Kurze Anmerkung – Fortnite Battle Royale

Hier zeige ich mal exemplarisch, wie man sich in 25 min ein Bild zu Fortnite Battle Royale machen kann, ohne selbst Computer zu spielen oder überhaupt irgendwas über Computerspiele zu wissen.

Wohoooo! Einige Eltern sind in heller Aufruhr – es gibt (schon wieder) ein Spiel, das alle Kinder spielen wollen: Fortnite Battle Royale und nicht wenige Ratgeberseiten warnen vor dem „brutalen Ballerspiel“. Die offizielle Altersempfehlung für Deutschland lautet für das Ursprungsspiel 12 Jahre* – tatsächlich interessieren sich aber auch schon jüngere Kinder für das Spiel, v.a. seit es die oben genannte mobile Erweiterung Battle Royale gibt. 125 Millionen spielen das Spiel bereits weltweit – von daher ist es vermutlich schwer ganz an dem Thema vorbei zu kommen.

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DSGVO? Da gibt’s doch was von Ra… äh ein WordPress Plugin

Auf der Blogfamilia hat Maret Buddenbohm gesagt, man soll über das bloggen, was man gerne bei anderen lesen würde. Sie hätte tagelang ein geeignetes Einsteigerhandy für Sohn I gesucht. Hätte man das Ergebnis der Recherche verbloggt, wären hunderte von Eltern glücklich, weil sie sich die Arbeit nicht ein zweites, drittes und hundertes Mal im stillen Kämmerlein machen müssten.

Ich zum Beispiel würde ich gerne was über die Umsetzung der DSGVO lesen, wenn man ein WordPress-Blog hat und zufällig bei all-inkl.com hostet. Leider hat den Artikel noch niemand geschrieben. Dann muss ich das wohl machen. Deswegen hier der Schrillionste Artikel zum Thema DSGVO und Bloggen.

DSGVO macht Gefühle
Das bin ich, wie ich mich mit der DSGVO beschäftige. Abend für Abend – obwohl ich lieber Netflix-Serien schauen möchte.

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Noch mehr weltfremde Scheißtipps

Bildnachweis: DOOM (c) bethesda.net

Ich habe den Text „Jungs und Computerspiele: Wenn Mütter von Vorschlaghämmern träumen“ gelesen und eine Weile darüber nachgedacht, wie man Bezug auf den Text nehmen kann, ohne dass es besserwisserisch klingt. Tatsächlich vermute ich, dass es mir nicht gelingen wird, auch wenn das gar nicht meine Intention ist. Der Text hat mich aber bewegt und deswegen möchte ich mich darauf beziehen.

Die Autorin schreibt:

Wenn es um „Kinder und Computer“ geht, müssen sich Eltern immer wieder die gleichen weltfremden Scheißtipps anhören.  „Medienzeit vereinbaren“, „Medienkonsum konsequent begrenzen”, „Interesse signalisieren”, „Alternativen anbieten”: Alle Eltern in meinem Umfeld haben versucht, diese Tipps zu befolgen. Alle sind damit gescheitert, manche früher, manche später. Zumindest wenn sie einen Sohn haben.

Tatsächlich sitze ich auch regelmäßig in Elternrunden und höre ähnliches. Man habe ja versucht die Medienzeit zu begrenzen, aber am Ende habe man dennoch ewige Diskussionen und alle Parteien schlechte Laune.

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Endgegner Computerspiel revised

Update

Kommt alle: Die Session findet statt am 3.5. zwischen 18.45 Uhr und 19.45 Uhr auf Stage T.

Ich habe für die computerspieleaffinen Eltern und für die eher skeptischen Eltern einen Fragebogen entwickelt. Bestenfalls schaut ihr ihn euch vorher an und füllt ihn schon aus. Ihr könnt ihn als Gesprächsgrundlage verwenden und ich werde im Anschluss an die Session eine Zusammenfassung mit all euren Tipps schreiben.

Wie läuft die Session ab?

Ihr kommt am 3.5. um 18.45 Uhr zu Stage T. Dort erhaltet ihr von mir einen Aufkleber. Von Hochzeiten kennt ihr das vielleicht schon: Auf den Aufkleber  schreibt ihr euren Namen,  Alter eurer Kinder und die Sache, die ihr am liebsten mit euren Kindern macht bzw. euer Lieblingsspiel.

Zusammen mit SCHAU HIN! begrüße ich euch und dann geht es in den gemeinsamen Austausch.

Ihr setzt euch dann in 2er Konstellationen zusammen und unterhaltet euch jeweils 5 Minuten. Dann rückt ihr einen Stuhl weiter. Das Ganze geht so lange bis jede/r mit jede/m gesprochen hat. Es können maximal 20 Personen an der Session teilnehmen. D.h. die Session geht im Austauschteil 50 min.

Wenn von jeder Gruppe genug Eltern da sind, werden sich jeweils ein computerspielaffines Elternteil mit einem eher computerspielskeptischen Elternteil unterhalten. Wenn nicht, werden sich computerspielaffine mit computerspielaffinen Elternteile unterhalten. Das macht aber nichts, denn ihr könnt euch in jedem Fall gegenseitig inspirieren, denn nicht alle spielen die selben Spiele, nicht alle gehen mit dem Thema Medienzeit etc. gleich um.

Ich freue mich auf Euch!

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[Test] In der HABA Digitalwerkstatt programmieren lernen

Disclosure: Es gibt viele Einstiegsmöglichkeiten in das Thema Programmieren. Eine Möglichkeit bietet die HABA Digitalwerkstatt. Ich durfte einen Workshop aus dem Angebot kostenlos testen.

Ich habe schon öfter darüber geschrieben, dass ich es sinnvoll finde, dass Kinder Programmieren lernen. Denn Programmieren lernen bedeutet digitale Mündigkeit erlangen. Mir geht es dabei nicht darum eine Generation zukünftiger Software-EntwicklerInnen heranzuziehen, sondern um die Grundidee, dass es hilft, Grundzüge der Programmierung zu verstehen, um sich später mündig in der zunehmend digitalisierten Welt zu bewegen. Wer grundlegende Zusammenhänge versteht, muss sich nicht hilflos und durch Technik überfordert fühlen.

Auf diesem Grundgedanken basiert auch die Idee der HABA Digitalwerkstatt. Wer Programmieren lernt, erwirbt wichtige Metakompetenzen (s.o.)

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[Test] Teufel Real Blue NC Testbericht

Disclosure: Ich habe die Kopfhörer kostenlos als Testexemplar überlassen bekommen.
Teufel Real Blue NC
Noise Cancelling Kopfhörer von Teufel

Noise Cancelling Kopfhörer von Teufel im Test

Im Januar hat Frau Kirsche in der Weisheit ein Loblied auf Noise Cancelling Kopfhörer gesungen. Wer unseren Podcast (aus nicht nachvollziehbaren Gründen) nicht regelmäßig hört: Frau Kirsche erscheint manchmal ein wenig angespannt im Kontakt zu anderen Menschen und kommuniziert gerne mit ihrem Handflammenwerfer. Nachdem sie aber die Noise Cancelling Kopfhörer geschenkt bekommen hat, wirkte sie im Gespräch fast als sei sie eine ausgesprochene Menschenfreundin.

Das hat mir den letzten Anstoß gegeben selbst Noise Cancelling Kopfhörer auszuprobieren. Tatsächlich habe ich das Gefühl, dass ich ziemlich lärmempfindlich geworden bin, seit ich Kinder habe. Es fühlt sich an, als ob ich nur die Menge X an Geräuschen ertragen kann und wenn die überschritten ist, fühle ich mich gestresst. Ohne Kinder war es relativ einfach Lärm zu vermeiden. Seit ich Kinder habe, verstehe ich total warum Lärm auch unter Umweltbelastung zählt.

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Podcasts abonnieren

Kennt ihr das? Alle sprechen von einer bestimmten Sache. Alle scheinen genau zu wissen um was es geht – nur man selbst denkt: „Hä?“ – nur das man sich nicht fragen traut: „Wovon redet ihr eigentlich? Kann mich mal jemand abholen?“

Ich denke mir, so geht es wahrscheinlich einigen beim Thema Podcasts.

Was ist ein Podcast?

Ein Podcast ist ganz einfach gesagt ein mehr oder weniger regelmäßig erscheinender Audiobeitrag. Wahrscheinlich kennt jeder Beiträge im Radio. Podcasts sind einfach Beiträge ohne Radio. Plus: Podcasts haben in der Regel keine festen Sendezeiten, so dass man sie hören kann, wann man Zeit hat. Podcasts (das sieht man derzeit sehr gut) kann jeder machen, der ein Aufnahmegerät hat. Die Qualität schwankt deswegen stark. Auch in Sachen Länge gibt es keine festen Regeln. Die meisten sind sogar unterschiedlich lang und einige, sehr bekannte Podcasts sind tatsächlich mehrere Stunden lang.

Wie kann ich einen Podcast hören?

Meistens gibt es zu jedem Podcast eine Website. Die könnt ihr ansteuern und dort im Browser die Folge direkt hören. Wenn man z.B. meinen Lieblingspodcast, den Lila-Podcast hören möchte, geht man einfach auf seine Website lila-podcast.de und hört dort. Vorteil dieser Art: Die meisten Podcasts bieten sogenannte Shownotes – Zusatzinformationen zu den besprochenen Themen.

Einfacher und ortsunabhängig geht es mit einer App. Auch hier gibt es viele. Auf Apple-Geräte heißt eine der Apps „Podcast„. Diese App ist sogar schon auf den Endgeräten vorinstalliert. Ihr müsst sie also nur suchen und starten.

Es gibt auch andere Apps (je nachdem was ihr für Zusatzfeatures haben wollt). Die sucht ihr einfach im App-Store, ladet sie auf euer mobiles Endgerät runter, installiert sie, sucht dort den Podcast, den ihr hören wollt und klickt auf Wiedergabe. In der App kann man den Podcast abonnieren. So wird automatisch, sobald eine neue Folge erscheint, die neue Folge auf euer Gerät runtergeladen.

App suchen und installieren

 

In der App den Podcast, den man hören möchte suchen

Den gewünschten Podcast abonnieren


Den gewünschten Podcast hören

 

Auf Android-Geräten geht es genauso: Ihr sucht im Google Play Store eine App, z.B. Pocket Casts und geht dann die oben beschriebenen Punkte durch.

  • Installieren
  • App öffnen
  • Nach Podcast suchen
  • Abonnieren
  • Folge der Wahl hören

Es gibt wirklich sehr, sehr viele Apps. Viele sind kostenlos – einige kosten was. Lest einfach die Antworten auf meinen Tweet, wenn ihr euch Empfehlungen holen wollt.

Um Missverständnissen vorzubeugen: Abonnieren bedeutet nicht, dass der Podcast was kostet. Es gibt zwar in der Zwischenzeit Plattformen wie Audible, die auch Podcasts anbieten und aufwendig produzieren lassen- da zahlt man aber den Audible-Account und nicht den einzelnen Podcast. In der Regel kosten Podcasts nichts.

(Empfehlen kann ich Podcasts von Haus Eins. Die sind kostenlos für den Hörer – sie finanzieren sich über Werbung und Spenden).

Welche Podcasts sind unbedingt hörenswert /stinkige Eigenwerbung

Ganz neu auf dem Markt ist Mit Kindern Leben (Link in iTunes). Deutschlands erfolgreichster Eltern-Podcast. So wird es jedenfalls in der Zukunft in den Geschichtsbüchern geschrieben gewesen sein.


Wie es so ist: Irgendjemand hat immer schon vor einem die Idee: superschön und einfach – allerdings auf Englisch – erklärt eine ältere Dame für Serial wie man Podcasts abonniert.

Late Adopter

Ich selbst habe seit vielen Jahren kein Fernsehgerät mehr. Fernbedienungen der Art wie im Tweet gezeigt, kenne ich nur aus dem Urlaub (wo, egal wie klein die Ferienwohnung ist, mindestens ein Fernseher rumsteht) oder wenn ich _meine_ Eltern besuche. Dort ist es ganz selbstverständlich ein Fernsehgerät zu haben, die Programme kommen per Satellit und meistens gibt es einen Festplattenrekorder.

Ein typisches Szenario ist folgendes: Die Eltern sind unterwegs, ich langweile mich und denke: „Hm. Schon seit Monaten nicht ferngesehen, mach‘ ich doch mal das Empfangsgerät an.“ Ich stehe also vom Sofa auf, wo ich vorher interessiert eine Fernsehzeitschrift gelesen habe, öffne den Schrank, in dem das Fernsehgerät versteckt ist und finde mindestens fünf Fernbedienungen. Durch Abgleich der Gerätemarken versuche ich zunächst die Fernbedienung zu finden, die das bildgebende Medium steuert. Dort drücke ich auf „Power“. Meistens zeigt der Monitor dann eine Meldung der Art: Empfangsquelle nicht gefunden. Also scrolle ich alle möglichen Quellen durch. Die HDMI Eingänge, Scart, DVI, VGA, USB und auch den anderen Krempel von dem ich noch nie gehört habe. Vorher habe ich ebenfalls durch Betätigen des Powerknopfes das Satellitenempgangsgerät aktiviert.

Gefühlte 15 Minuten später habe ich endlich ein Bild. Werbung um genauer zu sein. 7 Zeichen der Hautalt… ich schalte um… Werbung. Werbung. Werbung. Fünf Minuten später drücke ich wieder „Power“ um das bzw. die Geräte auszuschalten.

Damit ich es bei der Vielzahl der Fernbedienungen und der Vielzahl der Knöpfe  nicht mit der Angst zu tun bekomme, nehme ich die Fernbedienungen übrigens genauso wahr, wie sie oben abgeklebt sind. Ich frage mich auch, wofür sind die anderen Schalter? Benutzt sie jemand? Macht man mehr als an/aus, Programm hoch/runter und laut/leise? Und wenn ja, warum ist das so ein Usability-Dreck? Und v.a. warum wird so ein Tweet so oft gelikt?

Ich wollte schon Weihnachten über die Unart schreiben, sich über die eigenen Eltern in Sachen Technikhilflosigkeit lustig zu machen, habs dann aber wieder vergessen. Über die Feiertage fahren ja viele zu ihren Eltern und lösen dort Technikprobleme. Da häufen sich die Hahaha-meine-dummen-Eltern-Tweets und Beiträge auf den sozialen Plattformen.

Eingefallen ist mir das Ganze wieder als ich den Artikel „Die sieben Stufen der großelterlichen Internetnutzung“ las. Da wird sich ein bißchen darüber lustig gemacht, wie schwer es Menschen fällt einen Einstieg in Thema Internet zu finden, wenn sie nicht schrittweise mitgewachsen sind.

Interessanterweise ist dieser Einstieg meist WhatsApp (was ich prinzipiell von Whatsapp halte, kann man gerne unter Let’s talk – about Messenger nachlesen), gespeist von dem Wunsch mehr Kontakt zu den Enkeln zu haben, deren Kommunikation eben nicht mehr über Briefe oder Festnetztelefonie einzufangen ist.

Dass WhatsApp so verbreitet ist, scheint eben auch an der grundsätzlich einfachen Bedienbarkeit zu liegen (und einem mangelnden Bewusstsein für Datenschutz). Jedes Kind versteht WhatsApp und früher oder später eben auch jede Oma und jeder Opa.

Alle anderen Apps und Plattformen sind meist sehr viel schwieriger zu vermitteln.

Aber darüber wollte ich gar nicht schreiben. Ich wollte eigentlich darüber schreiben, dass man auch wertzuschätzen könnte, dass ältere Menschen, die sich vielleicht lange nicht mit Technik beschäftigt haben, versuchen aufzuholen.

Kleiner Exkurs:

Ich kenne einen ähnlichen Effekt aus dem Sport. Mir wurde als Kind und Jugendliche in der Schule ständig gesagt, dass Mädchen zu doof seien, um z.B. Bälle zu werfen. Wenn ich also möglichst weit werfen sollte, stand neben mir ein Sportlehrer, der lustige Sprüche parat hatte wie „So Jungs, jetzt mal vorsichtig – v.a. hinter Patricia – sie wirft jetzt gleich einen Ball.“ Natürlich hätte der Lehrer auch mal was von Armstellungen, Wurfwinkel, Schrittfolgen, Stellung der Füße etc. sagen können, aber darauf wurde verzichtet. Es gab eben die, die gut werfen konnten und die, die es nicht konnten: z.B. mich

So entmutigt, habe ich mich gedrückt wo es nur ging. Dementsprechend fehlte mir die Übung und ich blieb auf dem Niveau einer Grundschülerin. Später als am Strand z.B. Volleyball gespielt wurde, war ich immer die Pupe, der der Ball auf den Kopf fiel.

To keep a long story short: Mir wurde es nie richtig gezeigt und dann habe ich den Anschluss verloren. Je mehr Erfahrung andere sammelten, desto größer wurde der Abstand zwischen denen und mir. Irgendwann war der Abstand so groß, dass ich das Problem für mich als „Ich bin halt unsportlich, wahrscheinlich irgendein Defekt im Kleinhirn“ abhakte.

So ist es offenbar mit Technik auch. Wer sich geistig ausklinkt und sich dann nur Menschen gegenüber sieht, die gefühlte Lichtjahre voraus sind, der traut sich einfach nicht mehr Schritt für Schritt aufzuholen und Fragen zu stellen.

(Dabei liegt es oft nicht an den Eltern sondern daran, dass man z.B. berufsbedingt daran gewöhnt ist Schmerzen zu ertragen was Usability/Logik angeht, weil man sich mit Systemen auseinandersetzen muss, die man freiwillig niemals bedienen würde, wenn man die Wahl hätte. Oder es liegt daran, dass älteren Menschen unfassbare Scheiße aufgeschwatzt wird. Wenn ich z.B. an den Handyvertrag denke, der meiner Mutter angedreht wurde, dann würde ich den Verkäufer gerne verklagen. Selbiges gilt für bestimmte Smartphonemodelle, die so ****** sind, dass ich googeln musste, wie man es anstellt!)

Es ist unfair und herablassend sich über Menschen lustig zu machen, die sich bemühen aufzuholen. Wie schnell man selbst abgehängt ist, merke ich immer wieder, wenn ich sehe, was meine Kinder alles wissen und können und v.a. wie angstfrei sie an solche Systeme gehen. Und das ist nämlich auch ein Thema: Die Angst Dinge kaputt zu machen.

Nach einigen Erfahrungen wissen wir tolle Poweruser eben: Wenn man vorher ein Backup macht, dann kann man alles ausprobieren und wenn dann wirklich mal was kaputt geht, dann stellt man eben den Stand des Backups wieder her.

Ich habe in meinem Umfeld einige extrem technikaffine Menschen, die mir schon stunden- und tagelang Dinge erklärt haben. Ich durfte immer fragen, ausprobieren, noch mehr fragen und manchmal hab ich Dinge auch einfach gemacht bekommen, weil ich keine Lust und keinen Ehrgeiz hatte mich mit einem speziellen Problem auseinanderzusetzen. Das hat mir sehr geholfen.

Außerdem bin ich tatsächlich der festen Überzeugung: Ganz oft liegt es nicht an den Menschen (die etwas nicht verstehen), sondern an den Systemen, die scheiße sind. Eine Mikrowelle*, deren Grundfunktion „Erhitzen durch Mikrowellen“ nicht ohne Lesen der Bedienungsanleitung aktivierbar ist, ist eine Scheißmikrowelle. Auch wenn sie 200 Funktionen mehr hat als ein anderes Modell.

Deswegen liebe EinsteigerInnen: Herzlich Willkommen im Internet. Schön, dass Sie sich durchgekämpft haben. Wenn Sachen nicht funktionieren, wie sie sollen, dann sind nicht immer Sie schuld – manchmal sind auch die Sachen doof.


*Gilt auch für Apps, Telefone, Computer, Tablets und sonstige Hardware.