[Anzeige] Let’s talk – Tipps zum Thema Klassenchat

„Let’s talk“ S04E06 zusammen mit SCHAU HIN!

Im Zentrum meiner Serie „Let’s talk“ stehen die Chancen, die digitale Medien mit sich bringen. Nachdem ich in der ersten Runde v.a. allgemein über Nutzung und Plattformen gesprochen habe, wurde es in der Folgerunde konkreter und Eltern berichteten mir von ihrem Familienalltag mit digitalen Medien. Im Anschluss kamen Jugendliche selbst zu Wort. In der 4. Staffel ging es um konkrete Erfahrungen, die Eltern gemeinsam mit ihren Kindern sammeln können. Die letzten drei Beiträge in diesem Jahr bieten Orientierung in Themen, die im Zusammenhang mit digitalen Medien und Kindern viel diskutiert werden.

Quelle: Pettycon@Pixabay

Ein gern diskutiertes Thema unter Eltern ist das Thema Klassenchat. Meistens wird einfach einer eingerichtet und hinterher ist das Gejammer groß. Wie es da abginge! Die Kommunikationskultur ließe zu wünschen übrig! Und überhaupt! Was da alles verschickt wird!

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xHain – Gespräch unter Bäumen – über die Utopie einfacher Mediennutzungszeiten

Am 8. Oktober 2019 ist es soweit: Ich spreche im xHain in der Serie Gespräch unter Bäumen um 19 Uhr über die Utopie einfacher Mediennutzungszeiten. Spoiler: Egal, ob 30 oder 60 Minuten – die Einschränkung der Zeit bewahrt Kinder und Jugendliche vor nichts und macht sie auch nicht medienkompetent. Warum halten sich dennoch so viele Eltern so verzweifelt an den Begrenzungen fest und was wäre sinnvoller?

Bitte nur noch 5 Minuten

Das ist die verkürzte Version meines Vortrags „Bitte nur noch 5 Minuten – warum Medienzeitbegrenzungen unseren Kindern die Zukunft rauben“ den ich auf der Tagung des Zentrums für Lehrerinnenbildung zum Motto Zukunft Schule halten wollte. Leider musste der Vortrag ausfallen.

Auf wirklich jedem Elternabend zum Thema ‚Kinder und digitale Medien‘ wird am Ende gefragt: „Wie lange sollte mein Kind etwas im Internet machen dürfen?“ Die Antwort kommt meistens wie aus der Pistole geschossen. Sie lautet: „30 Minuten pro Tag“. Woher diese Zeitangabe kommt und was tatsächlich zu befürchten ist, wenn man diese Empfehlung überschreitet, wird eigentlich nie thematisiert.

Ich bin dieser Frage nachgegangen und habe mir z. B. die Meta-Studie angeschaut, auf der die dieses Jahr im Mai veröffentlichte Empfehlung der WHO [1] basiert, die maximal 60 Minuten ’sedentary screentime‘ pro Tag für Kinder ab 2 für gesund hält. Hier ist wenigstens nachvollziehbar wie die Empfehlung zustande kommt. Nämlich hauptsächlich willkürlich. Denn es zeigt sich, dass es keinen oder einen nur sehr geringen Zusammenhang zwischen der passiven Bildschirmzeit und den befürchteten gesundheitlichen Problemen gibt:

„There was no association between objectively measured sedentary time and adiposity or motor development. […] The overall quality of evidence was rated as very low.“

Auch Wissenschaftler des Oxford Internet Instituts [2] kommen zu dieser Erkenntnis:

„What did we find? Well, mostly nothing! In more than half of the thousands of statistical models we tested, we found nothing more than random statistical noise.“

Andrew Przybylski & Amy Orben

Nur: aus so einer Aussage ergibt sich irgendwie keine reißerische Schlagzeile. Alarmismus hingegen verkauft sich nach wie vor hervorragend und so wird daran festgehalten, dass viel Bildschirmzeit eben viel schadet. Es wird zur elterlichen Erziehungsaufgabe Bildschirmzeit ordentlich zu begrenzen und geht es um Schulen, soll das Internet am besten gleich ganz draußen bleiben.

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Kinder haben ein Recht auf Privatsphäre

Wie Journelle geht es mir auch oft:

Meine Entgeisterung fand ihren Höhepunkt als ich neulich passend die Folge „Spying or Parenting – Do We Need to Respect Our Kids‘ Digital Privacy?“ des Podcasts Their own Devices gehört habe. Darin unterhalten sich  vier US-amerikanische Eltern darüber, dass sie natürlich die Passworte ihrer Kinder zu allen Social-Media-Accounts haben; es sei ihnen sonst viel zu unsicher mit diesem Internet. Ich war entsetzt. Vor allem über die Einigkeit der vier Erwachsenen. Selbstredend haben Kinder kein Recht auf Privatsphäre! Es sei gar elterliche Pflicht, alles zu überwachen, was die Kinder online machen.

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[Anzeige] Let’s talk – Offline programmieren

„Let’s talk“ S04E05 zusammen mit SCHAU HIN!

Im Zentrum meiner Serie „Let’s talk“ stehen die Chancen, die digitale Medien mit sich bringen. Nachdem ich in der ersten Runde v.a. allgemein über Nutzung und Plattformen gesprochen habe, wurde es in der Folgerunde konkreter und Eltern berichteten mir von ihrem Familienalltag mit digitalen Medien. Im Anschluss kamen Jugendliche selbst zu Wort. In der 4. Staffel soll es um konkrete Erfahrungen gehen, die Eltern gemeinsam mit ihren Kindern sammeln können. Das gemeinsame Erleben sorgt für einen konkreten Anlass Erfahrungen zu sammeln und zu den einzelnen Themen ins Gespräch zu kommen.

Für das „Kinder und digitale Medien“-Buch, das ich gerade schreibe, habe ich viele andere Bücher gelesen. U.a. natürlich auch Bücher, die behaupten Belege zu haben, dass das Digitale vom Teufel ist und Kinder dumm, unempathisch und einsam macht. Das war sehr inspirierend, denn so bin ich auf die Idee gekommen, ich könnte doch a) mal was für jüngere Kinder (und deren Eltern) bloggen und b) erklären wie man sich ganz analog in der Kohlenstoffwelt den digitalen Themen nähern kann. Denn ein wesentliches Argument in der Debatte um Kinder und Medienkompetenz seitens der Kulturpessimisten ist ja, die Kinder hätten zwar Wischkompetenz (können also mit Tablett und Co.) umgehen, würden aber keine Zusammenhänge verstehen.

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[Anzeige] Let’s talk – ein Computerspiel selbst bauen

„Let’s talk“ S04E04 zusammen mit SCHAU HIN!

Im Zentrum meiner Serie „Let’s talk“ stehen die Chancen, die digitale Medien mit sich bringen. Nachdem ich in der ersten Runde v.a. allgemein über Nutzung und Plattformen gesprochen habe, wurde es in der Folgerunde konkreter und Eltern berichteten mir von ihrem Familienalltag mit digitalen Medien. Im Anschluss kamen Jugendliche selbst zu Wort. In der 4. Staffel soll es um konkrete Erfahrungen gehen, die Eltern gemeinsam mit ihren Kindern sammeln können. Das gemeinsame Erleben sorgt für einen konkreten Anlass Erfahrungen zu sammeln und zu den einzelnen Themen ins Gespräch zu kommen.

Gerade habe ich wieder eine Waldorfpädagogik-Zeitschrift gelesen, die an die Eltern appelliert: Haltet alles Digitale von Kindern bis 12 Jahren fern! Digitale Geräte lassen Menschen vereinsamen, sie verlieren ihre Empathiefähigkeit, sie werden süchtig und v.a. verlieren sie ihre Kreativität.  Ein beliebter Narrativ. Auf der einen Seite steht das echte Leben, voll von Kreativität und guten Erfahrungen, auf der anderen Seite das apathisch machende Internet. Dabei repräsentieren beide Welten gar keine Gegensätze. Nicht mal eine Trennung zwischen Konsumieren und Erschaffen ist aufgrund von Digitalität eigentlich möglich. Die Grenzen sind oft fließend. So ist z.B. YouTube voll von  Tutorials, was zwar bedeutet, dass man sich auf YouTube erstmal Dinge ansieht, sie dann aber tatsächlich umsetzt. So werden in unserem Haushalt Fondant-Kunstwerke geschaffen, Kuchen gebacken, Loom-Gummis verarbeitet, Infos über Länderfahnen gesammelt und dann in selbst gemachten Heften verarbeitet oder Schleim hergestellt. Die Grenze zwischen Konsumieren und Erschaffen verwischt. Das apathisch, passiv dreinblickende Kind der Kulturpessimisten rennt nach zehn Minuten Video in die Küche und nimmt alles im besten Waldorfsinne auseinander, knetet, fühlt, klebt, knibbelt, rührt.

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Netzfest is coming!

Quelle: https://re-publica.com/de/page/netzfest-2019

Und damit eine Neuauflage meines Austauschformats „Endgegner Computerspiel„.

Letztes Jahr gab es für „Endgegner Computerspiel“ auf der re:pubica viel mehr Interessenten als ich Plätze hatte. Deswegen und auch aufgrund des positiven Feedbacks der Teilnehmenden biete ich wieder gemeinsam mit SCHAU HIN – diesmal allerdings zum Netzfest (welches das Wochenende vor der re:publica stattfindet) nochmal einen Austausch zwischen  computerspieleaffinen Eltern und für die eher skeptischen Eltern an.

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