This is how I work

Bloggerinnen-Typ:
Süchtig. Ein Leben ohne mein Blog kann ich mir nicht mehr vorstellen. Ich blogge jetzt seit neun Jahren und davor habe ich meine Geschichten eben einsam und allein in ein Wordfile geschrieben und ganz davor in rot-schwarze Kladden.

Gerätschaften digital:
Ich verfüge über einen tragbaren Rechner und über ein Smartphone. Letzteres seit 2012, ersteres seit 2013. Ich lebe am Puls der Zeit.

Gerätschaften analog:
Was ist das? Oder sind so lebenswichtige Dinge wie Feuchttücher gemeint?

Arbeitsweise:
Ich habe keine Standard-Arbeitsweise. Meistens erlebe ich irgendwas und wenn ich es verarbeitet habe, blogge ich darüber (z.B. “Levelboss Baby LeChuck“). Manchmal lese ich einen Text oder sehe ein Video und schreibe etwas darüber. Für die meisten Blogbeiträge wende ich ca. 30 Minuten auf (z.B. “Geht euch doch selbstverwirklichen, ich geh arbeiten“). Manchmal recherchiere ich auch, dann brauche ich eher zwei Stunden (z.B. “Schau mir in die gelben Augen, Kleines“). Bis heute habe ich nicht verstanden, wann welche Sachen viel gelesen werden. Oft finde ich einen Beitrag total großartig und habe 3 Kommentare und gelegentlich schreibe ich kurz was zusammen und denke: Hm, naja. Muss ja nicht alles super sein und dann wird es 25.000 mal gelesen. (Na gut, das war angegeben, aber auch andere Artikel, die ungefähr 10.000 Mal gelesen werden, sind nicht sooooo toll, dass ich mir das erklären könnte) Jedenfalls erkenne ich keine Korrelation zwischen Aufwand, Qualität, Elaboriertheit und Beliebtheit der einzelnen Artikel.

Welche Tools nutzt du zum Bloggen, Recherchieren und Bookmark-Verwaltung?
WordPress und dann ganz originell Google und Wikipedia. Meine Links speichere ich in Pocket. Theoretisch benutze ich Pinboard. Aber weil ich hauptsächlich offline im Reeder lese und von dort zwar nach Pocket nicht aber nach Pinboard speichern kann, ist Pocket mein Hauptlinksammelsystem. Es sei denn ich lese das direkt im Reeder, dann setze ich ein Sternchen und vergesse das später. Manchmal setze ich auch ein Bookmark im Browser. Aber weil ich die Bookmarks nicht synchronisiere, finde ich die meisten Sachen auch dort nicht wieder. Wo wir wieder bei Google wären. Denn meistens erinnere ich mich düster, dass ich irgendwo was gelesen habe und dann google ich eben. Oder ich erinnere mich an die Stelle, an der ich das gelesen habe und da ist dann die Seitensuche meine Freundin. Allerdings haben nicht alle Blogs eine interne Suche und das wiederum macht mich traurig.

Ich glaube, ich brauche mal ein Workflow-Disziplinierungskurs.

Wo sammelst du deine Blogideen?
Gelegentlich in den Notizen des Smartphones. Meistens aber im Kopf.

Was ist dein bester Zeitspar-Trick/Shortcut fürs Bloggen/im Internet?
Zeit sparen? WARUM? Bloggen ist mein Hobby. Das macht im Gegensatz zu Geschirr spülen Spaß. Warum sollte ich Zeit sparen wollen?

Benutzt du eine To-Do List-App? Welche?
Nö.

Gibt es neben Telefon und Computer ein Gerät ohne das du nicht leben kannst?
Oh ja! Waschmaschine, Herd, Staubsauger, Geschirrspülmaschine, Mixer, Kühlschrank, Gefrierfach und die Mikrowelle natürlich. Wie furchtbar das Leben ohne diese Geräte ist, kann man beim Campen erfahren.

Auf das Telefon hingegen kann ich übrigens ganz leicht verzichten.

Gibt es etwas, das du besser kannst als andere?
Sinnlose Sachen auswendig lernen. Im Studium sehr nützlich. Und ich kann mir wahnsinnig gut unnütze Details merken. Das ist sehr hilfreich wenn man mit mir verheiratet ist und streitet. Starrsinnig sein kann ich auch außergewöhnlich gut und Umgebungsgeräusche abschalten (solange sie nicht die Worte “Pullern!”, “Bluuuut” oder “NOTFALL!” enthalten).

Was begleitet dich musikalisch beim Bloggen?
Nichts. Und schon gar keine deutsche Musik. Deutsche Musik interferiert mit meinen Bloggedanken. Überhaupt brauche ich so gut wie nie Musik in meinem Leben und schon gar nicht im Hintergrund. Geräusche habe ich den ganzen Tag. Ich finde es toll, wenn es mal ruhig ist. Deswegen käme ich nie auf die Idee zum Bloggen Musik zu hören.

Wie ist dein Schlafrhythmus – Eule oder Nachtigall?
Ich bin eine Lerche. Schon immer. Deswegen führe ich ein langweiliges Leben. Schon immer. Um 22 Uhr müde und um 5 Uhr am produktivsten.

Eher introvertiert oder extrovertiert?
Ich bin eine introvertierte Extrovertierte.

Wer sollte diese Fragen auch beantworten?
Smilla von Anders Anziehen, Cloudette (hat schon) oder Sven (hat auch schon).

Der beste Rat den du je bekommen hast?
Ruhe und Gelassenheit. (Ist es wichtig? Ist es wirklich wichtig? Wirklich? Vielleicht doch nicht? Nicht? Einatmen. Ausatmen)

Noch irgendwas Wichtiges?
Nicht jedes Auto das hupt, meint dich.

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22 Kommentare, 5 Tweets, 12 Facebook Shares, 2 Plusones

  1. Pingback: So arbeiten andere Bloggerinnen* | Isabella Donnerhall

  2. Eva sagt:

    Deinen Schlafrhythmus bewundere ich!
    An den lebensnotwendigen Geräten meine ich zu erahnen, dass du eine Mutter bist, die auch noch andere Dinge neben Hausarbeit im Kopf hat!? Meine nächste Anschaffung ist definitiv auch eine Spülmaschine ;) Ein Leben ohne Microwelle ist dagegen gar nicht so schwer.

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    • dasnuf sagt:

      Leider schaffe ich es meistens nicht um 22 Uhr ins Bett. Ich bin da nur sehr, sehr müde. Und ja, ich bin Mutter aber ich finde Bloggen, Job und Familie lässt sich gut vereinigen.

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  3. smilla sagt:

    Oh… nette Idee,
    kannst mich auch bald durchstreichen.
    Mir gefallen ja besonders deine Antworten zu “Was du besser kannst als andere” Erinnert mich an deine Renovierungsposts neulich.
    Und auch das mit dem “… ich geh arbeiten.” kann ich unterschreiben.

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    • dasnuf sagt:

      Wow! Ich wußte nicht, dass Du hier mitliest. Ich bin wirklich großer Fan Deines Blogs. Ich weiß nicht wie man das unschmalzig ausdrückt, aber Deine Artikel und Bilder berühren mich wirklich sehr und das immer und immer wieder.

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  4. Uschi sagt:

    Ich habe auch geantwortet – wie vermessen das jetzt auch sein mag… http://ronnenberg.blogspot.de/2013/05/this-is-how-i-work.html

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  5. Bis auf ganz geringfügige Andersartigkeiten – ich bin keine Lerche, habe keine Schrillionen von Zugriffen und verfüge über keine 9 Jahre Bloggerei – könnte ich den Text eigentlich rebloggen und als meine Antworten stehen lassen *grins*
    Na gut, so ein gut durchdachtes Link-Sammelsystem habe ich auch nicht und ich MUSS und DARF nicht mehr arbeiten gehen.
    Immer wieder amüsant, anderen in die Karten zu gucken – nicht beim Skat oder Doppelkopf natürlich!

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  6. Durch den Artikel im Magazin hab ich dich übrigens entdeckt. Das was da stand klang ansprechend, also hab ich mal reingelesen und komme seitdem regelmäßig hier vorbei.

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  7. Pingback: Mädchenmannschaft » Blog Archive » Isabella Donnerhall will´s wissen: Wie arbeiten eigentlich andere Bloggerinnen?

  8. <°((( ~~< sagt:

    MIXER?!?

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  9. Birgit sagt:

    Du hast keine Kaffeemaschine?????????????????

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  10. <°((( ~~< sagt:

    Ich mag den Schlusssatz. Aus gutem Grund. Lasse ich mir auf die Schädeldecke tätowieren. Von innen, dann kann ich ihn besser lesen.

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