Oma ohne Enkel

Am letzten Tag unseres Urlaubs gehen wir traditionell essen. Die ganze Familie inklusive Kinder natürlich. Das ist für uns alle schön, weil dann kann man vier unterschiedliche Sachen essen, man muss nicht nochmal einkaufen, kochen, putzen und irgendwie ist es ein schöner Abschluss, den wir alle sehr wertschätzen.

Das letzte Mal als wir das gemacht haben, waren wir in einem hübschen Restaurant mittlerer Preisklasse und es war etwas voll. Es gab dort eine ziemlich große Spielecke und weil in der Nähe der Spielecke ein Tisch frei war, haben wir uns dorthin gesetzt.

Die freundliche Bedienung hat uns die Getränke gebracht und gesagt, es würde etwas länger als gewöhnlich dauern bis das Essen komme, woraufhin die Kinder gefragt haben, ob sie aufstehen und in der Spielecke spielen dürften.

Haben wir natürlich erlaubt, aber es dauerte nicht lange, da waren sie so enthusiastisch ins Spiel versunken, dass ich mich rumgedreht habe und die Kinder gebeten habe, etwas leiser zu sein. Keine zehn Minuten später waren die Kinder wieder bei der selben Lautstärke angelangt. Ich stand also auf und bat nochmal um Ruhe, als eine ältere Frau, die direkt an der Spielecke saß, sich einmischt.

Natürlich dachte ich erstmal: „Möäh, jetzt meckert die bestimmt, dabei sieht sie doch dass…“

Aber das Gegenteil war der Fall. Die Frau lächelt mich an und sagt: „Was haben sie für tolle Kinder. Wie fröhlich und fantasievoll sie miteinander spielen. Dafür ist die Spielecke doch da. Ich finde das richtig schön. Zumal, wissen sie, ich bin ja ein bisschen altmodisch, meistens spielen die Kinder ja mit dem Handy im Restaurant. Da ist es doch so eine nette Abwechslung.“

Ich war total baff, setzte mich zu meinem Freund und stellte fest: Ich bin oft total angespannt, weil ich angst habe, dass die Kinder irgendwen stören. Egal wo. In der Bahn, im Restaurant, am Strand, im Park. Ständig halte ich die Kinder in Schach und achte darauf, dass sie sich so verhalten, dass sie nicht auffallen. Dabei sind sie wirklich meistens sehr brav und wissen auch, wo man wirklich leise ist (z.B. in der Kirche oder im Ruhebereich einer Therme).

Ständig versuche ich ihre Wahrnehmung zu schärfen: Ihr seid nicht alleine, das ist öffentlicher Raum, hier nimmt man Rücksicht aufeinander.

Wahrscheinlich bin ich da viel strenger als andere und unterm Strich ist das eigentlich saublöd. Wieso sollen meine Kinder in der Kinderspielecke eines Restaurants nicht laut lachen dürfen?

Die ausgelassene Seniorenrunde einen Tisch weiter, die schon ein paar Sektchen hatte, meckert auch niemand an. Den Typen, drei Tische vor uns, der mit dröhnender Stimme von seinem letzten Angelabenteuer erzählt auch nicht. Der Typ mit Sonnenbrille, der vermutlich auf finnisch, seit 15 Minuten telefoniert (zumindest hat er ein Headset auf) auch nicht.

Wie oft sich auch Leute neben uns setzen, wenn wir draußen sitzen und anfangen zu rauchen. Das ist offenbar völlig in Ordnung und ganz normal. Egal, ob im Café, im Freiluftkino oder im Restaurant.

Zumindest da sage ich was, wenn der Rauch Richtung Kinder zieht. Alles andere nehme ich in der Regel hin.

Warum ich das alles erzähle? Durch meine Timeline geht wieder die Diskussion um kinderfreie Zonen, weil auf Rügen ein Restaurant ab 17 Uhr keine Kinder unter 14 mehr erlaubt.

Alles kluge und richtige, was man dazu sagen kann, hat Rike Drust eigentlich schon gesagt und ich teile ihre Sicht der Dinge zu 100%:

„Die [Kinder] geben sich nämlich meistens Mühe und wissen, dass im Restaurant andere Regeln gelten als Zuhause. Sie sagen Danke und Bitte und essen meistens mit geschlossenem Mund und rennen nicht absichtlich Kellner*innen um. Manchmal benehmen sie sich auch nicht ganz so gut. Dann fällt eine Fanta um oder ein Kind muss aufstoßen und beide rufen „Schulz“ und müssen lachen. Ich meistens auch. […] Ich möchte in Restaurants gehen können, ohne dass Erwachsene die Augen rollen, wenn sie sehen, dass zwei Kinder dabei sind (passiert leider)…“

Sie stellt ganz richtig fest, dass kinderfreie Restaurants zu einer Spaltung führen und Grenzen schaffen, von denen man sich fragen muss: Was kommt nach den kinderfreien Restaurants? Vielleicht männerfreie Restaurants, wie Mareice Kaiser fordert, um deutlich zu machen, dass die Forderung nach kinderfreien Zonen nichts anderes als Diskriminierung darstellt. Statt der Verbote könnte man auch mal über Regeln des Miteinanders diskutieren oder das Ganze einfach mit Humor nehmen.

Ich glaube fest daran, dass ein Großteil der Eltern es schafft, Kindern klar zu machen, dass ein Restaurant nicht das Klettergerüst im Kindergarten ist. Und genauso hoffe ich auf kinderlose Menschen wie die alte Dame oben, die mit etwas Toleranz und Gütigkeit auf Kinder schauen können.

Jedenfalls gefällt mir eine Welt der gegenseitigen Rücksichtnahme viel besser als eine Welt mit irgendwelchen Zonen.


 

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Eure (Kaffee)spenden trage ich ausschließlich in Cafés, in denen es keine Zonen gibt.

219 Gedanken zu „Oma ohne Enkel“

  1. Ich kann leider nicht kochen, mein Partner genau so wenig…
    Darum sind wir irgendwie genötigt 3 bis 4 mal pro Woche auswärts Essen zu gehen. Wir verfügen daher über geballte „Restauranterfahrung“, sowohl im Inland als auch in vielen europäischen und außereuropäischen Ländern.
    Nun kommt’s: Die Anzahl der Fälle, in denen in einem Restaurant kleinere Kinder tatsächlich ungewollt gestört haben, durch Lärm, unkontrolliertes Bewegungsverhalten usw. OHNE dass die Eltern sofort dämpfend eingeschritten wären, ist extrem minimal. Tatsächlich sind uns nur zwei wirklich nervige Fälle in Erinnerung, einmal in München (vor Jahren) und einmal auf Sylt. Außerhalb Deutschlands werden Kinder ohnehin in keiner Form negativ wahrgenommen – im Gegenteil!
    Diese Erfahrung ist natürlich subjektiv, aber auf jeden Fall empirisch und repräsentativ. Vor diesem Hintergrund frage ich mich, ob dieser Wirt hier nicht ein Fass aufmacht, wo es eigentlich gar keins gibt und denke, er hat ganz andere sehr eigene Gründe, um Familien mit Kindern auszugrenzen.
    Übrigens, die Anzahl der Fälle, die uns begegnet sind, bei denen Erwachsene ohne Kinderbegleitung tatsächlich genervt haben (Gegröle, unkontrollierter Alkoholzuspruch, künstliche Dümmlichkeits- und Heiterkeitsausbrüche) ist um einen extremen Faktor höher, als die geschilderten Fälle mit überbordender kindlicher Lebensfreude.

  2. Einige Aspekte sollten nicht unerwähnt bleiben:

    Ersten: Dem Betreiber der Oma geht es, wie ich höre, überhaupt nicht um störende Kinder, oder Kinderlärm, sondern einzig und allein darum, das ein erwachsener Gast einfach mehr Umsatz macht als ein Kind, so das er mit seiner „Philosophie“ schlicht und einfach die abendliche Sitzplatz/Umsatz-Quote optimieren will.

    Zweitens: Pauschale Diskriminierung von wehrlosen Minderheiten, wie z.B. Kinder unter 14 Jahren sollte generell verpönt und geachtet werden, zumal sie rechtlich gegen das Gleichbehandlungsgesetzt und das Diskriminierungsverbot verstoßen. Mit Hausrecht haben solche Gesetzesverstöße nichts zu tun.

    Drittens: Der Betreiber scheint ein etwas merkwürdiger Zeitgenosse zu sein. In seinen eigenen Kommentaren beleidigt und verhöhnt er Gäste, ein absolutes No Go wie ich finde. Dazu kommt, das er offenbar mit gefaketen Rezensionen versucht sei Rating aufzuhübschen. Fotos von angeblichen Rezensenten sind unmittelbar mit der Homepage des Lokales verlinkt, Kernwörter und -sätze wiederholen sich auffallend häufig in positiven Kommentaren.

    Viertens: Der Betreiber ist sehr inkonsequent. Müffelnde, kläffende und mit Flöhen und anderen Parasiten besetzte Hunde werden als gern gesehene Gäste willkommen geheißen, sofern Herrchen und Frauchen gute Umsätze generieren. Hygiene spielt in dem Lokal offenbar keinerlei Rolle. Penetrant und rücksichtslos lärmende Erwachsene werden zwar von den anderen Gästen aber nicht vom Betreiber als störend empfunden; Hauptsache die Zeche stimmt!

    Jeder muss selbst entscheiden, inwieweit er die Egomanik des Betreibers finanzieren möchte.

  3. Mir geht es ähnlich, ich bin immer bedacht Rücksicht zu nehmen und mein Kind zu ermahnen, gleichzeitig finde ich es das Natürlichste auf der Welt mein Kind immer mitzunehmen und bin sehr erstaunt über diese Verbote in Hotels oder Restaurants. Wir alle waren mal Kinder…

  4. D’accord! Dann aber auch keine Räume nur für Frauen (Fitness-Studios, Ladiesnight in der Sauna etc.) oder nur für Männer (Barber, türkischer Kulturverein etc.). Und auch keine „Save spaces“ für akademische Schneeflöckchen.

    Aber vielleicht ist doch nicht sooooo schlecht, wenn es hier und da eine kleine Nische gibt. Wer nach 25 Jahren gemeinsamer Kinderaufzucht vielleicht mal wieder etwas gemeinsame Zeit als (Liebes-) paar erleben möchte, ist eventuell ganz dankbar, wenn ausnahmsweise mal keine Kinder da sind.
    Ich finde es viel problematischer, dass es für Kinder nahezu keinen öffentlichen Raum mehr in den Städten gibt, da der Löwenanteil vom motorisierten Individualverkehr vereinnahmt wird.

  5. Die Ursache ist doch diese individualisierte Gesellschaft. Solange wir aufgrund so vieler Faktoren kein Zusammenleben von alt und jung mehr haben, solange wird sich jeder in seiner Nische aufhalten, kaum über den Tellerrand hinausschauen oder gar offen für anderes sein. DAS scheinen wir aber in unserer Gesellschaft zu wünschen und immer weiter auszuprägen. Ich versuche meinen Jungs ein respektvolles Miteinander beizubringen und hoffe einfach, dass sie das auch weitertragen.

  6. Hmm ich hab da nicht so eine klare Meinung. Heißt, ich kann einfach auch Leute verstehen, die gern mal ohne Kinder um sich und in Ruhe essen gehen möchten. Zum Beispiel eine (Lehrer-)Kollegin von mir. Sie fährt in ein Hotel mit Wellnessbereich, in dem keine Kinder erlaubt sind. Ich kann das gut verstehen, nach dem anstrengenden Job mal keine Kinder um sich haben zu wollen. Frau hat dann ihren Beitrag zur Erziehung der Kinder von anderen mehr als geleistet. So lange es genug Möglichkeiten für Familien gibt, ist es doch okay. Ob das nun Diskriminierung ist?!

  7. Anscheinend ist das nicht bei allen Eltern so, dass sie – zumindest theoretisch – ihre Kinder zur Rücksicht erziehen. Die Restaurants, in denen Kinder als Gäste nicht mehr gerne gesehen werden, nehmen offensichtlich zu.
    Verstehen kann ich es schon. Es gibt nichts schlimmeres, als die schlecht erzogenen Kinder anderer Leute. Und es gibt nichts schöneres, als Kinder, die spielen.
    LG Sabienes

    1. Ich korrigiere:
      „Es gibt nichts schlimmeres, als die schlecht erzogenen Kinder anderer Leute.“
      =>
      „Es gibt nichts schlimmeres als die schlecht erzogenen Eltern anderer Kinder“

      Das Kind kann wenig dafür wie es erzogen wird. Der grenzenlose Egoismus und die bis zum Exzess getriebene Individualisierung Schaden unserem Zusammenleben.(Stichwort Rücksicht) Das wird in alle. Bereichen des Lebens immer schlimmer.

  8. Also, ohne jetzt tiefgruendig darueber nachzudenken bin ich mal irgendwie sprachlos…sowas waere hier in Portugal absolut undenkbar…Wir nehmen unsere Kinder ueberall hin und das klappt auch alles ganz gut…

  9. Kinder dürfen nur noch in Kinderbereichen Kinder seon. Nur auf Spielplätzen spielen. Nur im Kinderkanal was gucken… Inklusion für Kinder in unserer alternden Gesellschaft?

      1. Nö, dann lernen weder die Erwachsenen, dass Kinder nicht immer perfekt und mucksmäuschenstill sind und Kinder lernen nicht, dass man auf andere Menschen Rücksicht nehmen muss. Die, die hier gefordert sind, sind die Eltern, welche dafür sorgen mögen, dass der Nachwuchs nicht auf Sitzen rumspringt, herumkreischt oder andere Fahrgäste belästigt (vollquatschen, …).

        Ich (keine Kinder, bewusst gewählt) hab‘ nix gegen Kinder und bin entschieden gegen „kinderfreie“ Bereiche solange sie nicht gezielt Kinder schützen (FSK 18 Inhalte usw.).

  10. Ich finde es gut. Auch auf die Gefahr hin zerfleischt zu werden.

    Ich komme aus der Gastronomie und es ist heut zu Tage so das einige Eltern sobald sie im Restaurant sind scheinbar vergessen das sie die Erziehungsberechtigten sind. Die Kinder rennen im Weg rum, liegen auf dem Boden und auf Treppen, spielen fangen und verstecken. Wie oft gab es in der Vergangenheit schon Zusammenstöße. Bei einer Brause okay aber bei heißen essen für beide kein Spaß. Und anstatt das die Eltern was dagegen tun wird erwartet das man als Kellner was sagt. Dies passiert täglich und nicht ab in zu. Als Gast im Restaurant ist das spielgeräusch mir völlig egal. Wenn es eine Kinder Ecke gibt super. Kinder sind Kinder und sollen spielen. Aber warum muss ich den Kinder ein Restaurant antun wo es keine spielecke gibt. Wo die Gäste einen schönen ruhigen Abend haben wollen und vielleicht weil es ein besonderer Tag ist auch mal mehr Geld ausgeben? Ich hätte als Kind auch kein Bock rumzusitzen und genauso wenig als Eltern für Ruhe zu sorgen weil man das gefühlt hat andere zu stören. Es ist eine Situation in der jeder nur verlieren kann. Warum kann es nicht beides okay sein. Restaurants wo Kinder nicht nur erwünscht sind sondern auch Kinder sein dürfen und Restaurant wo man Einfach mal wieder ein Paar sein darf und nicht Eltern. Es gibt doch immer für jede Bedürfnisse etwas.

    Von Hotels will ich gar nicht anfangen denn auch da bin ich gerne mal ohne Kinder die in einem Pool direkt neben einem die arschbombe machen müssen.

    Ich will halt einfach mal was ohne Kinder machen. Bin halt ein schlechter Mensch scheinbar

    1. Ich bin auch von Eltern genervt, die ihren Kindern nicht vermitteln, dass es im Restaurant anders ist als zu Hause. Die gibt es natürlich. Aber ob man deswegen alle Eltern/Kinder pauschal verurteilen und ausschließen muss, ist die andere Frage.

      Ich war schon oft in Restaurants, in der Therme, in der Kirche, beim Yoga etc. und überall waren Kinder dabei. Zum allergrößten Teil hat das gut geklappt und es sind wirklich abzählbar wenig Einzelfälle, wo es gar nicht ging. Ich finde, diese Schilderungen, dass immer alle Eltern nichts sagen, sind stark übertrieben und werden benutzt, um Familien auszuschließen.

  11. Ich habe mal überlegt, wie oft ich in den letzten zehn Jahren im Restaurant nicht mehr tolerierbar störende Kinder erlebt habe. Mit Mühe sind mir zwei Kinder bei einem Abendessen eingefallen, die außer Rand und Band waren.

  12. Warum sind alle sauer auf den Wirt und nicht die Eltern, die ihn zu dieser Maßnahme brachten. Die haben vollkommen Recht mit der „gegenseitigen Rücksichtnahme“. Leider haben andere Eltern da andere Grenzen wo Rücksichtnahme anfangen sollte.

    1. Das sind in der Regel Einzelfälle (die hier per Hausverbot geregelt hätten werden können), die als Vorwand zum Ausschluss aller Familien benutzt werden.

  13. Was ist mit Clubs, deren Türsteher entscheiden, wer reinkommt? Was ist mit der Sauna, die nur Frauen hineinlässt?
    Ich finde die Aufregung einfach sehr künstlich. In einer individualisierten Gesellschaft wird es eben immer mehr Nischenangebote geben.

  14. Mir kommt deine Beschreibung, wie du deine Kinder in der Öffentlichkeit regulierst, sehr bekannt vor. Ich hatte das gerade am Gemeinschaftspool im Ferienhaus-Dörfchen. Egal, wie die anderen Kinder getobt und gelacht haben, meins kam mir immer am lautesten vor.

  15. Du zitierst den Satz „Ich möchte in Restaurants gehen können, ohne dass Erwachsene die Augen rollen, wenn sie sehen, dass zwei Kinder dabei sind“. Na bitte, dann ist doch alles geregelt: Du gehst nicht in das Restaurant mit der Kinderfrei-Regelung und ich nicht in das mit der Spielecke, und allen ist gedient.

    1. Ja und dann stört es irgendwann jemanden, dass irgendwo Männer sind, dann machen wir noch ein männerfrei Café. Toll. Und dann stören ja auch diese Blonden. Dann eben ein blondenfrei Lokal. Und dann hmmm wer könnte denn noch stören, dem man dann den Eintritt zu irgendwas verweigert?

      1. Wenn sich der jeweilige Inhaber mit seinem Ausschlußkonzept am Markt halten kann, besteht offensichtlich Bedarf. Und da er auch das Hausrecht hat, wird man es ihm nicht verbieten können.
        Es steht Dir ja selbstverständlich frei, sowas zu boykottieren, so wie ich zwangsläufig ein männerfreies Lokal boykottieren würde und natürlich auch diverse andere, deren Ausschlußkonzepte mir nicht passen würden, auch wenn ich nicht betroffen wäre.
        Und natürlich könnt Ihr auch alle das große Diskriminierungsfaß aufmachen. Die freie Meinungsäußerung ist ja genauso vom Gesetz gedeckt wie das Hausrecht. Nur zu.

        1. Ja, das Diskrimierungfass möchte ich sehr gerne aufmachen.

          (Und wohin Argumente wie „Der Markt regelt das“ hinführen, sieht man z.B. aktuell am Wohnungsmarkt…).

      2. Menschen mit Behinderung. Sehr häufig erlebt im beruflichen Alltag bei Café- und Restaurantbesuchen. Irgendjemand stört sich immer – am Sabbern, am Lautieren, an einer Spastik, an größeren Rollis… Da gibt es dann Cafébetreiber, die – bei völlig leeren Plätzen – alles vorreserviert haben, gleich schließen, kein Eis mehr haben etc.

        Allerdings gab es auch den Inhaber, der Gäste des Hauses verwiesen hat, weil sie sich lautstark beschwerten. Und es gab Gäste, die heimlich, still und leise unsere Rechnung bezahlt haben, um ihr Wohlwollen kundzutun.

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