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Auszug aus meinem Lieblingsnewsletter von Buffalo, damit die werten Damen Leserinnen auch keinen Modetrend verpassen:

„Die Keilsohle ist der Trend Schuh des Sommers. Erstmals in den Siebzigern an Brigitte Bardot gesichtet, ist er jetzt wieder voll da. Er ist viel bequemer als kleine Absätze. Einfach mal ausprobieren.
Sehr praktisch ist, dass man mit so einem Schuhe sofort als Fashion Trendsetter erkannt wird. Dann einfach nur noch Hose und T-Shirt anziehen – fertig. Der Espandrille ist der Frechste. Mit fast 10 cm Absatz ist er ein echter High Heel, Sie werden es merken, Männerblicke inklusive.
Der Korkabsatz ist der Bequemste Schuh mit Keilsohle. Dazu haben wir Sammelbestellungen von RTL Moderatorinnen, weil der Schuh so bequem ist.“

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Schon im zarten, vorpubertären Alter haben Mädchen Sexsymbole.
Der erste Junge, der mich Nacht für Nacht in meinen Träumen besuchte, war 1984 Atreju (Noah Hathaway aus Die unendliche Geschichte).

Da war ich immerhin neun Jahre alt.

Ein Jahr später schwärmte ich für Mikey von den Goonies (bei dem ich erstaunt feststellte, dass es sich um Sean Astin handelt, der durch seine Rolle als Sam bei Herr der Ringe sicherlich einen weitaus höheren Bekanntheitsgrad errungen hat).

Dann weist mein Gehirn erhebliche Lücken auf und meine Erinnerung greift erst wieder in der Bravozeit, in der ich mich für besonders attraktive Männer begeistern konnte. Darunter die herzigen Brüder von Bros, mit deren Antlitze ich mein Zimmer tapezierte. „When will I be famous“ war die erste Platte, die ich mir kaufte und ich schätze, ich habe sie täglich 700 Mal gehört, bis sie irgendwann auf wundersame Art und Weise verschwand (Mama???).
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Danach kam meine Limahl-Phase und ich bedauere sehr, dass ich in Ermangelung eines Fernsehgeräts die tolle RTL-Show 80er Jahre Stars Comeback verpasst habe.

Da ich mit meiner Mutti regelmäßig Falcon Crest (1981-1990) anschaute, verliebte ich mich alsbald unsterblich in Lorenzo Lamas.

Ich glaube, die Brusthaarbilder fand ich seinerzeit besonders heiß. Ganze Nächte verbrachte ich damit mir einen Kennen lernen mit Lorrrenzo Lamas vorzustellen. Immerhin konnte ich schon ein Paar Sätze Englisch.
– Hello, I’m Nuf.
– Ah, nice to meet you.
Phantastisch! Es stellen sich bei dem Gedanken heute noch alle Haare vor Erregung auf. Nie werde ich das sexy Bild vergessen, das über meinem Bett hing und Lorenzo auf einem metallicroten Motorrad zeigt, dessen Chrom sich in der untergehenden Sonne spiegelt. Rrrrrrrrrrrrrrrrr!

Was für ein Glück, dass es mir nie gelang einen Jungen/Mann zu finden, der meinen damaligen Attraktivitätsidealen entsprach.

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Heute Liveenthauptung einer Ratte beigewohnt. Davon würge ich bestimmt noch den ganzen Tag.
Für Ratten, die das nachmachen wollen: Wenn ein Fahrrad vorbei kommt, losrennen und mit dem Kopf in die Speichen geraten. Durch den Schwung des Rades mitgerissen werden und dann an der Einhängung des Hinterrades stecken bleiben. Rad läuft weiter. Krcks! Fertig!

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Ok. Also ich suche jetzt einen Mann, der 10.000 Euro netto (min) verdient (um Gottes Willen NICHT freiberuflich, seriöser Arbeitgeber, der Sicherheit verheißt, ist hier gefragt, Staatsdiener bevorzugt) und zufällig den gleichen Nachnamen wie ich trägt. Das polizeiliche Führungszeugnis und die Schufa-Auskunft sollten einwandfrei sein. Angenehmes Erscheinungsbild und möglichst wenig Körpergeruch wäre wünschenswert. Der Gesuchte sollte bitte nicht älter als 45 sein und bereit sein, sich als mein treu sorgender Ehemann auszugeben. Ein wenig schauspielerisches Talent kann ebenfalls nicht schaden. Bitte mit Handynummer bei mir melden.
Ich brauche Dich als Fakeehemann zur Unterzeichnung meines zukünftigen Mietvertrags.
Alternativ ist das weibliche Dependant zu der obigen Beschreibung als Anhängsel für meinen Freund gerne willkommen.
Denn offensichtlich gibt es immer einen verf****** Grund uns abzulehnen.
Irgendein Makel wird garantiert festgestellt. Zu arm? Zu Kind? Zu unverheiratet? Zu berufstätig? Arbeitgeber unattraktiv? Zu jung? Zu alt? Passt nicht in die Mieterstruktur?
Himmelherrgott!
Das nervt. Das nervt sowas von.
Warum nicht gleich Accessmentcenter für Mieter? Neben Gehaltsnachweisen, Schufa-Auskunft und Erklärung über Mietschuldenfreiheit, wäre es doch höchst angemessen, wenn ich meine Sexualkontakte der letzten 10 Jahre offen lege, meine Hobbys aufliste, meinen Familienstammbaum bis in die siebzehnte Generation aufmale und mich zu lebenslangem Frondienst verpflichte.

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Konversationen, die ich mir zeigen, wie alt ich wirklich bin. Gerade hole ich eine analoge Kamera aus der Tasche, um ein Bild zu machen.
Kind: Kann ich das Foto mal sehen?
Ich: Ähm, nein. Das ist eine analoge Kamera. Man muss die Bilder erst entwickeln lassen.
Kind: Entwickeln?
Ich: In der Kamera ist eine Filmrolle. Auf der Filmrolle in der Kamera befindet sich eine lichtempfindliche Schicht. Fällt Licht durch die Blende auf den Film, verändert sich die Schicht, so dass das Bild was ich sehe auf die Filmrolle gebrannt wird.
Kind: ?

Kind: Kann ich auch mal Bilder damit machen?
Ich: Nein, ich habe nur noch 2 und man muss im Gegensatz zu den digitalen Kameras Geld für die Entwicklung zahlen.
Kind: Geld? Warum hast Du sowas denn?
Ich: -ähm-

Ich: -ichmussweg-

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Die Reise nach Legoland war, nicht ganz so grauenerregend, wie befürchtet. Lediglich Beginn und Ende gestalteten sich nervenaufreibend. Die Veranstalter hatten die tolle Idee, die Reise um 23.30 Uhr beginnen zu lassen. Für ca. 40 Familien mit Kindern hieß das um 20 Uhr Kind ins Bett stecken und versprechen, es dann zum Reisebeginn zu wecken. Bei uns sah das so aus.
– So, gute Nacht, wir wecken Dich dann, wenn es los geht.
– Gute Nacht.
Dreißig Sekunden später im Wohnzimmer:
– Ich habe genug geschlafen, wir können jetzt starten.
– Du hast gar nicht geschlafen, ab ins Bett.
– Doch hab ich wohl (rähhbääääh, räbähhhh etc.)
[Loop 60 Minuten]
Als es dann so weit war, befand sich das Kind in Tiefschlafphase und ich konnte aus meinem gesamten Erfahrungsrepertoire der 789 grausame Methoden des Aufgewecktwerdens schöpfen und all das anwenden, was Kinder am Wochenende gegen 06.30 Uhr aus ihrem Schatzkästchen ziehen, wenn sie die Eltern wecken wollen.
Ich begann mit freundlichen Techniken, wie Fahrrad- und Bobbycarhupkonzert. Steigerte über Geräuschebücher (Der lustige Bauernhof, Die Baustelle) bis hin zur härtesten aller Erwachsenenfoltermethoden: Xylophonspielen auf Kopfhöhe im Bett.
Das hat Riesenspaß gemacht und so startete zumindest ICH gut gelaunt zur nächtlichen Busfahrt.
Die war durch die Organisatoren des Jugendpasses ebenfalls toll organisiert. Bustüren auf und dann frei nach Darwin: der Stärkere überlebt. Alle Familien mit Kindern unter fünf Jahren hatten Pech was die Platzwahl angeht. Dann fuhr man mit einer gesetzlich vorgeschriebenen Pause durch die Nacht um pünktlich um 8.00 Uhr vor den Toren Legolands in den Nieselregen entlassen zu werden. Legoland öffnet um 10.00 Uhr, was die Veranstalter auch wussten, aber man hatte entschieden, es sei unzumutbar erst um 01.30 loszufahren und viel angenehmer noch zwei Stunden im Niemandsland zu warten.
Statt der nervtötenden Legolandbegrüßungsmelodie hätten die Lautsprecher verkünden sollen: „NEINDIEZWEISTUNDENSINDNOCHNICHTUMDASDAUERTJETZTNOCH120MINUTENMINUSX“
Als es dann endlich los ging, öffneten sich die Himmeltore und es regnete bis 14.00 Uhr durch. Bis 17.00 Uhr hatten wir 30 Fahrgeschäfte probiert und ich wusste Die Raupe würde ich kein zweites Mal ertragen. Die Raupe ist eine Hochgeschwindigkeitskreiselbahn, die sich zudem auf und ab bewegt. Die Kinder muss man im Inneren der Raupe platzieren und dann werden sie durch die Zentrifugalkraft mit ca. 600 Kilo gegen die Eltern gedrückt. Man fährt also eingequetscht im Kreis und wird dabei zusätzlich geschüttelt. Die Gesichter verzerren sich und wenn das Karussell endlich anhält, möchte man nur eines: Erbrechen.
Da sagten mir die langsamen Boots- und Zugfahrten durch das Piraten- bzw. Cowboyland doch eher zu. Da konnte ich entspannt und grinsend im Gefährt sitzen, während die Kinder durch Angestellte Legolands ausreichend animiert wurden.
Nach acht Stunden Karussellfahren ging es dann zurück. Der lustige Busfahrer zitierte noch einiges an Sprüchen aus dem Buch: 137 lustige Sprüche für Busfahrer („Setzen Sie sich bitte, ich habe es auch eilig, denn ich habe die Familienhose an und mein Bruder will heute Abend noch ins Kino“) und entlies uns dann ins nächtliche Berlin, auf dass wir 24 Stunden fehlenden Schlaf nachholen konnten.