Late Adopter

Ich selbst habe seit vielen Jahren kein Fernsehgerät mehr. Fernbedienungen der Art wie im Tweet gezeigt, kenne ich nur aus dem Urlaub (wo, egal wie klein die Ferienwohnung ist, mindestens ein Fernseher rumsteht) oder wenn ich _meine_ Eltern besuche. Dort ist es ganz selbstverständlich ein Fernsehgerät zu haben, die Programme kommen per Satellit und meistens gibt es einen Festplattenrekorder.

Ein typisches Szenario ist folgendes: Die Eltern sind unterwegs, ich langweile mich und denke: „Hm. Schon seit Monaten nicht ferngesehen, mach‘ ich doch mal das Empfangsgerät an.“ Ich stehe also vom Sofa auf, wo ich vorher interessiert eine Fernsehzeitschrift gelesen habe, öffne den Schrank, in dem das Fernsehgerät versteckt ist und finde mindestens fünf Fernbedienungen. Durch Abgleich der Gerätemarken versuche ich zunächst die Fernbedienung zu finden, die das bildgebende Medium steuert. Dort drücke ich auf „Power“. Meistens zeigt der Monitor dann eine Meldung der Art: Empfangsquelle nicht gefunden. Also scrolle ich alle möglichen Quellen durch. Die HDMI Eingänge, Scart, DVI, VGA, USB und auch den anderen Krempel von dem ich noch nie gehört habe. Vorher habe ich ebenfalls durch Betätigen des Powerknopfes das Satellitenempgangsgerät aktiviert.

Gefühlte 15 Minuten später habe ich endlich ein Bild. Werbung um genauer zu sein. 7 Zeichen der Hautalt… ich schalte um… Werbung. Werbung. Werbung. Fünf Minuten später drücke ich wieder „Power“ um das bzw. die Geräte auszuschalten.

Damit ich es bei der Vielzahl der Fernbedienungen und der Vielzahl der Knöpfe  nicht mit der Angst zu tun bekomme, nehme ich die Fernbedienungen übrigens genauso wahr, wie sie oben abgeklebt sind. Ich frage mich auch, wofür sind die anderen Schalter? Benutzt sie jemand? Macht man mehr als an/aus, Programm hoch/runter und laut/leise? Und wenn ja, warum ist das so ein Usability-Dreck? Und v.a. warum wird so ein Tweet so oft gelikt?

Ich wollte schon Weihnachten über die Unart schreiben, sich über die eigenen Eltern in Sachen Technikhilflosigkeit lustig zu machen, habs dann aber wieder vergessen. Über die Feiertage fahren ja viele zu ihren Eltern und lösen dort Technikprobleme. Da häufen sich die Hahaha-meine-dummen-Eltern-Tweets und Beiträge auf den sozialen Plattformen.

Eingefallen ist mir das Ganze wieder als ich den Artikel „Die sieben Stufen der großelterlichen Internetnutzung“ las. Da wird sich ein bißchen darüber lustig gemacht, wie schwer es Menschen fällt einen Einstieg in Thema Internet zu finden, wenn sie nicht schrittweise mitgewachsen sind.

Interessanterweise ist dieser Einstieg meist WhatsApp (was ich prinzipiell von Whatsapp halte, kann man gerne unter Let’s talk – about Messenger nachlesen), gespeist von dem Wunsch mehr Kontakt zu den Enkeln zu haben, deren Kommunikation eben nicht mehr über Briefe oder Festnetztelefonie einzufangen ist.

Dass WhatsApp so verbreitet ist, scheint eben auch an der grundsätzlich einfachen Bedienbarkeit zu liegen (und einem mangelnden Bewusstsein für Datenschutz). Jedes Kind versteht WhatsApp und früher oder später eben auch jede Oma und jeder Opa.

Alle anderen Apps und Plattformen sind meist sehr viel schwieriger zu vermitteln.

Aber darüber wollte ich gar nicht schreiben. Ich wollte eigentlich darüber schreiben, dass man auch wertzuschätzen könnte, dass ältere Menschen, die sich vielleicht lange nicht mit Technik beschäftigt haben, versuchen aufzuholen.

Kleiner Exkurs:

Ich kenne einen ähnlichen Effekt aus dem Sport. Mir wurde als Kind und Jugendliche in der Schule ständig gesagt, dass Mädchen zu doof seien, um z.B. Bälle zu werfen. Wenn ich also möglichst weit werfen sollte, stand neben mir ein Sportlehrer, der lustige Sprüche parat hatte wie „So Jungs, jetzt mal vorsichtig – v.a. hinter Patricia – sie wirft jetzt gleich einen Ball.“ Natürlich hätte der Lehrer auch mal was von Armstellungen, Wurfwinkel, Schrittfolgen, Stellung der Füße etc. sagen können, aber darauf wurde verzichtet. Es gab eben die, die gut werfen konnten und die, die es nicht konnten: z.B. mich

So entmutigt, habe ich mich gedrückt wo es nur ging. Dementsprechend fehlte mir die Übung und ich blieb auf dem Niveau einer Grundschülerin. Später als am Strand z.B. Volleyball gespielt wurde, war ich immer die Pupe, der der Ball auf den Kopf fiel.

To keep a long story short: Mir wurde es nie richtig gezeigt und dann habe ich den Anschluss verloren. Je mehr Erfahrung andere sammelten, desto größer wurde der Abstand zwischen denen und mir. Irgendwann war der Abstand so groß, dass ich das Problem für mich als „Ich bin halt unsportlich, wahrscheinlich irgendein Defekt im Kleinhirn“ abhakte.

So ist es offenbar mit Technik auch. Wer sich geistig ausklinkt und sich dann nur Menschen gegenüber sieht, die gefühlte Lichtjahre voraus sind, der traut sich einfach nicht mehr Schritt für Schritt aufzuholen und Fragen zu stellen.

(Dabei liegt es oft nicht an den Eltern sondern daran, dass man z.B. berufsbedingt daran gewöhnt ist Schmerzen zu ertragen was Usability/Logik angeht, weil man sich mit Systemen auseinandersetzen muss, die man freiwillig niemals bedienen würde, wenn man die Wahl hätte. Oder es liegt daran, dass älteren Menschen unfassbare Scheiße aufgeschwatzt wird. Wenn ich z.B. an den Handyvertrag denke, der meiner Mutter angedreht wurde, dann würde ich den Verkäufer gerne verklagen. Selbiges gilt für bestimmte Smartphonemodelle, die so ****** sind, dass ich googeln musste, wie man es anstellt!)

Es ist unfair und herablassend sich über Menschen lustig zu machen, die sich bemühen aufzuholen. Wie schnell man selbst abgehängt ist, merke ich immer wieder, wenn ich sehe, was meine Kinder alles wissen und können und v.a. wie angstfrei sie an solche Systeme gehen. Und das ist nämlich auch ein Thema: Die Angst Dinge kaputt zu machen.

Nach einigen Erfahrungen wissen wir tolle Poweruser eben: Wenn man vorher ein Backup macht, dann kann man alles ausprobieren und wenn dann wirklich mal was kaputt geht, dann stellt man eben den Stand des Backups wieder her.

Ich habe in meinem Umfeld einige extrem technikaffine Menschen, die mir schon stunden- und tagelang Dinge erklärt haben. Ich durfte immer fragen, ausprobieren, noch mehr fragen und manchmal hab ich Dinge auch einfach gemacht bekommen, weil ich keine Lust und keinen Ehrgeiz hatte mich mit einem speziellen Problem auseinanderzusetzen. Das hat mir sehr geholfen.

Außerdem bin ich tatsächlich der festen Überzeugung: Ganz oft liegt es nicht an den Menschen (die etwas nicht verstehen), sondern an den Systemen, die scheiße sind. Eine Mikrowelle*, deren Grundfunktion „Erhitzen durch Mikrowellen“ nicht ohne Lesen der Bedienungsanleitung aktivierbar ist, ist eine Scheißmikrowelle. Auch wenn sie 200 Funktionen mehr hat als ein anderes Modell.

Deswegen liebe EinsteigerInnen: Herzlich Willkommen im Internet. Schön, dass Sie sich durchgekämpft haben. Wenn Sachen nicht funktionieren, wie sie sollen, dann sind nicht immer Sie schuld – manchmal sind auch die Sachen doof.


*Gilt auch für Apps, Telefone, Computer, Tablets und sonstige Hardware.

 

134 Gedanken zu „Late Adopter“

  1. Wir mussten jetzt nach 20 Jahren einen neuen Herd kaufen. Es war nicht einfach zu vermitteln, dass wir keinen Computer mit Koch- und Backfunktion haben wollen, sondern einen Herd. Meine Frau und ich können nämlich tatsächlich kochen und so haben wir jetzt einen klassischen Elektrobackofen und einen 5 Flammen Gasherd. Der ganze Schnickschnack drum herum macht einem doch nur das Leben sauer und je mehr Gedöns verbaut wird, desto mehr kann (und wird!) auch kaputt gehen.

    Meine Mutter (jetzt 79) hat übrigens in ihrem Leben noch keinen Computer oder Smartphone angerührt.

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  2. Hört hört! Meine Mutter hat mit 74 zum ersten Mal ein Smartphone bekommen. Fällt ihr noch schwer aber sie schlägt sich durch. Hat vorher nie einen PC o. Ä. Benutzt. Find ich super! Würde mir nur wünschen, dass die Apps einsteigerfreundlicher wären.

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  3. Ich finde es immer großartig zu sehen, wenn die Generation meiner Eltern sich wie 15-jährige „witzige“ Videos und Gifs zuschickt. So haben wir ja auch mal angefangen, trotzdem kann es manchmal anstrengend sein ;)
    LG

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  4. Ich sehe das Bild vor allem als Kritik an dummen Fernbedienungen, aber das bin nur ich.

    Ich stimme Dir voll zu und wollte noch ergänzen, was Randall Munroe mal auf der re:publica vor 2(?) Jahren sagte: „Wenn Du jemandem begegnest, der X noch nicht kennt oder versteht, dann lache ihn oder sie nicht dafür aus, weil Du schlauer bist. Freu Dich und sag, ‚Boah, heute wirst etwas cooles lernen‘ und dann erklär es ihnen.“

    Das ist zumindest der Ansatz, dem ich versuche zu folgen, wenn Leute über etwas nicht bescheid wissen, aber Interesse daran haben. Ich selber möchte ja auch lieber eine Erklärung als eine überhebliche Absage erhalten, wenn ich mal was nicht weiß (was oft genug vorkommt).

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  5. Manchmal sind es aber doch die Eltern/Großeltern, die das Problem sind.

    Ich habe einen solchen Fall bei mir. Frau Großmutter wollte unbedingt einen Laptop, muss natürlich keinen der hier sogar angebotenen PC-Kurse für Senioren machen, sondern ruft einen der Enkel an, wenn etwas ist.

    Da steht bewusst wenn, nicht falls. Denn mittlerweile gibt es 3 verschiedene Anleitungen zum „kopieren von Daten auf einen USB-Stick“. Mit Screenshots – von 3 unterschiedlichen Enkeln erstellt, nachdem der jeweils vorherige entnervt aufegegeben hat. Keine der Anleitungen (oder auch der zu anderen Themen) wird benutzt. Nach dem nächsten Urlaub wird meinTelefon klingeln, oder das eines anderen Enkel mit der unglaublich präzisen Fehlerbeschreibung „ich will die Bilder do enübber mache“. Ob vom Fotoapparat auf den PC, vom PC auf den Stick zum weitergeben oder was anderes? „Du fragst mich Sachen“. Auf die Frage, ob sie denn mal in einer der Anleitungen geschaut hat „Ich finde die nicht, guck du mal per Teamviewer“. Teamviewer an, Desktop öffnet sich – „Kopieren auf den USB-Stick.odt“ liegt unter der Maus.

    Oma hat kein Interesse, sich länger als der Kopiervorgang eben dauert, damit zu beschäftigen. Das ist ihr gutes Recht. Aber dann darf sie auch nicht verlangen, die Geräte so selbstverständlich zu bedienen wie jemand, der jeden Tag mehrere Nutzungsstunden hat. Zumindest der Lernwille muss da sein, zusätzlich zur Bereitschaft, eben auch Zeit mit $Gerät zu verbringen um sich den Umgang anzueignen.

    Um mal eine blöde Analogie zu bringen: Oma verlangt, ohne jemals auch nur Nudeln mit Tomatensoße gekocht zu haben, dass sie allein ein 3-Gänge-Menü zaubert, ohne ein Rezept zu nutzen. UNd würde ich diesen Anspruch in der Küche stellen, bekäme ich als ANtwort dass man dann eben Erfahrung braucht. Wenn ich die Antwort gebe, wird mir unterstellt nicht helfen zu wollen.

    Ich glaube, dass meine Oma da kein Einzelfall ist und die Postings wie das Bild oben und seine Likes das Ventil sind, das den Druck ablässt bevor es innerhalb der Familie Streit gibt.

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  6. Du hast recht. Ich hab über den Wired Text zuerst auch geschmunzelt, aber was du schreibst stimmt. Es gibt überhaupt keinen Grund überheblich zu sein. Meine Eltern machen sich ja auch nicht darüber lustig, dass ich kein Regal gerade an die Wand tackern kann, sondern helfen mir dabei.

    Ich finde es toll, dass sich meine Eltern mit Skype und WhatsApp beschäftigen um Kontakt zu uns und den Kindern zu halten. Ich sehe in anderen Teilen der Familie auch genau das Gegenteil und das ist schade, weil dort eine große neue Kommunikationswelt, die Nähe schaffen kann, verschlossen bleibt.

    Auf einem anderen Feld ist mir das neulich auch erst aufgefallen. Meine Eltern fahren seit ihrem Ruhestand regelmäßig mit organisierten Busreisen ins Ausland. Wenn ich ehrlich bin, hab ich das am Anfang heimlich auch immer ein bisschen belächelt. Aber meine Eltern sind wegen fehlender Sprachkenntnisse bis dahin immer nur ins deutschsprachige Ausland gefahren. Und wenn es ihnen diese touristische Organisationsform ermöglicht ihre Angst zu überwinden und auch mal Schweden, Spanien oder Italien zu sehen, dann ist das doch eigentlich super und ich hab mich da drüber nicht zu urteilen.

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  7. Meine Mom ist 76, hat ein iPhone und iPad. Fotos und Zeitung lesen sind super wichtig. Der Notebook ist durch einen ergonomischen PC-Arbeitsplatz ersetzt. Aber die größte Vereinfachung – ja Monoxyd, dafür sind die fantastisch – war die Anschaffung eines Echo Gerätes. Radio und Spotify werden dadurch für Senioren benutzbar. Klassische Fernbedienungen sind eine große Herausforderung. Ohne Internet ist sie genervt und stimmt mittlerweile zu, dass es genauso zur Grundversorgung gehört, wie Wasser und Strom.

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    1. Ich stimme zu, dass Echo & Co. (genau wie WhatsApp und Skype) sind so benutzerfreundlich, dass sie eben diese weite Verbreitung haben, die sie haben.
      Wenn jetzt die Nerds schaffen solche Systeme datenschutztechnisch zu verbessern statt andere zu verlachen, dass sie zu doof sind irgendwelche Systeme zu bedienen, ist allen geholfen.

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  8. Waschmaschinen und Spülmaschinen sind mein Kryptonit.
    Ich kann Computer und sogar Drucker, Scanner, Kopierer und Faxgeräte bedienen – aber wenn ich mir in der Küche ein „Das kann noch nicht so schwer sein“ anhören muss, finde ich es nur angebracht, dass ich das dann auch darf. ;)
    Eventuell gibt es aber wirklich eine geheime Piktogrammsprache, die man einfach nur lernen muss – und dann versteht man auch die 437 Einstellungen auf der Spülmaschine eines anderes Herstellers.

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  9. ******************KOMMENTAROMAT**********************
    Genau!
    *****************/KOMMENTAROMAT**********************

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  10. Danke für diesen einfühlsamen, liebevollen Text.

    Als für mich Computer (arbeits-)alltäglich wurden, war ich fast 30. Wo es beim Verstehen manchmal mühsam hakte, das habe ich versucht zu beherzigen, als ich es ein paar Jahre später meinen Eltern erklärt habe.
    Hat oft geholfen – oft leider auch nicht.

    Und dann erinnere ich mich, wie ich 2000 beruflich auf einer Senioren-Veranstaltung zu tun hatte. Da ging es unter anderem um Computer/Online für ältere Menschen – und eine junge, locker-flockig-dynamische Telekom-Dame referierte, wie man damit surfen, chatten und sonst was könnte … Was das bedeutet – und überhaupt: warum das für die Zielgruppe von Nutzen sein könnte – darüber verlor sie kein einziges Wort.

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  11. Als für mich Computer (arbeits-)alltäglich wurden, war ich fast 30. Wo es für mich manchmal mühsam hakte, das habe ich versucht zu beherzigen, als ich es ein paar Jahre später meinen Eltern erklärt habe.
    Hat oft geholfen – oft leider auch nicht.

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  12. Danke für den Artikel!

    Auch wenn ich manchmal darüber grinsen muss, dass meine Eltern (beide Mitte/Ende 60) bei WhatsApp mit Vorliebe vor allem in Emoji-Form kommunizieren, bin ich immer froh, dass ich sie so auch mal über den kurzen Weg erreichen kann. Meine Mutter ist außerdem sehr fit bei der Bedienung ihres E-Book-Readers und mein Vater ohne sein Tablet nicht mehr anzutreffen.
    Solange ich blöde Fragen stellen darf, wenn es ums Tapezieren, Finanzanlagen oder die Zubereitung eines Sonntagsessens geht, dürfen die mich alles im Bereich neuer Medien fragen, was ihnen einfällt.

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  13. Moin,

    Der Satz „Durch Abgleich der Gerätemarken versuche ich zunächst die Fernbedienung zu finden, die das bildgebende Medium steuert“ hätte von mir sein können. Ist halt blöd, wenn nur 3 Geräte im Wohnzimmer stehen, es aber 5 Fernbedienungen gibt. Mittlerweile benutze ich nur noch die vom Receiver und die vom Recorder – den Fernseher schalte ich von Hand ein. Außer, ich hab vorher eine DVD geschaut, und ich muss am Fernseher wieder von DVD auf SAT umstellen – dann kommt die TV-Fernbedienung zum Einsatz.

    Ganz blöd wird’s, wenn alles nur noch über WLAN gesteuert wird und man selbst keine Ahnung hat, wie’s funktioniert. Ging mir beim Drucker so. Jetzt habe ich mir einen gekauft, den man direkt an den Laptop stöpseln und nach Gebrauch wieder wegschließen kann. Als mir dann der freundliche Mann an der Kasse die WLAN-Variante anpreisen wollte, erklärte ich ihm genauso freundlich, dass mir die manuelle Variante doch lieber ist.

    PS: der Lappen, äh Lehrer, kann froh sein, dass du ihm den Ball nicht mit Absicht vor den Latz gedonnert hast; hättest Du es getan, dann hätte er einen Grund für solche Bemerkungen, die für mich schon in Richtung Bossing gehen. Lehrer, die Schüler dermaßen schikanieren, gehen in meinen Augen gar nicht. Was für ein Held!

    LG
    Ulrike

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  14. Meine Mutter hat sich endlich ein Smartphone angeschafft und auch wenn ich öfter etwas erklären muss, ist es so toll – wir wohnen weit voneinander entfernt und so ist sie einfach viel involvierter in unseren Alltag. Mein Vater usurpiert seit jeher den PC und vermittelt ihr das Gefühl, dass das nichts für sie ist – dabei hat er auch keine Ahnung und fragt auch nicht vernünftig. Jetzt hat sie wie Loriot so schön sagt “was Eigenes” und es ist toll für ihr Selbstbewusstsein!
    Und meine Schwiegeroma (zarte 86) hat einen Kurs in der örtlichen Bibliothek gemacht und überlegt jetzt, sich ein tablet anzuschaffen. #lifegoals

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  15. Dank, Danke. Danke.
    Mein Vater, 87, schreibt Mails, bearbeitet Fotos und brennt CDs, führt die Familienfinanzen über Excel. Er hat gelernt, mir Fehlermeldungen mit der Digitalkamera abzufotografieren. Er ruft mich bei verdächtigen Mails an und kann seinen TeamViewer anwerfen, damit ich mich draufschlagen kann. Schwierig sind vor allem seine telefonischen Fehlermeldungen „Das Internet geht nicht“. Aber darauf bin ich eingestellt.
    Eine Reihe von KollegInnen, die ich in der Firma supporten muss (im Alter zwischen 20 und 50), können entschieden weniger.
    Auch wenn er es nicht liest: Papa, ich bin stolz auf dich.

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    1. Ich muss leider auch so spätestens alle 2 Jahre meine Mechanische wechseln, weil einfach nach ein paar Millionen Tastenanschlägen die (MX Brown) Switches irgendwann durch sind.
      Ist leider aber eher eine „Berufskrankheit“.

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  16. Mein Vater benutzt den PC seit ich einen habe, hat aber irgendwann aufgehört zu fragen und traut sich nicht einfach mal zu probieren. Meine Mutter kennt das alles nur von iPhone und iPad und hat immer gefragt, egal wie „dumm“ die Frage ist. Mein Vater hat heute den gleichen Stand wie vor Jahren und bei Problemen ruft er an mit den Worten „Da war so ne Fehlermeldung, was ist da kaputt?“. Meine Mutter schaut heute in der Küche TV auf dem iPad und macht mir Screenshots von Fehlermeldungen damit ich helfen kann.

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  17. Vielen Dank für den Wired-Link!
    Ich hab Tränen gelacht, anscheinend saß der Autor lange Stunden als virtuelle Fliege an der Wand unserer familieninternen Whatsappgruppe.

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    1. Meine Mikrowelle hat eine Grillfunktion, eine Auftaufunktion, ausserdem kann man das zu erhitzende Produkt und die Grammzahl angeben und die Dauer wird automatisch eingestellt.
      Und was habe ich bisher genutzt?
      Tür auf und zu,ungefähre Zeiteinstellung und „Start“ ?.

      Oft ist weniger auch mehr

      LG Silke

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