Die selbstsüchtige Mutter

Darf man als Mutter irgendwas von seinen Kindern erwarten. Irgendeine Form von Wertschätzung oder ist das selbstsüchtig?

Muttertag politisch

Meine Timeline war voll mit „Ich brauche keine selbstgemalten Bilder, ich brauche…“ und „Ich brauche keine Schokolade, ich brauche…“.

Die Wünsche sind alle wichtig (und zu finden unter #muttertagswunsch auf Twitter). Sehr schön fasst das Problem @froumeier zusammen:

Als Mutter kann man eigentlich nur alles falsch machen. Egal wie.

Muttertag privat

Einen Kaffee für die Mutter zum Muttertag

Einen weiteren Tweet, den ich in meiner Timeline fand, hatte sinngemäß folgende Aussage: Zum Muttertag wünsche ich mir, dass Eltern aufhören von ihren Kindern Dankbarkeit zu erwarten.

Als ich das las, hab ich mich sehr, sehr schlecht gefühlt.

Ich habe mir nämlich heute früh gewünscht mit Getuschel und Gekicher geweckt zu werden und dann an einen gedeckten Frühstückstisch zu kommen und einen Kaffee in die Hand gedrückt zu bekommen.

Oder ein selbstgemaltes Bild.

Anstatt dessen Gemecker, Geschwisterstreit, wannistdasEssenfertig.

Das hat mich wirklich traurig gemacht. Es gibt immer wieder Phasen, in denen ich mich fühle wie ein DienstleistungsROBOTER. Ich soll bitte funktionieren und zwar dallidalli und wenn nicht alles so ist, wie es erwartet wird, dann Genöle, Vorwürfe, schlechte Laune.

In der Regel ist das auch OK. Aufstehen um 6.10 Uhr, Frühstück vorbereiten, Schulbrote schmieren, daran erinnern, dass man sich irgendwann anziehen muss, Zähne nachputzen. Kinder in Kita bringen, arbeiten gehen, einkaufen gehen, Kinder abholen, Abendessen machen, vorlesen, singen. Dazwischen putzen, Wäsche waschen, aufhängen, abhängen falten usw.

Tagein tagaus.

Und da habe ich mir heute Wertschätzung gewünscht. Das Ideal der selbstlosen Mutter verbietet das natürlich. Was man tut, muss man freiwillig tun und man muss die Motivation aus der Nützlichkeit ziehen.

Das weiß ich. Dennoch war ich enttäuscht.

Ich habe versucht mich zu fragen, ob ich eigentlich was vergleichbares am Kindertag tue? Wann war dieser Tag eigentlich? Am ersten Juni? Zwanzigster September? In Westdeutschland groß geworden, hat dieser Tag tatsächlich keine Tradition bei mir. Weder als Kind noch als Mutter. Irgendwann nach Berlin gezogen, hörte ich davon, dass viele diesen Tag richtig gefeiert haben. Ich hab nie damit angefangen. Meine Erklärung dafür war immer: bei uns ist Eis essen gehen, Kuchen backen und essen, auf den Spielplatz gehen, in den Zoo gehen, ja selbst in den Freizeitpark gehen im Grunde keine Besonderheit. Fast meine ganze Freizeit richte ich nach meinen Kindern aus. Ich mache das gerne und ich sage meinen Kindern oft, wie sehr sie mein Leben bereichern. Wenn ich sage: „Ich hab dich lieb“, höre ich oft: „Boah, das weiß ich doch. Das musst du nicht immer sagen!“

Von daher weiß ich nicht, ob man sich wünschen darf einen Kaffee gemacht zu bekommen oder ob man sich einfach zusammen reißen soll und weiter macht wie an jedem anderen Tag auch.

(Am Ende war ich versöhnt. Ein langjähriger Freund hat mir eine SMS geschrieben: Du bist eine gute Mutter, deswegen auch von mir alles Gute zum Muttertag)

Autor: dasnuf

Aha! Google doch "dasnuf" Muhahahahaha!

128 Gedanken zu „Die selbstsüchtige Mutter“

  1. Mein Muttertag war super: Der Gatte hat den Kindern beigebracht wie die Kaffeemaschine funktioniert damit sie mir morgens den Kaffee machen können. Heute war der dritte Tag in Folge mit Kaffeeservice. Pah, wer braucht da Blumen :-)

    Zum Kindertag denke ich immer an die Mutter meines Exfreundes. Er fragte sie mal am Muttertag wann denn eigentlich Kindertag sei, und sie dann so ganz lakonisch „JEDER Tag ist Kindertag!“

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    1. Naja,ich halte sowieso nichts vom Muttertag,genauso wenig wie von Weihnachten,Valentinstag etc…Ich finde,dass es nicht bestimmter Tage im Jahr bedarf,um anderen zu zeigen,wie gern man sie hat.Das kann man doch wohl an jedem Tag machen,und nicht erst an einem von der Außenwelt festgelegten Anlass.Ja,oder nicht?
      Bei diesen ganzen bestimmten Anlässen ist das immer alles so nach dem Motto:“Na gut,dann reißen wir uns für den einen Tag mal zusammen,weil alle anderen das ja auch feiern und man das von uns erwartet.Aber danach ist’s auch erstmal für längere Zeit wieder gut…“.
      Ich persönlich erwarte überhaupt keine Geschenke von meiner Tochter oder anderen Menschen,weder an solchen Tagen,noch sonst irgendwann.Ich erwarte auch keine Dankbarkeit für das,was ich für sie tue.Ich erwarte einfach nur Respekt,aber den hab ich mir auch so verdient,genauso wie jedes andere Lebewesen auch,ohne erst irgendwas dafür tun zu müssen…
      Es ist echt unglaublich,dass das nicht als selbstverständlich angesehen wird.Aber was soll man auch in dieser Welt anderes erwarten.Scheiß Kapitalismus!
      Das bringt mich echt zur Verzweiflung…

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      1. Achja,noch was dazu:
        „Als Mutter kann man eigentlich nur alles falsch machen. Egal wie.“
        Solange man nicht zum Club der „superreichen Elite“ gehört,macht man natürlich alles nur falsch,wenn es nach diesen „ganz besonderen,sooo wichtigen Menschen“ geht,die meinen,ihnen gehört die ganze Welt…Weil sie ja „sooo grandiose und perfekte Übermenschen“ sind,die ja „sooo viel besser sind als alle anderen“,weswegen natürlich nur AUSSCHLIEßLICH sie immer ALLES nur richtig machen ^^.Andere können ihnen doch natürlich nicht das Wasser reichen.Was fällt Euch allen denn überhaupt ein,das überhaupt in Erwägung zu ziehen,ich bitte Euch… (natürlich alles ironisch gemeint).
        Obwohl natürlich nicht nur unsere ach so tolle „Elite“ so denkt,sondern auch ihre ganzen Mitläufer!

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  2. Ich hab da auch eine traurige Geschichte. Wir ziehen gerade aus dem fetten Mitte in den Wedding (naja, Brunnenviertel, links vom Mauerpark, also fast noch Mitte/Prenzlauer Berg). Seit wir dort unser neues Domizil renovieren, das wir ab Juni bewohnen werden, bekommen wir immer Besuch von einem allerliebsten, aufgeweckten, bildhübschen 7-jährigen Mädchen mit „Migrationshintergrund“, bei der es zu Hause kein Mittagessen gibt, die den ganzen Tag allein draußen herumstreunt, die einen verwöhnten 14-Jährigen Bruder hat, der sie macho-haft rumkommandiert, die aussagt, ihren Vater zu hassen. Meine Tochter, die ich vorsichtig auffordere, doch mit dem Mädchen zu spielen, sagt, „Nein, die nervt“. Aber Gümüz kommt immer wieder. Sie hat irgendwie einen Narren an mir gefressen, wahrscheinlich ganz einfach, weil ich freundlich zu ihr bin, umarmt mich manchmal spontan und sagt ganz innig „Du bist so süß!“ Es bricht mir das Herz.
    Bei uns wird der Muttertag nicht wirklich begangen, weil mein Mann in der DDR aufgewachsen ist und dort der Internationale Frauentag gefeiert wurde (den ich rational, d.h. vom Kopf her gesehen, auch viel besser finde). Im Kindergarten der Kinder spielt Muttertag auch keine Rolle. Also habe ich nicht wirklich etwas erwartet zum Muttertag (aber innerlich hatte ich auch ein paar so diffuse, enttäuschte, melancholische Gefühle wie Du, Patricia!). Die Sonne schien so traumhaft, und es war Muttertag. Da klingelte Gümüz, als ich gerade von meiner großen Tochter schlecht gelaunt angeraunzt wurde. Und Gümüz drückte mir ein Bild in die Hand, das sie selbst gemalt hatte. Sie sagte: „Für Dich, zum Muttertag!“ Das Bild zeigte eine Frau (das sollte ich sein) und darüber stand: „Du bist meine Mama“.
    Oh my God, take that.

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  3. Ich finde das überhaupt nicht selbstsüchtig. ICh finde es klug und weitsichtig, wenn Du darauf bestehst, dass ein gewisser Standard eingehalten wird – das kann der Kaffe ans Bett sein, das schöne Frühstück, was auch immer. Kinder und Jugendliche sind so mit sich beschäftigt, dass sie oft überhaupt nicht mitkriegen, was im Hintergrund von anderen (i.e. Mamas) geleistet wird, damit der Ball rund läuft. Da ist es schon sinnvoll, sie manchmal mit der Nase drauf zu stoßen. Außerdem tut es Kindern gut, wenn die Mama nicht immer nur der klaglos funktionierende Dienstleister ist, sondern klar ist: wir müssen auch mal was außer der Reihe tun. Bedanken lernen ist auch eine Übungssache, finde ich. Eigentlich wäre es ja die Aufgabe des Papas, diese Grundsteine zu legen – ist ein bisschen dezenter, als wenn die Mama ihre eigene Muttertagsfeier organisieren muss -, aber wenn der Papa aus irgendeinem Grund nicht in der Lage ist, dann auf sie mit Gebrüll. Ich kann mich erinnern, dass mein Vater mit uns selbstverständlich Blumen holen ging und den Frühstückstisch deckte und mit uns das Muttertagsgedicht übte. Und irgendwann haben wir das dann selbst übernommen und waren stolz wie Bolle, dass wir unserer Mutter so ein großartiges Frühstück bereiten konnten, ganz alleine (es war zwar 5.30, als wir damit fertig waren und 6:00, als wir die Mama weckten, aber egal). Für unsere SElbstwirksamkeit war das sicherlich gut. Ich finde, wir haben hier viele wenig dankbare Kinder – die sind nicht aus Bösartigkeit nicht dankbar, sondern weil ihnen suggeriert wird, alles, was man für sie tut, wäre selbstverständlich und nichts Besonderes. Und Dankbarkeit ist eine Grundstimmung, die einem Menschen schon helfen kann, positiv durchs Leben zukommen, bzw. mit Widrigkeiten besser umzugehen. Wir können also unseren Kindern helfen, indem wir jahrelang geduldig mit ihnen üben, a) sich darüber klar zu werden, dass sie Empfänger von viel Liebe und Nutznießer von viel mütterlicher Arbeit sind und b) etwas an die Mutter zurückzugeben (z.B.. Dankbarkeit in Form eines Kaffees ans Bett ausdrücken) – WIN WIN ALL AROUND.

    (NB: Dies aus der weisen Rückschau einer Mutter eines erwachsenen Sohnes, bei dem wir diesen Aspekt sehr vernachlässigt haben – werde ich bei Babytochter definitiv anders machen.)

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    1. Noch was vergessen: diese Selbstentsagung der Mütter halte ich sowieso für kontraproduktiv. Wir leisten endlose ARbeit, schlecht bedankt und kaum gewürdigt (s. die Tweets), und statt zu sagen „Das leiste ich, das wünsche ich mir mal als Zeichen der Wertschätzung“ kommt dann „Och nein, ich kann doch nicht so egoistisch sein und einmal im Jahr von meinem Nachwuchs verlangen, mir einen Frühstückstisch zu decken!“.
      Wenn wir nicht mal in den Familien schaffen, die Bedeutung unserer Arbeit herauszustreichen und gewürdigt zu kriegen, wie soll denn das gesamtgesellschaftlich passieren?

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  4. Reibe mir verwundert die Augen: Muttertag ist doch so früher, dachte ich. Wer den Muttertag feiert wird als in so vielerlei Hinsicht total verblödet dargestellt: Frauen fallen auf den von der Blumenverkaufslobby (Lobby! Pöse!) erfundenen Tag rein, dann haben die Nazis mitgemischt (Pöse x 1000 im Quadrat), und in der DDR wurde der Muttertag (da werden ja nur diese säugenden, betüdelnden, grenzdebilen ääh dings ääh „Hausfrauen“ geehrt) gestrichen und durch den Internationalen Frauentag ersetzt (DDR und Frauenrechte sooo toll..Kinderrechte…mööp)
    Und gestern las ich in einem Tweet, dass gebrüllt wird dass man KEINE GESCHENKE haben will… es scheint die Muttiblogs (sic!) sind sich mal wieder nicht einig…
    Ich persönlich feier den Tag nicht und erwarte auch kein Verwöhnprogramm (ich kenn es halt nicht so) aber eine schöne Geste finde ich es auf jeden Fall und ich freue mich für jede Mutter, die an diesem Tag ein bisschen verwöhnt wurde.

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  5. Wie treffen.
    Insbesondere die Tweets haben mich mal wieder nachdenklich gemacht.
    Egal wie mans macht, man macht es falsch. Traurig aber wahr!

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  6. Vielen Dank! Besonders auch für die Tweets von froumeier – es bringt so wunderbar auf den Punkt wie ich mich fühle. Und es ist so schön zu wissen, dass es anderen auch so geht.
    Noch mehr freue ich mich, dass es auch bei Dir am morgen so los geht wie bei mir – Gemecker und Geschwisterzirkus. Also, natürlich nicht, dass es bei Dir so ist, aber auch, dass es wohl ganz normal ist. Versöhnen tun mich da immer die Momente, wenn die Geschwister mal so richtig nett miteinander reden – so wie im Bilderbuch (obwohl es mir dann auch ein bißchen unheimlich vorkommt). Das reicht mir total – da hab ich dann gar kein Bedürfnis mehr nach Dankbarkeit und denke, ja, vielleicht hat ja doch irgendwas geklappt bei der Erziehung… aber das sind nur winzige Staubkörnchen im sonstigen Gewirbel.

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  7. Ich bin sogar so selbstsüchtig, Dankbarkeit und Respekt für das, was wir Eltern tun, jeden Tag aktiv einzufordern und meine Kinder damit zu nerven (dafür fruchtet es aber schön langsam auch und sie werden endlich weniger dauerfordernd – mir hat’s so gereicht). Darüber habe ich den Muttertag gestern erstmal selbst komplett vergessen. Der kann mich mal. Wobei ich mich über die Karte meiner Tochter trotzdem gefreut habe. Aber prinzipiell ist bei uns jeden Tag Familientag mit idealerweise gegenseitiger Achtung und Respekt, und das war’s.

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  10. Diese oder ähnliche Gedanken kann ich seit 45 Jahren (Kind 1) oder manchmal auch seit 43 Jahren (Kind 2) nachempfinden. – Sie haben beide ja so unendlich viel zu tun mit allen möglichen Sachen, da kann frau doch nicht hoffen, dass 5 Minuten des Tages mal an Mama gedacht wird per Telefon oder einem anderen virtuellen Mittel.

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  11. im bestfall bekommt man die anerkennung jedem tag. im schlechtesten fall „nur“ am muttertag. und nein das ist nicht selbstsüchtig. mama sein ist heutzutage wie früher ein vollzeitjob zum eigentlichen. und das sollte von den kindern und vom partner anerkannt werden. am besten in dem am tag eben auch mal öfter danke gesagt wird, da kann ein tag zur erinnerung nicht schaden.
    ich hatte heuer meinen 2.ten mit einer einjährigen maus, die natürlich noch nichts machen konnte. aber meine mami und omi haben mit blümchen geschickt. das fand ich sooooooo nett. vllt auch genau, weil die wissen, wie anstrengend das erste jahr sein kann.
    ich erwarte kein grossen aufstand, aber ein gedeckter frühstückstisch ist doch auch schön. plus zeigt eben, dass der sich nicht von allein deckt.
    im besten fall decken kinder natürlich wenigstens einmal am wochenende von selbst den frühstückstisch, schaun wir mal ob wir den traum jemals auch nur ansatzweise erreichen. ?

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  12. Ich vermute mal, dass du dich in Sachen Erwartung auf meinen gestrigen Tweet beziehst, in dem ich formulierte, dass ich mir wünsche, dass Eltern endlich aufhören sollten, von ihren Kindern Dankbarkeit für irgendwas zu erwarten. Vielleicht ist es einmal mehr den verkürzenden 140 Zeichen geschuldet, dass diese Aussage plakativer oder provozierender wirkt als sie gemeint ist.

    Worum es mir konkret geht, das ist das aktive Einfordern von Dankbarkeit. Es geht mir nicht darum, dass irgendjemand, egal ob Mutter oder Vater, sich nicht freuen darf oder vielleicht in gespannter Vorfreude sein dürfte, ob oder was sich Kinder anlässlich solcher “Ehrentage” ausgedacht haben (das bin ich selbst ja auch). Ich erlebe nur leider viel zu oft, dass Eltern von Kindern aktiv Dankbarkeit einfordern, gewürdigt, bisweilen gar “geehrt” werden wollen und den Kindern – bisweilen gar Enttäuschung entgegenschlägt, wenn sie diese nicht liefern. Sei es aus Vergesslichkeit, Überforderung oder gar Absicht, weil sie eben aus welchen Gründen auch immer nicht dankbar sein wollen und können. Das ist nicht gesund für eine gute Beziehung zwischen Kindern und Eltern.

    Es tut mir leid, wenn du dich deswegen schlecht gefühlt haben solltest. Das war ganz sicher nicht die Intention, denn ich schließe mich nach allem Lesen und Erleben bei und mit dir gern der SMS deines Freundes an ;)

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    1. Lieben Dank für Deine Worte.
      Ich weiß im übrigen, dass Du nicht mich persönlich gemeint hast. Der Tweet hat nur etwas getriggert, weil ich gestern wirklich richtig enttäuscht war, dass der Tag so doof anfing. Tatsächlich ist es den Kindern gegenüber auch nicht in Ordnung, das dann auch zu zeigen.
      So richtig groß sind sie ja noch nicht und vielleicht waren sie auch einfach nur überfordert.

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      1. Nein, es war niemand persönlich gemeint. Außer mir selbst, weil auch ich mich immer wieder ermahnen muss. Ich habe drüben im Blog nochmal ausführlicher geschrieben, was ich mit dem Tweet zum Ausdruck bringen wollte.

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  13. inzwischen bin ich da relaxter. meine sind jetzt 15, 17 und 23. ich feier mich einfach selber. im prinzip sind wir selber schuld wir ziehen uns doch Schmarotzer und Egoisten heran: unsere kinder heute bekommen auf deutsch gesagt alles an den Arsch getragen und nehmen es als selbstverständlich. da brauchen wir uns gar nicht selbstbemittleiden. ich feier mich selbst, fahre gut damit dass ich nichts erwarte und freu mich umsomehr wenn was passiert.

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  14. Mir ging es heute ähnlich. Gut, *groß*Kind ist erst 2,5, aber ich hatte mir durch den Papa zumindest ein bildchen oderso erhofft. Und sie hilft sooo gerne beim Frühstück machen. Und nachdem ich abends immer länger auf bleiben muss weil Minimann Bauchweh hat und nachts ständig zum stillen wach werde und normalerweise direkt mit der großen aufstehe während der Herr fast immer ausschlafen kann… Naja. Halt ein winziges Zeichen der wertschätzung. Hmpf, nö. Nun, nächstes Jahr geht sie in die Kita und da wird doch immer etwas schönes gebastelt. Ich freue mich sehr drauf.
    Aber Hey, im Moment sagt sie mir mindestens 30 mal am Tag, dass sie mich lieb hat. Unabhängig vom Datum. Deswegen ist das schon okay für mich. Das ist noch viel wertvoller ?

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  15. Ich glaube, Deine Kinder haben eine interessante, coole, vernunftige Mutter. Und sicher ist ihnen das auch klar
    Mein Muttertag heute: Mama (fast 78) nach Treppensturz im Krankenhaus besuchen. Arm und Jochbein gebrochen, Gesicht in allen Farben marmoriert …
    Als Tochter hat mir der Muttertag selten so viel beseitet wie diesmal.
    Und Vatertag war ja auch – er ist 86, wird immer wackeliger auf den Beinen, da war natürlich auch einiges zu kümmern.
    Ab heute hat bis auf weiteres meine Schwester übernommen – wie gut! (Wann ist eigentlich Schwesterntag???)

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  16. Mir ging es heute ähnlich, wobei mein Kind erst zwei Jahre ist und sich meine Erwartungen eher an den Papa gerichtet haben.. Blumen gab es auch direkt am Morgen, aber danach war es „ein Tag wie immer“, sogar ohne gemeinsames Frühstück, den ich zu einem großen Teil (zwangsweise) alleine lernend am Schreibtisch verbrachte. Hat natürlich schlussendlich in Tränen geendet, wegen falscher Erwartungen.. woraufhin mir mein Mann versöhnlich angeboten hat, dass wir nächsten Sonntag nochmal einen „richtigen“ Muttertag machen, wenn meine Klausur geschrieben und somit der Lerndruck weg ist. Trotzdem bleibt ein bitterer Nachgeschmack.. man ist immer Mutter und möchte doch einmal gewertschätzt werden. Einmal nicht selbstverständlich sein für das Jonglieren all der Pflichten.. vielleicht ist das selbstsüchtig, ja. Aber vielleicht ist ein klitzekleines bisschen Selbstsucht auch okay…?

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  17. Naja, ich bin da auch ganz zwiespältig. Bei uns wurde nie viel Wert auf Muttertag gelegt, aber wenn ich ehrlich bin, hätte ich auch gerne etwas Blümchen, Tisch decken usw. Meine Tochter (18) hat mir einen Kuchen gebacken, den sie aber auf mein Geheiß gestern runter zur Oma in die Kühlung brachte und heute glatt vergessen hat. Mein Sohn hat gar nichts zum Muttertag beigetragen.
    Tja. Mein Muttertagsgeschenk habe ich mir selber gemacht, denn ich bin krank und habe mir das Abendessen geschenkt. Ich habe beim Lieferservice für alle Burger bestellt.
    Und dann sitzen wir alle beim Essen, es wird gelacht und geredet, ich schau mir meine Kinder an und weiß wir alle lieben uns sehr.
    Das muss dann reichen.

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  18. Genau über diesen oder einen ähnlichen Tweet habe ich heute früh mit meinem Sohn geredet, gesagt, wie ambivalent ich die Aussage finde. Schließlich bekommt man die Kinder im besten Fall freiwillig, freut sich aber trotzdem über Anerkennung dessen, was man so leistet.
    Er ist schon 19, hat mir eine Blume für den Balkon geschenkt und Frühstück gemacht. Das kam früher auch nicht von alleine. (Ich habe allerdings gestern sehr subtil auf den Muttertag hingewiesen ;-))
    Also, Geduld mit den lieben Kleinen.

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  19. <3
    Das ist nicht selbstsüchtig. Das ist ganz normal und voll okay. Auch von mir, kurz vor knapp: Alles Gute zum Muttertag!

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  20. Ich werde erst in 2 Wochen (spätestens) Mutter und 8ch bin jetzt schon selbstsüchtig. Das ist menschlich.
    Aber Kinder brauchen eben ein bestimmtes Alter (und ggf einen Hinweis/ Vergleichswert), um den „Job“ der Mutter, ihre Aufopferung, Leistung und Liebe, wirklich wertschätzen zu können. Sie kennen das ja nur als „normal“.

    Ich glaube, Sie sind eine Supermutter. Hoffentlich schaffe ich das nur annähernd so gut.

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