Geschwisterneid sinnvoll nutzen

Ich will nicht esoterisch erscheinen, aber ich habe festgestellt, dass Kinder Gaben besitzen, die sie im Erwachsenenalter verlieren. Nicht umsonst beschäftigt sich die Wissenschaft z.B. seit Jahrzehnten mit der Entwicklung von hochempfindlichen Messgeräten, die im Grunde völlig unnötig sind.
Es ist beispielsweise gemeinhin bekannt, dass sich Gewicht und Größe mit Hilfe verschiedener Gerätschaften im Normalbereich einfach bestimmen lässt. Schwierig wird es erst jenseits des Normalverteilungsbuckels.
Will man jedoch Mengenunterschiede im Nanogramm- oder nanometerbereich bestimmen braucht man keinen Superkomperator oder Rasterelektronenmikroskop sondern ein Geschwisterpaar. Man legt ihnen den zu vermessenden Gegenstand vor und fordert die Kinder auf, diesen unter sich zu teilen. Sie werden sehen bzw. erstaunt sein, weil sie es ja eben nicht sehen können, die Kinder werden das vorgelegte Versuchsobjekt genau auf das Millionstelgramm und den Nanometer aufteilen. Das man mit dem Schneidlaser auch nur ein Scheibchen zu viel oder zu wenig abgemessen hat, lässt sich anhand der Gesichtsanzeige der Kinder sofort ermitteln. Stirn in Falten, Augen tränengefüllt und Kinn am Boden hängend signalisieren sie Ihnen den Messfehler.
Faszinierend!

7 Gedanken zu „Geschwisterneid sinnvoll nutzen“

  1. Ich habe zwei Kinder und das mit dem genauen Aufteilen funktioniert nur, wenn beide genau zugucken. Schaut der Große nur eine Sekunde weg, hat die Kleine den größeren Anteil.

  2. Das Problem ist (wie bei vielen Messgeräten) weniger die Genauigkeit der Messung an sich, sondern viel mehr die Ungenauigkeit der Anzeigen. Wer nicht weiss, wie man aus Kindergesichtern liest, kann sich das Gerät (oder vielmehr die Geräte) nicht zunutze machen. Es stellen sich auch Fragen wie „Wie eiche ich die Geschwister?“, „Wie verhalten sich die Messgeschwister, wenn weitere Kinder in der Nähe sind?“. All das will geklärt werden. In diesem Sinne verweise ich auf meinen verstorbenen kettenrauchenden Physiklehrer Peter Gantenbein, der da sagte: „Wer misst, misst Mist!“

  3. Manche sind aber selbt als Kinder dafür zu blöde, wenn ich mich an meine Kindheit erinnere fallen mir aufeinmal Dinge ein, bei denen mir klar wird, dass mich mein vier Jahre älterer Bruder mal wieder voll abgezogen hat.
    Wenn man schln so blöde war/ist, dann fände ich es auch angebrach, dass man sich nicht erinnert.

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