Nicht ODER! NICHT ODER! UND! UND!

Eigentlich sagt der Arzt ja, ich soll mich nicht aufregen. Ich muss mich aber aufregen.
Gestern war ich nämlich einkaufen. Bzw. ich habe versucht einkaufen zu gehen. Ich weiß nicht wie, aber meine Kinder sind seit dem letzten Herbst so gewachsen, dass ich so ziemlich alles neu kaufen muss. Also gehe ich in ein Bekleidungsgeschäft. Auf meiner Liste stehen Kniestrümpfe, Jeans und Longsleeves.

Im ersten Laden: Geschlechtertrennung
Links: Rosa und Glitzer, rechts: Schwarz und Superheldenapplikationen.
Ich gehe in den zweiten Laden: Geschlechtertrennung
Ich gehe in den dritten Laden (Sie ahnen es): Geschlechtertrennung
Es ist quasi unmöglich Kniestrümpfe, Jeans und Longsleeves ohne (vermeintlich) geschlechtsspezifische Applikationen zu bekommen. Was ich eigentlich möchte sind unifarbene Kleidungsstücke in gelb, orange, rot, grün, türkis, blau ABER SOWAS GIBT ES NICHT. Selbst wenn der seltene Fall von einfarbig ohne doofen Aufnäher auftritt, dann sind da Puffärmelchen, Rüschen, Schleifchen oder sonst irgendein Kack dran genäht.

Und das sind nicht die einzigen Probleme.
Was mich auch sehr nervt, ist dass es kaum KINDERKLEIDUNG gibt. 80% der Kollektionen ahmen die Mode der Erwachsenen nach. Alles in gedeckten Tönen, unpraktische Schnitte, unbequem (warum es insgesamt so wenig schöne UND bequeme Kleidung für Erwachsene gibt, das ist mir übrigens auch rätselhaft). Jedenfalls stelle ich mir Kindermode anders vor. Praktisch, robust, ohne schwierige Knöpfe und komische Reißverschlüsse, so dass die Kinder sich selbst gut anziehen können und v.a. mit ausreichend Bewegungsfreiheit und nicht alles (v.a. für Mädchen) hauteng.
Ab Größe 134 sogar „sexy“. Was soll das? Das sind maximal 8jährige Mädchen.

Es ist wirklich eine Zumutung.
Dieser Genderzwang der Industrie hat so unfassbare Ausmaße angenommen, das ist bescheuert.
Normalerweise zieht das offenbar an mir vorbei, weil ich nie freiwillig „shoppen“ gehe und/oder 80% der Kleidungsstücke am Flohmarkt erwerbe.

Verdrängung macht mein Leben schön!
Wirklich. Ich gehe diesem Dreck einfach aus dem Weg sonst. Diesem ganzen Rosa-Hellblau-Scheiss. Ich werde sonst aggressiv, ehrlich.

Ich will an dieser Stelle nochmal Werbung (will ich wirklich von Herzen) für die „Die Rosa-Hellblau-Falle„* machen:

„Wir wollen unseren Kindern nicht zwei Alternativen bieten, sondern tausend.“ (S.11)
„Die Rollenklischees der Kinderwelt infrage zu stellen, ist kein Nischenthema für überambitionierte Eltern, sondern Voraussetzung für ein gleichwertiges Miteinander aller.“ (S.13)

Und das eben in allen Lebensbereichen. Auch der Kleidung, die ich jetzt mal exemplarisch rausgenommen habe. Ich habe mit meinen Kindern darüber gesprochen und wir haben eine Idee entwickelt, die das Problem löst und mit der man garantiert reich wird: Ein Laden für Kinderkleidung für Mädchen UND Jungen.
Abgefahren oder?
Man kommt da rein und es ist nicht alles nach Geschlecht sondern nach Art der Kleidung geordnet. Hosen, Oberteile, Strümpfe. Völlig verrückt!!! In allen Farben des Regenbogens und in Unisexschnitten. Robust, bequem, leicht anzuziehen, einfarbig.
Und jetzt kommt der Knüller (erfunden von Kind 3.0, das sehr unglücklich darüber ist, dass Accessoires dem weiblichen Geschlecht vorbehalten sind): es gibt zu den Kleidungsstücken optional Bügelbilder. Die Motive sind mit und ohne Glitzer erhältlich und umspannen Tiere (Pferde, Katzen, Hunde, Kraken, Fische – Zitat „Was Jungs und Mädchen eben toll finden“) und Symbole wie Wolken, Regenbogen, Blitze und Bäume.
Man kann sich dann z.B. entscheiden, ob man eine einfarbige Hose mit oder ohne Bügelbild kaufen möchte.
Kind 3.0 hätte gerne eine rote Hose mit glitzerndem gelben Blitz. Kind 2.0 eine blaue Hose mit Krake.

Und dann machen wir das ähnlich wie IKEA mit dem lebenslangen Rückgaberecht (hat ja jemand Schlaues durchgerechnet, funktioniert dann wohl): Wenn die Kleidung noch gut erhalten ist, kann man sie zurück geben und bekommt 1/3 des Neupreises zurück. Die gebrauchte Kleidung wird dann ebenfalls im Laden in der Sektion Second Hand verkauft.

Ist das nicht schön?
So ist für jeden Geldbeutel was dabei und die Kleidungsstücke können – wenn nicht zurück gebracht – an Geschwisterkinder weitervererbt werden. Weil da sind keine Puffärmel oder Rüschen dran, nä!
Und das Tolle für mich als Inhaberin des Ladens: Es gibt keine Konkurrenz. Alle, die diesen Rosa-Hellblau-Prinzessinnen-Fußballer-Dreck satt haben, kaufen bei mir ein! Und es wird Jungen geben, die pinkfarbene Sweatshirts tragen können, auf denen Pferde drauf sind. Weil es ihnen gefällt!


*Ein ausführlicher Artikel zum Buch folgt

Autor: dasnuf

Aha! Google doch "dasnuf" Muhahahahaha!

230 Gedanken zu „Nicht ODER! NICHT ODER! UND! UND!“

  1. Ein wirklich inspirierender Beitrag! Bitte diesen Laden auch wirklich eröffnen, erfolgreich machen und in ganz Deutschland etablieren, damit dann meine Generation (30+), die sich jetzt gerade ihre Kinder zu zeugen wagt, in spätestens fünf Jahren davon auch profitieren kann. Wobei ich sagen muss, dass es solche „Unisachen“ glaube ich schon gibt, nur – wie auch einige Vorposter schon angemerkt haben – dass es meist nicht sehr günstig wird. Ein Beispiel würdest du hier finden (Socken aus Bambus, auf sowas muss man auch erstmal kommen), oder bei Herstellern wie „blackandwhitesocks“ (die anfangs tatsächlich nur schwarze und weiße Socken verkauft haben wollen) – da findet man hohe Qualität bei wirklich aufs Nötigste reduziertem Design, aber eben auch entsprechende Preise: Das wäre übrigens ein Problem, dem auch Du als Ladenbesitzerin früher oder später gegenüberstehen würdest: Wie verbinde ich die hohe Qualität der Kleidung und faire Herstellungskonditionen mit Preisen, die sich ‚ganz normale‘ Eltern leisten können? Ob es wohl zusammengehen würde …?

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  2. Ehe ihr selbst zur Nähmaschine greift: In Berlin gibt es am Ku-Damm seit kurzem eine Uniqlo-Filiale (japanische Variante von H&M). Wie der Name schon suggeriert, gibt es da alles in Uni – auch Kinderklamotten. Die Auswahl ist nicht groß, aber sowas wie Longsleeves und T-Shirts in gedeckten oder neutralen Farben kriegt man da ganz gut!

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  3. Danke, danke, danke für diesen Text! Er spricht mir soooo aus der Seele! Ich habe für meinen Sohn bislang auch fast alles selbstgemacht oder second hand gekauft – aber auch da ist man ja nicht vor dem Gegendere gefeit. Heute habe ich gerade spontan zu einem echt niedlichen gelben Longsleeve mit Hasen-Applikation gegriffen – und erst zuhause gemerkt, dass es Puffärmelchen hat. Sieht zwar sehr niedlich aus – aber genderneutral geht anders. In dem Fall ist es mir egal, trägt mein 4monatiger Sohn halt Puffärmel, who cares, aber schöner fände ich es in der Tat, wenn deine Utopie wahr würde und man auf so gegenderte Schnickschnack-Details gar nicht achten müsste.

    Liebe Grüße,
    M.

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  4. Ich hatte mal ein Praktikum bei Thalia und immer, wenn mich jemand nach Büchern für Kinder gesucht habe, hab ich ganz bewusst nicht gefragt, ob es ein Junge oder ein Mädchen ist, sondern, wofür sich denn das Kind interessieren würde, was es mag etc…

    Und siehe da, es klappte sehr gut, auch ohne wieder zu unterteilen.

    Bei Büchern wird nämlich auch ganz fleißig geteilt…

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  5. Ich habe mir mal ein paar Gedanken zu so einem Laden gemacht, wer Interesse hat, möge Lesen… Leider habe ich bei der Recherche für das Ladenkonzept eine pinke Strumpfhose für meine Tochter gekauft.

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  6. ich habe es ja geschafft, ein kind in 5 1/2 jahren in kein einziges kleidungsstück mit aufdruck zu stecken. doch ich gebe zu, es war ein schmerzhafter prozess. ganz klein habe ich viel petit boot gekauft, da gab es alles in ringel, das fand ich eine gute alternative. als das kind dann begann, in der woche 1 größe dazuzuwachsen, war ich kurz ratlos und fand das alles unangemessen teuer und habe dann, ja, ich gebe es zu, einen nähkurs gemacht, und seitdem nähe ich alles obenrum plus schlafanzüge selbst. und ja: es ist möglich, mutter, berufstätig und bloggerin zu sein und dem kind seine anziehsachen zu nähen, ohne die ganze welt in echtzeit an der entstehung jedes einzelnen pullis teilhaben zu lassen. aber das nur so am rande.

    selber nähen ist nicht billiger als h&m oder c&a, aber ich habe volle kontrolle über farbe, muster, qualität und vor allem schnitt, da mein kind einen eher idiosynkratischen körperbau hat, er besteht sozusagen zu 80% aus dünnem oberkörper. und er trägt mit 5 134, das nächste problem, denn da ist es ja fast einfacher, ihm einen anzug zu kaufen als einen hübschen, schlichten pulli, in dem man einen fünfjährigen auch sehen wollen würde.

    ein drama. wie so oft: wenn man’s nicht selbst macht, ist es nix. andererseits wäre mir aber auch sehr damit geholfen, wenn ich nicht neben vollzeitstelle und familie auch noch kleidungsproduktion zeitlich unterbringen müsste. aber das scheint nicht gut möglich.

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  7. Gerade überrascht festegestellt: Zalando (ein Laden den ich sonst nicht mag) hat prinzipiell erstmal die Kategorie „Kinder“. Sämtliche Sortierungen (Marke, Farbe, Preisklasse) etc. sind auswählbar, ohne dass eine m/w-Entscheidung nötig ist. Es gibt auch einen Button für Geschlechtersortierung, aber der Shop funktioniert auch ohne den einwandfrei.

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  8. Mir fällt dieses extreme Gendering vor allem bei Ladenketten aus dem Billig-Segment auf. Zum Beispiel bei Ernstings Family oder C&A. Da gibts dann wirklich links sexy, eng, glitzerig und pink und rechts cool, bequem, gedeckte Farben und Superhelden. Allerdings mag ich die Läden ohnehin nicht und würde dort – aus verschiedenen Gründen – auch keine neutralen Klamotten kaufen wollen.

    Bei anderen Läden, viele wurden hier schon erwähnt (z.B. Jako-O, Finkid, American Apparel, Mini Boden) gibt es qualitativ gute, knallbunte Kinderkleidung. Auch dort findet man stereotype Jungs- und Mädchensachen, aber halt nicht nur. Habe gerade bei Mini Boden eine Jeans für meine Tochter bestellt und hätte die in grün, türkis, lila, grau, rot oder blau haben können.

    Nun sind die Sachen teurer – ja. Dafür bekomme ich aber auch eine bessere Qualität. Und die Sale-Preise unterscheiden sich gar nicht mal so großartig von dem, was man bei H&M bezahlt. Abgelegte Sachen verkaufe ich weiter. Insbesondere Finkid & Mini Boden gehen bei Ebay so gut, dass ich bei Sale-Sachen oft den Neupreis wieder rausbekomme.

    Da ich nicht viel verdiene und alleinerziehend bin, kann ich dort auch nicht mit jedem Größenwechsel den kompletten Kleiderschrank meiner Tochter füllen. Ich schaue dann, was ich auf dem Flohmarkt bekomme und was noch fehlt bestelle ich in guter Qualität bei oben genannten Firmen und verkaufe es danach weiter. Damit fahre ich sehr gut.

    Die Crux: Meine Tochter fängt gerade an, selber zu entscheiden, was sie tragen mag. Bislang konnte ich sie wunderbar in Gepunktetes, Gestreiftes und Uni-Farbenes in schönen neutralen Farben stecken. Jetzt möchte sie Fußballtrikots, Fußballschuhe, Batman-Shirts, Glitzer, Rüschen, Punkte, Topmodel-Aufdrucke. Also ganz egal ob aus der Jungs- oder Mädchen-Abteilung. Hauptsache COOL und bloß nicht praktisch, neutral und bequem :)

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  9. Ich kaufe viel bei skandinavischen (oder pseudoskandinavischen) Anbietern. Wir mögen zB Smafolk (http://www.smafolk.dk/home/) oder Petit Louie und natürlich finkid, die sehr tolle Sachen haben, die zwar dutzendfach in der Kitagarderobe hängen, aber die Kinder stört’s nicht. Unkomplizierte, hübsche und geschlechtsunabhängige Kleidung in bunten Farben.

    (Ich muss allerdings gestehen, dass ich nicht immer der Versuchung widerstehe, F. in Hemd mit V-Ausschnittpullover oder Rugbyshirts zu Jeans oder Chinos als Miniversion seines Vaters zu verkleiden.)

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  10. Was für ein Quatsch. Über die Damen- und Herrenabteilung beschwert sich auch niemand. Und wenn ich als Frau Sachen tragen möchte, die nicht figurbetont bzw. auf Taille geschnitten sind, dann kann man auch gut in der Männerabteilung einkaufen. So weiß man wenigstens, wo man was findet und muss nicht den ganzen Laden nach was weiterem durchforsten. Und wenn die Klamotten der Tochter zu eng sitzen, dann vielleicht einfach eine oder zwei Nummern größer kaufen?! Meine Güte… man kann auch aus allem ein „Problem“ machen.

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  11. Hallo Leute! Jetzt habe ich bei http://www.uptown-baby.de für meine Tochter bestellt. Direkt geliefert und meine Tochter liebt ihr neues Sweat-Shirt. Ich war mir etwas unsicher, ob es passen würde. Also Telefon in die Hand genommen und dort angerufen. Hilfe kam sofort. Es werden auch neue Sachen für den Winter erwartet. Meine Bestellung ist schon sicher.
    Und das beste ist, dass das Sweat-Shirt auch für Jungs perfekt passt.
    Ein Volltreffer. Coole Kindermode. Garantiert ohne Rosa und Glitzer!!!
    Kann nur empfehlen!
    http://uptown-baby.de/

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  12. Pingback: Bemerkenswert
  13. Tolle Idee!

    Ich habe zwar keine eigenen Kinder – aber ein Patenkind. Und kann mich noch sehr genau an meine verzweifelte Suche nach einem Uni-T-Shirt erinnern, dass so ganz ohne Extras daherkommt, weil wir es zum Bemalen nutzen wollten …

    Viele Grüße aus Berlin,
    Anja

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  14. P.S. Den Laden fänd ich superkalifragilistisch! Bitte einen Ableger für Süddeuschland einplanen- dann kaufe ich auch wieder außerhalb des Netzes :)

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  15. Das ist ein Grund warum ich vieles selber nähe und nurnoch im Internet kaufe.

    Die Jungs sind da nicht so – die mögen auch Superhelden- alledings nicht unbedingt die Mercandisinghelden, sondern mehr so lillestoff und co.. Zummindest Kind 1 der ist aber auch ein sehr fantasiebegabtes Kerlchen und träumt sich gern durch ferne Welten. Kind 2 mag lieber Tiere und neutralere Motive/Farben.
    Kind 3 mag auch Rosa- allerdings nicht nur und ausschließlich, marineblau und rot liebt sie genauso- und sie hat es gerne bequem.
    Nadem ich 6 jahre neutrale, schöne (!) Sachen für meine Jungs gesucht habe scheint das Beutscheschema für Rosa-Glitzer-Fee an mir verloren zu sein. Ich nehme das nicht als „kaufbar“ war, höchstens als Witz.

    Wer bitte kauft rosa Tütüs in Größe 62-92?

    Wie sie liebes Nuf schon erwähnten: Verdrängung mach das Leben schön!
    In diesem Sinne sonnige Grüße :)

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  16. Super, dass du dich dem Thema annimmst! Es brennt mir auch schon lang unter den Nägeln. Vergangenes Wochenende auf der Bergtour zum Beispiel traf ich dieses nette, blonde Mädchen, ca. 9 Jahre alt. Das Outfit: Rosa von den Trekkingschuhen bis zur Haarspange. Igitt!
    Beim Kindergeburtstag meines Sohnes wünschte er sich das Motto „Märchen“. Folglich erschienen alle Mädchen in rosafarbigen Polyester-Prinzessinnen-Alptraumkleider. Bis auf die eine, deren Prinzessinnen-Alptraumkleid hellblau war.

    Für den Herbst kaufte ich meinem Sohn eine grüne Softshelljacke. Was ich nicht bedacht hatte: Das Futter der Jacke war in dunklem Lila gehalten. Darauf der Sohn: „Mama, die Jacke ist voll schön, aber in der Schule (1. Klasse) kann ich die nicht anziehen, sonst sagen wieder welche, lila sei eine Mädchenfarbe“. Also führen wir zum 100. Mal die Diskussion, das es schade ist, wenn andere Menschen ihre Welt durch Scheuklappen beschränken, wir uns unsere Welt aber so bunt gestalten dürfen, wie wir wollen. Der Sohn geht daraufhin erhobenenen Hauptes in die Schule und erklärt wieder einmal, es gäbe keine Mädchen- oder Jungsfarben. Auch wenn die Kinderkleidermafia ihm und allen anderen Kindern das Gegenteil eintrichtern will.

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  17. Ach fantastisch!! Hier kommt das Kind erst demnächst, aber nachdem ich kürzlich erschüttert feststellte, dass streckenweise schon SCHNULLER gendergespalten designt sind, kriege ich eine Ahnung, in welchem Maß man mit dem Quatsch konfrontiert ist… Das ist eine ernsthaft gute Idee, die schleunigste Umsetzung verdient, und es kann kaum genügend Rants zum Thema geben, solang sich das so weiter entwickelt (vgl. Überraschungseier für Mädchen).

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  18. Jaha…also ich muss sagen, die Tochter liebt Röcke, Kleider etc. Aber die können doch auch einfach sortiert liegen neben Hose, Shirt, Pulli und Co! Es nervt unsäglich, dass man für alles in die nächste Abteilung muss, die sind Sachen x sind ja nur für Buben, y nur für Mädchen etc. Mühsam und unverständlich.
    Dennoch gebe ich zu, dass ich doch eher Unverständnis ernte, da ich auch dem Buben gern pink und leo anzieh – ich finde es oft umgekehrt sehr stark gegendert, dass für Jungs eben echt nur Streber dunkelblau oder proll Cars vorgesehen ist. Beim mädel wird weniger was gesagt, wenn sie Unisex oder jungenhaft angezogen wird – es sagen aber Grade so unter 3 viele dann DER macht dieses oder jenes.

    Übrigens geht’s so weiter – sucht mal in Österreich was anderes für Männer als Polos und gäääähn Shirts… Alles öde, mehr braucht Mann nicht.

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  19. Ja, JA, JAAA!

    Ich stimme einfach nur zu!

    Klare, kräftige, lebensfrohe Farben. Farben, die sichtbar sind, wenn sich Kinder damit im öffentlichen Raum bewegen. Farben, die gute Laune machen.

    Einzige Gründe, wieso ich manchmal „gerne“ zu „typischen“ Jungshemden/Poloshirts greife: Sie sind aufknöpfbar, der Junior zieht nichts über den Kopf, was „eng“ ist (ein „weiter“ Begriff).

    Und ein paar Kleidungsstücke sollen nach „Junge“ aussehen, weil schöne, lockige, längere Haare in diesem Land einfach „NUR“ Mädchen vorbehalten zu sein scheinen. Und zu viele Mitmenschen sind taub, denen kann man drei Mal sagen „ER ist ein Junge“! und sie sagen trotzdem „Mädchen/sie“ zu ihm.
    :-(

    Die Mädchen wiederum haben alle lange Haare – ich frage mich, ob es zwischen den raspelkurzen Jungsköpfen und den lang-länger-am-längsten-und-am-besten-offen-getragenen Mädchenschöpfen auch einen Mittelweg gibt…?

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  20. Absolute Zustimmung. Und dabei habe ich nichtmal Kinder…

    Geht aber bei Erwachsenenkleidung teils genauso, besonders bei Tchibo und co…Damenskianzug in rot/rosa und lila, Herrenskianzug und blau und grün. Jau. Gut dass ich nicht bei Tchibo Klamotten kaufe xD

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  21. Auch im Erwachsenenalter verzweifle ich in Klamottenläden. Nicht, weil ich unbedingt Röcke tragen wollen würde und für Männer keine finde. Sondern weil Frauen andere Muster und Farben tragen dürfen. Eigentlich darf ich das auch, aber ich kann keine entsprechenden Produkte kaufen. Und dann ist noch jeder Scheiß mit irgend einem englischen Wort beschriftet, das irgendwas sagt und zugleich aussagenlos ist. Am Ende hilft wohl nur selbermachen. Aber das muss man können und die Zeit haben.

    Daher: Zu dem zu eröffnenden Laden gehört wohl leider auch noch eine zu eröffnende Schneiderei.

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  22. Genau ich komme auch. Es gibt hier in Norwegen eine Marken wo es zu Glueck neutrale Klamotten gibt, aber auch zu wenig. Unsere Mittlere(12) u. die Kleinste suchen sich ihre Klamotten einfach gerne bei der Jungsabteilung raus, die Mittlere zieht da ihr voll ihr eigenen Stil durch, naeht am liebsten selbst u. die Kleine steht halt auf Autos u. Totenkoepfe.

    LG aus dem Norden

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  23. Ein von-der-Wiege-bis-zur-Bahre-Problem.
    Gestern hat mich das Schicksal beim Einkaufen vor das Regal mit Inkontinenzslipeinlagen (oder wie das heißt) geführt, und die Männer-Spezial-Einlagen werden präsentiert, als könnten sie mindestens mit Überschallgeschwindigkeit fliegen und wären voll das megakrasscoole Techno-Gadget.

    Ich lästerte darüber genau so lange ab, bis der Mann an meiner Seite meinte, die wären schon ansprechend präsentiert und die Verpackung würde ihm seine Kaufentscheidung schon erleichtern.
    Da war ich dann kurz überrascht. Anscheinend wissen die MArketingabteilungen, was sie tun.

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  24. ich werde gern filialleiterin in dresden! (mit erweitertem angebot an schuhen, schulranzen, bettwäsche etc.) alle farben für alle!

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    1. Ich hätte dann schon mal ein paar Kunden – uns eingeschlossen.

      Wir spendieren den Großeltern in den letzten Jahren das Übergewicht für die Koffer auf’m Rückflug, wenn sie doch mal in den warmen Süden flüchten.
      Da gibts dann halbwegs preiswert alle Farben der Welt mit neutralen Motiven (oder ohne), und es wird auf Vorrat gekauft was halt so ansteht.
      Über den ökologischen Fußabdruck darf man leider nicht nachdenken :-(

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  25. Vielen Dank für den Artikel und auch die Kommentare! Hab grad alles durchgelesen.
    Was mir noch eingefallen ist: positives Beispiel eines Online-Shops: American Apparel.
    Im Kinder-Bereich keine Jungs-Mädchen-Trennung und viele Sachen sind auch tatsächlich sehr neutral gehalten, zumindest wenn man sich durch die Kleider und Röcke mal durchgescrollt hat. Dass die Farben derzeit eher gedeckt sind, wird an der Saison liegen.
    Dass es einzelne Shops gibt, die den Wahnsinn nicht mitmachen, ändert aber nichts daran, dass Otto-Normalverbraucher und deren Kinder ihm dennoch ausgeliefert sind.

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  26. Muss hier jetzt auch mal ne Lanze für jako-o brechen. Da gibts gaaaanz viele toll geschnittene Jacken, Hosen, Shirts, Pullis, Socken, Strumpfhosen…. In den erwähnten unifarben. Die Schnitte bei diesen Basics sind absolut Unisex, haben ne tolle Qualität und halten ewig. Wir haben die meisten Klamotten schon seit 8 Jahren im Einsatz (5 Kinder im Freundes und Familienkreis haben die jeweils lange getragen) und das Meiste kann auch noch an ein weiteres Kind weitergegeben werden. Am Flohmarkt oder auf ebay bringen die meisten teile noch min. 50% des Anschaffungspreises…
    (Äh das war jetzt doch a bissl viel Lobhudelei… Bin kein Mitarbeiter sondern wirklich nur begeisterte Mutter)

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  27. Ich hab da auch nen Shop entdeckt, die haben zwar nicht sonderlich viel fuer Kids aber die Quali ist einfach unschlagbar, sind zwar etwas chaotisch, aber sehr bemueht:

    shop.chapati.de

    Es gruesst das Schaaf

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  28. Du sprichst mir aus der Seele! Mich regt das auch jedes Mal tierisch auf, auch die meisten Onlineshops sind sofort in Mädchen/Jungs-Sachen getrennt. Bei den skandinavischen Labels (Tutta, Smafolk, Duns etc.) ist die Geschlechtertrennung zum Glück nicht so krass, die Klamotten sind relativ teuer, dafür aber bio und sehr langlebig. Ansonsten finde ich Flohmarkt auch aus Gründen der Eindämmung der Überschwemmung der Welt mit Billigklamotten eine prima Alternative.
    Das Buch „die rosa-hellblau-Falle“ kann ich auch nur empfehlen! Hier wird sehr grundlegend erklärt, was der Geschlechtertrennungswahn mit gesellschaftlicher Ungleichheit und Kapitalismus zu tun hat.

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  29. Einerseits stimme ich dir zu. Es ist ermüdend und richtiggehend deprimierend, sich als Mutter einer Tochter durch die schamlippenteilende Hosenabteilung der gängigen Kleiderketten zu kämpfen. Mit einer Tochter, die im Kindergartenalter bei zu engen Hosen wütende Schreianfälle bekam, ist es wirkliche Sisyphusarbeit gewesen, passende Beinbekleidung zu kaufen. Jungsjeans gingen so lange gut, bis selbst diese kleinen Größen schon mit Potaschen kurz vor der Kniekehle angefertigt wurden. Oberbekleidung war auch ein Thema für sich, weil die kleine Maus keinerlei Toleranz besaß, plötzlich kneifende Ärmel (gestern war noch alles gut und beim Kauf bzw in der Umkleidekabine gab es kein Sterbenswörtchen über kneifende, kratzige oder sich irgendwie komisch anfühlende Stoffe, Ärmel, Halsausschnitte usw) zu ertragen.
    Es war also nicht nur die Mode an sich schwierig, dass Missempfinden meiner Tochter trug noch weitaus mehr dazu bei, das Thema neue Klamotten sehr problembeladen zu machen. Wir haben es trotzdem geschafft, auch ohne sie wie eine Straßendirne zu kleiden. Glitzer oder Pailletten waren kein Problem für sie, die kleinen Knoten der Naht für die Pailletten auf der Innenseite allerdings schon. Solche Sachen wurden also nicht gekauft. War eine relativ kurze Liste der kaufbaren Kleidungsstücke, die ich abarbeiten konnte. Aber es geht!

    Bei meinem Sohn kaufe ich Hemden mit Bagger, Dinos und Co. Weil er es mag. Das ist für mich nämlich das Wichtigste: Es soll meinen Kindern gefallen. Als er sich 3j. in das Tutu seiner Schwester schälte, war das in Ordnung. Als seine Schwester ihm dann noch einen Dutt machen wollte, war es ihm zu viel. Weder zwinge ich ihn dann, es doch zu tragen, weil er dem Gendergetüdel die Faust entgegenrecken soll, noch rede ich es ihm aus. Ich möchte meine Bedürfnisse und Vorlieben nicht meinem Kind aufdrücken. Weder geringelte Hemden zwinge ich meinen Kindern auf, weil sie geschlechtsneutral sind, noch meine eigene persönliche Vorliebe Westernstyle. Karierte Blusen/Hemden, Bootcutjeans und derbe Stiefel. Tjaaa, mag nicht jeder ;-)

    Was mich wundert an dieser Diskussion und der ganzen Fürsprache, ist, dass offensichtlich immer noch davon ausgegangen wird, dass Kinder nur Produkte ihrer Umwelt sind. Und sie keine eigene Meinung haben. Bei Babys mag das zutreffen, aber schon 2j. haben Vorlieben, die ihre sind und nicht von verantwortungslosen/verantwortungsvollen Eltern/Erziehern/wasweißich aufoktroyiert wurden. Mir hat das Schicksal der Reimer-Zwillinge in der Hinsicht die Augen geöffnet. Es gibt geschlechtsspezifische Unterschiede in Vorlieben, im Spiel, im Leben. Natürlich gibt es auch immer wieder die Ausnahmen, die allerdings die Regel bestätigen.

    Wie schon kleine Mädchen sexualisiert werden, empfinde ich _persönlich_ als das „größere Verbrechen“.

    LG
    Katja

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  30. Ich habe mal kurz die Kommentare durchgescrault und da fällt mir auf: Die meisten Komentare sind von Frauen geschrieben. Ist das nicht schon ein großes Stück vom Gender-Problem, dass die Mütter sich hauptsächlich um die Kinder(kleidung) kümmern? Der Vater meiner Kinder hat beim Kleidung-Kaufen immer wieder mal gehört: Was hat denn Ihre Frau gesagt welche Kleidergröße das Kind hat? Hier können Eltern selbst ganz viel verändern: Väter an die Macht! – im Sinne von: Väter, macht mal!

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    1. Richtig, wenn wir uns kümmern werden wir im wahrsten Sinne des Wortes angeschaut wie der Mann im Mond.

      Da kann man sein Kind beim Klamottenkauf an der Hand haben und wird gefragt, ob man sich in der Abteilung geirrt hat.
      Läusemittelhersteller werben mit „Für die nächste Mütter-Generation wird dieser […] eine Selbstverständlichkeit sein“.
      Die Schule macht extra vor der Einschulung einen „Vater-Abend“ (Klassenzimmer einräumen), damit die Papas auch was für den Schulanfang des Kindes tun und die Mütter mal einen Abend frei haben.

      Es gibt für all dies immer eine individuelle, gute Begründung. Trotzdem ist es genauso diskriminierend wie andersrum (zu) oft Frauen diskriminiert werden.

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  31. Ihr solltet Euch mit Eurer Idee mit „Manomama“ in Verbindung setzen. Diese Firma ist auf jeden Fall und sowieso einen Klick wert!

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  32. Oh ja!! Und das faengt schon damit an, wenn sie Babys sind…

    Wir haben Zwillinge (Junge und Maedchen – Kind 2 und 3) und gleich zur Geburt die meiste Kleidung in rosa und hellblau bekommen. Ich habe es dann verweigert und z.B. jeweils beiden einen rosa und einen blauen Socken angezogen. Von den Omas kam dann gleich die Beschwerde, dass man ja dann gar nicht mehr weiss, wer das Maedchen und wer der Junge ist…

    Und als der Junge im Kindergarten ein knallpinkes Shirt angezogen hat, waren auch viele schockiert… Aber zu der Zeit war es schoen, beide vorurteilsfrei (er ging an Fasching im Ballerina Kostüm und sie als Pirat)… jetzt gepraegt durch Schule und Umfeld hat sich das leider geaendert. Der Grosse kam in der ersten Woche nachdem er zur Schule ging nach Hause und fragte mich ernsthaft, ob er weiterhin mit dem rosa Stift malen duerfe, die anderen Jungs in der Klasse haben ihm gesagt, damit duerften nur die Maedchen malen…
    Und da der Zwillingsjunge so schmaechtig ist, passen ihm am besten die schmal geschnittenen Hosen vom Schweden… Da stand er dann aber auch weinend in der Umkleide und meinte, dass ihm die Hose so gut gefallen wuerde, ihn dann aber alle in der Schule aergern, weil es eine Maedchen Hose sei …
    Sie werden (leider?? – zumindest manchmal) nicht in einer Blase gross…

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  33. Da kann ich nur zustimmen. Eine tolle Idee!
    Wobei, wir haben hier eigentlich einen ganz guten Kinderladen, der zumindest nicht nur das übliche Glitzerzeug und Superheldendings anbietet. Aber eben zu gesalzenen Preisen. Eine Babyhose für 40 Euro ist dann doch eher Blödsinn.
    Ich bin daher dazu übergegangen, fast nur noch neues Zeugs bei DaWanda zu kaufen. Generell sind 80% vom Flohmarkt. Nur die Hosen und Wintermützen kauf ich neu, weil ich diese Hüftjeans für 3jährige gar nicht erst sehen will. Und für eine Mitwachshose über 2 Größen zahl ich dann auch 25 Euro. Ist aber ok. Generell mag ich dabei, dass ich Farb- und Schnittwünsche angeben kann und dann nicht irgendwas bekomme, sondern genau das was ich wollte, ohne Knöpfe, mit Bündchen und aus dem gewünschten Stoff. Ich würd ja tatsächlich selber nähen, wenn ich Zeit und Fähigkeiten dazu hätte.
    Und nochwas finde ich an kleinen DaWanda-Shops gut: Ich muss meinen Kindern nicht nur Sachen anziehen, die von Kindern zusammen genäht wurden. Ich kann – für wesentlich weniger Geld als bei trendigen Kinderlabels – individuelle Kleider für meine Kinder kaufen, ermögliche jemandem einen guten Nebenverdienst und und bekomm dafür richtig tolle Qualität. Ein perfekter Deal.

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  34. Ich hab so gelacht, weil es stimmt und ich finds auch zum kotzen.
    Stöpsel aka Kind 3 trägt aufgrund extrem kleiner dünner hüften die hosen von Prinzessin 1 auf. die sind vom schwedenhaus und haben also mal pinken rand oder so ne glitzer bordüre. macht nix, der kleine ist ein echter kerl und papa hat tonnenweise pinke/türkise etc t shirts im schrank. als mann.
    auch auf die geafhr hin, dass es als zu teuer gesehen wird, aber die leute von scotch&soda machen mit den kinderlabels unserer meinung nach vieles richtig, istaber echt teuer, darum oft erst im ausverkauf gekauft und dann halt nächste Saison getragen.

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  35. dafür – wenn ich mir anschaue wieviel zeit wir damit verbringen halbwegs adequate kleidung zu finden ist es wirklich traurig.

    es gibt bei den grossen ketten gefühlt jeweils ein paar sachen, aber die sind sehr schnell ausverkauft oder man muss für ein komplettes outfit durch 5 läden ziehen. gerade wenn man nicht die gleichen preise zahlen will wie für die eigenen klamotten.

    schuhe fände ich auch noch ein dazu passendes thema – ohne bling bling, haltbar, unisex. wenn es dann noch ein fairer preis ist, noch besser.

    gerade in den ballungszentren würde sich so eine filiale sicherlich gut machen – vor allem will man ja garnicht die bling bling fanatiker als kunden haben, sondern die normalen die dankbar in den laden kommen werden.

    /jd

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  36. Neulich bei McD:
    Sohn 1 wählt das Dinobuch, Sohn 2 das Fillypferdchen mit extra langen Haaren zum Kämmen.
    Mit skeptischem Blick auf die Kinder bekomme ich die Tüten überreicht: „Die rechte ist für das Mädchen!“

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  37. Ich wollte vor kurzem eine BROTDOSE für mein Kind kaufen. Verkäuferin: „Für einen Jungen oder ein Mädchen?“ Ich glaube mittlerweile die Frage kommt automatisch, wenn man etwas für Kinder kaufen möchte, egal was es ist.

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  38. Wenn du noch die korrekte Herstellung und gute Qualität für die Klamotten dazu nimmst, eröffne ich eine Filiale des Ladens hier in Österreich.
    Es ist wirklich der Wahnsinn und es wird immer schlimmer!
    Also lasst uns schnell was tun!

    Liebe Grüße,
    Su

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  39. Als ein Mann der im Kindergarten es eeeeeecht unfair fand dass nur Mädchen Kleidchen tragen durften und dann gegen alle Bedenken der Erzieherinnen und Eltern (außer meiner Mutter) ein knallgrünes Kleidchen getragen hat – zumindest für einige Tage – kann ich das Vorhaben nur unterstützen. Da müsste man online auch einiges drehen können so wie ich mir die Unterstützung hier anschaue, … schreib mich an wenn du das wirklich realisieren willst und Techie-Support brauchst.

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  40. Laden eröffnen, sofort!
    Als Schwangere, die NICHT wissen möchte welches Geschlecht das Kind hat, ist es unsagbarbar schwierig neutrale Kinderkleidung und Ausstattung zu finden. Mein Kind soll auch Farben wie gelb und Grün kennenlernen und nicht sofort in eine Ecke sortiert werden.

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  41. Danke, super Artikel.
    Du könntest dann in deinem Laden direkt noch einen Bereich für Erwachsene einrichten, in dem es dann Abzeilungen für alle Hosen und Hemden etc. gibt und nicht jeweils nach Marke sortiert. Das geht mir in mitlerweile den meisten Läden tierisch auf den Sack, dass ich durch zig Kleinbereche muss wenn ich ein Teil suche.
    Als Kinderloser macht es mich schon raschelig wenn ich von Bekannten höre, man müsse doch an der Babybekleidung erkenne ob es Junge oder Mädchen sei.
    Nein, das ist den Kindern nämlich sch…egal. Das ist nur so eine Mode- und Komerzspinnerei.

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  42. Flohmarkt ist langfristig keine Lösung, weil die neuen ODER Sachen von heute über kurz oder lang dort landen, und die UND Sachen das Zeitliche segnen.
    Ich weiß nicht, wie groß der Kundenstamm wird, habe aber den Eindruck, dass ein überregionaler Onlineshop auf jeden Fall genug Nachfrage haben wird.
    Bei Vertbaudet gibt es manchmal altrosa Sachen für Jungs, hat das Kind auch getragen mit 5. Diese Saison hat er ausschließlich Ringelshirts, es gibt außer hässlichen Aufdrucken und Ringeln einfach nix. Wie bescheuert ist denn das!
    Mach den Laden auf, bitte!

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  43. Liebes Nuf :),

    ich habe zwar selbst keine Kinder, aber ich finde, dass die Marken Stanley&Stella und Living Crafts schöne Kinderkleidung herstellen. Wenn du nach diesen Marken suchst, wirst du qualitativ hochwertige Kleidung (in bunt ohne „geschlechtliche“ Farbtrennung) ohne blingbling oder Piraten finden. (z.B. bei http://www.grundstoff.net)
    Liebe Grüße

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  44. Ich komme auch bei Dir kaufen! Leg los!

    Finde die Klamotten von Jako-o auch prima. Eben schön geschlechtsneutral und auch noch praktisch (die Baby-Bodies mit den 2 Druckknopfreihen… geniale Erfindung!)! Teuer find ich die auch nicht wirklich, ehrlich gesagt.
    Hab meine Exemplare aber tatsächlich auch nicht neu gekauft sondern geschenkt bekommen bzw. von Flohmärkten oder …. MAMIKREISEL- der ist ja überhaupt genial. Kennste, ne?

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  45. Kenne ich auch nur zu gut. Wir hatten die größten Probleme damals noch vor der Entbindung – wir haben uns nicht spoilern lassen, was es denn wird. Die „Folgeprobleme“ mit den geschlechterspezifischen Kleidungsstücken waren uns damals noch nicht bekannt. Ich fand es aber deutlich einfacher, in Größe 50/56/62/68 halbwegs neutrale Sachen zu bekommen als jetzt > 4 Jahre.

    Und zur Verwirrung der meisten trägt mein Sohnemann lange Haare zu dem manchmal eben doch unvermeidbaren Auto/Fußball/Saurier/Bob/Superhelden-Kram, oft mit Zöpfen oder Haarspangen – und wird dann dennoch für ein Mädchen gehalten. Dann kann er auch gleich rosa tragen… ich wäre aber dankbar für Deinen Laden und würde da gerne einkaufen.

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  46. In Holland gibt es einem schoenen und auch relativ günstigen Versand shop. Gibt zwar auch Schnitte fuer maedels aber Farben gibt es reichlich fuer beide… Goodmoodkid.NL ;)

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  47. JAAAAA, auch ich bin dabei. Bin standhafte Kundin von sortierten Flohmärkten, weil ich NUR dort Kleidung in unterschiedlichen Farben erhalte. Ansonsten finde ich, dass Ernstings auch einigermaßen geht. Zumindest ist dort das Rosa-Glitzer-Rüschen-Thema nicht soo ausgeprägt.
    Mein Vorbild ist übrigens Pippi Langstrumpf. So ein Mädchen war ich und so ein Mädchen soll auch meine Tochter sein. Stark, unabhängig und bunt!
    Wer ein T-Shirt mit Tüll und Einhörnern anhat, der wartet doch auf den Prinzen… Bah, wie altmodisch.
    Ich will und würde in deinem Laden einkaufen. Sag mir nur, wo er ist, dann komme ich gucken. Oder wie schon von vielen anderen gesagt: Online-Shop….

    Was jakoo angeht, ja die Sachen finde ich auch ok, aber mich stört, dass sie eben nicht so lange getragen werden und dafür finde ich den Preis häufig zu hoch.
    Was es gibt, allerdings nicht so oft, wie ich es gerne hätte, wären Rabatte bei größeren Mengen. Zum Beispiel möchte ich, wenn meine Tochter gerade einen Wachstumssprung hinter sich hat, gerne mal 5 T-Shirts oder 5 Leggins auf einmal kaufen. Wieso können die dann nicht billiger werden? Das kurbelt doch auch die Wirtschaft an und man kann alle Sachen untereinander kombinieren…
    Naja, wir können ja nicht alle Probleme auf einmal lösen ;)

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    1. „So ein Mädchen war ich und so ein Mädchen soll auch meine Tochter sein.“

      Und was für ein Mädchen WILL deine Tochter sein?

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  48. Du hast so recht und ich rege mich darüber auch schon so lange auf. Mal von Gendergleichheit abgesehen ist es auch schlichtweg unpraktisch. Was, wenn mein 2. Kind ein anderes Geschlecht hat als mein erstes?

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  49. Ganz ehrlich, das Problem kenne ich nicht. Sowohl bein H&M als auch Ernstings bieten neutrale, bunte Kleidung an. Da schau ich dann halt. Und Junior erbt auch Kleidung von Mädels, die neutral sind.
    Abgesehen davon finde ich es wirklich nicht schlimm, wenn nach Geschlechtern sortiert ist.
    Astrid

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    1. Nur, sobald du mehr als ein Kind hast und mehr als ein Geschlecht, musst du alles immer neu kaufen. Und wenn du Pech hast und z.B. einen Jungen hast, dann ein Mädchen und dann unverhofft noch ein Nachzügler-Junge dazu kommt, kann es dir passieren, dass du dreimal alles kaufen musst (weil du ja dazwischen netterweise deine Sachen an Bekannte weitervererbt hast). Dreimal Babykleidung, die kaum angezogen wieder weggeräumt wird, weil sie schon wieder zu klein geworden ist. Was für eine Verschwendung und was für rausgeschmissenes Geld…

      Mit H&M bin ich total unzufrieden. Alles, was ich für meinen großen gekauft habe, ist jetzt total verschlissen. Nähte trennen sich auf, der Stoff hat Löcher… Da wäre jetzt die Gender-Geschichte egal, die Sachen sind eh kaputt und das kleine Schwesterchen kann es eh nicht mehr anziehen. Muss sie aber trotzdem. Nähte hab ich nachgenäht, Löcher gestopft. Hätte ich damals nur in qualitativ hochwertigere Sachen investiert!

      Wie schwierig ist es eigentlich bei so einem Uni-farbenen Spitzen-Dings die Spitze abzutrennen? Schon mal versucht?
      Ansonsten gehöre ich auch zu den Näh-Mamas, weil Hosen für meinen großen grundsätzlich zu groß sind, sogar mit dickem Stoffwindelpaket (Hosenträger werden auch erst ab Kindergartenalter verkauft).

      Ich wollte letztens ein paar Babysachen kaufen. Ich wurde auch gefragt: „Mädchen oder Junge?“. Meine Antwort: „Keine Ahnung!“
      Tja, da war die Verkäuferin aufgeschmissen. Sie konnte mir nicht ein Teil zeigen, das für ein Neugeborenes passt und nicht Junge oder Mädchen schreit.

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  50. Zwar bin ich nicht sicher, ob mein Gewissen laut schreien sollte wegen ökologisch böse und Kinderarbeit, aber ich kaufe erschwinglich übers Internet Fruit of The Loom Shirts in allen Regenbogenfarben und perfektem Kinderschnitt. Die kann man auch wunderbar mit Stofffarben bemalen oder -stempeln und die Kinder haben einmalige Klamotten.

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  51. Eine Freundin von mir ist – aus genau diesem Grund – zu Diskonterkleidung für ihre zwei Mädchen übergegangen. Kik, Takko, Hofer etc. Wirft natürlich andere Probleme aus: Unökologisch produziert, unethische Arbeitsbedingungen für die MitarbeiterInnen. Aber ihre Mädels sehen in Kindergarten und Volksschule nicht mehr aus wie zu klein geratene 17jährige.

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  52. Oh wie bin ich froh, dass meinem rothaarigen Mädchen kein rosa steht. :) So kommt keiner auf eine falsche Geschenkidee. Mein Hobby: Grüne Kleidung suchen. Selbst in der Jungsabteilung schwer. Aber grade gabs grüngeringelte Strumphosen bei DM. Dazu nen grauen Sweater, eine Jeansshorts und weiße Turnschuhe vom Kousin und fertig ist das Powergirl :)

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  53. Ich muss einwerfen, dass Kind 2 regelmässig interveniert, wenn ich ihr was anbiete. „Das ist für Jungs!“ ist die gängie Erklärung bei sofortiger Ablehnung.

    Nach ihrer Meinung ist die Welt der Konsumgüter klar getgrennt in Jungssachen und Mädchensachen … und ja die ganze Welt auch Obst, Gemüse usw. … Ich verbringe immer wieder Zeit sie zu überzeugen, dass das niemand sagt und sie ruhigen Gewissens alles „nehmen“ kann. … Das ficht sie nicht an. Vor allem weiss ich nicht woher sie das hat? Aus dem Kindergarten? … Naja … heute bau ich ihren Prinzessinen, Enhörnern, Pegasi usw. wieder eine Piratenburg mit integrierter Autowerkstatt … Ihr Kommentar wird (wieder) sein, „Das ist aber Jungsspielzeug!“ … ;)

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  54. ….bleibt nur eine Frage: wann wird der Laden eröffnet?
    Möchte bitte eine offizielle Einladung, bei der ich angeben kann, dass ich mit 63 Leuten an der Feier teilnehmen werde :)
    Liebe Grüße

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  55. Unsere Kleine ist erst vier Wochen alt und wir haben nur schöne neutrale Kleidung. Viele Bunte Farben, tolle Muster, lustige Motive. Wenn man in den lokalen Läden erstmal an der rosa Ecke vorbei ist, ist die Auswahl an neutralen Sachen bisher nicht so gering. Ich weiß allerdings noch nicht, wie das wird, wenn die Kleine etwas älter ist (wie gesagt, 4 Wochen im Moment). Aber ich ahne schlimmes.

    Die ersten Verwandten, die uns nach der Geburt mir rosa Sachen überraschen wollten, haben wir damit auch gleich wieder nach Hause geschickt. Seitdem gibt es sowas auch nicht mehr und alle fragen vorher vorsichtig an, ob und was wir noch brauchen. :)

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  56. Toller Text, und ich ziehe meiner Tochter AUCH die blauen Klamotten ihres großen Bruders an..verstehe auch nicht, warum diese Unterteilung sein muss…!
    Ansonsten fällt mir als Tipp ein: vertbaudet bzw. okaidi, dpam (Frankreich). Da gibt es dunkelblaues und orangenes auch für Mädchen (nicht nur mit Drucken, ja auch oft mit Schleifchen), und gelbes/rotes für Jungs etc. Und neutralere Socken…
    Wobei ich grade gesehen hab, bei Okaidi sind Shirts für Mädchen, da steht „Smile“ drauf und bei Jungs „Live Life“…aber das mit Smile würde ich auch Jungs anziehen und umgekehrt ;)

    Einen schönen Tag,
    Julia

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  57. Ja, ja, ja, ja und nochmal ja! Achja, und danke! Danke für diesen verflixt guten Artikel, den man 100fach teilen sollte und am besten eine Kopie direkt an alle Bekleidungsketten schicken sollte!

    Begeisterte Grüße
    Sandra ?

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  58. Will haben!

    Es ist ja jetzt schon in den kleinen Größen schwierig. Dabei kann so schön die kleine vom großen Zwillingsbruder die Sachen auftragen, weil sie eine Kleidergröße trennen.
    Ich habe zudem das Problem eine ausgewachsene Abneigung gegen rosa Glitzershirts mit Rüschen zu haben. Ich leide bei jedem Einkauf Qualen.
    Prinzessin trägt daher oft Jungsklamotten, die ihr aber leider oft zu weit sind. Ich habe da ein insgesammt sehr schmales Töchterchen erwischt. Alles doof.

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    1. Genau, warum sind Jungsklamotten so unförmig weit, und Mädchenklamotten eng? Meinem Sohn passen Jungsklamotten nicht (viel zu weit geschnitten für meinen Hungerhaken, Grösse 68 täte es von der Weite her, Grösse 80 von der Länge…), aber Mädchenklamotten sind auch fürchterlich…
      Warum nicht einfach schmal/normal/weit, und das alles in uni-Farben? Erweiterungsidee für den Laden!

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  59. 100 Läden mit SOLCHEN Klamotten verändern mehr als 100.000 Podien / Studien / #Aufschreie.

    Sagt ein sich angesichts der Apathie der Gender-Proponentinnen unentwegt die Augen reibender privilegierter-cis-hetero-weißer usf. Mann.

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  60. Ja, ja und ja.

    Aber man kann auch Alternativen finden.
    Bei Jako-o.de gibt es zum Beispiel viele viele Shirts, die weder rosa noch blau sind (orange, grün, gestreift, etc.) und Tiermotive, Schiffe, Landkarten etc. als Motiv haben. Ausgeschrieben als „Kinder-T-Shirt“ (obwohl die Website nach Jungen und Mädchen unterscheidet).

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  61. bitte auch glitzerschuhe für alle!
    hat mich fast an den rand der Verzweiflung gebracht weil Sohn wollte glitzer-fussballschuhe – ungerecht ist das Glitzer ist anscheinend den Mädchen vorbehalten.

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    1. Mein Sohn will auch nur Glitzer, Rosa und überhaupt „Tanzerina“-Sachen. Obwohl er weite Füße hat, haben wir silberne „Chucks“ gefunden, die ihm passen. Sonst kaufe ich auch die unauffälligeren Mädchensachen von Händler/Hersteller, die nicht so eng geschnittene Sachen haben. Einfach ist es nicht, aber machbar.
      Sehr kool finde ich, dass in Deutschland „Punk“ nie wirklich wieder „out“ war – und letztes Jahr war das lieblings Outfit meines Sohnes: Schottenrock, zu großes pinkes T-Shirt und quietschgelbe Gartenschuhe. :-)

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  62. Hier ist noch ein Onlineshop, der sich auf die Fahnen geschrieben hat, Kinder- und Babymode ohne Schnörkel und Zuckerguss anzubieten: http://uptown-baby.de
    Die haben auch einen Showroom in Hamburg, wo man sich Produkte angucken kann, bevor man was kauft.

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  63. Jawohl!

    Der nächste Wahnsinn lauert im Schuhgeschäft, konnte letztens keine Schuhe für meine 8 jährige Tochter finden, die keinen Absatz haben! In Größe 32!
    Wie gestört ist denn das?

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    1. Eine Verkäuferin fand es absolut unverständlich, dass ich mich als Frau nicht mit Schuhen auskenne und kaum mehr als Biker Boots von Flip Flops unterscheiden kann O_o

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  64. Auf der Suche nach Jungsklamotten, die nicht gleich depressiv machen, werde ich oft bei der dm-Drogerie fündig. Bunt geringelte Langarmshirts für Jungs, normale Farben jenseits von Glitzerpink für Mädchen! Und das wie ich finde zu erschwinglichen Preisen.
    Ansonsten: Onlineshop eröffnen, auch ich werde sofort Kunde! :-)

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  65. Ich finde die Idee auch großartig! Mich ärgert das auch immer maßlos, dass Klamotten zwangsweise in Junge oder Mädchen unterteilt werden.

    Bis vor kurzem hatten meine beiden Jungs (auf eigenen Wunsch) noch lange Haare. Na das gab teilweise auch sehr heftige Reaktionen.

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  66. Es gibt hier einen Kinderklamottenladen (einer schwedischen Kette, die es in Deutschland nicht gibt), der genau dieses Konzept hat(te): bunte Kleidung, die Mädchen UND Jungen gleichermassen tragen können, die man auch an kleine Geschwister des anderen Geschlechts weitergeben kann.

    Nun. Zunehmend wird auch dort getrennt nach Klamotten für Mädchen ODER für Jungs, rot weicht rosa, grün dunkelblau.

    So gross scheint Kundschaft, die diesen ganzen Rosa-Hellblau-Prinzessinnen-Fußballer-Dreck satt hat, dann eben leider auch wieder nicht zu sein. (Was mich nicht wundert, wenn ich mir die ausschliesslich entweder rosa oder dunkelblau gekleideten Kindergartenkolleg(inn)en der Herren Maus ansehe…)

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    1. Ja! Hier! Sofort! Also ich meinte: Kundenstamm +1
      Und zum Artikel:
      ******************KOMMENTAROMAT**********************
      Genau!
      *****************/KOMMENTAROMAT**********************

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  67. Ich übernehme dann die Frankfurter Filiale, ich hab es auch soo satt. Und das Buch werde ich auch gleich mal bestellen.

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  68. „Verdrängung macht mein Leben schön!“
    Ganz genau so hier. Sonst müsste ich auch laut schreien.
    Zum Glück bekommen wir fast alles von x-Nichtenkindern vererbt. Den Rest kaufe ich im Second Hand, der exakt so aufgebaut ist, wie du es beschreibst: nur nach Klamottenart sortiert. Mir geht das Rosa-glitzer-Bagger-Gedöns sowas von auf den Keks!

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  69. Fetzt!!!! Ich bin dabei. Wenn das ganze dann noch als Onlineshop verfügbar ist (weil es so einen Shop dann garantiert nicht in meiner Nähe gibt) kauf ich immer nur da ein. Die grandioseste Idee die ich seit langem gehört habe. Machen!!!! Das ist definitiv ein Erfolgsmodell!!!!

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  70. Ich habe für mich gedanklich einen kleinen Trick angewendet: Ich habe bereits bevor ich schwanger wurde, immer mal Kindersachen gekauft. Also immer das, was mir gefällt, und möglichst neutral war, da ich ja nicht wissen konnte, ob ich überhaupt irgendwann schwanger werde und *was* es dann sein würde. Ich habe jetzt – im 7. Monat – daher eine kleine Kiste voller bunter Sachen, die auf kein Geschlecht genau gemünzt sind. Das vielleicht als Tipp für andere, denn es öffnet auch einen anderen Blick, wenn man einkaufen geht: Die ersten Sachen einfach kaufen, bevor man das Geschlecht weiß.

    Ansonsten ist deine Idee doch großartig nicht nur für ein Local Business oder „Tauschnachmittage“, sondern auch als Online-Startup. Der „Proof of Concept“ ist doch schon quasi gegeben, mit all dem Feedback, was heute schon so schnell eingetroffen ist. Die „Preloved“-Shops im Erwachsenenbereich sprießen ja gerade nur so aus dem Boden und sind sehr erfolgreich (Rebelle, Vestiaire Collective u.a.). Die eigene Produktion ist vermutlich schwieriger, weil die Sachen dann wiederum teuer werden und viele Familien ausgrenzen würden. Aber den Beruf Einkäufer_in für geschlechtsneutrale Babysachen stelle ich mir großartig vor! Und es erscheint mir ebenso herausfordernd, wie für Erwachsenenshops die Herbstkollektion auszuwählen.

    Liebe Grüße! Teresa

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  71. Ich spende mit für deinen Laden mir geht es nämlich ganz genauso. Letztens wieder eine Diskussion gehört in der es darum ging ob ein Junge ein Lila Shirt mit Sternen anziehen darf, weil es vielleicht zu Mädchenhaft ist.

    Gebloggt habe ich auch mal über die Unsitte das Kleinkinder Bikinis tragen sollen.

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  72. Dem kann ich nur 100% zustimmen. Der Genderzwang macht mich regelmäßig verrückt, wenn ich nach irgendwelchen Dingen für meine Töchter schaue. Unglaublich wieviel wir uns damit kaputtmachen.

    Super Beitrag!

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  73. Es ist sooo wahr….Ich stehe auch immer vor demselben Problem. Mit der Nähmaschine bin ich (noch) nicht so weit entwickelt, dass ich selbst Klamotten nähen kann, aber glücklicherweise gibt es http://www.jako-o.de, damit kommt man schon ziemlich weit, obwohl auch nach Mädchen-und Jungsklamotten getrennt wird, aber man findet viel Farbiges und auch Shirts und Hosen, die für beide Geschlechter ohne Probleme gehen. Habe ein grosses Mädchen (6 J. alt) und einen kleinen Jungen (2 J. alt) und möchte, dass N°2 möglichst viele Klamotten von N°1 tragen kann. Kaufe ansonsten auch viel im second hand, weil H&M und Co. einfach nicht zum Aushalten sind.

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  74. ******************KOMMENTAROMAT**********************
    Genau!
    *****************/KOMMENTAROMAT**********************
    Ich wohne in der Nähe eines Gymnasiums. Wenn ich mal ein Kind in eigentlich normaler, kindertypischer Kleidung (also bunt, nicht tailliert, nicht schick) entdecke, ertappe ich mich automatisch bei dem Gedanken „Wie uncool ist die/der denn?“, bis ich mir wieder vor Augen führe, dass das KINDER sind und keine jungen Damen oder Herren.
    Ich hoffe, dass ich, wenn ich mal selbst Kinder habe, so gut nähen kann, dass ich die Kleidung weitgehendst selbst nähen kann. Wobei es angeblich auch schwierig ist, neutrale Stoffe zu bekommen (wenn sie nicht uni-farben sein sollen).
    Viele Grüße, Goldengelchen

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  75. So wahr!! Ich mache die Filiale in Oldenburg auf!

    Ich habe meiner Familie vor der Geburt der Tochter angedroht alles rosa Geschenkte schwarz zu färben. Hat leider nicht geholfen und mich fast in eine ernste Krise mit meiner Mutter gestürzt („aber Babys steht Pastell so viel besser“ argh). Mittlerweile habe ich mir eine gute Portion Fatalismus zugelegt und eine dunkle Ecke im Schrank, wo die allzuschlimmen glitzerpinken Auswüchse ignoriert werden. Ansonsten versuch ich mich mit Selbernähen, second hand und Jungsklamotten durchzuschlagen, was so mittelgut klappt. Langsam hat die Tochter genug Haare um nicht ständig für einen Jungen gehalten zu werden.

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    1. Ist das mit den Haaren nicht genau so ein Klischee?

      Ich habe noch keine Kinder, aber mein Kind hätte (wenn es die tollen, langen Locken vom Papa erbt ;) ) ganz sicher lange Haare, unabhängig vom Geschlecht.

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      1. Meine Mädels (1 und 3) haben kurze Locken, was ich unglaublich praktisch und niedlich finde. Wenn sie dann allerdings in der Öffentlichkeit noch ein Spielzeugauto in der Hand haben, werden sie als Jungs angesprochen. Zugegeben, ich schaffe es halbwegs, sie weitestgehend Rüschen-, Glitzer- und Rosapinkfrei zu kleiden, aber selbst wenn mal was typisch mädchenhaftes dabei ist, wird das ignoriert, sobald sie ein Auto in der Hand haben.
        Meine Theorie dazu lautet ja: die Leute halten es für wahrscheinlicher, dass Jungs eigenartig oder auch mädchenhaft angezogen sind als dass Mädchen kurze Haare haben und mit Autos spielen.

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  76. Der Traum von bunter Jungskleidung… da hilft nur Flohmarkt und selbstmachen. Wobei ich mit Schrecken festgestellt habe (Geschenke kaufen) dass es fast noch schwieriger ist schöne Sachen für Mädchen zu finden (nicht quietschrosa mit Hello Kitty etc)

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  77. Wenn das wirklich ein Markt wäre, und das außerhalb der Genderismus-Nische irgendjemand interessieren würde, hätte H&M genau diese Produkte schon lange im Angebot. H&M verkauft diesen Glitzer-Straß Kram für Mädchen nicht, weil sie damit Frauen unterdrücken wollen, sondern weil sie damit offensichtlich die meisten Käufer finden. Wenn H&M mehr Profit mit sackartigen grauen Unisexklamotten machen könnte, würden sie das sofort tun.

    Wäre ja toll, wenn du hier wirklich eine straflässig vernachlässigte Marktlücke entdeckt hättest, aber du unterschätzt glaube ich die Marktforschungsabteilungen der großen Anbieter. Die meisten Leute haben offensichtlich wichtigere Probleme als sich über rosa oder blaue Textilien aufzuregen, bzw. sehen darin offensichtlich gar kein Problem.

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    1. Dieses Bedürfnis ist nicht „natürlich“ da, es wird geschaffen. Das ist der Punkt.
      Wenn du wachsende Verkaufszahlen bei weniger Kindern pro Jahr haben willst, musst du was erfinden, das eine Verdopplung der Käufe erzeugt.
      Wenn man also Mädchensachen kauft und dann einen Jungen bekommt, kann man das nciht weitervererben sondern muss neu kaufen.
      Fertig.

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  78. Ich schrieb’s ja gestern schon auf Twitter: die gleiche Konstellation ergibt sich mühelos auch bei einem Babyhandtuch – „Mädchen oder Junge?“ Es ist zum Steine erbrechen.

    Man kommt mit Jako-O ja noch relativ weit, und Verkäufer_innen in Ladengeschäften muss man quasi im ersten Satz aus dem Geschlechtertrennungskonzept bringen, dann geht das – gerne auch mit Reaktionen à la „Aha, sie ist eher der sportliche Typ“. Dann gehen nämlich überraschenderweise auf einmal auch „Jungsklamotten“ für „Mädchen“.

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    1. Meine Zwergin weigert sich standhaft Kleidchen anzuziehen. Sie steht auf Motive wie „Cars“, Micky Maus etc. Mit rosa brauche ich gar nicht anzukommen….

      Es passierte aber tatsächlich, dass ich von der Erzieherin angesprochen wurde, ob die Tatsache, dass meine Zwergin lieber mit Jungs z. B. Fußball spielt, möglicherweise damit zusammenhängt, dass sie ja ebenso angezogen ist, wie die Jungs…

      Da fehlten mir doch etwas die Worte…

      Wo ich auch ausrasten könnte, sind Klebestifte und ähnliches mit Gendertrennung… Klebt der mit Prinzessin anders?!

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        1. Mich traf der Schlag, als ich im Hort mein Praktikum absolvierte und dort einen etwa 8 jährigen Mädchen gesagt wurde, dass richtige Mädchen auch Röcken tragen O.o

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      1. Stelle mir diese Erzieherin grade als Kollegin in meiner Kita vor. Die würde vermutlich die Krise kriegen, wenn ich beim Dornröschen-Spiel im Stuhlkreis die Prinzessin von einem jungen spielen lasse und den Prinzen von einem Mädchen. Oder mit den Jungs Nagellackfarben vergleiche. Haben hier eine sehr aufgeschlossene Elternschaft, die auf ebenso aufgeschlossene Erzieher und Erzieherinnen treffen. Die würden auch Nufs Shop einrennen und ich als bald Mutter auch.
        Verteile gerne Flyer in der Kita.

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  79. Es ist grauenhaft!
    Ein Bekannter arbeitet in der Werbung und macht da verschiedene Verpackungen für Kosmetik. Da ist es nämlich genauso:
    „Guten Tag, ich hätte gerne Feuchtigkeitscrème.“
    „Für Frauen oder für Männer?“
    „Für das Gesicht, bitte.“

    Es gibt jeden Blödsinn zweimal. Die gleiche Soße mit verschiedenem Duft und irgendeinem männlich konnotierten Zusatz (Hopfen, Bierhefe, Motorölextrakt, …) wird in eine andere Packung gestopft und darauf kommt dann irgend ein Hintergrund mit einer Fontäne oder einer Welle, der entfernt an eine Ejakulation erinnert. Und die Piktogramme haben Zahnräder, Motorradhelme und Feuerlöscher.

    Vielleicht sollte man mal mit den großen Discountern sprechen. Es spart ja Geld und ist Teil der Produktqualität, dass Kinderkram (und auch viele Erwachsenenprodukte) nicht genderspezifisch ist. Keine Ahnung, ob Aldi bereit wäre, das auszuprobieren. Aber es wäre doch eine Idee. Und man könnte mir etwas Geld an die Dalli-Werke herantreten, die machen jedes Shampoo, das man möchte und sowieso die Hälfte von allem, was wir so verbrauchen.

    Das wäre doch mal was. Es wäre eine weitere Optimierung auf der Kostenseite für Discounter. Und gleichzeitig hört diese lächerliche Unterscheidung auf.

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    1. Genau aus dem Grund bin ich auf die Naturkosmetikmarken der ‚großen‘ Drogerieketten umgeschwenkt. Da riechen die Duschbäder, Shampoos und Parföngs herrlich neutral nach Zitrusfrüchten und/oder Kräutern. Eine Sorge weniger.

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    2. Wobei ich hier sagen muss, dass man bei einigen Pflegeprodukten tatsächlich darauf achten sollte, dass es speziell für Männer ist – denn Männerhaut ist zum Beispiel dicker als Frauenhaut und reagiert daher anders auf verschiedene Stoffe und muss anders gepflegt werden.

      Aber das dürfte eine der wenigen berechtigten Ausnahmen sein.

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  80. ich bin ganz deiner Meinung!!! dennoch, gibt es gar keine „normalen“ bunten kniestrümpfe mehr? mal beim finkhof geschaut und anderen ökoläden? vlg Kiki

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  81. „So ist für jeden Geldbeutel was dabei und die Kleidungsstücke können – wenn nicht zurück gebracht – an Geschwisterkinder weitervererbt werden.“

    Das ist mit ein Grund für Gendering, die Unternehmen können die gleichen Produkte zwei Mal verkaufen und im Optimalfall sind Kleidungsstücke auch nach kürzester Zeit kaputt, so dass man wieder etwas neues kaufen muss.

    Bei Smartphones haben wir uns schon daran gewöhnt alle zwei Jahre ein neues zu kaufen und das alte in den Müll zu schmeißen. Die Geräte sind allesamt so ausgelegt und ein Austausch des Akkus oder eine Reparatur in Eigenregie wird so schwer und unrentabel wie nur möglich gemacht. Trotzdem stehen die Leute jetzt schon auf das iPhone 6 an, ich habe so meine Zweifel ob hier irgendwann ein Umdenken stattfindet.

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  82. Wunderbar!

    Da sind Ideen in meinem Kopf! Kinderkleidung, die praktisch und robust ist. Mit doppeltem Kniefutter zum Beispiel. Oder Klamotten, bei denen es egal ist, wie rum man sie anzieht. ICH kann das ja ganz gut, aber die Kinder noch nicht.

    Die traurige Frage, die bleibt: Sind wir bereit, für PRAKTISCHE / ROBUSTE UNISEX Kinderkleidung mehr auszugeben als 2,50€ bei großen Dumpingketten? Bei denen die Leggins zudem nur einen Nachmittag hält und dann an den Knien löchrig ist?

    Ich werd das Thema auch mal aufgreifen.
    DANKE!

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    1. Da stimme ich zu, nur leider sind die Sachen nicht so ganz für jeden Geldbeutel geeignet. Und nur mal so zur Info, ich habe mich bei denen beworben und wollte ne Filiale im Osten aufmachen. Da habe die zu mir gesagt:“Danke für Ihr Interesse aber wir haben festgestellt das sich unsere Sachen im Osten kaum einer leisten kann, das würde sich nicht lohnen.“
      Tja, so ist das Leben.

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      1. Ich kaufe auch gerne die unisex-Shirts bei jako-o. Gibt’s übrigens auch immer mal wieder im Angebot. Und da die sich echt gut halten auch nach gefühlten 1000 Wäschen noch top aussehen, bekommt man die im jako-o second Hand basar auch noch prima verkauft. So rechnet sich die Anschaffung dann auch ;-)

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        1. Jako-o ist auch mein Favorit, alles so schön bunt :-) Super Qualität und immer genügend Teile im Sale (und damit absolut Preis-Wert). Spart auch ne Menge Zeit weil der Stoff so gut ist, dass sich die Sachen sich nicht verziehen und eigentlich nicht gebügelt werden müssen. Und wenn ich dann doch mal bügle, dann ist es schnell erledigt, weil die Sachen sich nicht verziehen…

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  83. Hahaha , sonst habt ihr keine Probleme?
    Mimimi Hallo Generation Weichei !
    Ist Mut Sicherheit von net Macciato -Mutter geschrieben. Traurig dass ihr keine anderen Probleme als so einen Bullshit habt

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      1. Lass mal, der Comic ist auf Englisch und die Texte zu lang. Der Inhalt zu komplex. Das kink nicht lesen, ist zu anstrengend.
        Don’t feed the troll, sagt man ja. Aber hey.

        Grüße, Latte Macchiato Mum ausm Prenzlberg. Muahahar!

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  84. Kindsstoff (www.kindsstoff.de) ist ein Online-Händler, der das (glaube ich) ganz gut hinbekommen hat. Dort konnte man die Sachen wieder zurückgeben und bekam was vom Preis erstattet und man konnte genauso auch die gebrauchten Sachen günstiger kaufen. Ich habe zwar selbst keine Kinder, habe aber einiges von dort verschenkt und war von der Qualität sehr angetan. Biostoffe in kräftigen Farben mit Applikationen, die (soweit ich das beurteilen kann) nicht ganz so geschlechtsspezifisch waren.
    Allerdings habe ich gerade gesehen, dass sie eine Pause machen. Schade.

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      1. Ja, Hug and Grow, da ist alles nach Größen sortiert, es gibt einfarbige, bequeme Shirts und Hosen und tolle gemusterte Sachen in wirklich schönen Farben, auch ne kleine Auswahl an schönem Spielzeug, auch nciht irgendwie sortiert, sondern einfach nett drapiert.

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  85. Stimme uneingeschränkt zu. Da rege ich mich, trotz bisheriger Kinderlosigkeit, schon seit Jahren drüber auf. Deinen Laden fänd ich ganz toll. Das musst du unbedingt machen. Wenn ich nicht so´ne Nähschnecke wäre, würde ich mich zur Verfügung stellen. Oder ich schneide zu den unisex-Klamotten die unisex-Kinder-Frisuren. Das wär schön.
    Zumindest bei einigen wenigen könnte das den Grundstein für gleichberechtigtes Denken legen.
    LG

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  86. Ich fürchte, das ist sehr naiv. Dieser Laden wird pleite gehen.

    Da ist der Vater, der sich darüber aufregt, dass sein Sohn (4) schwul wird, wenn er sich zum Geburtstag eine Puppe mit Kinderwagen wünscht.
    Da ist die Mama, die ihre Töchter so kleidet, wie sie gerne sein möchte. Nett, fesch, sauber und … haha … sexy.
    Da sind die Großeltern, die vor der Geburt des Kindes nach dem Geschlecht fragen, damit man den Kinderwagen in der „richtigen“ Farbe kaufen kann.
    Mädchen, die sich ihre Role Models im Fernsehen suchen und aussehen möchten wie eine rosa Tüllexplosion.
    Jungs, die in der Schule ob ihrer bunten Kleidung gemobbt werden.

    Es ist überall so. Überall!! Es ist ein Kampf gegen Windmühlenflügel. Und da ich mich nur sehr schlecht als Don Quichote eigne, reagiere ich zunehmend gereizt und aggressiv auf dieses Thema. Weswegen man mit mir die Farbe von Kinderkleidung nicht mehr bespricht. Der Forsch, jaja, der ist so anders. Irgendwie komisch.

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  87. Ich unterstütze diese Idee vollumfänglich und erwarte deine Kickstarter Kampagne. Außerdem könntest du eine Zusammenarbeit mit Manomama anstreben, dann wär’s perfekt.

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  88. Bravo….ich sehe das genauso…..leider denken nicht ausreichend viele Eltern so. Ein Laden bei uns in der Nähe mit viel dänischer Kindermode….die ja Sachen in dieser Art anbieten, hat sehr schnell wieder zumachen müssen. Die Preise sind leider auch ein bißchen höher…..

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  89. ******************KOMMENTAROMAT**********************
    Genau!
    *****************/KOMMENTAROMAT**********************
    DANKE! Dieses Thema ist mir ein besonderes Anliegen und die Genderisierung der Klamotten schon für Kleinkinder (und die Nachahmung in Schnitt und Farbe von Erwachsenenklamotten) macht mich rasend!

    Ich will Franchise-Partnerin bei Dir werden und mache das Geschäft in meiner Stadt auf! Das wird der Renner!! :D

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  90. Ich so letztens beim Schuhekauf: „Haben Sie Schuhe in Größe 23?“
    Schuhverkäuferin so: „Für Mädchen oder Jungen?“
    Ich so: „Für Kinder.“
    Habe für meine Tochter dann die Piratensandalen aus der Jungsecke gekauft.

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  91. Super! Auch ich als Kinderlose sterbe regelmäßig in den pinkglitzernd schwarzledern separierten Spielwarenabteilungen, wenn ich für die Patenkinder was besorgen will. Kaufe inzwischen hauptsächlich Bücher aus den 70ern oder Bioladenholzkram (der so mittel ankommt). Eine wunderbare Idee! Viel Glück!

    Übrigens ist es auch für eine erwachsene Frau schwer möglich, einen Rasierer zu kaufen, der nicht pastellfarben ist. Ich bin inzwischen auf die lacklederen Männermodelle ausgewichen.

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  92. Jaaa, tolle Idee.
    Ansonsten gibt es schon schöne (Online-)Läden, die bunte, lebendige Kinderkleidung (mit Kinderschnitten) anbieten. Allerdings meist selbstgenäht und dementsprechend fallen natürlich auch die Preise aus. Auf dem Flohmarkt bekommt man sie leider auch nicht…

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  93. Ich muß jetzt einfach mal dumm fragen. Wenn man Bügelbilder aufbügelt, kriegt man die auch wieder ab?

    Falls nicht und man den Leuten ein lebenlanges Rückgaberecht einräumst, dann kommen doch auch die Klamotten MIT Bügelbilder zurück.

    Und dann geht das ganze Drama wieder von vorne los. Oder habe ich da jetzt was falsch verstanden?

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    1. Vielleicht gibt es Bügelbilder die abgehen. Es muss ja nicht jedes Kleidungsstück mit Bügelbild versehen werden. Und am Ende kommen ja unisex-Gestaltungen raus.
      Ist ja nur hypothetisch und in 10 Minuten erdacht… von daher. Um das Lauffähig zu machen, lohnen sich evtl. noch weitere 10 Minuten Nachdenken :D

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      1. So, Bügelbild wieder weg!
        Link:
        http://www.helpster.de/buegelbilder-entfernen-so-lassen-sie-totenkopf-und-sponge-bob-hinter-sich_14226

        Zudem könnte man ja noch weitere Accessoires anbieten wie Buttons, Klamottenansteckerweiterungen (z.B. Rüschen xD, Kragen, Ärmel und Beinlinge (für lang oder kurz)), etc.

        Ich find deine Idee toll! Das wäre schonmal ein Schritt in die richtige Richtung der Weiterentwicklung der Menschheit was Toleranz und Akzeptanz an geht.

        Was ich feststelle ist auch, wenn das so gut klappt eine Idee kund zu tun und viele Leute ergänzen diese mit ihren eigenen….gibts so was als Internetseite schon?

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      2. „Dann geht das ganze Drama wieder von vorne los.“: Hier liegt der Denkfehler begraben: Die Bügelbilder sind doch nicht dafür gedacht, Unisex-Hosen/Shirts an dieser Stelle Mädchen- oder Jungstauglich zu machen. Blitze, Bäume, Autos, Flugzeuge, Blumen, Kraken, Katzen etc: warum sollten die nur Mädchen oder nur Jungen gefallen?

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    2. Naja, es muss im Second Hand Bereich ja nicht die komplette Strategie wie im restlichen Laden geben. Da gibts dann halt auch Klamotten mit Aufdruck – allerdings die ja immernoch in orange mit Baum darauf oder so. =)

      Also ich finde die Idee super!!

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  94. Ich komme sofort! Oder gründe die HH-Dependance! K2 (noch 7) erklärt immer gern, er sei ein Fressdrache im Wachstum. Und auch wenn die Schwester (9) weniger isst, so wächst auch sie reichlich schnell. Kinderklamotten in Gr. 134 und 146 müssen mittlerweile her. Und die gibt es nur in blau/grau/schwarz („Junge“) oder sexy, rosa, rüschig (Mädchen). Finden beide Kinder doof und ich auch. Ich kaufe beispielsweise gern Winterjacken in dunkelblau oder grün. Schmutz sieht man nicht so gut und das Zweitkind kann die auch tragen. Warum darf es nicht einfach mal bunt sein? Warum müssen Mädchen ab 3 Jahren hautenge Klamotten tragen? Ab Gr. 134 ist alles für Mini-Erwachsene geschnitten. Furchtbar.
    Solidarischen Gruss!
    P.S: Ich suche weiter (werde vor allem bei zu teuren Firmen und auf Flohmärkten fündig)

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  95. Die Lösung für uns momentan ist erstaunlich einfach: Lila und türkis. Kombiniert mit weiß – grau -braun (jeweils in kleinen Dosen, weil sonst zu hell = unpraktisch oder zu dunkel = deprimierend) + Jeans oder Cord. Klappt für beide Kinder, wobei die Große (6) eher Jungsjeans mag („Da habe ich mehr Platz drin.“) + türkis und der zarte kleine Junge (fast 5) alles mit Lila liebt.

    Dazu dann Turnschuhe in schwarz / weiß / blau o.ä.

    Insgesamt haben wir uns i.L. der Zeit so ein Farbschema zusammengepuzzelt, bei dem alles zusammenpasst, farblich, und welches gut an den Kleineren weitergegeben werden kann, wenn sie nicht sowieso beide abwechselnd die selben Sachen anziehen, weil sie beinahe die gleiche Größe haben.

    Und diese Farbkombinationen kann man sogar in „normalen Läden“ kaufen. (Natürlich nur für die, die dann außerhalb Deines Einzugsgebietes wohnen. Oder Deinen dann ebenfalls weltmarktführenden Onlineshop noch nicht kennen. ;-)

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  96. Ja! Ja! Ja!

    Bedruckte/gemusterte Kleidung könnte ja auch „neutral“ sein, mit Tieren oder irgendwelchen Aufdrucken wie Äpfeln und Co, vielleicht so wie in den 70ern oder so…

    Das Thema macht mich wütend, seit ich nach Kleidung für das Kind suche, weil schon bei Neugeborenen alles nach Geschlecht getrennt wird.

    Ich verstehe das auch wirklich nicht; das muss ja viele stören. Eine Freundin erklärte das aber mal so, dass Familien immer weniger Kinder bekommen und das wohl eine Marketing-Strategie sei, damit man immer alles extra kaufen müsse, da eben Jungs explizit nicht die Mädchen-Shirts mit den Rüschen vererbt bekommen können…

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    1. diese Erklärung hatte ich mir selbst so auch überlegt, was nichts daran ändert, dass ES NERVT. bitte Nuf, mach den Laden so schnell wie möglich auf oder am besten einen Online-Versand damit alle was davon haben

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      1. Ein bisschen länger als fünf Jahre geht das schon so. Dass für Mädchen direkt nach Lillifee der Courtney-Love-Look folgt und man Jungs schon ab Größe 104 nur noch in Skater- und Rapperkutten hüllen kann, hab ich in meinen Aufzeichnungen unter 2005 gefunden. In diesem Segment kann ich jedenfalls nicht glauben, dass die Nachfrage das Angebot bestimmt.

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  97. Das kenne ich schon lange, leider. Aus diesem Grund habe ich mir meine erste Nähmaschine gekauft und vor 28 Jahren angefangen und meiner ersten Lieblingshausziege die Hosen selber genäht. Der Nesthaken näht inzwischen selbst, weil ihr die Kleider, die es gibt, nicht praktisch und elegant zugleich sind und schwärmt noch davon, dass sie nach dem Abi eine Lehre als Schneiderin machen will. Schaunmermal.

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    1. Leider ist es ja beim Stoffkauf für Kinder ähnlich, zumindest was bedruckte Stoffe angeht. Auch alles ziemlich durchgegendert. Allerdings gibt es da ab und an auch neutrale Aufdrucke. Ich nähe auch gerne die Klamotten für mein Kind (und auch für mich, denn ich sehe in Chinos und Röhrenjeans einfach sch… aus… ;) ) selbst.

      Ansonsten werd ich auch immer belächelt, wenn ich anfange über die gender problematik zu reden. Was ich mich so hätte, werde ich gefragt. Ich frag mich, wie man keine Krätze bekommen kann, wenn er bei CundA in die Kinderabteilung kommt…

      Ich hab mir jetzt erst einmal das oben erwähnte Buch bestellt.

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  98. Liebes Nuf,
    ich mach hier eine Dependance deines Geschäftes hier in der Pampa auf! Ich werde auch immer wie ein Elch angestarrt, wenn ich nach etwas neutraleren Klamotten frage, gehöre auch zu der rot-gelb-orange-grün-Fraktion. Schöner Nebeneffekt beim 9 Monate alten Baby ist dann die Frage, „was ist es denn?“ – Ich raffe es nicht. Es ist ein Kind, dem es im Moment noch ziemlich egal ist, dass die eine Oma ein Flanellhemd mit Trecker drauf geschenkt hat und die andere einen rosa Glitzer-Beißring. Diesen Zustand würde ich noch gerne lange erhalten!

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  99. Ich komme sofort in Deinen Laden. Gibt es da dann auch Shorts für siebenjährige Mädchen, die keine „Hot pants“ sind?

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  100. Ja, schwierig, vor allem wenn man Kinder unterschiedlichen Geschlechts hat. Die Hosen von Kind.eins passen Kind.zwei später sowieso nicht, weil Mädchenhosen irgendwie so eng geschnitten werden müssen, dass sie nur mit dem Schuhlöffel an- und ausgezogen werden können.

    Wir haben die Kinder aber ihre eigenen Bilder malen lassen und damit bei Spreadshirt eigene Longsleeves gemacht: Kind.eins mit von ihr selbst entworfenem Monstershirt.

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    1. Ehrlich gesagt: wir sind froh über enggeschnittene „Mädchen“Jeans (ohne Firlefanz bitte!)- das sind die einzigen Hosen die unserem Sohn in Länge und Weite passen :)
      Das Shirt sieht echt toll aus!

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    1. Ja, das „ziemlich teuer“ macht es mir leider unmöglich dort zu kaufen.
      Zumal da investiert man ja nicht in bessere Herstellungsbedingungen, oder?

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      1. Nö, da investiert man in eine Marke, die geschickt mit der Erwartung spielt, daß das eine finnische Marke (und damit in vielen Köpfen per se kinderfreundlich, und drei macht neune…) sei, incl. Wintererprobung und skandinavisches Tralala. Damit kostet dann eine Winterjacke mal eben dreistellig und kommt trotzdem aus Bangladesh und nach drei Monaten reisst der Reißverschluß. Alles scheiße ausser Flohmarkt…

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      2. Ja, der Preis ist zum Teil echt happig. Und nein, zu den Herstellungsbedingungen kann ich nichts sagen. Ich hatte aber auch nicht den Eindruck, dass damit explizit geworben wird (implizit sicherlich). Mit der Qualität sind wir aber schon einigermaßen zufrieden, der kleine ist durch mehrere von den Hosen durchgewachsen und trotz intensiver Kitanutzung sind die alle noch einigermaßen ansehnlich und auch mit die einzigen Stücke, bei denen ich mir noch vorstellen könnte, sie in einen Second-Hand-Laden zu geben, alle anderen sind schon eher „durch“.

        Ansonsten gibt es von Finkid in der Güntzelstraße ein Outlet, da waren wir aber noch nicht.

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  101. JA JA JA!!!
    Diese Idee ist so super, ich verzweifle auch regelmäßig ob der fürchterlichen Aufdrucke (besonders in der schwedischen Mädchen-Abteilung, da kann man ja fast nix mehr kaufen!). Ich kaufe wenn immer möglich Ringel- oder Uni-Shirts , aber bei Hosen ist Farbe ja eher die Ausnahme. Warum dürfen Jungs denn nix buntes anziehen? Schwarz, braun, blau, vielleicht grün, dann wars das mit der Farbpalette. Und bei den Mädchen pink, lila, rosa. Gibt’s nichts anderes?
    Ich komm in Deinen Laden.
    Liebe Grüße, Cloud.

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