Es ist nicht einfach mit diesen Medienpädagogen als Eltern

Mein Blick, wenn die Eltern wieder was über mein Internet wissen wollen

Es ist nicht einfach mit diesen Medienpädagogen als Eltern

Wobei es ja manchmal nützlich  ist (und warum genau – das erfahrt ihr jetzt!). Denn wenn es heißt: „Es gibt bald kein Youtube mehr! YouTube wird abgeschaltet!!1!“ und alle rasten aus, dann geh ich einfach zu meinen am Handy sitzenden Eltern und frag: „Maaaaamaaa , Papaaaaaaaa, wieso gibt es bald kein Youtube mehr?“ Die bleiben gelassen und sagen :“Das stimmt nicht. Da ist wohl etwas falsch übermittelt worden.“ und dann halten sie einen laaangen Vortrag über die EU-Urheberrechtsreform und deren Folgen.

Halt! Bin ich noch wach? Ja.

Was halt nervt ist: Sie wollen ALLES wissen. Wenn man dann ein neues Spiel mit Werbung hat, meinen sie nur „Hm, das finde ich aber nicht so gut.“ oder wenn ich was gucken will, fragen sie wirklich JEDES Mal: „Was guckst duuuuu ?“und innerlich rollen meine Augen knirschend nach oben (OK, vielleicht manchmal auch äußerlich…).

Neben den nervigen Sachen, hat es aber tatsächlich auch Vorteile. Eben weil man viel mehr mit Erwachsenen (was ich ja ganz gern mach) über das Internet reden kann. Außerdem ist man irgendwie mehr in die Gesellschaft eingebunden. Man interessiert sich dann auch für ganz andere Dinge als vorher und je älter man wird, desto mehr bekommt man auch mit. Es öffnen sich dann auch viele Türen.

Alsooo mein Fazit: Als Kind lernt man vieles dazu und kann hinterher mitreden. Leider kann man  aber auch nicht immer „dasselbe“(naja halt nicht drei Tage durch irgendeine Website scrollen und das Essen und Trinken vergessen.) wie die anderen Kinder machen. Achso, noch fast vergessen: Wenn man dann immer sagen muss, was oder wen anguckt, dann kommen die mit eigenen Sachen an und sagen: „Der und die ist ja voll lustig!“ und daraus ergeben sich schöne Momente. Zum Beispiel schauen Kind 3.0 und ich Youtube und die Eltern kommen dazu und wir gucken eine Stunde zusammen und abwechselnd lacht jeder von uns und eigentlich lachen wir einfach über alles, weil man mit jeder Altersklasse zusammen ist und immer etwas findet über das man lachen kann.

Insofern – es ist machmal etwas nervig, aber ich glaube, es hat schon mehr Vorteile.

Kind 2.0 <2
P.S.: Oh Gott, hab ich lange nach dem Kleinerzeichen gesucht!

 

Glaubt ihr wahrscheinlich nicht - aber ich lese total gerne Bücher. Wenn Dir meine Blogartikel gefallen, bezuschusse doch meinen Buchkonsum? Das freut mich. (Nein, Mama, Du kannst mit dem Geld nicht durchbrennen!)

96 Gedanken zu „Es ist nicht einfach mit diesen Medienpädagogen als Eltern“

  1. ******************KOMMENTAROMAT**********************
    Gerne gelesen :)
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  2. Was für ein schöner Text!
    Ich befinde mich genau dazwischen. Ich bin selber mit Eltern aufgewachsen, die keine Medienkompetenzen gelernt haben und alles glauben, was im Fernsehen läuft. Entsprechend konnte ich aber auch alles machen, was ich wollte, was vielleicht nicht immer so gut war. Ehrlich gesagt war ich aber auch relativ brav was das angeht.
    Jetzt bin ich selber Mutter und meine Tochter ist zwar erst anderthalb Jahre jung, aber Medien sind da trotzdem schon ein Thema. Es gibt nämlich auch für solch kleine Zwerge schon Angebote und da muss man als Eltern auch schon abwägen. Allerdings bestimmt man da als Eltern auch noch viel mehr als man bei Kindern in deinem Alter machen würde. Ich denke auch jetzt schon manchmal nach, wie ich dieses oder jenes handhaben würde, wäre die Kleine schon älter, zum Beispiel wenn ich hier auf dem Blog von Spielen oder Sendungen lese. Aber in den Jahren bis dahin hat sich ja schon wieder so viel verändert und die Themen von heute sind alter Käse.

    Es ist interessant das mal aus Kinderperspektive zu lesen. Der Text war wirklich gut geschrieben, hat mir gut gefallen.
    Liebe Grüße,
    nickel vom bruellmausblog

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