[Anzeige] Let’s talk – Staffel 4

Freihändig löten. Wer kann, der kann (immerhin ist es nicht eines dieser Lötbilder, in denen vorne an den heißen Teil gefasst wird)

Gemeinsam mit SCHAU HIN! habe ich die „Let’s talk“-Serie zum Thema Kinder und digitale Medien gestartet.

  • Staffel 1 beantwortet grundsätzliche Fragen zu z.B. einzelnen Plattformen.
  • In Staffel 2 habe ich Familien interviewt und mir angehört, wie deren Medienalltag konkret aussieht.
  • In Staffel 3 haben mir Jugendliche berichtet, wie sie ihre Medienerziehung empfinden und was sie vielleicht anders machen würden.

Bastelmuttis und -vatis aufgepasst!

In Staffel 4 wird gebastelt! Ja, richtig gelesen – als Anführerin der Bastelmuttibewegung möchte ich gerne kleine digitale Projekte beschreiben, die ihr mit euren Kindern nachmachen könnt.

In den letzten Monaten habe ich mich viel mit anderen Eltern über digitale Medien und Kinder unterhalten und bin auf Elternabende und Infoveranstaltungen gegangen, um mir gängige Fragen und Probleme anzuhören. Dabei ist mir aufgefallen, dass viele Eltern sich von der Bandbreite möglicher Fragestellungen überfordert fühlen. Viele Eltern kennen sich wirklich schlecht bis gar nicht aus und sollen dann ihren Kindern Wissen vermitteln, das sie selbst gar nicht haben. Statt sich also Schritt für Schritt an das Thema Medienkompetenz ranzutasten, verlangen sie nach einfachen Regeln. Die gängigen Empfehlungen zu zeitlichen Begrenzungen wie „maximal 30 Minuten am Tag“ spiegeln genau dieses Bedürfnis wieder. Wie lange kann ich mein Kind im Internet irgendwelche Sachen machen lassen, ohne dass es ihm schadet?

Kompetenzen aneignen statt Regeln durchsetzen

Alle Energie fließt dann in die Durchsetzung dieser Regel. Dabei wäre sie viel besser investiert, wenn sich Eltern gemeinsam mit ihren Kindern anschauen würden, was da eigentlich gemacht wird und warum es den Kindern Freude bereitet (Siehe Staffel 1).

Ein anderes Problem ist schlichtweg die Überforderung. Wie sollen Eltern Dinge beurteilen, von denen sie selber nicht so viel wissen? Ich bin deswegen auf die Idee gekommen Eltern und Kinder miteinander einfache digitale Projekte umsetzen zu lassen. Denn so verbringen sie Zeit miteinander, können sich Schritt für Schritt mit einem umgrenzten Thema beschäftigen und können im Idealfall voneinander lernen – begegnen sich also auf Augenhöhe.

Los geht es im Februar.

Wenn ihr selbst Ideen für einfache digitale Projekte habt, schreibt mir gerne davon in den Kommentaren.

10 Gedanken zu „[Anzeige] Let’s talk – Staffel 4“

  1. Tolle Idee, bin schon gespannt, was da zusammen kommt. Mein Mann (sic! ?) macht mit unserem Sohn immer wieder mal Stop Motion Filme mit Lego. Vielleicht fällt das ja auch in die Kategorie…

  2. Sehr schöne Idee. Es gibt noch zu wenig Sammlungen für einfache Projekte dieser Art.
    Angefangen hatten es einmal mit einem Experimentierkasten, Platine, Kabel und ein paar Bauteile. Wir nutzen seitdem für unsere Bastelprojekte gerne Steckplatinen (Breadboards). Damit entfällt das Löten und bei Komplexen Aufbauten ist die Fehlersuche einfacher. Von einfachen LED-Schaltungen über eigene IC Steuerungen bis zur Anbindung von Raspberry Pi oder ähnlichen Komponenten ist alles möglich.
    Häufig ergeben sich aus einfachen Aufbauten dann schnell komplizierte fragen die dann mit der Schaltung untersucht werden können. So ergibt sich auch ein nachhaltiger Lerneffekt der aus meiner Sicht das Thema besser vertieft als eine reines Software Projekt.
    Bin gespannt was sich dazu hier dann findet.

    1. Generell habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass viele Kinder Projekte interessanter finden, wenn es eine physische Entsprechung gibt. Das ist wahrscheinlich auch ein bisschen Veranlagung.
      Allerdings ist es für Eltern wahrscheinlich nochmal besonders schwer einem Kind löten und die Logik von Schaltungen beizubringen, wenn sie es selbst nicht können.
      Sowas ist angeleitet doch sehr viel einfacher.

  3. Kennst du schon den Tonuino? Wir haben den zwar nicht mit, sondern für unsere Tochter (2) gebastelt, aber es ist echt mega simpel. Ein bisschen Löten muss man können.

    1. Kannte ich noch nicht. Aber die „Das benötigst du“-Liste ist schon recht umfangreich
      * Arduino Nano (wenn ihr ohne meine Platine arbeitet geht auch ein Uno oder Mega)
      * DFPlayer Mini
      * RFID Kit RC522
      * Einen passiven Regallautsprecher (gibt es dummerweise meist nur im Doppelpack) / einen beliebigen Lautsprecher
      * Micro SD Karte (maximal 32 GB)
      * etwas Kleinkram (Kabel, 1K Resistor, Knöpfe)
      * (optional) eine TonUINO Platine

      Ich glaube, das ist super spannend (und auch danke für den Tipp), aber vielleicht doch noch zu anspruchsvoll für Einsteiger/innen.

  4. Hi,
    es gab bei Conrad Elektronik bisher jedes Jahr vor Weihnachten einen Advendskalender mit mini Projekten zum Elektronikverstehen/basteln für schmales Geld – „conrad advendskalender“ googlen :D

    Niedrigschwellig, Tag für Tag aufeinander aufbauende Schaltungen. Auch für vor Technik scheuenden Erwachsene gut geeignet.

    Finde ich gut als Einstieg für ‚was ist eine LED‘.

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