
Idee angelehnt an diesen Tweet
Liebe Leserinnen und Leser,
ich wünsche euch frohe Weihnachten. Ich wünsche allen Gesundheit, Gelassenheit und Humor in allen Lebenslagen. Startet gut ins neue Jahr!

Liebe Leserinnen und Leser,
ich wünsche euch frohe Weihnachten. Ich wünsche allen Gesundheit, Gelassenheit und Humor in allen Lebenslagen. Startet gut ins neue Jahr!
Seit die Kinder geboren sind, geht am Wochenende ausschlafen so: Ich stehe mit den Kindern auf.
Nach ein paar Jahren und weil ich im Internet gelesen habe, dass es auch andere Modelle gibt, haben wir das Ausschlafritual modifiziert in: Ich stehe immer auf, es sei denn, ich beschwere mich lautstark, dann steht mein Mann alle drei Wochen mit den Kindern auf.
Sein nicht zu wiederlegendes Argument im Streit lautet: Im Gegensatz zu mir, schläfst Du ja gar nicht.
Damit hat er Recht. Ich habe in meinem ganzen Leben grob geschätzt zwanzig Mal länger als bis zehn Uhr morgens geschlafen. Allerspätestens um acht bin ich wach. Dennoch würde ich gerne mal nicht mit den Kindern aufstehen. Damit ich im Internet lesen kann, oder gar in Büchern oder ich blogge oder oder. Zumal wenn ich schon mal aufstehe, dann räume ich meistens auch die Küche auf, hänge Wäsche ab, mache den Kindern Frühstück, erstelle die Einkaufsliste etc. Wenn ich im Bett bleibe, mache ich das alles nicht.
Wenn mein Mann ausschläft, dann schläft er wirklich. Deswegen findet er, ganz tief innen, dass es gar keinen Sinn ergibt, dass ich „ausschlafen“ möchte.
Also streiten wir und dann schlafe ich aus. Das geht dann so:
5.00 Uhr, Kind 3.0, um 3.30 Uhr ins Elternbett gekrabbelt: „Isch bin wach!“
Beide Eltenteile tun so als ob sie schlafen
Kind 3.0: „Isch bin WAHACH!!!“
Beide Elternteile grummeln.
Kind 3.0: „Isch bin hungrisch.“
Mutter: „Es ist noch nicht Aufstehenszeit, schlaf bitte weiter.“
Kind 3.0: „Isch kann nisch. Isch bin hungrisch und durstisch!“
Vater, hebt die Decke an: „Komm‘ nochmal kuscheln.“
Kind 3.0: „Isch will nisch. WEIL ISCH BIN WACH.“
Bis 6.00 Uhr, unterbrochen von kleineren Pausen, geht die Konversation weiter.
Aus dem Nebenzimmer schreit Kind 2.0 „Ich will schlafen! Könnt ihr mal leise sein?“
Darauf folgt Diskussion mit Kind 2.0, die zum Inhalt hat, dass das im Grunde ALLE Familienmitglieder wollen außer Kind 3.0. Während Kind 2.0 im Verlauf der Diskussion wieder einschläft, dämmert es.
Kind 3.0: „Die Sonne ist aufgegangen! Aufstehen!“
Da es fast 7.00 Uhr ist, steht der Vater mit dem Kind auf. Die Tür des Schlafzimmers bleibt geöffnet. Alle Lichter werden angestellt, Kleidung wird lautstark aus dem Schrank geräumt. Kind 3.0 nimmt sich sicherheitshalber die Legokiste mit in die Küche.
Selbst wenn ich theoretisch in der Lage gewesen wäre wirklich zu schlafen bin ich seit 5.00 Uhr wach. Wenn mein Mann sich dann aufgequält hat und im 7.00 Uhr aufsteht, dann bin ich auch hungrig und durstig und muss Pipi. Aber weil ich ja ausschlafen darf, kann ich nicht aufstehen.
Deswegen liege ich wach und übellaunig bis Punkt 8.00 Uhr im Bett und manchmal google ich in der Zeit nach diesem utopisch teuren Wecker, der den Kindern zeigt, ob sie aufstehen dürfen oder nicht und mache mir vor, er würde helfen. Ich lege ihn in den Einkaufskorb, blogge ein bisschen und oh jetzt ist 8.00 Uhr. Ich stehe dann mal auf.
Die passenden Tweets dazu:
Der Tiefschlaf-Reflex, der durch morgens auftauchende Kinder bei Männern ausgelöst wird, steht in direktem Zusammenhang zur Scheidungsquote.
— Ti Na (@werdenundsein) December 15, 2013
@werdenundsein @dasnuf bei uns ist das ein Partnerspiel: rühr dich nicht! Leider könnte ich heute morgen Husten nicht unterdrücken. #loser
— Paulus Müller (@PaulusMueller) December 15, 2013
@PaulusMueller Das Spiel hat einen Namen: Elternmikado. Blöd gelaufen für dich ;-) @dasnuf
— Ti Na (@werdenundsein) December 15, 2013
Als Reaktion auf meine selbstgemalte Pixi-Buchrückseite, habe ich heute vom Carlsen-Verlag ein grandioses Paket bekommen. Ich habe mich riesig darüber gefreut. Das Paket enthält ausgewählte Pixis OHNE Bastelanleitung (extra für mich <3!). Außerdem eine ganze Dose selbst gemachter Kekse, einige Stempel und Hörspiele. Zufälligerweise ist auch was von Ritter Bodobert dabei. Den mag ich sehr. Er trägt am liebsten einen rosafarbenen Morgenmantel und ernährt sich von Königsberger Klopsen.

Ich bin außerdem beeindruckt vom Social Media Monitoring und so wie beim Team der Tollabox, steckt da meiner Meinung nach (auch wenn das natürlich eine Art Marketing ist) viel Liebe zur Zielgruppe drin. Und Humor. Mit Humor bekommt man mich natürlich. Denn ganz ehrlich: Als ich die Pixi-Figur gezeichnet habe, hatte ich sogar ein bisschen Angst, dass das ein Problem sein könnte. Mir sind gruselerregende Fallbeispiele wie z.B. Jack Wolfskin bekannt. Ich war deswegen doch beruhigt, dass Kind 2.0 beim Anblick meiner Zeichnung gesagt hat: „Hä? Das ist doch voll falsch. Es fehlt der gelbe Hintergrund, die Detailzeichnung zur Bastelanleitung und Pixi stimmt farblich gar nicht.“ Die wahre Zielgruppe, die Kinder also, die kennen Pixi ganz genau und lieben die Bücher.
Also: vielen Dank lieber Carlsen Verlag* für die große Freude!
Und nochwas: Wenn ich das instagrame und twittere und das wird auch noch gefavt, dann bin ich richtig gerührt und fühle mich schon wieder so flauschig. Danke auch für jede einzelne Bekundung, dass ihr euch mit mir freut, ganz ehrlich. Für alle, die mir jetzt sagen wollen, wie doof das ist: Bittedanke, nutzen Sie die Kommentarfunktion.
—
*Der Pobeißer aus der U8 ist übrigens auch eine Figur aus dem Repertoire des Carlsen Verlags und uns aus Ritter Rost „Die fantastischen Fünf“ bekannt.
Sven vom Zwillingswelten-Blog hat mir ein paar Fragen weitergereicht.
1. Was machst du / ihr bei Schnee?
Wir haben hier ein Schneeproblem. Kind 3.0 hat kurz vor Weihnachten Geburtstag. Es glaubt, dass der Geburtstag direkt an das Ereignis „es schneit“ gekoppelt ist. Das bedeutet für uns folgendes: Wenn es zu früh schneit: Panik! Das Kind hat ja noch gar nicht Geburtstag! Hoffentlich hört das bald auf! Hoffentlich bleibt das nicht liegen! Hoffentlich schaut das Kind nicht zum Fenster raus. Notfalls ziehen wir die Vorhänge zu. Sollte das Kind den Schnee dennoch entdecken, verlangt es nach Kuchen, Party und Geschenke. Liefern wir diese nicht, beharrt es darauf, dass wir das alles in Ermangelung elterlicher Liebe verweigern
Es kann natürlich auch sein, dass es am Geburtstag nicht schneit. Das Kind verweigert dann jegliche Geburtstagsaktivitäten. Der Kuchen wird zur Seite geschoben und ob seines Temperaments wirft das Kind die hübsch verpackten Geschenke im hohen Bogen in den Flur.
Lediglich 2011 hatten wir das Glück, dass es am Geburtstag wirklich schneite. Das Kind wachte auf, lief zum Fenster, entdeckte den Schnee und trällerte voller Freude: „Isch hab Geburtstach! Her mit die Geschenke!“. Das war echt schön 2011.
2. Schlitten schon entrostet?
Öhm.
3. Was gibt es Weihnachten bei euch zu essen?
In meiner Familie wurde immer aufwändig gekocht. Deswegen bestehe ich auf 4 Gänge Menüs. So ein Quatsch wie Kartoffelsalat und Wiener kommt mir nicht auf den Tisch. Es muss schon mindestens ein Braten mit Klößen und irgendeinem schwer zu besorgenden, exotisches Gemüse sein. Oder komplizierten Fisch und ich bestehe darauf, dass der bio sein muss. Mein Mann freut sich auch immer sehr auf Weihnachten.
4. Was macht ihr mit nicht so tollen Geschenken?
Die schenken wir weiter oder wir verkaufen sie. Es sei denn, sie sind von Mama oder Papa (oder den Schwiegereltern). Dann räumen wir sie in den Keller und wenn die zu Besuch kommen, stellen wir sie deutlich sichtbar wieder auf. Den Kindern geben wir vorher Geld damit sie nichts verraten.
5. Was versuchst du besser als deine Eltern zu machen?
Es gibt ja den schönen Spruch: Meine Eltern waren die besten Eltern, die sie sein konnten. Deswegen möchte ich das was ich als Mutter mache, nicht in Kontrast zu dem setzen, was meine Eltern gemacht haben.
Es gibt lediglich Sachen, die mir persönlich wichtig sind und an denen ich arbeite. Ich versuche gelassen zu sein und ich versuche in Sachen Prioritäten und Situationseinschätzungen die Sicht der Kinder einzunehmen. Ich bemühe mich, dass wir über die meisten Dinge lachen können statt darüber zu streiten und ich versuche mich auch von den Kindern argumentativ überzeugen zu lassen. Kind 2.0 ist ziemlich gut im Argumentieren. Das ist gelegentlich anstrengend, aber ich finde es toll, wenn ich meine Meinung ändern kann.
Wenn ich etwas falsch mache, entschuldige ich mich. Das hat mich am Anfang Überwindung gekostet, aber jetzt fühlt es sich gut an fehlbar zu sein.
6. Schaffst du Weihnachten ohne Blog, Twitter und Co klarzukommen?
Yo. Schaffen kann ich das. Genauso wie im Urlaub. Aber ob das nötig ist, ist die andere Frage.
7. Gibt es techniches Spielzeug für den Nachwuchs?
Ja. Die Großeltern sind sehr technikaffin.
8. Worauf freust du dich 2014?
Darauf hoffentlich wieder das Meer zu sehen und auf Franken im Sommer. Ich bin, seit ich dort weggezogen bin, sehr verklärt in die Landschaft, die Bierkeller und das Essen verliebt.
9. Was bewegt dich derzeit am meisten?
Wie man Familie, in Euro entlohnte Arbeit und das Bloggen unter einen Hut bekommt.
10. Worauf kannst du gerne verzichten?
Beim Campen merke ich das immer wieder: Auf alles außer die Menschen, die ich liebe. Naja und auf Dominosteine nicht. Ohne Klöße wärs auch doof. Na gut, Internet ist natürlich auch sehr toll… äh und auf das ein oder andere technische Gerät…
11. Welches Buch sollte ich 2014 unbedingt gelesen haben?
Bücher sind überschätzt. So wie Blogs oder das Fernsehen oder Kino oder Zeitungen oder oder oder. Man muss gar nix.
Ich reiche die SEO-Maßnahme das Stöckchen weiter an:
Berlinmittemom
Geborgen wachsen
Cloudette
Frische Brise
Mama arbeitet
Jademond
Die Fragen könnt ihr von oben übernehmen oder ergänzen mit den Fragen, die mir gerade eingefallen sind:
Die Regeln sind: die Regeln sind aufgehoben
https://twitter.com/maltewelding/status/406418560051712000
https://twitter.com/Psychisch_labil/status/406176307190329344
https://twitter.com/Louis_CK_Comedy/status/405756707961192448
Feminism, according to stock photography: http://t.co/QJbEyn6e6V pic.twitter.com/5ubQDTbs0u #candy
— New York Magazine (@NYMag) November 26, 2013
Ich bin jedes Jahr wieder überrascht, wenn ich die Rechnung der überflüssigen Auslandskrankenversicherung bekomme. Seit 2004.
— Schisslaweng (@Schisslaweng) November 24, 2013
KÜNDIGT JETZT!
https://twitter.com/meterhochzwei/status/404496601659744256
Definiere Deutschland:
Pfandautomat reklamiert zerdrückte Flasche.
Kunde richtet Flasche.
Automat akzeptiert Flasche.Und zerdrückt sie.
— Hermes Trismegistos (@hermes3s) November 23, 2013
"Tschüss Barack."
"Tschau Angela."
"Klick."
"Klick"
…
"Klick" "Klick" Klick" Klick" "Klick"— Walter White (@HE15EN8ERG) November 19, 2013
Dass ich meinen Tee ständig versehentlich viel zu lang ziehen lasse, ist extrem bitter.
— Heinrich Wawerka (@wawerka) November 18, 2013
Um das Kind zum ausdauernden Spielen zu bewegen, benutze ich die Zauberformeln "Zieh Dich an", "Räum auf" oder "Beeil Dich, wir müssen los".
— uisge beatha (@Los_Sindos) November 16, 2013
Dogaphant pic.twitter.com/MhSIm4rNtm
— Animal Mashups (@AnimalMashups) November 13, 2013
Ich merke bei Layer Ads immer, dass ich im Grunde meines Herzens ein jähzorniger Mensch bin.
— Max. Buddenbohm (@Buddenbohm) November 13, 2013
Wir sind die Generation, die aufpassen muss, was ihre Kinder UND ihre Eltern im Internet anklicken.
— andreija (@andreija) November 12, 2013
Und manchmal läßt die LUSH-Verkäuferin heimlich die Mitarbeitertoilette offen, um etwas frische Luft in den Verkaufsraum zu lassen.
— Jeannie (@wuckerbattezart) November 10, 2013
"Ja."
"Ist das die Selbsthilfegruppe für Zeitreisende?"— Schnupperluft (@Schnupperluft) November 8, 2013
This wins the Internet today. pic.twitter.com/sdfwNgEa61
— dr. jeff (@nerdfaced) November 6, 2013
bei whatsapp gibt es ca. zehn weinende emojis. damit kann man eine folge homeland recht exakt nacherzählen.
— katjaberlin (@katjaberlin) November 4, 2013
jaja, dieses paare tauschen ihre klamotten ding ist super lustig. pfff. pic.twitter.com/RuofaMBQfE
— Herm (@hermsfarm) November 3, 2013
Wer es noch nicht weiß, das Graphitti-Blog gibt es als Buch. Genauer gesagt als zwei Bücher. Das zweite (Was wir tun, wenn es an der Haustür klingelt) habe ich von Katjaberlin als Rezensionsexemplar geschenkt bekommen.
Ich konnte es leider nicht vollständig lesen, weil Kind 1.0 es mir sofort aus der Hand gerissen hat. „Saucool“ findet es das Buch. Immer wenn es in der Schule war, habe ich mir das Buch zurück geholt und kann das bestätigen (auch wenn ich mich vielleicht anders ausdrücken würde).
Die optimale Lektüre für Eltern, die im Alltag maximal fünf Minuten ohne Unterbrechung was machen können oder eben für (angehende) Jugendliche, deren Aufmerksamkeitspanne … oh schau mal ein witziges Katzenvideo.
Wer sollte dieses Buch lesen?
Leider unsäglich langweilig. Aber jetzt hab ich schon getippt.
Spiel: Man gibt den Buchstaben in den Browser ein und kopiert die URL, die dort erscheint.
A – Amazon.de (Moralisch zweifelhaft, ich weiß)
B – Bahn.de
C – christoph-koch.net (Kann ich empfehlen)
D – Dasnuf.de (Nein, ich bin nicht selbstverliebt!)
E – ebay.de (Das erstaunt mich)
F – facebook.com (Es ist ziemlich unspektakulär dieses Spielchen)
G – geborgen-wachsen.de (Kann ich auch sehr empfehlen, aber das erwähnte ich bereits)
H – herzdamengeschichten.de (Siehe C & G)
I – NIX (unfassbar)
J – journelle.de (Siehe C, G & H)
K – katjadittrich.de (Ähm, ich steuere offensichtlich diverse Blogs von Hand an o_O)
L – lindex.de (Die Babysachen! Leider habe ich kein Baby mehr.)
M – mail.google.com
N – nido.de/artikel/links-der-woche-teil-43 (Warum ausgerechnet Teil 43?)
O – ostel.eu (Hm, wollte ich mal ausziehen?)
P – http://www.pagerank.comlex.de/ (Ach Du schande)
Q – NIX
R – http://www.rundfunkbeitrag.de/ (Als brave Bürgerin!)
S – www.subtitleseeker.com (*hust* Es ist nicht wie ihr denkt)
T – twitter.com (Nein, nein. Ich bin nicht Social Media süchtig)
U – http://www.u18.org/das-projekt-u18/ (Für die nächste Wahl merken)
V – NIX
W – http://wirres.net/ (Siehe K)
X – NIX (Ich schreibe da doch nicht Xing hin, das ist VOLL peinlich)
Y – youtube.de
Z – zeitfuermehrzuhause.de (Aus Gründen)
An Abenden wie gestern weiß ich, warum ich Berlin so liebe. Trotz der vermüllten Straßen, trotz der vollgeschmierten Wände und der Hunde, die auf die Gehwege kacken. Denn zu all den hässlichen Seiten der Stadt gibt es auch die, die strahlend schön sind. So zum Beispiel das Festival der singenden Balkone.
Insgesamt gab es drei Routen, denen man gestern ab dem frühen Abend folgen konnte, um von Balkon zu Balkon zu ziehen. An der jeweils angegebenen Adresse erschien zur angekündigten Uhrzeit eine Sängerin, eine ganze Band, eine Gruppe von Menschen, mit und ohne instrumenteller Begleitung. Weil wir mit Kindern unterwegs waren, konnten wir nur sechs Stationen anhören. Das habe ich ein wenig bedauert und sollte das Festival nächstes Jahr wieder stattfinden, werden wir auf jeden Fall einen Babysitter organisieren.
Schon von weitem konnte man an der entsprechenden Adresse den Balkon erkennen, von dem herunter in gesungen werden würde. Die Balkone waren mit Lichterketten und Nachttischlampen in Szene gesetzt und zur angekündigten Uhrzeit erschien der oder die Sängerin.
Wir haben uns die Gundigang angehört, die Gundermann sang (und teilweise auch herzerfrischend grölte). Hörten Tobi wie er mit Konzertbegleitung von CD Mozart und List in die Nacht sang.
Wir sangen auf Geheiß von Andreas Max Martin großartige Refrains seiner selbstgeschriebenen Lieder „Damenwahl (in Boltenhagen), Komm zu mir (Immer wenn ich schwimme, hör ich eine Stimme), Draußen liegt Schnee, drinnen liegst Du“ und zogen weiter zu Ursula, die sehr ambitioniert Radiohead und Aha-Songs zum Besten gab. In der Zwischenzeit waren aus den 50 Zuschauern rund 200 geworden und wir hörten Nature in the City (unbedingt klicken und die Lieder dort anhören! Sehr großartig!),
um dann weiter zu den vier Sängerinnen von Peperuda, die mit bulgarischer Folklore Fahrradfahrer und zufällige PassantInnen zum stehen bleiben brachten. Die Gruppe der ZuhörerInnen war in der Zwischenzeit so groß geworden, dass die Straße abgesperrt werden musste, damit Autos weiter passieren konnten. Die Sängerinnen hatten anscheinend nicht mit so vielen Menschen gerechnet und hopsten erstmal ein Paar Minuten und klatschten vor Freude in die Hände bevor sie lossangen.
Bis dahin waren schon 2,5 Stunden vergangen und wenn ich vorher Zweifel hatte, ob ich wirklich Lust haben würde, mehrere Stunden durch die kalte Nacht zu wandern und vor Balkonen rumzustehen, kann ich im Nachhinein sagen, es tat mir wirklich leid, dass wir nach Hause mussten, weil die Kinder keine Lust mehr hatten mitzulaufen.
Ich fand die Mischung der Vorstellungen wirklich sehr gelungen. Ich hab einfach nur zugehört, mich an Texten und an Stimmen erfreut, ich war ergriffen und fast zu Tränen gerührt. Ich habe laut lachen müssen, ich hab mitgesungen und manche Sachen haben mir so gut gefallen, dass ich gerne sofort eine CD gekauft hätte.
Für nächstes Jahr würde ich meinen Balkon gerne meinen singenden Freunden (@twatlik!) anbieten. Ich würde auch hübsch schmücken und äh Blumen ins Publikum werfen (naja gut und Klöße für die Sänger kochen).
Es war großartig. Den OrganisatorInnen herzlichen Dank! Bitte wiederholt das 2014! Den Sängerinnen und Sängern meinen Respekt für ihren Mut und ihre Leidenschaft.
—
rbb Beitrag Singende Balkone
(Die Vine-Aufnahmen sind schlecht, leise und viel zu kurz – aber mehr habe ich leider nicht)