Prächtige Zukunft voraus

Kurt von Hammerstein-Equord hat es schon vor über 120 Jahren gewußt. Menschen kann man in dumm und klug, sowie fleißig und faul einteilen. Bezogen auf Führungsaufgaben lässt sich seine Theorie wie folgt zusammen fassen:

„Es gibt kluge, fleißige, dumme und faule Offiziere. Meist treffen zwei Eigenschaften zusammen. Die einen sind klug und fleißig, die müssen in den Generalstab. Die nächsten sind dumm und faul; sie machen in jeder Armee 90% aus und sind für Routineaufgaben geeignet. Wer klug ist und gleichzeitig faul, qualifiziert sich für die höchsten Führungsaufgaben, denn er bringt die geistige Klarheit und die Nervenstärke für schwere Entscheidungen mit. Hüten muss man sich vor dem, der gleichzeitig dumm und fleißig ist; dem darf man keine Verantwortung übertragen, denn er wird immer nur Unheil anrichten.“

Ich gebe das mal zu bedenken, für den unwahrscheinlichen Fall, dass es Eltern gibt, die jeden Abend die deutlich über 6jährigen dazu auffordern müssen, komplizierte Pflichten wie das Zähneputzen zu erfüllen und sich grämen, dass sie das Abend für Abend tun ohne dass sich das Verhalten nennenswert verbessert. Manche mögen sogar verärgert sein, wenn das widerspenstige Kind nicht nur NICHT die Zähne reinigt sondern sich sogar tatsächlich aufrafft, ins Bad geht und das Zähneputzen hinter verschlossener Tür geräuschlich imitiert.

Vorausgesetzt das Kind ist klug (wie es ja alle eigenen Kinder im höchsten Maße sind), heißt das nämlich nur eines: Das Kind kommt ohne Umweg in die Vorstandsetage und wird mit Hilfe des utopisch hohen Gehalts für den bequemen und sorgenfreien Altersruhestand der Eltern sorgen. Vorausgesetzt sie geben das allabendliche Zetern auf.

3 Gedanken zu „Prächtige Zukunft voraus“

  1. ich habe als kind immerhin die zahnbürste naß gemacht und wieder ins glas gestellt sowie einen fitzel zahncreme in den mund genommen. für den frischen atem ^^. [aus mangel an eigenen kindern eigene kindergeschichten.]

  2. „made my day..ähäm..evening“ also dann gibt es ja tatsächlich Hoffnung, ein Genie, jawoll. Mama wusste es ja immer. Wie kommt dieser Absatz aus des Herren von Hammerstein-Equord bloß rein zufällig ins Muttiheft vom Erstkind um auch die Lehrerin endlich auf Spur zu bringen? Irgendwelche Tipps? AnJo

  3. Meine Kleine ist drei, und noch immer putze ich ihr die Zähne. Das heißt, ich mache die niederen Routinetätikeiten. Und das wiederum bedeutet… Ich will gar nicht weiter darüber nachdenken!

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