Rabenerwachsene seid ihr! Der Oliver Zahn soll Euch holen!

Mit Kindern ist es ein bisschen so, als würde man für immer und ewig studieren. Das betrifft sowohl das Dinge neu hinzulernen als auch das Gefühl, das man bei der Prüfungsvorbereitung hat.
Man beginnt Physiologie zu lernen und findet es schrecklich, weil man vor lateinischen Begriffen kaum was versteht und denkt sich, ach wie schön wird es werden, wenn ich für Philiosophie lerne. Wenn man dann anfängt, die Philosophieprüfung vorzubereiten, stellt man fest, dass Physiologie doch das kleinere Übel war.
Wie gesagt, mit Kindern ist das ganz genauso. Wenn sie z.B. Babys sind und sie immerzu undifferenziert schreien, um auf Missstände aufmerksam zu machen, denkt man, wenn sie erst reden können, wird alles viel einfacher. Wenn sie dann reden können, denken sie gar nicht daran sich entsprechend elaboriert zu äußern, schmeißen sich bei Konflikten aller Art zu Boden und brüllen was das Zeug hält.
Alle Leute starren und viele geben gute Ratschläge, die meistens darauf hinaus laufen, dass man ein Kind unmöglich krakeelend auf dem Gehweg liegen und trampeln lassen kann.
Dann kommt der Tag an dem das Kind sich nicht mehr hinwirft, sondern einfach fort läuft und man Mühe hat, es gerade noch rechtzeitig am Arm zu erwischen. Spätestens da sehnt man die Zeiten herbei in denen Konfliktlösung einfach bedeutete, dass man schweigend am Wegesrand sitzt und in den blauen Himmel starrt.
Wenn das Kind zum Weglaufen zusätzlich recht wortgewandt Dinge herum schreit, ja da weiß man, es war so schön, als es einfach als Baby geweint hat ohne dass man verstand, was genau sie von einem halten.

3 Gedanken zu „Rabenerwachsene seid ihr! Der Oliver Zahn soll Euch holen!“

  1. Das Kind hat einfach nur etwas falsches gesagt, nicht? So in der Art von
    „Stiefmama – kann ich mir heute abend die Schwalbe leihen?“
    Und die Hoffnung, dass das Kind die Schwalbe einmal – nur ein einziges mal! – aufgetankt zurückgibt, hat Frau Nuf längst aufgegeben…

    „Danke, Stiefmama!“ – rrrrr-rrrrr-eng-deng-deng, quietschende Reifen, blauer Rauch steigt bis zum Balkon empor, aber immerhin bis in die Morgenstunden keine dröhnenden Hip-Hop-Klänge aus dem Kinderzimmer.

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