Als ich an ihm vorbei lief, sprang er auf und schimpfte auf mich ein. Im Mondlicht leuchteten seine Zähne khakifarben. Seit diesem Vorfall benutzte ich nur noch das Männerklo, welches sich gleich an unserem Großraumbüro befand.
Jeden Abend um punkt 24 Uhr rief Daniel an. Wir fanden nie raus, ob Daniel ein Mann, eine Frau oder ein Kind war. Daniel fragte als aller erstes immer: Hast Du ein T-Shirt oder eine Bluse an?
Wenn man antwortete man habe ein T-Shirt an, legte er auf. War dem nicht so, konnte man mit ihm stundenlang telefonieren. Jürgen hatte eine seltsam verstellte, quäkende Stimme und stellte gerne Fragen:
Er wollte wissen, ob man sich nachts vor Vampiren fürchtete oder ob man Angst vor Kaninchen hätte.
Daniel sagte, er sei 19. Seine Mutter lebte in Cottbus und er in Stuttgart. Am Wochenende führe er mit seinem Mofa seine Mutter besuchen. Eines Tages sei seine Mutter nicht mehr da gewesen. Er vermute, sie sei nun in Amerika.
Eines Abends hatte ich eine Bluse an, aber keine Lust mit Daniel zu telefonieren. Ich sagte ihm, ich trüge ein T-Shirt. Er lachte heiser und sagte, das stimme doch gar nicht, ich solle nicht lügen, er habe gesehen, dass ich eine Bluse trage.
Ich glaube, das war der Tag an dem ich paranoid wurde.

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Seit ich in Berlin wohne, wünsche ich mir einen Balkon. Ich wünsche ihn mir so sehr, dass ich bereit wäre, mein Lieblingsschuhpaar zu verschenken, wenn ich dafür nur endlich einen Balkon haben könnte. Ein Balkon ist in der Stadt und nach Eintritt in das Arbeiterleben ein wesentliches Element der Mentalhygiene. Ich könnte Basilikumstauden und Zitronenbäume darauf züchten. Ich hätte eine sonnengelb-weiß gestreifte Markise und endlich ENDLICH gäbe es für die anderen Menschen keinen Grund mehr, mich aus meiner Wohnung zu locken. Sie tun dies oft mit den Worten: Du musst doch mal raus kommen.
Ich säße auf meinem Balkon und müßte nie mehr in diese böse, unberechenbare Welt da draußen.
Mit etwas Glück wird das jetzt bald endlich Wirklichkeit.

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An sich bin ich recht hypothesengenerierungsfreudig. Zu einer Beobachtung des Alltags habe ich jedoch noch keine Erklärung. Warum sind alle BHs bei H&M gepolstert? Wer, ab Größe C braucht das – geschweige denn die Damen mit Doppel-D?!