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Heute habe ich herausbekommen, warum aus mir und dem Aufzughonk nichts geworden ist. Er hat eine Freundin. Die einzig akzeptable Ausrede. Nicht dass wir ins Gespräch gekommen wären… nein, ich bin ihm nach genau elf Monaten begegnet und habe festgestellt, dass er zugenommen hat. Mindestens sieben Kilo, m i n d e s t e n s.
Männer nehmen nur zu, wenn sie Freundinnen haben. Wenn sie keine haben, nehmen sie ab. Sie machen dann sehr viel Sport und sehen täglich besser aus. Irgendwann sehen sie so gut aus, dass man als Weibchen nur leicht sabbernd neben ihnen stehen kann und dummes Zeug plappert. Das finden sie so niedlich, dass sie sich nach einigen Paarungsritualen binden lassen. Die Weibchen kochen ab da jeden Tag und die Männchen gehen auf wie Hefekuchen. Irgendwann sind sie fett und hässlich. Schuld sind die Partnerinnen. Man trennt sich, hat Langeweile, beginnt mit dem Sport. So ist der ewige Zyklus des Single-Paar-Seins.
Jedenfalls ist aus dem ehemals ziemlich knackigen Kerlchen ein chubby-boy geworden, dem der Speck ein wenig über den Hemdkragen quillt.
Ansonsten war alles wie früher. Wir haben uns angestarrt und nichts gesagt. Vermutlich dachte er: Hey, die hat ja zugenommen! Letztes Jahr hatte sie noch nicht diese Speckknie, die Fledermausarme und die Stampfwaden*.
Vielleicht hätten wir am Ende doch ein gutes Paar abgegeben?

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Wer als Blogger was auf sich gibt, hat mindestens einen Button. Man schaue bitte nach rechts
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Ich hätte gerne einen. Herr qwert brachte mich drauf: 56 K Modem. Es muss doch noch andere geben? Wer macht mir einen solchen Button?

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Das gesamte letzte Jahr war ich nicht inlineskaten. Das lag wohl auch an dem Umstand, dass ich nach sechs Jahren immer noch nicht bremsen kann. Das wiederum könnte daran liegen, dass ich am Tag des Erwerbs meiner wunderhübschen Hartschalenschuhe die Bremse abgeschraubt habe. Bremsen stören beim Kunststückchen machen. Das Resultat kann sich sehen lassen. Niemand kann so formvollendet kreiseln wie ich. Leider kann sich auch niemand so formvollendet maulen. Am Anfang mit Vorliebe auf das Gesäß. Im erprobteren Stadium habe ich gerne auch mal eine Gesichts- oder Schulterbremsung durchgeführt.
Dann habe ich die Kniebremse gelernt, die man in jedem Fall nur mit Schonern durchführen sollte. Sie geht einfach und ist sehr effektiv. Man schmeißt sich in voller Fahrt einfach auf eines der Knie. Damit kann man hervorragend Mitinlineskater und andere Passanten zu Tode erschrecken. Mit einem lauten KLACK KRRRRRRRSCHRRRRRR schleift man sich in sekundenschnelle ins Zentrum der Aufmerksamkeit.
Am Wochenende habe ich springen geübt. Ganze 15 Zentimeter hoch kann ich es jetzt schon. Einmal bin ich sogar über einen auf dem Asphalt liegenden Ast gesprungen. Sehr niedlich war, dass egal was ich ausprobierte, alle umliegenden Kinder das gleiche taten. So hüpften, kniebremsten , kreiselten und Pylonen umfuhren wir gemeinsam den Nachmittag. Auf der Strecke gibt es auch einen Hügel und einen, nennen wir es Invershügel* (man könnte auch Grube sagen) für BMX-Fahrer. Den komme ich leider nicht rauf. Vermutlich weil ich angst habe, ich könnte es schaffen und mir ausmale wie grauenerregend es wäre dort wieder runterfahren zu müssen. So blieb mir nichts anderes als mich einige Male wie ein Bettvorleger über den Hügel zu falten und dann zuzusehen wie die Kinder mühelos drüber rollten und mir aufmunternd zuriefen: Komm, das kannst Du auch schaffen. Probier doch mal.

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*This word is dedicated to N.

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Motiviert durch dem Umstand dass ich es in der Zwischenzeit schaffe, deutlich länger als eine halbe Stunde am Stück zu laufen, bin ich übermütig geworden. Ich dachte mir, so ein Halbmarathon, das wäre doch was. Da sich ein Halbmarathon leider nicht an der Zeit sondern an der Entfernung festmacht und ich meinen Schrittzähler verliehen hatte, musste ich einen neuen Weg finden, Distanzen zu messen.
Eine gekennzeichnete Strecke würde vieles erleichtern schloss ich aus der Not. Es gibt z.B. kleine Stadien mit 400 Meter Runden. Für den Anfang nahm ich mir vor 10 km zu laufen. Das macht 25 Runden. Ich laufe also los und just nach ca. 6 Runden habe ich mich verzählt. Egal, 5 waren es bestimmt, ich beginne also erneut die Runden zu zählen. Um es kurz zu machen: Ich habe es leider nicht geschafft 25 Runden zu zählen. Eine andere Lösung musste her. Die fiel mir glücklicherweise gestern im Büro ein. Man nehme einen Stapel Post-its, notiere auf das erste die Ziffer Eins, auf das zweite die Zwei bis man schließlich bei der 25 angelangt ist. Diesen Post-it-Stapel nimmt man dann mit und reißt jede Runde eines ab und wirft es weg. Klappt hervorragend!

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Marktforschungsinstitute haben gelegentlich ungeahnte Nebeneffekte. Ich kenne jemanden, der kürzlich umzog. Der Telefonanschluss war bereits gelegt und funktionstüchtig. Man konnte wunderbar nach draußen telefonieren. Die Rufnummer war leider unbekannt. Somit war es allen Freunden und Bekannten verwährt, den Besitzer des Anschlusses anzurufen. Der junge Mann war leider so im Stress, dass es sich als unmöglich erwies, sich bei der Telekom nach der Rufnummer zu erkundigen. Motiviert durch dem Umstand dass er es geschafft hatte, sein Auto zu verkaufen, indem er es einfach zwei Jahre auf einem Parkplatz stehen ließ, entschied er sich erneut die Methode der Geduld anzuwenden.
Nach einem halben Jahr rief prompt eine freundliche Dame von einem Marktforschungsinstitut an. Sie bekam unter Angabe der Rufnummer, die sie gerade gewählt hatte, alle Fragen beantwortet. BWLer nennen so etwas eine win-win-Situation.