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Sehr geehrter Herr Petrus,

Temperaturen bis 23 Grad Celsius sind erträglich. Der Umstand, dass es heute bereits um 08.30 Uhr über 20 Grad warm war, kann nur als inakzeptabel bewertet werden. Ich möchte Sie daher umgehend bitten, das Klima auf Frühling runterzukalibrieren. Zu viel Wärme bewirkt neben geruchlichen Belästigungen durch Transpiration zudem augenbeleidigende Zustände. Unrasierte Beine sind, neben kalkweißen Männerbeinen in kurzen Hosen, ungepflegten Füßen in offenen Schuhen und deutlich sichtbaren Achselhaarfächern (auch armpit carpets genannt) noch das kleinere Problem. Rein motivatorisch verlangen sommerliche Tage von mir unmenschliches. Statt im milden Sonnenschein auszuschlafen, um mich dann gegen Mittag, nach Verzehr eines Salates, in den Park zu begeben, muss ich grauenerregend früh aufstehen und in ein muffiges Büro mit Aussicht auf eine Baustelle gehen.
Deswegen fordere ich Sie hiermit auf, das Wetter auf unregnerische Mitteltemperaturen zu ändern. Sollten Sie meiner freundlichen Bitte nicht nachkommen, werden Sie dazu verpflichtet, mir einen bis Ende Oktober andauernden Urlaub bei vollem Lohnausgleich zu zahlen.
Vielen Dank für Ihr Verständnis im Voraus!

Mit freundlichen Grüßen
nuf

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Vergangene Woche sah ich „13 going on 30“. Ich habe diesen Film als Vorbereitung gesehen. In nur 1.591 Stunden werde ich 30 sein. Ich dachte, wenn ein Film davon handelt, dass ein junges Mädchen endlich ENDLICH dreißig sein möchte, kann ich mindestens fünf Pros für diese Jahreszahl sammeln.
Tatsächlich! Ich kann jeder Frau meines Alters raten, dringend diesen Film zu sehen. Zwar zeigt der Film nichts, was man in einem Endlich-erwachsen-Film nicht schon gesehen hätte, jedoch macht er eines sehr deutlich: Es gibt absolut nichts schlimmeres als 13 sein. Die Pubertät ist eine Zeit des Grauens!
Ich hatte das wirklich vergessen. Völlig verdrängt.
Man möchte andauernd irgendjemand anders sein, anders heißen, anders aussehen. Die Eltern verstehen einen nicht. Der blonde Junge mit der Schnullifrisur steht nicht auf einen, man muss Zahnspange tragen, darf sich nicht schminken, Mama sucht noch Klamotten aus, die sie für aktuell und poppig hält.
Da ist dieses andere blonde Mädchen, das schon Brüste hat, Gitarre spielen kann und englische Liedtexte kennt. Die will aber nicht Deine Freundin sein und bezirzt dafür lieber Blondi.
Es war s c h r ö c k l i c h!
Genau genommen bis ca. 27. Der Film hilft also wirklich. Dreißigsein ist spitze. Man ist einfach nicht mehr permanent von Zweifel zerfressen und uneins mit sich und der Welt. Man ist unabhängig und kann für sich selbst sorgen. Man weiß was man will und v.a. was man nicht will. Und das allerschönste: Man besitzt viele, viele Schuhe und noch viel mehr Klamotten, denn man wächst nicht mehr, geht ordentlich mit ihnen um, bügelt sie manchmal und kann sie so jahrzehntelang behalten. Ganz wie Mama es immer gesagt hat.

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Flip-Flops sind so eine Sache. Wenn sie von 1,50 m große Damen mit pedikürten Marzipanfüßchen Größe 36 getragen werden, sind die recht hübsch anzusehen. Leider ging die Mode in eine andere Richtung und in Flip-Flops zeigen sich seit Neustem auch verhornte und behaarte Männerfüße. Richtig unappetitlich wird es wenn die verhornten und behaaren Füße gar nicht zu Männern gehören.

Die Wahrheit sieht eben so aus:

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Jetzt mal ehrlich … warum sollten Frauen auch Mathe studieren? Man muss sich doch nur mal die Mathestudenten anschauen und mit den Sportstudenten oder meinetwegen den Geisteswissenschaftler vergleichen. Die sind vielleicht nicht so knackig aber zumindest sprechen die unsere Sprache.

Hier ein Auzug aus dem mathematischen Humor:

Ein e^x geht auf der Straße spazieren.
Kommt ihm ganz aufgeregt ein x² entgegen und ruft:
„Schnell, wir müssen hier weg, gleich kommt der große Differentialoperator!“
„Was soll der uns schon anhaben? Ich renne nicht weg!“, sagt das e^x und geht gemütlich weiter, während das x² flieht.
An der nächsten Ecke begegnet das e^x dem Differentialoperator.
Der sagt: „Was? Du bist noch nicht geflohen? Hast Du keine Angst vor mir?“
„Nein! Warum sollte ich?“
„Ich werde Dich differenzieren, bis Du nicht mehr weißt, wer Du bist!“, antwortet der Differentialoperator.
„HA! Versuch´s doch mal! Ich bin ein e^x! Ätsch, Du kannst mir gar nichts!“
…Pech gehabt! Es war ein dy-Operator…

Selten so gelacht!

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Gestern beim Schokoladekaufen bei Plus wanderte ein Buch mit dem Titel „Lauftraining“ in meinen Einkaufskorb. Ich dachte, wenn ich nicht einfach nur durch die Gegend renne und das Ganze systematisch angehe, ist das bestimmt besser.
Während ich also zuhause Schokonüsse in mich reinstopfe, lese ich aufmerksam das Buch. Erstes Kapitel Wie Sie sich motivieren [Auszug]: „Wenn Sie vorhaben durch das Laufen abzunehmen, dann stellen Sie sich doch einfach vor, was Sie gerade an Kalorien verbrennen“ Ich schaue rechts in die Tabelle – eine Stunde laufen 10 km/h = 220 Kcal, ich lese weiter „… z.B. einen Riegel Schokolade oder 200 Gramm Jogurth“ Wie motivierend! Ich schaue wieder in die Tabelle – eine Stunde Hausarbeit = 120 Kcal, eine Stunde poppen (sehr aktiv) = 240 Kcal, Inlineskaten = 520 Kcal.
Darunter eine komplizierte Formel zur Errechnung meines Tagesumsatzes, wenn ich nur rumsitze. Alter mal 0,6 durch Anzahl der Zehen zum Quadrat plus Gewicht minus Nasenlänge in Zentimeter mal drei. Hmmm.
Es wäre also viel sinnvoller drei Mal in der Woche inlineskaten zu gehen, die Hausarbeit nicht immer zu verschieben und sich konsequent jeden Tag sehr aktiv paaren.
Außerdem stand da, es sei ganz großartig morgens vor der Arbeit joggen zu gehen. Ich heute also um 6 Uhr aufgestanden und losgetrabt. Das war die erste halbe Stunde wirklich toll. Da habe ich nämlich noch geschlafen und gar nichts gemerkt. Nach 30 Minuten bin ich aber aufgewacht. Mitten im Park, schwitzend. Es war kalt, die Menschen waren häßlich rot-weiß gefleckt und ich lief immerzu im Kreis. Danach zurückgelaufen, Zeitung geholt und wie im Buch empfohlen keinen Kaffee oder Tee getrunken sondern zwei Gläser lauwarmes Wasser. Lecker!
Als ich mich dann auf den Weg machte, um in die Arbeit zu gehen, setzte leichte Übelkeit ein und Füße, Beine und Gesäß beginnen zu schmerzen.
Was für ein wundervoller Start in den Tag. Never ever again!

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Hiermit wiederrufe ich offiziell meine marketingresistentheit

1998 kuf ich meinen ersten MP3-Player. 32 MB hatte der und ich habe mir, verschwenderisch wie ich einst war, eine weitere 32 MB-Karte geleistet.
Ungefähr zehn Lieder passen drauf. Mein MP3-Player wurde für lange Zugfahrten mein wichtigster Begleiter. Auch bei sportlichen Ertüchtigungen ist er nicht mehr wegzudenken (würde mich mein pferdeartiger Schnaubatem doch zu Tode nerven, wenn ich ihn hören müsste).
Dann verbummelte ich die Übertragungssoftware und mein Rechner wollte den Player nicht als externes Laufwerk durchgehen lassen. Fortan konnte ich die Hälfte des immensen Speicherplatzes nicht mehr neu bespielen. Seit einem halben Jahr muss ich jetzt Carla Bruni hören und bei aller Liebe ICHWILLSIENICHTMEHRHÖREN.
Was liegt also näher als sich ein neues Gerät zu kaufen?
Gestern ergatterte ich für nur 55 € ein Abspielgerät mit 512 MB Speicherplatz. Eine unvorstellbare Menge Platz, die ich gleich mit Herrn Johnson, Herrn Cullum, den Scissor Sisters, den Chemical Brothers, Seeed und Selig bespielte, um dann verwundert festzustellen, dass mir immer noch freier Speicherplatz zur Verfügung steht.
Ich war begeistert! Ich eilte, zugegebenermaßen völlig leichtsinnig, ohne mir vorher die Gebrauchsanweisung zu Gemüte geführt zu haben, zu meiner abendlichen Verabredung. Schon in den ersten Minuten wurde mir klar, dass sich MP3-Player, die 512MB haben und 55 € bzw. 160 € kosten, in einem einzigen Details gewaltig unterscheiden: der Dateiverwaltung. Mein Prachtstück spielt einfach alphabetisch ab und es ist nicht möglich zwischen den einzelnen CDs zu wechseln. Ich bin jedoch der festen Überzeugung, dass sich ein fehlendes Dateiverwaltungssystem durch kluge Benennung der einzelnen Lieder ausgleichen lässt. Zumal es für mich absolut tödlich wäre, wenn ich nicht gezwungen wäre alle Lieder hintereinander weg zu hören. Ich würde mich v.a. mit dem Verwalten von Datein.
Viel mehr beschäftigt mich die Frage: wie kann man den MP3-Player ausmachen? Bislang ist mir dies nur durch Unterbrechung der Stromzufuhr gelungen. Ich bin mir aber sicher, es gibt Alternativen zu diesem Lösungsansatz.