Friendly fire

Am 31.01.2020 fand in Berlin der 2. Väter-Summit statt. Ich war dort, um gemeinsam mit Marco Krahl von Men’s Health Dad den Thementisch „Mental Load“ zu betreuen.

Noch am selben Tag fand ich vermehrt – teilweise harte – Kritik zum Hashtag #vätersummit in meiner Twitter-Timeline. Mir wurde u.a. zu verstehen gegeben, ich hätte mich als Quotenfrau instrumentalisieren lassen. U.a. ausgelöst durch Bilder wie dieses hier:

Deswegen versuche ich in diesem Artikel mal meine Gedanken zu sammeln. Über Twitter geht das aufgrund der Zeichenbegrenzung nur schwer und überhaupt ist die Kommunikationskultur auf Twitter ja sehr auf Eskalation ausgelegt, was einen konstruktiven Austausch schwer macht.

Schauen wir uns das Bild an. Ohne Kontext – keine Frage: WTF? All-Male at it’s best.

Jetzt der Kontext dazu: Das Bild wurde zum Anschluss der Veranstaltung gemacht. 17.30 Uhr, viele sind schon gegangen, lediglich die Anbieter (ich bin mitgemeint in der männlichen Schreibweise) der Thementische sind noch da.

Vor den Thementischen gibt es einen Input von der Familienministerin Giffey, der Leiterin Forschung und Beratung des Sinus Instituts Dr. Silke Borgstedt, sowie dem Personalchef Cawa Younosi der SAP, sowie zwei Paneldiskussionen (besetzt mit jeweils 2 Frauen und 2 Männern, moderiert von einer Frau). Im 1. Teil des Summits gibt es also einen kleinen Überhang an Frauen auf der Bühne.

Insgesamt gibt es 12 Thementische, die jeweils von einem Experten und einem Role Model angeboten werden:

  • Karriere in Teilzeit
  • Familie und Beruf partnerschaftlich aufteilen
  • Flexible Arbeitszeit und Arbeitsort durch Homeoffice und mobile Arbeit – Was sind wichtige Voraussetzungen für die erfolgreiche Umsetzung?
  • Papa 4.0 – Vaterrolle zwischen digitaler Arbeit und analogem Nachmittag
  • Mental Load – wenn plötzlich alles zu viel wird
  • Eltern sein – von Anfang an Paar bleiben
  • Trennung, Patchwork und Co. gut managen
  • Instagram, TikTok & Co. – Was machen die da eigentlich? 
  • Das passende Beziehungs- (statt Erziehungs-) Konzept für mich und meine Familie
  • Wenn Vereinbarkeit nicht bei den Kindern endet – Was tun, wenn die Eltern pflegebedürftig werden? (aufgrund von Krankheit abgesagt)
  • Kulturarbeit ist Väterarbeit! 
  • Väternetzwerke werden politisch – Wie können sich die Väternetzwerke untereinander verbinden und gesellschaftspolitisch aktiver werden?

Ingesamt also 12 Themen, die zum allergrössten Teil doch in den Carebereich fallen, oder? In einen Bereich, in den Männer stark unterrepräsentiert sind. In einen Bereich, in dem Männer fehlen und in dem stetig gefordert wird: Männer, übernehmt ENDLICH Verantwortung! Es sind auch eure Kinder, ihr seid Teil der Paarbeziehungen, es sind eure Familien: Go, go, go!

Dem gegenüber stehen veraltete Rollenstereotypien: Der Mann als alleiniger Versorger der Familie, Männlichkeit, die an Karriere hängt, Karrieren, die an Präsenzzeiten hängen, Unternehmenskulturen, die TZ arbeitende Männer für Waschlappen halten, durchschnittliche Elternzeiten bei Männern von 3,1 Monaten (wenn sie überhaupt genommen wird, denn 2/3 der Männer nimmt weiterhin keine Elternzeit…)

Schauen wir wieder auf das Bild: Da stehen sie also, die Männer, die es anders haben wollen, die zusammengekommen sind, um sich auszutauschen und Wege zu finden.

Ist das wirklich Kritik wert? Wirklich, wirklich? Ist die Veranstaltung kritisierenswert?

Ich verstehe es nicht, ehrlich.

Ja, Frau Giffey scheint blinde Flecken zu haben und für eine bestimmte Familienpolitik zu stehen, die v.a. von Alleinerziehenden kritisiert wird, weil u.a. zu wenig gegen Kinderarmut unternimmt. Ich kann das nicht beurteilen, ich habe nur ihre Rede gehört und da hat sie sehr verteidigt, dass in ihrem Ministerium (Bundesministerium für Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend) sehr wohl die Frauen, nicht aber die Männer adressiert sind, auch wenn die zu den Familien gehören. Sie hat sinngemäß gesagt: So lange es Lohnlücke >20% gibt, so lange es einen Gap in der Rente von ca. 50% gibt, so lange Frauen so drastisch häuslicher Gewalt ausgesetzt sind, so lange die meisten Alleinerziehenden Frauen sind, so lange bleibt da das Wort Frauen.

Ja, das Framing „Summit“, naja, naja Gipfeltreffen… vielleicht hätte es eine Nummer kleiner wie „Netzwerktreffen“ auch getan.

//Passend dazu übrigens der Input von Cawa Younosi, der sehr deutlich darauf hingewiesen hat, dass man sich manche Worte sparen kann, weil sie lächerlich sind…

Und pffft, ich fands auch ein bisschen ironisch, dass sich ausgerechnet auf einem Vätertreffen eine Organisation, die sich „Notfallmamas“ nennt, dafür sorgt, dass Väter sich zu Familienthemen austauschen können, weil sie die Kinderbetreuung übernehmen…

Aber ist das alles ein Grund sich gegen eine solche Veranstaltung auszusprechen? Ist das nicht friendly fire? Die einen Feministen gegen die anderen, weil die nämlich keine richtigen Feministen sind?

Bin ich blind, weil ich selbst Teil der Veranstaltung war? Ist es Dissonanzreduktion, dass ich die ganze Veranstaltung bereichernd fand und den Austausch an meinem Tisch speziell konstruktiv fand? In den Gruppen war alles dabei von: „Ich weiß was Mental Load ist und mit meiner Frau habe ich gemeinsam diesen und jenen Weg gefunden“ bis „Also ich hab auch Mental Load, ich muss nämlich einmal im Jahr an die Bestellung des Heizöls denken“ – aber selbst bei der letzten Gruppe – die haben sich freiwillig an meinem Tisch eingeschrieben, haben mitdiskutiert, sich Literaturtipps (Gemma Hartley, Emmaclit,…) geben lassen und sich mit „Ich hab jetzt Stoff zum Nachdenken, vielen Dank!“ verabschiedet.

Alle Thementische haben Wünsche an Unternehmen, Politik und Väter gesammelt. Bei uns standen auf dem Flipchart wie z.B.:

  • Vollzeit muss für alle deutlich weniger als 40 Std/Wo sein
  • Es darf keine Unterscheidung von Müttern/Vätern in Unternehmen geben, wir sind alle Elternteile
  • Vaterschutz damit die Väter die ersten Wochen auch beim Kind sein können und mit den Müttern gemeinsam die ersten Erfahrungen sammeln
  • Neue Meetingkultur, keine Treffen vor 9.30, keine nach 15 Uhr
  • Gute Kinderbetreuung, gut ausgebildete und fair bezahltes Erziehungspersonal

Ich dachte immer „wir“ Feministinnen wollen genau das?

Und noch eine Frage: Wie sieht denn optimalerweise eine Veranstaltung aus, die Männer in den Fokus der Verantwortung nimmt? Warum genau darf es da keinen Männerüberhang geben? Wie sehen Safe Spaces für Väter aus, wo sie sich jenseits „Du Lusche machst 12 Monate Elternzeit? Du stehst ja schön unter dem Pantoffel Deiner Frau…“ austauschen können?

Und ja, ich habe wirklich darüber nachgedacht: Alle All-Male-Veranstaltungen haben Argumente warum es bei ihnen dieses eine Mal halt so und auch logisch war, dass es so ist. Ich habe auch darüber nachgedacht, ob hinter dem Treffen ein männliches Abgrenzungsbedürfnis stand. Ich hab auch darüber nachgedacht, ob ich quasi einer Gendermarketing-Argumentationslinie aufsitze: „Yo, da steht Für Väter drauf, aber Mütter können doch auch teilnehmen?“

Am Ende bin ich aber für mich zu dem Ergebnis gekommen: Das Väter-Summit war eine gute Sache. Es ist immer Luft nach oben, ja. Aber das war das 2. Treffen und da wäre ich in den Details nachsichtig. Dennoch danke an alle, die mir ihre Sichtweise – auch wenn sie von meiner abweicht – dargelegt haben. Dieses mal bleibt es bei „we agree to disagree.“


140 Gedanken zu „Friendly fire“

  1. Hallo Patricia,

    vielen Dank für die Einblicke/Teilhabe.

    „Ist das nicht friendly fire?
    Die einen Feministen gegen die anderen, weil die nämlich keine richtigen Feministen sind?“

    Es ist so klassisch deutsch: Kritik, um der Kritik willen. Es geht wenig um Inhalt, viel um dass sich gegenseitig anstacheln zum Aufregen und dabei sich zu verschwestern oder zu verbrüdern. Man könnte es auch schlicht „Meckern“ nennen.

    Ich persönlich finde den Väter Summit eine elitäre, grenzwertige und nicht progressive Veranstaltung, die aber egal wie ich sie finde, ihre Berechtigung hat.

    Denn neben den Kritikpunkten hat so eine Veranstaltung einen entscheidenen Mehrwert: Der Input wird zum Output. Die Teilnehmer*innen tragen diesen in ihre sozialen Gefüge, in ihren Firmen, in ihre Familien.
    Es geht um Wahrnehmung, um Sichtbarkeit von Themen, die verhandelt werden müssen. Und dann geht es um konkrete Ergebnisse.

    Wir bleiben oft in der Kritik stecken. Weil’s sich dort so schön politisch korrekt anfühlt und man auf der richtigen Seite steht (aka: Habe eine Ungerechtigkeit, einen Fehler entdeckt…)

    Ich erinnere mich daran, dass du letztes Jahr (scharfe) Kritik am Female Future Force Day geübt hast. Das war auch erst das 2.Mal, dass diese Veranstaltung abgehalten wurde. Ich war Teilnehmerin (habe übrigens das in Bloggerkreisen schwer kritisierte nicht vorhandene Sozialticket einfach selbst umgesetzt, in dem ich einer Freundin, die sich diese Veranstaltung nicht hätte leisten können, ein Ticket geschenkt habe) und fand die Veranstaltung durchaus sehr bereichernd. Als ich anschließend das krass negative Feedback von kleineren und größeren Accounts gelesen habe, ist interessanterweise dieser Effekt (Bereicherung) verpufft. Ich habe mich nur noch mit der Kritik befasst, nicht aber mit dem, um was es eigentlich ging.

    Und um deine Worte zu nehmen:

    „Es ist immer Luft nach oben, ja. Aber das war das 2. Treffen und da wäre ich in den Details nachsichtig.“

    Denn auch bei so einer Veranstaltung wie dem FFF gibt es einen Mehrwert. Die Besucher*innnen tragen diesen Input und die Motivation nach aussen. Auch wenn noch nicht alles ideal war, gab es tolle Vorträge, interessante Einblicke, Möglichkeiten sich zu vernetzen (wenn man Bock drauf hat), Inspiration, Wissen. Und eben Luft nach oben.

    Was ich damit sagen möchte: wir kritisieren zuviel. Und davon viel zu selten zielführend oder optimierend. Es geht vor allem darum, die Fehler des/der Anderen aufzudecken und sich darin hübsch einzurichten. Es wird Macher*innen in D sehr schwer gemacht, weil sich immer jemand auf den Schlips getreten fühlt und dadurch ernsthafte Innovation teilweise ganz hart verhindert wird.

    Denn auch das ist allgemeiner Konsens: Vom Reden ist noch nichts getan.

    Es war ein 2. Vätersummit.
    Es wird einen 3. geben und wenn der 4. immer noch so „elitär“ daherkommt, dann wird’s vielleicht keinen 5. geben.

    1. Ich hab meine Freitickets vom FFF als ich dort Rednerin war übrigens auch gespendet.
      Das löst aber das Problem nicht, dass dort trotz umfangreichen Sponsorings das Essen wahnsinnig teuer war und man für einen Kaffee seine Daten hergeben musste.
      An mehr öffentliche Kritik durch mich kann ich mich nicht erinnern. Hilf mir gerne auf die Sprünge.
      Vielleicht verwechselst du mich mit jemanden wie Ruth Herzberg? Ich finde in meiner Historie so tiefgängige Bemerkungen wie „Füße rasiert. Ich bin ready für den #femalefutureforceday !“

      Im Übrigen finde ich gar nicht kritisieren nicht den richtigen Weg. Das ist ja auch eine Art Feedback, die Verbesserung zum nächsten Mal erlaubt. Ich mag nur das Pauschalisieren und das Ausdemkontextreißen nicht (v.a. dann nicht, wenn man nicht Teilnehmer*in war und dann bestimmte Aspekte außer acht lässt, wie z.B. die erste Hälfte des Tages)

      1. Vielen Dank für deine Antwort!

        Um meine Aussage in eine Perspektive zu rücken: Ich erinnere mich, dass sehr viel negatives Feedback aus der Bloggergemeinde kam. Es kann gut sein, dass ich bei dir da mehr erinnere, als du eigentlich wiedergegeben hast. Entschuldigung dafür.

        Ich finde Kritik auch richtig und gut.
        Oft scheint es aber nur um das Feindbild zu gehen, aus dem eine ganz bizarre Form der Energie und Zugehörigkeit generiert wird, nicht aber um den eigentlichen Inhalt. Das bietet als (Kritik-)Konzept wenig Perspektive.

        Um nochmal das Beispiel des FFF zu nehmen – es wurde viel über das zu teure Essen, die Goodiebag, den Datenschutz bei der Kaffeeausgabe, die Exklusion von finanziell schlechter gestellten Frauen etc. geredet. Die Inhalte – sprich die Vorträge, die Masterclasses, der Austausch – kein Thema mehr.

        (Man hätte sich sein Essen und eine Thermoskanne Kaffee auch mitbringen und die Goodiebag einfach hängenlassen können. Und am Rande eines inhaltlichen Austausches anbringen, dass bei den genannten Punkten noch Luft nach oben ist.)

        Primär sollte es um den Inhalt/Output und sekundär um den Rahmen gehen.
        An letzterem kann und muss immer justiert werden – nach Bedarf und Feedback.

        Wenn ein 2.Vätersummit mit spannende Thementischen, interessantem Austausch und progressiven Ergebnissen aufwarten kann, dann ist das ein Erfolg. Dann ist es eine Veranstaltung, die weiterentwickelt werden muss, die stärker noch in der Öffentlichkeit stattfinden muss. Die „vermarket“ werden muss.

        Wenn aber als Fazit sich aufgeregt wird über:

        1.) zu wenig anwesende Frauen (stimmt nur teilweise, wie du ausgeführt hast)
        2.) den Titel der Veranstaltung
        3.) die Kinderbetreuung in Form der Notfallmamas

        dann fallen die Inhalte hinten runter.

        Aus Sicht einer Veranstalterin (bin ich allerdings nicht) wäre ich sehr demotiviert. Mein Team und ich hätten all das auf die Beine gestellt, damit am Ende sich alle über die „Goodiebag“ oder die „Notfallbetreuung“ aufregen. Das ist frustrierend.

        Wir haben hierzulande wenig ergebnisorientierte Diskussionskultur.
        Viel Neid- und Meckermentalität.
        Und eine ganz erschreckende Faszination für Autoritäten, die kaum aufgearbeitet und/oder diskutiert wird.

  2. Danke für diesen Artikel!

    „Ist das nicht friendly fire? Die einen Feministen gegen die anderen, weil die nämlich keine richtigen Feministen sind?“
    Ja, ist es. Ganz platt gesagt sind die Menschen die Dich und die Verantaltung kritisieren meines Erachtens schlicht entweder doof (im Sinne von: Haben Deine Beweggründe nicht verstanden) oder ExtremistInnen, oder beides.

    Wenn ich bedenke dass ich schon als „Bluepiller“ bezeichnet wurde, wenn ich (milde) feministische Thesen (ich bin ein Verfechter von equal opportunity und die gibt es einfach noch nicht IMO) vertreten habe, und Du wiederum von mir aus gesehen zuweilen ein wenig übertreibst, dann sagt das vielleicht aus, wie weit Menschen am Rand stehen, die selbst Dich in die Ecke des Patriarchats, Feinde des Feminismus oder dergleichen stellen wollen.

    Dazu kommt: Extreme sind eben auch noch oft am lautesten. Und etwas anzugreifen ist oft viel leichter als etwas zu stützen. Destruktiv handeln ist einfacher.

    Und die sind es auch, die dem Feminismus so einen schlechten Ruf beschert haben, dass unter den Frauen der Anteil derer, die sich als Feministin bezeichnen würden in Umfragen häufiger mal in der Gegend von 20% landet.

    Von Männern ganz zu schweigen. Wenn Frauen die These vertreten dass männliche Feministen das „schlimmste überhaupt“ sind (Ich denke dann etwa: „Echt jetzt? Ich kann mir eine Menge schlimmeres vorstellen…“), dann ist es schon zuweilen schwer, nicht einfach den Kopf zu schütteln und in Zukunft einfach gegen Feministinnen zu kämpfen. So hassen einen wenigstens nur die Extremisten der einen Seite anstatt von beiden.

    Wer will sich schon mit solchen Verrückten gemein machen? Mit Leuten deren Thesen Fakten widersprechen?
    Das ist eien Gefahr für die sinnvollen Anliegen des Feminismus.

    Ich habe schon eine Weile lang das Gefühl dass es bei den Grabenkämpfen von Feministinnen leider zuweilen sehr dreckig zugeht. Beispiele dafür kriegt man schnell wenn man einfach nur mal nach Alice Schwarzer, Judith Butler et al. sucht und deren Meinungen über die jeweils andere Seite anschaut.

    Hier ist ein (älterer) Artikel aus der emma (Vorsicht: Natürlich parteiisch in dieser Diskussion) der auf ein paar Beispiele eingeht:
    https://www.emma.de/artikel/berlin-die-hetzfeministinnen-333911

    Ich weiss nicht wie man das angehen könnte, aber ich habe auch das Gefühl dass der sinnvolle, auf Gleichstellung und Gleichberechtigung ausgelegte Teil des Feminismus zwischen den extremen Flügeln der eigenen Seite und den Gegnern einfach zerrieben wird.

    Ich kann nur aus meiner Sicht sagen: Bleib bitte so wie Du bist. Den perfekten Weg gibt es nicht, aber ich halte Deinen für den richtigeren. :)

    Gruß
    Aginor

  3. Ich finde es richtig klasse, dass Du dem Thema auch hier in Deinem Blog einen Platz gibst! Es war ein Väter-Summit! Schwierig nachzuvollziehen, wie es da (auf Grund eines Bildes) zu solchen Missverständnissen kommen kann…

    Vielen Dank also für Deinen Weckruf!

  4. Ich finde es richtig klasse, dass Du dem Thema auch hier in Deinem Blog einen Platz gibst! Es war ein Väter-Summit! Schwierig nachzuvollziehen, wie es da (auf Grund eines Bildes) zu solchen Missverständnissen kommen kann…

    Vielen Dank also für Deinen Weckruf!

    LG, Richard & Hugo vom vatersohn.blog

  5. Tja, so schnell landet man auf der „falschen“ Seite. Es hat sich schließlich selbstverständlich alles immer und ständig nur um Frauen zu drehen.

    Und was das Rollenverständnis angeht: Ich schaue mir an, mit welcher Vehemenz Alleinerziehendenverbände und Feministinnen für den Fall einer Trennung ranzige Familienmodelle aus den Fünfzigern verteidigen (Mama hat die Kinder, Papa zahlt) und wie ebenso verbissen verhindert wird, dass Vaterschaftsrecht zu modernisieren (die gültigen Regeln sind von 1897).
    Ich lese die Shell-Studie, nach der sich weit über die Hälfte der jungen Frauen den Mann als Allein- oder Hauptverdiener in Vollzeit wünscht (die jungen Männer wünschen sich das weniger).
    Ich registriere auch eine Umfrage unter jungen Akademikerinnen in den USA, nach der der ideale Partner im Schnitt 58% (!!!) mehr verdienen soll oder auch eine Auswertung, nachdem Männer mit Master – Abschluss doppelt so hohe Chancen auf Partnerbörsen haben als Männer mit Bachelor. Usw. usw.

    Und dann frage ich mich, wer hier in Wirklichkeit an alten Rollenmodellen festhält. Ist ja auch verständlich, denn in Vollzeit arbeiten bedeutet so gut wie nie Karriere, Selbstverwirklichung und Spaß, sondern fast immer harte Pflichterfüllung und ewige Kämpfe, bei denen verlieren oder aufgeben nicht erlaubt ist.

  6. Wenn wir Gleichberechtigung voranbringen wollen, sollten wir nur bedingt Zeit und Ressourcen auf eine privilegierte Gruppe verwenden, oder? Meine These: Männer können sich kümmern, wenn sie wollen. Sie können sich auch äußern, wenn sie wollen. Sie brauchen keinen safe space.

  7. Den Kapitalusmus durch neue Strukturen künstlich am leben halten ist nicht progressiv, sorry 2 tell you.

    Ps: Fachkräfte sollen nicht „fair“ bezahlt werden sondern (mind.!) nach Tarif.
    „Fair“ ist ein schwammiger, subjektiv empfundener, Begriff.

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