Warum man als Städter im Urlaub aufs Land fährt, ist mir sonnenklar. Warum aber Landeier aufs Land fahren ist mir ein Rätsel. Als ich gestern so von Neustrelitz träumte, mir die hausschluchtfreien Horizonte, grüne Wiesen und die in der Sonne glitzernde Wasseroberfläche des Sees vorstellte und mich auf die Natur freute, kam mir das Haus meiner Kindheit in den Sinn. Da lebte ich zwar nicht in einem freistehenden Einfamilienhaus mitten auf dem Dorf, aber dennoch konnte man die Jahreszeiten anhand der Pflanzen beobachten. Nach nur zwei Minuten Fußweg war man am Wasser und mit dem Fahrrad oder dem Auto war man gleich in der Fränkischen Schweiz. Ein solches Haus würde ich heute zu Erholungszwecken ohne mit der Wimper zu zucken gegen Geld mieten.
Da mich allein der Gedanke an ein Haus auf dem Land in Entspanntheit versetzt, ist es umso verwunderlicher, dass mir meine Eltern nicht als die Lockerheit in Person im Gedächtnis geblieben sind. Was sie allerdings dazu getrieben hat im Urlaub Häuser zu mieten, die genauso aussehen wie ihr eigenes und nur an einem anderen Ort stehen, das bleibt ein Mysterium.
Kategorie: Ex-nuf
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You are Cl… Chlorine
You scored 40 Mass, 53 Electronegativity, 42 Metal, and 0 Radioactivity!
You are the vampire of the chemical world. You know what you want and you take it. Not only that, but you are pretty hard to get rid of. You’re either found at the center of a group of drama fanatics, or mercilessly clinging to one person and demanding their complete attention. You’re one of the few elements that can take something from someone and keep it after ditching them. You’re the type who might make a girl fall in love with you in order to meet her sister. I make this sound all bad, but you’re also pretty good at removing scum from pools.
The Which Chemical Element Am I Test written by effataigus on Ok Cupid
Bei Frau Zuckerziege gefunden. Stimmt natürlich gar nix von.
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Am Potsdamer Platz gibt es seit neustem ein Restaurant, welches sizilianische Cannoli anbietet. Großartig. Es gibt keine zweite Speise in der Welt mit der es so Spaß macht 6.000 Kalorien auf einmal zu verschlingen. Hier werden die Cannoli tatsächlich üppig mit frischem Ricotta bereitet! Anders taugt das auch nichts!
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Frau Zuckerziege lud in einem harmlos erscheinenden Schreiben zum Huhn essen ein und wies freundlich darauf hin, dass die Geladenen gerne bekannt geben könnten, wenn sie bestimmte Dinge nicht äßen. Was sie niemandem verrut, war der Umstand, dass es sich bei ihrem „Huhn“ um einen Eigennamen eines seltenen taiwanesischen Reptils handelte.
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Letztes Jahr hatte ein kleiner Denkfehler zum Osterfest eine Kette seltsamer Vorkommnisse losgelöst. Ich dachte, Nuf, dieses Jahr bleibst du mal zuhause und unternimmst was Schönes. Natürlich übersah ich, dass es in Berlin keine Berliner gibt und das dementsprechend die Stadt wie ausgestorben war, weil ganz Berlin aus Berlin floh. Ich saß also mutterseelenallein bei bestem Wetter in der Wohnung und verfiel meiner besiegt geglaubten Internetsucht. Ca. drei Stunden später hatte ich ein Blinddate im Wald. Da mir auf dem Weg zur Verabredung auffiel, dass ein solches Vorhaben keinem anderen vernunftbegabten Wesen in den Sinn gekommen wäre, traf ich eilig Vorsichtsmaßnahmen und bat meinen in Bayern verweilenden Mitbewohner, die Polizei zu alarmieren sofern ich mich bis zum Abend nicht telefonisch bei ihm melden sollte. Man solle dann die Leiche ohne Kopf im Wald suchen.
Ohne ins Details gehen zu müssen, mir wurde zwar nicht der Kopf abgetrennt, jedoch im Laufe einiger Folgeverabredungen das Portemonnaie erleichtert („Oh! Sorry! Ich hab meinen Geldbeutel vergessen!“ und „Oh, ich kann nicht zahlen, meine Brieftasche wurde mir geklaut!“).
Was ich aus der Sache gelernt habe, ist Ostern nicht in Berlin zu bleiben sondern es eifrig wie alle anderen spätestens am Gründonnerstag zu verlassen. Nachdem gestern angedacht war, sich Riga anzusehen, haben wir heute Neustrelitz gebucht. Ist fast das gleiche. Es ist im Osten, man versteht die Sprache kaum und billig ist es außerdem. Die Sehenswürdigkeiten die es laut Schullimmerick in Riga zu sehen gibt, kenne ich ohnehin schon aus dem Zirkus.
Da das Baltikum zudem so nah an Russland ist, wäre zu befürchten, dass dort die typischen Kontinentalklimatemperauren vorherrschen. Es erschien es mir folglich klüger, südlich zu bleiben, sprich in Neustrelitz.
Für meine Altersklasse genau das Richtige. Ich werde sogar mein Fahrrad mitnehmen. Ich zweifle an, dass ich jemals mehr als drei Kilometer am Stück fahren werde (die Schmerzen, die ich noch Tage später an meinem Gesäß verspüre, wenn ich 800 Meter gefahren bin, sind unsäglich!), aber ich muss schließlich ausnutzen so über die Maße mobil zu sein!
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Seit 14.09 Uhr bin ich stolze Besitzerin des Wortes zuvörderst. Wer es benutzen möchte, muss eine Schutzgebühr in Höhe von 0,03 € an mich entrichten.
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Ich interessiere mich seit jeher für Naturwissenschaften und somit auch für alle Formen von Gesetzen und Regelmäßigkeiten. Vermutlich rührt dies aus dem höchst menschlichen Bestreben stets einen festen Erwartungshorizont bilden zu können. Dies gelingt vor allem dann gut, wenn ich aus Einzelbeobachtungen treffende Vorhersagen ableiten kann. Das wiederum beschert mir Kompetenzgefühl und Bewunderung durch mein Umfeld, was auch nicht zu verachten ist.
So versuche ich bereits seit einigen Jahren herauszufinden zu welchen Gelegenheiten man das Wort „Mahlzeit“ benutzt und v.a. zwischen welchen Uhrzeiten man es als Grußformel einsetzt. Das erste Mal begegnete mir „Mahlzeit“ 1993 als ich bei Siemens arbeitete. Da begann man zwischen 09.00 Uhr und 09.30 Uhr allen Menschen Mahlzeit zu wünschen. Das Ganze endete schlagartig um spätestens 13.30 Uhr. Tatsächlich habe ich bis heute nicht herausgefunden wie die genauen Anwendungsuhrzeiten sind. Das macht es mir schwer, mich in die Gruppe meiner eifrigen mahlzeitwünschenden Kollegen zu integrieren. Kein Wunder also, dass ich stets der seltsame Vogel bleibe.

