Frau Zuckerziege lud in einem harmlos erscheinenden Schreiben zum Huhn essen ein und wies freundlich darauf hin, dass die Geladenen gerne bekannt geben könnten, wenn sie bestimmte Dinge nicht äßen. Was sie niemandem verrut, war der Umstand, dass es sich bei ihrem „Huhn“ um einen Eigennamen eines seltenen taiwanesischen Reptils handelte.
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Letztes Jahr hatte ein kleiner Denkfehler zum Osterfest eine Kette seltsamer Vorkommnisse losgelöst. Ich dachte, Nuf, dieses Jahr bleibst du mal zuhause und unternimmst was Schönes. Natürlich übersah ich, dass es in Berlin keine Berliner gibt und das dementsprechend die Stadt wie ausgestorben war, weil ganz Berlin aus Berlin floh. Ich saß also mutterseelenallein bei bestem Wetter in der Wohnung und verfiel meiner besiegt geglaubten Internetsucht. Ca. drei Stunden später hatte ich ein Blinddate im Wald. Da mir auf dem Weg zur Verabredung auffiel, dass ein solches Vorhaben keinem anderen vernunftbegabten Wesen in den Sinn gekommen wäre, traf ich eilig Vorsichtsmaßnahmen und bat meinen in Bayern verweilenden Mitbewohner, die Polizei zu alarmieren sofern ich mich bis zum Abend nicht telefonisch bei ihm melden sollte. Man solle dann die Leiche ohne Kopf im Wald suchen.
Ohne ins Details gehen zu müssen, mir wurde zwar nicht der Kopf abgetrennt, jedoch im Laufe einiger Folgeverabredungen das Portemonnaie erleichtert („Oh! Sorry! Ich hab meinen Geldbeutel vergessen!“ und „Oh, ich kann nicht zahlen, meine Brieftasche wurde mir geklaut!“).
Was ich aus der Sache gelernt habe, ist Ostern nicht in Berlin zu bleiben sondern es eifrig wie alle anderen spätestens am Gründonnerstag zu verlassen. Nachdem gestern angedacht war, sich Riga anzusehen, haben wir heute Neustrelitz gebucht. Ist fast das gleiche. Es ist im Osten, man versteht die Sprache kaum und billig ist es außerdem. Die Sehenswürdigkeiten die es laut Schullimmerick in Riga zu sehen gibt, kenne ich ohnehin schon aus dem Zirkus.
Da das Baltikum zudem so nah an Russland ist, wäre zu befürchten, dass dort die typischen Kontinentalklimatemperauren vorherrschen. Es erschien es mir folglich klüger, südlich zu bleiben, sprich in Neustrelitz.
Für meine Altersklasse genau das Richtige. Ich werde sogar mein Fahrrad mitnehmen. Ich zweifle an, dass ich jemals mehr als drei Kilometer am Stück fahren werde (die Schmerzen, die ich noch Tage später an meinem Gesäß verspüre, wenn ich 800 Meter gefahren bin, sind unsäglich!), aber ich muss schließlich ausnutzen so über die Maße mobil zu sein!
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Seit 14.09 Uhr bin ich stolze Besitzerin des Wortes zuvörderst. Wer es benutzen möchte, muss eine Schutzgebühr in Höhe von 0,03 € an mich entrichten.
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Ich interessiere mich seit jeher für Naturwissenschaften und somit auch für alle Formen von Gesetzen und Regelmäßigkeiten. Vermutlich rührt dies aus dem höchst menschlichen Bestreben stets einen festen Erwartungshorizont bilden zu können. Dies gelingt vor allem dann gut, wenn ich aus Einzelbeobachtungen treffende Vorhersagen ableiten kann. Das wiederum beschert mir Kompetenzgefühl und Bewunderung durch mein Umfeld, was auch nicht zu verachten ist.
So versuche ich bereits seit einigen Jahren herauszufinden zu welchen Gelegenheiten man das Wort „Mahlzeit“ benutzt und v.a. zwischen welchen Uhrzeiten man es als Grußformel einsetzt. Das erste Mal begegnete mir „Mahlzeit“ 1993 als ich bei Siemens arbeitete. Da begann man zwischen 09.00 Uhr und 09.30 Uhr allen Menschen Mahlzeit zu wünschen. Das Ganze endete schlagartig um spätestens 13.30 Uhr. Tatsächlich habe ich bis heute nicht herausgefunden wie die genauen Anwendungsuhrzeiten sind. Das macht es mir schwer, mich in die Gruppe meiner eifrigen mahlzeitwünschenden Kollegen zu integrieren. Kein Wunder also, dass ich stets der seltsame Vogel bleibe.
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Seit jeher bin ich treue Tchibo-Kundin. Tchibo hat fast wöchentlich Dinge im Produktportfolio, die ich unbedingt besitzen muss, weil sie mein Leben entweder schöner oder einfacher machen. Was ich auch sehr mag, ist dass man alles beliebig oft umtauschen oder zurück geben kann.
So erstand ich vor einiger Zeit ein Duschradio, welches ich sieben mal umgetauscht und am Ende ganz zurück gegeben habe. Ein Duschradio ist eine sehr nützliche Sache. V.a. für mich, da ich kein Fernsehgerät besitze, nie Zeitung lese und kein Radio habe. Als ich das niedliche Gerät in Fischform im Schaufenster sah, war ich hoch erfreut und sah das Ende meiner Uninformiertheit gekommen.
Leider funktionierte das Gerät jeweils nur einen Duschgang. So bald ein wenig Feuchtigkeit an das Fischradio kam, schaltete es sich ab und verweigerte ab da alle Töne.
Ich brachte es zurück und bekam ein neues. Nach dem nächsten Duschen war auch das hinüber. Ich brachte es zurück und bekam erneut ein Austauschexemplar. So ging das eine Weile, bis ich keine Lust mehr hatte im zwei Tages Rhythmus zu der Tchibofiliale zu eilen.
Heute habe ich mir etwas neues und sehr nützliches gekauft. Einen Schrittzähler. Der Schrittzähler zählt Schritte und errechnet daraus den Kalorienverbrauch. Ich hab mir das Gerät noch nicht näher angesehen aber allein die Vorstellung dass ich mir etwas an den Arm hänge und es dann meine Schritte zählt, erscheint mir wundersam und schön. Toll ist auch, dass der Schrittzähler einen Panikalarm integriert hat. Wird man beim einsamen nächtlichen Joggen überfallen drückt man den und ein ohrenbetäubender Warnton schrillt los.
Ich habe die Gebrauchsanweisung noch nicht gelesen aber ich nehme an, dass die Trägerin sich in jahrelanger harter Arbeit gegen den Ton immunisieren muss, damit lediglich der Angreifer und nicht auch sie selbst von dem Ton in Ohnmacht fällt. Anders kann ich mir die Funktionsweise nicht vorstellen.
Natürlich habe ich mir das Ding gar nicht zur Begleitung meiner sportlichen Ertüchtigungen gekauft. Vielmehr werde ich es v.a. in öffentlichen Verkehrsmitteln einsetzen, um Popler und ihresgleichen zu erschrecken.
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Egal wie oft ich reise, vor Nichtgeschäftsreisen bin ich aufgeregt wie ein kleines Kind. Glücklicherweise hat Frau Zuckerziege alles im Griff (Super, dann fahren wir früher, Du wirst doch in Deinem Alter um 22 müde, da haben wir noch was vom Abend! Ich hab auch schon einen Kran, um Dich ins Auto zu hieven. Die Russen haben mir die Stoßdämpfer eingestellt und den Reifendruck habe ich angepasst).
Ich muss jetzt quasi nur ins Auto steigen gepresst werden. Jetzt also schnell nach Hause und Schnittchen für die lange Fahrt schmieren. Den Tee in die Thermoskanne, die drei Koffer für die zwei Tage gepackt und auf geht es!
OMG! Ich habe nichts zum Anziehen!!!
Oh! Ich bin ja so aufgeregt!
Wielangedauertsdennnoch? Sindwirschonda? Könnenwirmalanhaltenichmussma! OhhhschaumalKühe! IchhabDurst! IchhabHunger! Sindwirbaldda? Mirislangweilig!


