Generationswechsel

Schon viele Jahre ist es schwer für mich wählen zu gehen. Natürlich halte ich das Wählen an sich ich für eine sinnvolle Sache. Ich frage mich nur Wahl für Wahl, wen ich eigentlich wählen soll. Ich lese Wahlprogramme und entscheide mich nach dem Ausschlussprinzip, am Ende wähle ich das kleinste Übel. Nie aber aus voller Überzeugung dieses mal die richtige Partei gewählt zu haben, die meine Anliegen umsetzt. Ich weiß, dass eine Wahlentscheidung immer ein Kompromiss ist, allerdings gibt es tatsächlich keine Partei, die in den mir wichtigen Kernthemen wie z.B. Familienpolitik, Umweltpolitik und Netzpolitik einen einheitlichen Ansatz fährt und dann sind da noch Einzelpersonen in den Parteien, die durch untragbares Verhalten auffallen.

„Generationswechsel“ weiterlesen

Schreckgespenst Pubertät

Geben Sie mal bei Pixabay „Jugendliche“ ein.

Disclosure: Die Aussage meines Textes soll nicht sein: „Ich habe alles richtig gemacht, bei wem es nicht so ist, der hat Fehler gemacht.“ Niemand ist schuld, wenn es anders läuft. Kinder werden von vielen Faktoren beeinflusst. Je älter, desto weniger von den Eltern. Kinder bringen ihren eigenen Charakter mit, sie werden u.a. begleitet von Erzieherinnen, Lehrerinnen, Freundinnen. Auf all das hat man begrenzt bis gar keinen Einfluss. Außerdem ist es heute so und alles fluppt oder man ist selbst total gechillt und morgen ist es wieder anders. 

Als das erste Kind geboren wurde, prognostizierte man mir schreckliche Zeiten. Sie blieben aus. Als die Zeit kam, da das Kind Zähne bekommen sollte, hieß es: „Jetzt wird es aber wirklich schlimm.“ und es passierte: nichts.

So kamen und gingen die Zeiten, die mir alle horrorhaft geschildert wurden. Das Kind lernte laufen und sprechen, es durchlebte eine intensive Autonomiephase, bekam Geschwister (JETZT wird es aber echt schlimm!!1!) und flups ist es in der Pubertät.

„Schreckgespenst Pubertät“ weiterlesen

Es ist nicht einfach mit diesen Medienpädagogen als Eltern

Mein Blick, wenn die Eltern wieder was über mein Internet wissen wollen

Es ist nicht einfach mit diesen Medienpädagogen als Eltern

Wobei es ja manchmal nützlich  ist (und warum genau – das erfahrt ihr jetzt!). Denn wenn es heißt: „Es gibt bald kein Youtube mehr! YouTube wird abgeschaltet!!1!“ und alle rasten aus, dann geh ich einfach zu meinen am Handy sitzenden Eltern und frag: „Maaaaamaaa , Papaaaaaaaa, wieso gibt es bald kein Youtube mehr?“ Die bleiben gelassen und sagen :“Das stimmt nicht. Da ist wohl etwas falsch übermittelt worden.“ und dann halten sie einen laaangen Vortrag über die EU-Urheberrechtsreform und deren Folgen.

„Es ist nicht einfach mit diesen Medienpädagogen als Eltern“ weiterlesen

Die Arschbombe als Hörbuch

Hörbuch
Die Arschbombe bald als Hörbuch

2019 soll es endlich passieren: Ich möchte zum „Arschbombenbuch“ (Affiliate Link) ein Hörbuch rausgeben. Am 28.02.2019 kommt mein Buch in der 5. Auflage in neuem Gewand auf den Markt. Es hat sich hervorragend verkauft und verkauft sich immer noch gut. Viele haben mir gesagt, das ist weil es ein super Klobuch sei. Ein Klobuch ist ein Buch, das man gemütlich und zwischendurch immer mal wieder ein paar Seiten auf dem Klo* lesen kann. Für die Zielgruppe Eltern ist das genau das richtige – denn, v.a. wenn man kleine Kinder hat, man hat nie ausreichend Zeit. Wenn man dann in 5 bis 10 Minuten zwischen Tür und Angel mal eine Geschichte lesen kann, die einen wohlmöglich noch zum Lachen bringt, dann ist das genau das, was Eltern brauchen.

„Die Arschbombe als Hörbuch“ weiterlesen

TikTok – was ist das denn jetzt schon wieder?

Das gewünschteste Wunschkund - der Podcast
Klick aufs Bild führt zum Podcast

Gestern war ich im Podcast des gewünschtesten Wunschkind zu Gast und wir haben über verschiedene Medienerziehungsthemen gesprochen [1]. U.a. über TikTok (formerly known as musical.ly).

TikTok war bei uns Zuhause nie wirklich ein Thema. Ich habe das Existieren der Plattform mal wahrgenommen weil an einem Kindergeburtstag die geladenen Kinder seltsam durch die Wohnung tanzten und dazu so taten als würden sie singen. Weil sie sich dabei gefilmt haben, habe ich eines der Kinder gefragt, was sie da machen und ob sie gedenken mein Wohnzimmer irgendwo im Internet hochzuladen, was mir nicht so recht wäre. Das Kind war ganz verschreckt und verneinte, hat mir dann aber erklärt, was es da macht.

„TikTok – was ist das denn jetzt schon wieder?“ weiterlesen

Dreißig Minuten, dann ist aber Schluß!

MedienzeitWeil mich interessiert, was andere Eltern in Sachen Medienkompetenz interessiert, gehe ich gerne zu Infoveranstaltungen und schreibe mir auf, welche Fragen gestellt werden. Müsste ich Geld auf eine Frage setzen, um meine Altersvorsorge relevant zu vergrößern, wüsste ich auf welche Frage ich setzen muss – denn – sie kommt garantiert immer:

„Wie lange soll mein Kind <digitale Medien> nutzen?“ Dabei ist völlig unterschiedlich, was mit digitalen Medien gemeint ist. Von Computer spielen über chatten bis hin zu YouTube schauen ist alles dabei.

„Dreißig Minuten, dann ist aber Schluß!“ weiterlesen

Der liebe Haushalt

Egoistisch, weil man nicht unbezahltes Personal der Familie sein will?

Morgens im Bett schaue ich mir gerne Instagram-Storys an. Zum Beispiel die von Ringelmiez, die darüber schrieb, wie sie ihre Kinder in den Haushalt miteinbezieht. Als ich die Reaktionen auf ihre Story gelesen habe, habe ich fast meinen Kaffee ausgespuckt. In welcher Welt leben manche Menschen eigentlich?

„Der liebe Haushalt“ weiterlesen

Gesignation

Disclosure: Das wunderbare Wort „Gesignation“ hat Caspar Clemens Mierau erfunden. Es entstand im Gespräch im Mit Kindern Leben Podcast. Es setzt sich zusammen aus Gelassenheit und Resignation.
Gesignation
So sehen alle unsere Kinderzimmer aus. Nicht.

Nina von Hardenberg schreibt im aktuellen SZ-Familie Newsletter (unten rechts auf der Seite abonnierbar)

„Freundinnen beschreiben mich als entspannte Mutter, ich selbst würde eher sagen, ich habe drei Jahre liebevoll auf Durchzug gestellt. Das spart viel Kraft. Man kann den Schnuller im Mundwinkel getrost ignorieren, wenn man weiß, dass es damit eh eines Tages vorbei sein wird. Und man kann auch mal ein paar Jahre das gesittete Tischgespräch zugunsten der Raubtierfütterung aufgeben.“

„Gesignation“ weiterlesen