Den armen triebgesteuerten Menschen muss doch geholfen werden

Eines meiner Lieblingssprichwörter lautet „The road to hell is paved with good intentions“. Gut gemeint ist z.B. der Brief einer Realschule an die Eltern, der verargumentiert, dass Mädchen in Zukunft bitte keine aufreizende Kleidung mehr tragen. Wer es dennoch tut, der muss ein weites Shirt tragen, das er (in dem Falle eigentlich „sie“) vor Ort zur Verfügung gestellt bekommt. Die Schule möchte dadurch nicht in die Individualität der Kinder eingreifen, nein, man „[will] damit ein kleines Stück zu einem gesunden Schulklima beitragen, in dem sich alle wohlfühlen und in dem gesellschaftliche und soziale Werte gelebt und gefördert werden.“

War klar, dass ich darüber schreiben muss, oder? Wollte schon lange mal wieder ein paar zensierenswerte Kommentare sammeln. Also go for it!

Ganz ehrlich? Was soll der Scheiß? Dass Mädchen und Frauen anziehen können sollen, was sie wollen, steht für mich außer Diskussion. Drehen wir die Sache doch mal um. Im Grunde sagt der Brief folgendes. Die aufreizende Kleidung wird nur verboten, um die Mädchen zu beschützen. Denn schließlich könnten „die knappen Klamotten […] jemanden reizen, etwas zu tun. Hinzugucken. Hinzugreifen.“ (und im schlimmsten Fall zu sexuellen Übergriffen auffordern).

Ich frage mich da immer: Warum lassen sich Jungs und Männer zum größten Teil sowas gefallen? Und die Mütter von Söhnen? Diese Forderung bedeutet nämlich: Wenn Jungs oder Männer zu viel nackte Haut sehen, dann können sie sich nicht mehr kontrollieren, verlieren jede Kulturtechnik und werden zur Gefahr.
Das ist eine bodenlose Beleidigung. Ich möchte meine Söhne nicht so dargestellt wissen.
Ich finde das schlimm. Richtig schlimm. Mich würde das als Mann stören, immer wieder in die Ecke des hirnlosen Idioten gedrängt zu werden. Der nicht anders kann als geifernd auf nackte Haut (womöglich „weiches Gewebe„) zu schauen. Dessen Konzentrationsfähigkeit und IQ auf Null sinken, sobald ein weiblicher Körper nicht in weite Kleidung gehüllt wird. Der sich am Ende nicht beherrschen kann und die Mädchen oder Frauen belästigen, angrabschen und zudringlich werden muss.
Denn das steht doch als Gegenstück hinter der Forderung, dass Mädchen und Frauen sich bitte verhüllen müssen.

Natürlich ist es komplizierter, Jungs und Männern zu erklären, wie sie sich verhalten sollten, als Frauen einen Sack überzustülpen. Es gibt keine einfache und schnelle Lösung für das Problem.“

Ich verstehe es nicht. Warum lassen sich Männer sowas gefallen?
Warum ist diese Objektifizierung und Sexualisierung so allgemein akzeptiert?
Verbote sind am Ende immer ein Zeichen von Hilflosigkeit oder „der einfache Weg“.
Ich würde mich freuen, wenn man mal mehr Energie investieren würde, diese Denkstrukturen aufzulösen als dass man bestehende (falsche) Strukturen durch Verbote dieser Art zementiert.

___
Nachtrag: Und ich glaube nicht, dass es da um neutrale Kleidungscodes geht, die z.B. vorbereiten, wie man sich als Lehrling in einer Bank (oder einem anderen Kontext) zu kleiden hat. (Mal abgesehen davon, dass ich persönlich nicht die Kompetenz meines Finanzberaters an seinem Anzug festmachen würde)

Autor: dasnuf

Aha! Google doch "dasnuf" Muhahahahaha!

64 Gedanken zu „Den armen triebgesteuerten Menschen muss doch geholfen werden“

  1. Es geht nicht um den, der das kurze Teil trägt und auch nicht um den, der „normal“ (eventuell auch geifernd) hinterher guckt!

    Ich persönlich biete keinem Diabetiker Süßigkeiten und keinem Alkoholiker Prozentiges an – ABER, dem Triebtäter gebe ich jede Menge zu GUCKEN….

    Sollen ALLE auf ALLES verzichten – NEIN, so meine ich das nicht, aber wenn man sich sexy kleidet, dann KANN ES UNTER UMSTÄNDEN jemanden geben, der krankhaft darauf anspringt.

    Ich sehe KEINEM Menschen seine Neigungen an – gehe zu 95% immer vom Guten aus – ABER die Realität lehrt uns, das es auch die „Bösen“ gibt. Dass es sie gibt, kann man ja nicht „wegreden“ und man muss einen Artikel auch nicht unbedingt in die verkehrte Richtung lesen – naja, jedenfalls gab es Grund zu diversen Äußerungen (auch ich ließ mich hinreißen)…

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  2. @Severin: Ich habe Ihre Auslegung von innerschulischer Demokratie nicht beschrieben, sondern gesagt, dass ich es für richtig halte, das Ergebnis dieses Diskussionsprozesses im nächsten Schritt allen an der Schulgemeinschaft beteiligten vorzuschreiben. Auch den Mitgliedern der Minderheit, die zuvor für ein anderes Votum gestimmt hatten. So funktioniert Demokratie.

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    1. rIn Schulen gibt es keine Demokratie und auch nur ganz wenige demokratische Abstimmungen (allenfalls mal eine Abstimmung über das Ausflugsziel eines Wandertages, stark beeinflusst und oft undemokratisch überstimmt vom bzw. von der Klassenlehrer/in). Nur eine ergebnisoffene Diskussion unter Gleichberechtigten, von denen ein jeder bzw. eine jede das gleiche Stimmrecht hat, ist eine Diskussion, die demokratisch zählen kann. Alles andere ist nur eine Scheindiskussion und höchstens scheindemokratisch, und vermutlich sogar den Benachteiligten als undemokratisch und streng hierarchisch auffällig. Einen Diskussionsprozess, wie Sie ihn beschreiben, gibt es an fast allen Schulen nicht. Die Minderheit in Abstimmungen, die Sie erwähnen, besteht aus der gesamten Schülerschaft, stark benachteiligt gegen die sich deutlich in der Unterzahl befindenden Lehrer, die jede Abstimmung leiten und nicht nur über ein Veto-Recht verfügen, sondern deren Stimmen weitaus mehr zählen als die aller Schüler. Das ist auf keinen Fall demokratisch.
      Zwei wichtige Merkmale einer demokratischen Entscheidung, ich zitiere die Wikipedia, sind:
      „Gleiche Wahl: Jeder Wahlberechtigte hat gleich viele Stimmen.
      Freie Wahl: Es darf kein Zwang auf die Wähler ausgeübt werden.“

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  3. Sich angemessen zu kleiden ist eine Kulturtechnik. Und die können und sollen Lehrer ihren Schülern beibringen. In einer Demokratie scheint es mir richtig und gut, wenn die an der Schulgemeinschaft Beteiligten – Schüler, Eltern und Lehrer – diskutieren, welche ästhetischen, gesellschaftlichen Werte sie gemeinsam leben wollen. Wenn man das gemacht hat, scheint es mir ganz passend, allen Schülern vorzuschreiben, eine bestimmte Kleiderordnung einzuhalten. Und nee, das unterstellt niemandem, der sich aufreizend kleidet, er habe es herausgefordert zum Opfer zu werden. Es unterstellt demjenigen bloß, dass er nicht verstanden hat, an welchem Ort zu welchem Zweck er sich gerade befindet. Das gilt für die Jungs, denen die Baggypants bis unter den Schritt rutschen genauso wie für die Mädels, die es anscheinend vergessen haben, etwas über ihre Unterwäsche drüber zu ziehen.

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    1. Hmm, interessant, was du unter Demokratie verstehst. Erst diskutieren und dann wird einfach eine Kleiderordnung vorgeschrieben. :D Und natürlich liefe die Diskussion, es ist schließlich eine Schule und Schulen sind nun mal per naturam autoritär, so ab, dass die Lehrer den Schülern etwas erzählen würden von ihren Werten und Vorstellungen des Zusammenlebens, und die Schüler alles abnicken würden, weil sie wissen, dass ein Diskussionsversuch auf Augenhöhe keinen Sinn hätte und mit konstanter Zustimmung die „Vorträge“ der Lehrer alle stressfrei vorübergehen. Ob die Schüler so wirklich zufrieden wären, steht dabei gar nicht erst zur Debatte. Es ist stark davon auszugehen, dass sie am liebsten weiterhin das anziehen wollen, was sie bisher getragen haben, was für die Lehrer natürlich keine Option darstellt, deren Ideologie sie als verletzt sehen.

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  4. Ich denke nicht, dass einfach das Zeigen von „nackter Haut“ das Problem ist. Sondern der Touch der gewissen gesellschaftlichen Anrüchigkeit. Im alten China fanden Männer es erregend, wenn sie einen Blick auf die Füße einer Frau erhaschen konnten. In Saudi Arabien reicht ein Blick auf irgendetwas, was sonst von der Burka verborgen wird. Die übrigens die Frauen trotzdem nicht im geringsten vor Übergriffen schützt…

    Dagegen zeigt sich, dass offen und selbstverständlich gezeigtes seine Reiz-Wirkung verliert. Das sieht man bei den schon erwähnten Naturvölkern in wärmeren Gegenden (bei denen z.B. selbst der Anblick einer weiblichen Brust nicht erregt, sondern diese lediglich als Körperteil zur Ernährung von Babys angesehen wird), oder auch beim FKK, wo ja nicht alle ständig sabbernd durch die Gegend laufen.

    Ja, wenn ich einen Mann sehe, den ich anziehend finde, dann bin ich eventuell abgelenkt. Der könnte dann aber auch im Kartoffelsack daher kommen… Die Vorstellung eines „überragend ausgestatteten Mannes in engen Leggings“ dagegen lässt mich spontan prusten – scharf werde ich dadurch sicher nicht. Viele junge Mädchen, die sich aufreizend anziehen, sich meines Erachtens der „Problematik“ nicht wirklich bewusst – sondern möchten lediglich „hübsch“ sein und orientieren sich dabei durchaus an etwas, was sie für ein Schönheitsideal unserer Gesellschaft halten. Wenn Jungen (oder umgekehrt auch Mädchen) damit nicht klar kommen – ok, die beste Gelegenheit es frühzeitig zu lernen und sich abzustumpfen. Die Mädchen zum Verhüllen zu zwingen, ist für mich auch ganz klar das falsche Signal.

    Ich sehe andererseits durchaus auch das Problem, dass Jugendliche lernen müssten, wie man sich im allgemeinen angemessen kleidet und dies auch in der Schule wünschenswert wäre. Andererseits ist die Jugend die Zeit der Rebellion, in der der Mensch sich noch ausprobiert, gegen gängige Regeln verstößt und sich letztlich findet. Und die Kinder sitzen da ja nicht freiwillig, wie später (hoffentlich) in dem Job den sie sich aussuchen, sondern weil sie dazu gezwungen sind. Wir hatten Punks in der Klasse; deren Kleidung war auch nicht „angemessen“, aber es sind trotzdem „ordentlich Erwachsene“ draus geworden. Deshalb bin ich in der Schule nicht für Zwang, sondern für ein ausdrückliches Thematisieren dieser Dinge im Unterricht. „Wie ziehe ich mich für welchen Zweck angemessen an und wie wirke ich mit meiner Kleidung“ – das sind ja tatsächlich Dinge, die jeder für’s Leben lernen sollte. Nebenbei natürlich auch durch gute Vorbilder und die eigenen Eltern. Dazu bin ich für freiwillige Angebote von Schulkleidung. Die Erfahrung zeigt, dass z.B. schuleigene Oberteile von vielen Schülern gerne angenommen werden.

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  5. Hat eigentlich mal jemand gelesen, dass bisher lediglich 2 JUNGS diese Shirts tragen mussten? Irgendwie ist diese Diskussion tatsächlich ein wenig Sommerloch-Füllung und die Schulen, die mit drastischen Maßnahmen drohen, führen sie laut dieser Artikel ja selten aus und sind dazu noch in der Minderheit. Auch ich finde grundsätzlich, jede/r sollte das anziehen, was er/sie mag, es sollte aber dem Anlass irgendwie entsprechen und den Kommentar, dass die Schule nicht Schalfzimmer oder Freibad ist, finde ich durchaus korrekt. Ich will auch nicht immer mit halbnackten Menschen konfrontiert sein, egal ob sie nun jung und knackig, männlich oder weiblich, dick und schwitzig sind.

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  6. Der Brief der Schulleitung sagt doch mehr über die Verfasser aus als ihnen lieb sein kann. Eine Schule ist dazu da gegenseitigen Respekt zu lehren. Was passiert also? Ja sicher doch, wir arbeiten mit Vorurteilen und moralischen Keulen.

    Ich frage mich, wie die Welt wohl war, als wir Menschen uns noch nicht vollständig eingehüllt haben. Da sind die Männer offenbar den Frauen permanent sabbernd hinterher gehechelt und haben alle Nasen lang alles mögliche bei ihnen anfassen müssen, weil sie es ja feil geboten haben. Irgendwie stimmt das aber gar nicht mit den Beobachtungen bei den noch existierenden Naturvölkern überein.

    Ich denke, dass die vermeintlichen Pädagogen sich selbst mal hinterfragen sollten und intensive Nachhilfe benötigen, wie man gegenseitigen Respekt praktiziert ohne implizit Mädchen und Jungen mit Vorurteilen und Schuldzuweisungen zu zuschütten. „Keusche Kleidung „, darauf läuft es bei dem Brief doch hinaus, gibt es nur in dem Kontext, wenn in Moral und Ethik Sexualisierung die überhand gewinnt und nicht als Teil des Mensch-seins akzeptiert ist sondern als Machtmittel missbraucht wird. Denn es sind tatsächlich wieder einmal die Mädchen, die sich falsch anziehen und damit bei Jungs böses Verhalten induzieren. „Die Mädchen sind schuld, die kleiden sich nicht keusch!“ Und das sollen Pädagogen sein? Es sollte den Pädagogen vorbehalten sein zu lehren, wie man gegenseitigen Respekt auch bei Sommerhitze lebt. Wäre ein netter Zug, wenn der eine dem anderen eine Flasche frischen Wassers reicht, welcher ihm tatsächlich durch ihr Aussehen den Kopf verdreht (Ich kann Frauen versprechen, dass dies auch bei Komplettverhüllung durch einen Sack funktioniert sofern sich der Sackträger bewegt). So kann man Sympathie und Zuneigung zeigen und braucht nicht gaffen oder dumme Sprüche machen, bekommt aber vielleicht doch ein Lächeln und ein „Danke“ geschenkt.

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  7. Reagiert die Schule in meinen Augen falsch? Jupp.
    Lasst die Mädels bei der Hitze doch tragen was sie wollen. Wenn die Jungs sich nicht auf den Unterricht konzentrieren können, ist das doch deren Problem. Schließlich müssen wir uns auch haarige Männerbeine in Shorts (und Socken und Sandalen) und Boxershorts unter in-den-Knien-hänge Hosen angucken.

    Aber [oh Himmel, es musste kommen, gell?] prinzipiell finde ich schulische Vorgaben zu „Was man so in der Öffentlichkeit anziehen kann“ eigentlich ganz okay. Ich arbeite nebenher im Einzelhandel – und ich möchte nicht wissen, was für Unterwäsche mein(e) Gegenüber trägt, weil mein(e) Gegenüber meint, durchsichtige leoprint Chiffon-Shorts (ehllich? WER stellt sowar her??) und ein durchsichtiges hellbeiges Chiffon-Oberteil seien „draußen“ Kleidung. Ich möchte auch nicht, dass mein(e) Kunde(in) Scheingeld aus BH, Socke oder Hosenbund zieht, weil die Kleidung keine Taschen hat (bääääääääääh). Und egal wie heiß es ist, ein Bikinihöschen mit einem hautengen, bauchfreien Top ist doch keine angemessene Bekleidung für einen Shoppingtrip, auch nicht wenn ich auf den flachen Bauch vermutlich noch bis zum kommenden Sommer neidisch sein werde. Und ich möchte auch keine halb-erigierten Pimmel unter knackig engen Radlerhosen angucken müssen, während ich die Waare über die Kasse schiebe. Von mir aus sollen die Leute tragen was sie wollen – wenn es bitte nur die Unterwäsche (unter! unter!! sie wird unter!!! der Kleidung getragen), die (auch nicht vorhandene) Schambehaarung und die Nippel bedeckt. Und dann am besten noch im Minirock ohne Schlübbi im Bus auf den durchgesifften Sitzen, in die schon seit Tagen die halbe Stadt schwitzt. Buhä. Wir sind doch nicht im Sexshop. Zuhause, im eigenen Garten, in der Disko… Kinner, wenn ihr meint! Aber doch nicht am hellerlichten Tag in freier Wildbahn.

    Es muss ja niemand bei 38° im Schatten im Skianzug rumlaufen, aber es gibt doch auch so hübsche anständige Sommerkleidung. Und jetzt klinge ich wie meine eigene Oma. Mit 75. Nicht wie 30. Verdammt. Ich bin so spießig *heul*

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  8. Da frage ich mich jetzt, wie in aller Welt die Amazonas-Indianer und andere Völker den Anblick der barbusigen, manchmal ganz nackten Frauen ertragen, ohne übergriffig zu werden, wenn für die ach so zivilisierte westliche Welt ein nackter Oberschenkel oder weiter Ausschnitt schon eine Katastrophe darstellen soll…. ;) Vielleicht gibt es ja jemanden aus der Nudistenszene mit einer Meinung dazu?

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    1. Geh mal in den Amazonas und frag einfach nach, wie es dort so läuft mit selbstbestimmten und emanzipierten Frauen.

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  9. Wenn jetzt morgen die Jungs in Speedo Badehose und Muskelshirt mit V-Neck bis zum Bauchnabel in die Schule kommen, sind wahrscheinlich auch nicht alle begeistert.

    Nein, das hat nichts mit Jungens und Mädchen zu tun, sondern ist eine recht einfache Regel zum zusammenleben.

    Wenn einer Frau ein Typ in ner knallengen Leggins gegenüber sitzt und der betreffende Mann ist „überragend ausgestattet“… lenkt euch das ab oder nicht?

    Will ich als Lehrer (bin natürlich keiner), jeden morgen in die Schule kommen und halbnackte Kids vor mir sitzen haben?

    Nope! Nicht im Ansatz. Und das hat mit Sex herzlich wenig zu tun. Die Jugendlichen wollen Grenzen austesten oder ihnen ist schiet egal wie ihre Außenwirkung ist.
    Die Klamotte ich chic und bequem, dann wird’s getragen.

    Und bevor man mir Prüderie vorwirft, sollte bedacht werden, dass wir bei den Temperaturen überhaupt noch Kleidung tragen doch auch nur ein gesamtgesellschaftlicher Konsens ist.

    Meinethalber können wir die Paragrafen 183 und 183a gerne mal überarbeiten.

    Aber da die Gesellschaft dem Anschein nach noch nicht so weit ist, muss man auch die Auffassungen von Anderen berücksichtigen.

    Und wenn jetzt ein Junge aus einem erzkonservativen Haus kommt, dann wird er sich schon abgelenkt fühlen, wenn die Lady auf die er ein Auge geworfen hat ohne BH und mit extrem weiten Ärmeln neben ihm sitzt :)
    Genauso wird es Mädchen schwerfallen, die Contenance zu waren, wenn ihr Schwarm im Muskelshirt und eingeöltem Oberköper in der Klasse sitzt.

    Die Kids sind da um zu lernen, auch wie man sich in der Öffentlichkeit verhält

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  10. ******************KOMMENTAROMAT**********************

    Genau! Frau Nuf als weise Ratgeberin in den Sachverständigenrat zur gesamtgesellschaftlichen Entwicklung! Mann muß die Klamotten von Frau aushalten können. Das kriegt Mann schon hin. Und umgekehrt.

    *****************/KOMMENTAROMAT**********************

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  11. Nur mal so: Schuluniform hilft nicht, soziale Unterschiede zu verwässern. Dann wird nämlich das neuste Smartphone, die Kors-Uhr, der Hermes Schal oder die Celiné-Tasche als Statusanzeigen hinzugezogen.

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    1. Jop, das nicht. Das kennt man aus England, wo es (noch vor der Smartphone-Zeit) dann mit den Schuhen anfing. Die waren oft nicht Teil der Uniform, und dann DAS Statussymbol schlechthin.

      Diese Problematik kann durch Schuluniformen bestenfalls ein wenig abgemildert, aber nicht gelöst werden. Das Thema „aufreizende Kleidung“ vielleicht schon eher.

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    2. Die Schulleitung hat zumindest mal versprochen, solchen Auswüchse gegenzulenken. Klar, ganz abschaffen kann man das nicht.
      Smartphones sind übrigens im Schulgebäude nicht erlaubt. Wenn jemand das Teil nutzt, wird es konfisziert und muss von den Eltern ausgelöst werden. Das wurde natürlich vorher mit den Eltern so vereinbart.
      Wer die Schulregeln nicht akzeptiert, braucht sein Kind ja nicht dorthin zu schicken.
      Eigentlich ist das genau das Dilemma. Man schickt seine Kinder auf eine elitäre Schule, die sich nicht jeder leisten kann, damit die Kinder kein elitäres Gehabe annehmen.
      Aber in den öffentlichen Schulen bekommen die Verantwortlichen schon Gegenwind, wenn sie nur androhen Handys einzuziehen.

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  12. Also mein sohn geht demnächst auf die weiterführende schule.
    Die kostet richtig Geld (Privatgymnasium) und fordert auch eine Schulkleidung. Uniform ist übertrieben, aber die Schüler (beiderlei Geschlechts) müssen ein Oberteil aus der Kollektion der schule tragen (da gibt es Polos, Pullis, Jacken, Sportbekleidung, auch sportliche Kleidchen usw. verschiedene Farben auch nicht hässlich oder streng) aber damit geht man sowohl der o. a. diskussion als auch der Modeneidgeschichte aus dem Weg.
    Und ja, wir müssen die Klamotten kaufen. sind nicht billig, aber ich und die anderen Eltern, die ihre Kinder auf die schule schicken, machen das gerne.
    Ja, es ist so, wir Männer sind triebgesteuert. Ein entsprechend gekleidetes weibliches Wesen, das meinem (Achtung Provokation) Beuteschema entspricht. Lässt meine Hormone und meine Fantasie sprudeln. Bis jetzt wurde ich nicht ausfällig, aber es gibt anscheinend Männer, die das nicht kontrollieren können. Was machen wir mit denen? Psychopharmaka? Einsperren? Und selbst wenn wir eine Lösung hätten, wie erkennen wir sie bevor etwas passiert? Gentests?

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  13. uffz. ich hatte einen langen kommentar verfasst. ich habe ihn jedoch wieder gelöscht. denn ich glaube nicht, dass es zu diesem thema eine faire diskussion auf netzplattformen geben kann.

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  14. Ein paar meiner Vorredner haben schon die wichtigsten Argumente geliefert, hier aber trotzdem mal mein Senf dazu:

    Also ich kann ehrlich gesagt die Argumentation schon nachvollziehen. Ist schwierig, ich verstehe beide Seiten.
    Als Mann bin ich in der paradoxen Situation dass ich gleichzeitig gerne (halb-)nackte Frauen anschaue und es irgendwie abstoßend finde wenn sich Frauen und Mädchen aus verschiedenen Gründen – einer davon ist sicher eine Art gesellschaftlicher Zwang, aus der Gruppe und den Medien heraus – so präsentieren (müssen).
    Eine noch unschönere Note bekommt das dann noch bei Kindern. Man ist dann als Erwachsener ganz schön schnell in der Pädo-Falle, denn unser Hirn interessiert es nicht ob diese Reize gesetzeskonform sind oder nicht. Hier ein Beispieldialog. (Könnte auch ein Monolog sein).
    – „Boah ist die heiß!“
    – „die ist 15 (oder so).“
    – „Verf***** SCH****!“

    Und da reden wir nichtmal vom anfassen. Ich glaube schon dass sich die meisten Männer zumindest so weit im Griff haben. Sexuelles Verhalten fängt aber vorher schon an, und da glaube ich echt dass die Mehrheit der Männer (vielleicht auch der Frauen, ich weiss nicht) bis zu einem bestimmten Grad triebgesteuert sind. Der eine reagiert mehr, der andere weniger. Bei manchem ist es der verstohlene Blick, beim nächsten das offene Gaffen, dann kommt bei manchem das belästigen mit Worten und das Imponiergehabe. Ja, und bei manchen bleibt es nicht dabei.
    Und da bleibt eben das Grundproblem dass – wenn es dazu kommt – ein Mann bzw. Männer als Gruppe ein paar entscheidende Vorteile auf ihrer Seite haben können. Und seien es nur körperliche.
    Es ist also die Frage ob man die Mädchen das selbst erfahren lassen möchte, oder sie lieber vor dieser Erfahrung schützen möchte, in Kauf nehmend dass man sie einschränkt. Hängt natürlich auch mit vom Alter ab. Aber so zu tun als gäbe es diese Gefahr nicht ist natürlich auch nicht die Lösung.

    Ich denke die meisten Mädchen und Frauen fühlen sich gerne attraktiv. Kleidung gehört dazu, keine Frage.
    Es ist wichtig dass die Mädchen und Frauen auch verstehen dass sie nicht nur die Jungen und Männer anziehen die sie anziehen wollen sondern auch alle anderen, wenn sie das in der Öffentlichkeit tun. Dann können sie entscheiden ob sie das tun wollen oder nicht, mit allen damit verbundenen Chancen und Risiken.
    (bis zu einem bestimmten Alter würde ich das allerdings trotzdem als Elternteil gerne ein wenig beeinflussen.)

    Und auch für die Jungen und Männer ist das ganze verwirrend. Eine Mädchen zieht sich aufreizend an, die Jungs denken sie seien gemeint. Sie reagieren darauf und dann hagelt es Kritik. Mädchen können da sehr verletzend sein. Das wiederum kann negatives Verhalten bis hin zur Gewalt mit sich bringen.

    Ob die Schule das regeln muss? Und wenn ja wie? Schwierig. Ich glaube schon dass bestimmte Regeln ok sind.
    Die Schule vereinigt da meines Erachtens zwei wichtige Punkte in sich:
    – Man ist nicht freiwillig da. Man hat sich die Menschen da nicht ausgesucht. Wenn mir das Publikum einer Disco nicht gefällt dann gehe ich nicht hin. Geht bei der Schule nicht. Die Schule hat schon ein wenig die Aufgabe, da Rahmenbedingungen zu schaffen. Konfliktpotenzial zu entschärfen.
    – Man soll da etwas lernen. Ich weiss aus eigener Erfahrung dass die Kleidung mancher Mädchen (und die mancher Jungs vermutlich auch, das erwähnte Muscle-Shirt hat angeblich auf Teile der Mädchen auch eine Auswirkung wenn der Körper dazu stimmt) eine erhebliche Ablenkung darstellt. Und so triebgesteuert ist man als 14-16-jähriger Mensch der noch nie Sex hatte auf jeden Fall, denke ich.

    Schuluniformen… weiss nicht. Ich finde die Idee weniger bescheuert als die meisten denke ich. Da gibt es verschiedene Argumente für und gegen.
    Aber muss nicht sein, denke ich persönlich.

    Würde gerne ein paar Lehrermeinungen dazu hören, wie es denn wirklich aussieht in den Schulen. Vielleicht ist das Problem kleiner oder größer als wir hier im Moment annehmen.

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  15. Die Initiative dieser Schule und ein Großteil der Diskussion geht, meiner Ansicht nach, davon aus, dass „sexuelle Übergriffen“ tatsächlich mit sexueller Lust zu tun haben. Dabei handelt es sich um Gewalt. Und die gibt es auch in Ländern/ Gesellschaften, wo Frauen vollverhüllt sind. Ich denke, solange eine Gesellschaft misogynostische Strukturen hat, wird es sexualisierte Gewalt geben, ob Burka oder Bikini. Das Thema auf diese Art anzugehen, wie diese Schule das tut und wie es im Zuge dessen diskutiert wird, schiebt wieder den Frauen, Mädchen, Töchtern die Verantworzung zu, sich bloß nicht angreifbar, „vergewaltigbar“ zu machen, bloß kein Opfer zu werden. Anstatt die Männer, Junge, Söhne zu erziehen, nicht übergriffig zu sein. Das macht mich so wütend, weil das selbst so misogynostisch ist, dass es die Strukturen, aus denen das Problem der Übergriffe hervorgeht, verstärkt, anstatt sie zu verändern.

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  16. Ich habe die aktuelle Berichterstattung nur oberflächlich verfolgt, weil das ein Thema ist, das alle zwei Jahre im Sommerloch herausgeholt wird (ähnlich wie, ebenfalls aktuell, der spätere Schulbeginn, über den ich mich auch freuen würde), und ich nicht glaube, dass es Neues dazu gibt. Vielleicht irre ich mich, bitte dann um Entschuldigung.

    Ich weiß, dass es das seit Jahren an einigen Schulen gibt, und problemlos funktionieren kann, wenn das abgesprochen wird; oft wird das über das Schulforum eingeführt (in dem Eltern, Schüler und Lehrer sitzen).
    Man kann radikal sein und verlangen, dass es gar keinen Dresscode geben soll. Das wäre eine schöne Welt, ich kenne aber keine Schule, an der das so ist. Zur Frage, das notwendig oder lediglich kulturelle Tradition ist, würde ich anderswo etwas beisteuern.
    Die Alternative: Es gibt einen Dresscode, und über den kann man reden. Wenn die Eltern mitreden dürfen, was ein Schulkind anzieht – und da sind sicher nicht alle einer Meinung – dann darf die Schule das auch. Die ist ja politisch, gesellschaftlich und juristisch auch mit Erziehung beauftragt.
    An den meisten Schulen dürfte die implizite Kleiderordnung auch ohne Verbot einzuhalten sein, an meiner Schule etwa.

    Ich finde es tatsächlich nicht gut, wenn Kleidungsregeln nur auf Sexualität reduziert werden. Dann betrifft das die Mädchen tatsächlich viel mehr als die Jungen. Schuluniformen: Fände ich schön, dann auch für die Lehrer, ist aber nicht wichtig. Wer’s mag.

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  17. Und deswegen finde ich Schuluniformen eine gute Sache. Da gibt’s keine Diskussionen mehr zu zu knappen Hosen oder weit ausgeschnittenen Muskelshirts und auch nicht diese elende Geschichte mit den Markenklamotten.

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    1. Das ist eine Illusion:

      http://www.dailymail.co.uk/news/article-3107592/Up-40-students-turned-away-school-gates-breaching-new-uniform-policy-includes-ban-skinny-trousers-girls.html

      Ich habe selbst schon Schuluniform getragen. Da ging es um die Rocklänge (Bund umkrempeln), die Bluse über dem Rock (streng verboten), die falschen Schuhe und das Tragen von Ohrsteckern (nur 1 pro Ohr). Die Jungs trugen fast ausnahmslos kurze Hosen und mussten die Kniestrümpfe bis zum Knie hochziehen. Ob jemand Geld hatte oder nicht, sah man am Zustand der Kleidung bzw. der anderen Schulsachen (Rucksack, Stifte) .

      Eine Kleiderordnung kann, wenn sie von der gesamten Schulgemeinde gemeinsam festgelegt wird, sinnvoll sein. Ich persönlich halte das Ausprobieren des eigenen Stils im Rahmen des Schulalltags aber für wichtig. Manchmal denke ich, dass der extreme Kleidungsstil von vielen britischen jungen Frauen auf Kneipentour auch daran liegt, dass sie in der Schulzeit alle gleich aussahen.

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      1. Hm, daran hab ich auch noch nicht gedacht. Schuhe und Hose hätt ich jetzt konsequent mit dazugezählt zur Uniform, aber ja…Accessoires….gut, die könnte man verbieten. Schule ist zum lernen, nicht zum schaustellen da (mal ganz übertrieben gesagt). Aber ich erinnere mich da an meine Schulzeit…wo alle anderen den coolen Lamy-Füller hatten, hatte ich nur einen 08/15 aus dem Supermarkt. Fand ich doof, mehr gabs aber nicht.

        Ich kann die ganze Aufregung verstehen, ich mag mir auch nicht vorschreiben lassen welche Kleidungslänge ich zu tragen habe, aber irgendwo muss doch auch mal eine Grenze gezogen werden, oder?
        Wie wäre denn, wenn die Kids nun plötzlich komplett nackt in die Schule gehen würden bei den sommerlichen Temperaturen? Fällt das auch unter die selbstbestimmte Kleider(ab)Wahl und muss geduldet werden?

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        1. Die Teenager, die es durchziehen, nackig durch die Schule zu laufen, die muss es erstmal geben – vielleicht mal kurz als Flitzer als Wette, aber Teenager-Nudisten? Kann ich mir kaum vorstellen. Das ist so realistisch wie eine Alien-Landung heute Abend.
          Egal wie ausgeschnitten die Blusen der Damen, wie hauteng die T-Shirts der Herren, nackig würden die nicht. Das wäre ja peinlich!
          Grenzen sollte man ziehen, aber generelle Verbote halte ich für falsch. Unangemessene Kleidung kann man im Zweiergespräch durchaus ansprechen (mir fällt das Beispiel eines jungen Bodybuilders ein, der ein sehr weites Muskelshirt trug, das regelmäßig den Blick bis auf den Bauchnabel freigab).

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    2. Bei Schuliniformen wird der Status dann subtil mit anderen Mitteln dargestellt. Welcher Schmuck, wie kurz versucht man den Rock zu bekommen, aufgekrempelte Ärmel, aufgestellter Kragen…die Illusion braucht man sich nicht machen, dass Statusfragen nicht mehr über die Kleidung transportiert werden.
      Aber wenigstens wissen dann alle, dass man in Anzug/Kostümchen nicht sofort stirbt (und das ist etwas, das „die Eliten“ ihren Kindern von Vornherein antrainieren und eine Chance, die sozial schwächere Schüler in unserem System nie haben!) und die schlimmsten Auswüchse fallen weg.

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  18. IMHO:
    Pubertierende wollen Grenzen ausloten, provozieren, Suchen ihren Platz im Leben und zeigen dabei was Sie haben um Anerkennung (folglich auch Neid) zu ernten.
    Da sind wir uns einig?
    Ein Mädchen das sich anzieht und schminkt, als ob es einem zweifelhaften Gewerbe nachgeht (überspitzt ausgedrückt !!! aber jeder setzt da die Grenze woanders?), WILL dass „die anderen“ schauen.
    Wenn dann aber der/die „Falsche“ guckt wird gemault – DAS ist m.M.n. nicht in Ordnung.

    Und dass ein pubertierendes Gehirn nicht ganz rund läuft sollte auch jedem klar sein – also wenn dann mal eine/r hin greift, ist das nicht in Ordnung, aber aus allen Wolken fallen muss man da dann auch nicht.
    – Zum Thema Schuldfrage:
    Die Erwachsenen sind Schuld.
    Eltern, Medienmacher, Lehrer alle die direkten Einfluss auf die „Kinder“ haben.
    Durch übertriebene Prüderie wird das Interesse hochgekocht
    Durch übertriebene Freizügigkeit fehlen Grenzen.
    Wie in allen Lebenslagen ist die „gesunde“ Mischung des Pudels Kern.

    Meinetwegen kann im Grunde jede/r tragen was er/sie will, solange nicht andere negativ beeinflusst werden – so wie es in allen Bereichen des Lebens sein sollte.
    (Negativ beeinflusst ist auch ein Junge, der vom Unterricht abgelenkt ist, weil die „Schnitte“ vor ihm alle körperlichen Reize ausspielt.)

    Das Problem unserer Gesellschaft ist, dass wir alles mit Regeln und Ver-/Geboten belegen, aber den Kindern keinen „gesunden Menschenverstand“ mehr vermitteln.
    DAS FUNKTIONIERT SO NICHT !

    Manchmal frage ich mich wie wir es überhaupt geschafft haben so alt zu werden! …

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    1. Dann müssen sich die Zeiten geändert haben. Zu meiner Zeit wollten die meisten Mädchen in der Pubertät AUF GAR KEINEN FALL angeschaut werden, schon gar nicht an irgendwelchen besonderen Körperteilen. Entsprechend die Lage an der Klamottenfront. Sportunterricht gemeinsam mit den Jungs wurde als absolute Katastrophe angesehen, besonders wenn die Sportlehrer beim Turnen Wert auf enge Bekleidung legten.

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  19. ******************KOMMENTAROMAT**********************
    Gerne gelesen
    *****************/KOMMENTAROMAT**********************

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  20. Genau das ist das Problem an der Sache. Die Begründung. Einen Dresscode finde ich zwar grundsätzlich auch schwierig, aber wenn man bestimmte Dinge gut begründet, kann man darüber diskutieren. „Die Jungs können sich dann nicht konzentrieren, und wenn sie die Mädchen dann sexuell belästigen, sind diese selber schuld“ ist keine gute Begründung. In meiner (Ober)Schule war begründungslos das Tragen von Mützen im Gebäude verboten. Sowas finde ich nicht ok.
    Aber wenn Eltern und Lehrer sich zusammen setzen, und beispielsweise finden, dass die sexualisierende Mode lieber nicht in der Schule getragen werden sollte, und dementsprechend extrem knappe Tops oder Hosen erst ab einem gewissen Alter zulassen, dann kann man das diskutieren. Wobei Erziehung über Verbote eher nicht meiner Vorstellung von Charakterbildung entspricht.

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  21. Die Welt ändert sich leider nicht. Auch ich werde in ca. 10 Jahren meiner halbwüchsigen Tochter sagen müssen, dass sie Abends nicht mehr in kurzen Röcken auf die Straße gehen sollte. Dass sie aufpassen muss, wie sie einen Mann dann anblickt. Am besten, den Blick gesengt halten nachts um 23:00 in der Straßenbahn. Die selben Regeln, die ich vor 30 Jahren zu hören bekommen habe & die schon meine Mutter gehört hat.

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    1. Aber warum? Damit sie niemanden provoziert? Pflanzt man dann nicht genau diese Schuldsache den Töchtern in den Kopf? Vermittelt man nicht, dass Mädchen/Frauen selbst Schuld sind, wenn Übergriffe passieren?
      Zementiert man mit diesen Vorsichtsmaßnahmen nicht genau das kritisierte Weltbild?
      Natürlich weiß ich auch keine Lösung (und ich wüsste wirklich gerne eine!).
      Abgesehen davon: Wenn ich mich nicht irre, die allermeisten Übergriffe finden eben nicht auf der Straße und in Discos sondern im nahen privaten Umfeld statt… ich weiß deswegen nicht, ob diese Angst (die ich auch habe), eine starke Verzerrung ist und man die Töchter für falsche Dinge sensibilisiert und verängstigt…
      Wie gesagt: Ich hab keine Lösung für das Dilemma.

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      1. Ich habe ja leider auch keine Lösung. Aber na klar geht die Botschaft an mein Kind: „du bist Schuld, wenn Dir sowas passiert.“ Das würde ich natürlich in vorherigen Gesprächen erklären, dass dem nicht so ist… In wieweit das alles hilft oder irgendwas vermeidet, steht natürlich auf einem anderen Blatt.. Womit wir dann wieder zu #aufschrei kommen…

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      2. Ich denke, die „Schuldfrage“ muss man hier nicht länger diskutieren. „Aufgeklärte“ Menschen sind sich hoffentlich einig, dass Frauen in knapper Kleidung keine Schuld oder Mitschuld an möglichen Übergriffen tragen.

        Das ändert aber nichts daran, dass das Tragen knapper Kleidung einen „Reiz“ oder „Impuls“ darstellt. Das wird immer so bleiben. Und in einer Gesellschaft mit Millionen Mitgliedern wird es immer auch ein paar Deppen geben.

        Daher sollten Jugendliche natürlich lernen, sinnvoll damit umzugehen. Und elterliche Hinweise können natürlich bei diesem Lernprozess helfen.

        All das ist keine Frage der Schuld, es geht darum das Leben in der Gesellschaft zu erlernen. Und dazu gehört eben auch, dass bestimmte Reize oder Umpulse dämliche Reaktionen von anderen Teilnehmern der Gesellschaft hervorrufen können.

        Vielleicht leben wir in einer fernen Zukunft mal in einer Gesellschaft ohne Idioten. Bis dahin sollte jeder auch selbst ein bisschen wachsam sein.

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  22. Leider wird dieses Thema immer nur auf die sexuelle Ebene reduziert und allen Beteiligten unterstellt nur noch Triebgesteuert zu sein. Aber darum geht es hier gar nicht. Da es immer weniger Schüler (und deren Eltern) schaffen sich an einen ungeschriebenen Dresscode zu halten, muss das eben die Schule tun. Die Frage ist doch wo ist hier die Grenze? Sollen die Schüler auch in Unterwäsche zum Untericht kommen dürfen nur mit dem Argument, dass es zu warm ist?
    Der einzige Fehler der Schule ist, dass Sie hier nicht zusammen mit den Eltern entschieden hat. So ein Thema muss mit den Elternvertretern abgestimmt werden und dann als gemeinsame Richtlinie vorgegeben werden.

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    1. Warum denn nicht in Unterwäsche?
      Mein einziges Bedenken dagegen wären hygienischer Natur. Aber wenn man mit den Kindern schwimmen geht, tragen die auch nicht mehr als das. Und wenn jemand wirklich wirklich gerne in Unterwäsche im Klassenraum sitzt, warum denn nicht?
      Wenn sich wer angegriffen fühlt, ist das dessen Problem, nicht das Problem des in Unterwäsche sitzenden.

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  23. Also, man kann hier natürlich Genderneutralität verlangen. Und viele Schulen machen das richtigerweise auch. So sind oft auch für Jungs ärmellose Shirts untersagt.

    In der Sache kann ein solches Verbot Sinn machen. Ich weiß nicht, ob minderjährige Schülerinnen mit tief ausgeschnitten Dekolletees in der ersten Reihe vor dem 50-jährigen Mathelehrer sitzen müssen. Es irritiert einfach.

    Ein potentieller männlicher Lehrer muss sehr stark aufpassen, wo er gerade zufällig oder versehentlich hinschaut. Dieses Problem gibt es bei knapp bekleideten männlichen Schülern nicht in dieser Form. Hier muss primär die Modeindustrie kritisiert wegen, die Damenbekleidung sehr viel stärker sexualisiert.

    Natürlich kann man versuchen für männliche Schüler ein vergleichbares Problem herbeizuaegumentieren.

    Ein versehentlicher Blick auf Po oder Oberweite, wird aber vor allem bei Frauen „stigmatisiert“. Das ist die gesellschaftliche Realität.Und das sollte wohl auch weiter verpönt bleiben.

    Und bitte unterschätzen Sie Ihre Teenagertöchter nicht. Provokation spielt in dem Alter häufig eine große Rolle und es gibt durchaus Fälle, in denen dieses Element nicht zu unterschätzen ist. Ein austesten der Grenzen halt.

    Aus Gründen der political correctness darf man sicher vergleichbare Regelungen für Jungs fordern. Aber es ist eher political correctness.

    Männer und Frauen sind in bestimmten Dingen unterschiedlich. Und das ist in den meisten Fällen auch gut so.

    Warum soll es denn bei 38 grad keine Regelung über bauchfreie Shirts (zu 99%von Frauen getragen) geben? Dort ist es akut.

    Und wenn sich bei den Jungs akute Probleme ergeben, reagiert man dort.

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  24. Ich muss ehrlich sagen, dass ich mir total uneins bin. Beide Seiten haben gute und sinnige Argumente. Ich bin bei fast allen Themen an vorderster Front dabei und halte das Persönlichkeitsrechts-Schild hoch. Hier aber finde ich das kompliziert.

    Die Schule hat auch einen Erziehungsauftrag, daher sind gewisse Maßnahmen legitim. Aber dann ist da auch die Selbstbestimmung der Frau.
    Dagegen aber: Jungs sollen sich auch nicht oben ohne in den Klassenraum setzen, warum sollen dann Mädchen übertrieben gesagt in Unterwäsche dürfen? (->positive Diskriminierung)
    Dagegen wiederrum: Jungs und Mädchen sollen ihre Grenzen in der Schule austesten dürfen, wie Thomas das sagt.
    Dagegen dann usw usf.

    Ich komme zu keinem Schluss. Zumindest nicht im Kopf.
    Vom Gefühl her bin ich schon eher schlüssig und mochte bereits als „Schulkind“ knapp angezogen nicht so gern. Konnte das nie richtig begründen, fand es einfach unangemessen.

    Und darüber hinaus: wenn sich so ein „Arschfreihosen-Mädchen“ auf nen Stuhl setzt, schwitzt sie den doch voll, oder? Ihh! :D

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    1. Nein, sie schwitzt den Stuhl nicht voll, aber nach der Stunde kennst du dann die aktuellen Unterhosendesigns fast aller Schülerinnen.

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  25. ’n Abend alle zusammen! Eventuell bricht da grade der alte Möchtegern-Sponti in mir durch – aber ich würde es förderlich finden, wenn sich ein paar mutige Mädels an dieser Schule ein paar Burkas besorgen würden und damit durch die Schule stolzierten! Eventuell führt das ja sogar zu fruchtbaren Diskussionen. Die Einseitigkeit, das Männer – und Frauenbild was hier erzwungen werden soll erinnern mich an uralte Zeiten.
    @Patricia direkt: Liebe und Geborgenheit und Selbstvertrauen mitgeben – ich war als Mann immer dann am unempfänglichsten für Reizüberflutungen, wenn ich in einer tollen Beziehung gelebt habe. Und eine Sprache vermitteln – wenn die heimlich angebetete einem mit einem sexy out-fit fast den Verstand raubt, dürfte ein Kompliment die beste Art sein Spannungen abzubauen… aber da arbeite ich auch mit meinen 55 Jahren noch dran… :-( Schönen Abend noch!

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  26. Der Vierzigjährige in mir wäre schwer beleidigt, aber der Vierzehnjährige, der ich mal war, fühlt sich ganz treffend beschrieben. Der normale Vierzehnjährige wird bei sehr aufreizender Kleidung der Klassenkameradin zwar natürlich nicht übergriffig, will es nicht werden und stellt sich das auch nicht vor, ist aber zumindest für zwei bis drei Wochen abgelenkt. Das ist für ein gesundes Lernklima wirklich nicht so produktiv.
    Generell halte ich das Thema „Hotpants-Verbot“ für genauso schwierig wie ein strenges Handy-Verbot an vielen Schulen: Lasse ich alles zu, wird der Alltag schwer. Verbietet man alles, greift man in diverse Persönlichkeitsrechte Heranwachsender heran.

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  27. Ich schließe mich Uli an. Es muss ja nicht gleich Schuluniform sein, aber wenn die Jugendlichen, die ich hier so am Strand oder in der Stadt sehe, so auch in der Schule rumlaufen (und zwar Männlein und Weiblein), dann würde ich das unter mangelnden Respekt verbuchen. Das ist teilweise wirklich mehr aus- als angezogen.

    Ich stimme Dir allerdings dabei zu, dass die Schule mit der Maßnahme, „bei Bedarf“ überweite T-Shirts zwangsanzuziehen, völlig überzieht. Wenn ich eine 14jährige mit dem Bedürfnis, mich rattenscharf anzuziehen UND dem Sinn nach Rebellion wäre, würde ich jeden Tag extra hot angezogen in die Schule gehen, das T-Shirt kassieren und damit allen anderen zu demonstrieren, dass man heute offensichtlich ausreichend anzüglich angezogen war, dass sogar Erwachsene das so beurteilt haben. Einfacher kann man sich ja nicht von der Masse abheben.

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    1. Gut, dann hat man zwar seinen Rebellionspunkt kassiert, aber gleichzeitig keinen Augenkrebs ausgelöst.
      Wir haben das eine zeitlang so gehandhabt, und es galt eher als uncool, dieses riesige hässliche T-shirt anziehen zu müssen.

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  28. Die Schule argumentiert sicherlich absolut grenzwertig, aber meine Mutter würde sich auch wünschen das ihre (größtenteils erwachsenen) Schüler sich während dem Unterricht einfach „ordentlich“ anziehen. Ich finde das hat etwas mit Respekt zu tun, man geht doch auch nicht in Jogginghose und Badelatschen zur Arbeit oder? Es gibt überall Dresscodes, warum sollen ausgerechnet Jugendliche ein Grundrecht auf Hotpants, Badelatschen und Arschfrei-Hosen in der Schule haben? Die Schulbank ist eben nicht der Strand und ich finde das kann sich auch durchaus in der Kleidung widerspiegeln. Oder wie es im „Jetzt“ Magazin stand: Es geht nicht um „aufreizend“ oder nicht sondern um angezogen oder nicht…

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    1. Die entscheidende Frage ist ja, wer die Grenze definiert. Deine Mutter darf und soll das, aber eine Schule ist meiner Meinung nach der falsche Ort für Dresscodes. Das führt nämlich wenn man es konsequent weiterdenkt zur Schuluniform, die man dann ja auch nicht mehr will. Oder?

      Und warum sollen die Kids nicht an der Schule auch lernen, mich knappen Höschen klar zu kommen? Die Jungs lernen, dass sie sich trotzdem konzentrieren müssen und die Mädchen lernen, dass sie angeguckt werden. Beide Seiten testen ihre Grenzen aus. Dafür ist Schule da.

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      1. Och ich finde die Idee von Schuluniformen nicht so verkehrt, das hat einige Vorteile. Beispielsweise sieht man den Kindern nicht sofort ihren sozialen Status an, weil sie wahlweise die teuren Klamotten von tragen oder No-Name Sachen von ALDI und Co.

        Für mich ist die Schule nicht dafür da Kindern und Jugendlichen „Knappe-Höschen Kompetenz“ zu vermitteln, das kann man in der Freizeit „lernen“.

        Ich würde übrigens gerne mal sehen, was los wäre, wenn Lehrer plötzlich in Hotpants oder Muskelshirts unterrichten würden. Man stelle sich vor der 60-jährige Mathelehrer läuft herum wie einer von den Village People, die Eltern würden in Scharen aufschreien! Es gibt eben unausgesprochene Regeln des Zusammenlebens und diese gelten für Schüler genauso. Nach Schulschluss kann gerne wieder jeder so rumlaufen wie er will.

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        1. Die Diskussion Schuluniform pro/contra brauchen wir hier nicht führen, denk ich. Das ist ein eigenes Thema unabhängig von kurzen Hosen.

          Aber zu den anderen beiden Punkten noch kurz:
          Die Schule ist ein sozialer Melting-Pot für Heranwachsende. Die lernen da miteinander umzugehen, Konflikte zu lösen und sich zu respektieren (also, hoffentlich) – im Optimalfall unter pädagogischer Aufsicht durch das Lehrpersonal. Da passt das ganz gut rein, dass sie auch mit Mode experimentieren. Das ist der bessere Rahmen, als wenn sie immer in Säcke gehüllt zur Schule gehen und dann erst später damit konfrontiert werden.

          Und Lehrer sind Angestellte. Für die gilt ein Dresscode, sowie viele andere Regeln, die für Kinder nicht gelten. Der Vergleich hinkt etwas..

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      2. Ich wäre sofort für die Einführung von Schuluniformen -ich hab an einer Schule in GB erklärt bekommen, dass die Schuluniform eben eine ARbeitskleidung ist, und die sich eben nun mal von Freizeitkleidung unterscheidet. Mit der Arbeitskleidung setzt man sich selbst ein Signal, dass jetzt dieses oder jenes Verhalten erwünscht und passend ist, und dieses oder jenes nicht. Erwachsene haben auch Dresscodes, und keiner regt sich auf, sondern dort ist es normal, dass der Rechtsanwalt nicht im Labber-T-Shirt und den Flipflops den Kunden trifft. Warum das Jugendliche, die sich ja sowieso viel schlechter selber steuern können, nicht zuzumuten wäre, verstehe ich nicht. (Gerne auch natürlich klare Dresscodes für Lehrer.)
        Mittlerweile erscheinen meine Schüler zum Abitur wie frisch aus dem Bett gefallen: Jogginghose, Muskelshirt, und dann werden erst mal Kuschelsocken angezogen. Muss jetzt nicht sein.
        That said: die „Oh aufreizendes Weib,bedecke deine Haare“-Argumentation ist so zum Augenrollen. Man kann ja festlegen, was angemessene Kleidung für den schulischen Anlass für Jungs UND Mädchen darstellt, und zwar OHNE die einen zu Hüterinnen der Sittlichkeit und die anderenzu schwanzgesteuerten Gaffer zu degradieren.

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  29. (Entschuldigung, ich muss ich mich erst vom Lachanfall über das weiche Gewebe erholen.)
    Und dann muss ich mich mal kurz in Rage reden.
    Mich ärgert das, ja. Wir alle feiern unsere kulturelle Entwicklung, Aufklärung, Demokratie, Menschenwürde, tralala, aber sobald Sommer wird unterstellt man mir, dass ich ein triebgesteuerter Keulenschwinger bin (pun intended)
    Ich sag jetzt mal was: Ich gucke mir extrem gerne Menschen an. Und auch ihre Körper. Und es gibt dreiviertel-nackte Männer und Frauen, die sehen extrem scharf aus und es gibt welche, die haben die Wirkung wie ein abgebrochener Ast. Es gibt komplett angezogene Männer oder Frauen, die extrem scharf aussehen und welche, die wirken gar nicht.
    Es liegt an ihrer Haltung, es liegt an ihrer Ausstrahlung, es liegt an dem einen Lächeln, dem einen Blick oder einen Geste. Und manchmal liegt es auch einem Brustansatz, einem Schlüsselbein, einem Hals, einem Fuss, einem Bauch.
    Es lässt sich nie verallgemeinern, deswegen ist es vollkommen unsinnig, bestimmte Kleidung zu verbieten und andere nicht; ich kenne Männer und Frauen, die machen mich in einem Kartoffelsack dreimal wuschiger als die gesamte Sammlung der Victoria-Secret-Engel auf einen Haufen. Jeder Mann und jede Frau ist anders, also ist es nochmal unsinnig, generell irgendwas zu verbieten.

    Und wenn ich so etwas sehe, wenn mir so etwas passiert, dann kann ich das bemerken und mich extrem daran erfreuen.

    Aber: Deswegen muss ich diese Frau oder diesen Mann nicht gleich bespringen. Wer mir das unterstellt, der sagt mehr über sich als über mich.

    Und: Deswegen muss ich diesen Menschen nicht bewerten. Ein knappes Kleidungsstück wertet keinen Menschen ab, ein nicht knappes nicht auf. Ein Aussehen, eine Körperform, eine Haar- oder Hautfarbe wertet einen Menschen nicht auf oder ab.
    Und da beginnt doch der wichtige Punkt. Wer jede Frau, die wenig anhat, mal „so richtig f***n will“, dem geht es da um Macht und nicht um Lust oder Freude.
    Und dann geht es weitergedacht auch nur um Macht, wenn jemand den Frauen das verbieten will, was ihn geil macht. Um sich seinen Abgründen nicht stellen zu müssen und um Macht auszuüben.
    Mich kotzt diese bigotte Scheiße so an.

    Schulligung, ist wirr geworden, musste aber mal raus.

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    1. Die kenne ich, aber woher kennst du meine Frau? Spass beiseite, nach 22 Jahren und 3 Kindern ist SIE immer noch DIE EINE.
      Andere Frauen haben auch einen Reiz, aber halt nicht das Gesamtpackage. auch gut, auswärts kucken (nicht gaffen, geidern oder geiern) und zu Hause geniessen.
      meine fünf cents

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    2. ich wollte eigentlich zuerst eine quote einfügen aber mien html ist so schlecht…
      “ ich kenne Männer und Frauen, die machen mich in einem Kartoffelsack dreimal wuschiger als die gesamte Sammlung der Victoria-Secret-Engel auf einen Haufen.“
      und dann mein text :-)

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    1. Ganz ehrlich, ich denk als erstes dran, wie viel Spaß das macht. (Hab selber früher mal professionell Hip Hop gemacht). Warum soll sich eine Frau solche moves nicht antrainieren und sich damit für sich sexy, erotisch und fit fühlen? Ist bei Bauchtanzkursen nicht viel anders.

      Nicht jeder sprichwörtliche Furz, den ne Frau lässt, muss ein Mann gleich als Botschaft an sich verstehen. Sind wir doch mal froh, wenn wenigstens ein paar Frauen und Mädchen sich wohl in ihrem Körper fühlen und Spaß mit ihm haben – ob in Hotpants oder beim Twerking.

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  30. Ich kann nur zur Männerseite was sagen: weil’s so ist. Fies, aber wahr.

    Wir Männer, die wir NICHT übergriffig werden, schämen uns doch schon regelmäßig … für das Geschmeiß, dass da draußen rumläuft. Das ist wie im Internet auch: es gibt sie, diese Trolle. Deswegen fühlst Du als Internetnutzerin Dich doch nicht „eins“ mit denen, nur weil ihr beide „ne Leitung“ habt.

    Schützen gegen die muss man sich trotzdem.

    Ansonsten kann ich nur wiederholen, was ich im Podcast und an anderer Stelle schon gesagt habe: das mit dem visuellen Reiz funktioniert halt und soll auch funktionieren und wird von Damenseite auch leidlich genutzt (mal kürzlich im Freibad gewesen? Achtet auf die fast-nicht-vorhandenen Neon-Bikinis, gepaart mit aufwändigen Nägeln, Frisuren und Highheel-Flipflops, kein Scherz). Aber wehe man guckt. Alternativ auch: wehe, Mann guckt nicht. Und wenn man guckt, darf man nicht reagieren. Soll aber ja eigentlich reagieren. Alles etwas bigott.

    Andersrum funktioniert das ja nicht, vielleicht kann frau sich das nicht so leicht vorstellen? Es ist halt wie hungrig einkaufen gehen … oder Klamotten kaufen gehen.

    Die Klamottenkaufreize funzen bei Männern wiederum kaum, aber scheinbar lösen die entspr. Läden auf Frauen einen unstillbares Verlangen aus. Warum eigentlich? Damit sie bunt wie ein Schmetterling … attraktiv sind. Für wen eigentlich? Aha.

    Letztens hörte ich einen Psychopodcast, da wurde erklärt, wie das so ist mit den unterschiedlichen Belohnungssystemen im Hirn, Dopamin, Östrogen, Testosteron usw. Und dass Menschen mit viel (ich glaube) Dopamin sehr reizanfällig sind, aber weniger Genuss haben, Testosterontypen eher so sind wie Steve Jobs (ruppig, wenig sozial und fokussiert, gut im Rechnen etc.).

    Ich selbst bin sehr wenig „dopaminig“, ich sabber nich weil irgendwer Haut zeigt – aber ich hab Freunde, die können nicht anders, als sich 2x umzudrehen. Nein, übergriffig sind auch die nicht. Aber ich weiß, dass es außerhalb meiner Freundeskreise noch ne Menge mehr gibt … mit weniger Zurückhaltung.

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    1. „Schützen gegen die muss man sich trotzdem.“ Sagst du.

      Und jetzt erklär mir mal, wie Kleidung gegen solche Leute schützt.

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    2. Viel Vernünftiges dabei, aber sorry, du weißt nicht, aus welcher Intention wer was macht. Das weiß niemand. Und allen Frauen, die sich aus deiner Perspektive gesehen sexy kleiden, zu unterstellen, sie täten das, damit wer auch immer guckt oder nicht guckt, ist auch nicht nennenswert ‚besser‘ als ’selbst schuld‘ zu sagen und mindestens unfassbar egozentrisch. Ich bin glücklich verheiratet und habe ganz bestimmt keinen Bock auf gaffende, grabschende Typen, ziehe aber an, was MIR gefällt. Das kann auch mal ein Minirock sein oder ein Top mit Ausschnitt. Damit bezwecke ich gar nichts, außer mich zu kleiden, wie ich es schön finde. Warum zum Henker beziehen Männer (und z.T. auch Frauen) das Verhalten oder gar Aussehen anderer auf sich? Mich interessieren die Klamotten und Körper anderer (außer als Inpiration) null.

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  31. ******************KOMMENTAROMAT**********************
    Gerne gelesen
    *****************/KOMMENTAROMAT**********************
    und du hast sehr recht. ich habe mich über die ganze sache sehr aufgeregt.

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