Ich habe Blutdruck

Eigentlich hatte ich mir zu dem Vortrag zur Digitalen Demenz von Manfred Spitzer handschriftliche Notizen gemacht. Leider habe ich sie verloren. Hätte man nicht das Smartphone ausschalten sollen, wären meine Notizen & Fotos in der Cloud und… aber lassen wir das.

Von Herrn Spitzer hatte ich schon viel im Internet gelesen und war wirklich sehr gespannt. Der Vortrag war 1,5 Std lang und die erste halbe Stunde war wirklich informativ. Es ging im Wesentlichen um Neuroplastizität und auch wenn ich einiges an Vorwissen aus meinem Psychologie Studium mitgebracht habe, fühlte ich mich informiert und unterhalten. Gegen 17.30 (der Vortrag begann um 17.00) bin ich vermutlich kurz eingenickt, denn ich habe den Punkt, an dem der Vortrag für mich so extrem kippte, irgendwie verpasst. Meine Augen drehten sich langsam nach oben bzw. ich musste sie peinlich berührt unter meinen Handflächen verdecken und ich glaube gegen 18.15 bluteten meine Ohren.

Den Inhalt über den ich mich so echauffierte (andauernd bis heute und ich habe eigentlich selten starke Gefühle), kann man wie folgt zusammenfassen:

  • Bis 20 sollten Menschen nicht fernsehen, keine DVDs schauen, keine Spielkonsolen benutzen, um Gottes Willen aus dem Internet fernbleiben und auch keine eBooks lesen. Selbst Produkte wie der TipToi-Vorlese-Stift sind Produkte aus der Hölle.

plus

  • Wenn man den Kindern und Jugendlichen Zugang zu solchem Teufelswerk verschafft, trägt man aktiv zu deren Verdummung bei. Die Regierung macht das in unterschiedlichen Programmen auch – das ist eine Verschwörung der (Spielkonsolen und Computer) Industrie.

Kann man behaupten und auch mit zahlreichen Studien belegen, z.B. hat man Mäuse in ihrer Kindheit mit Fernsehprogramm beleuchtet und es zeigt sich eindeutig, dass sie unruhiger, unkonzentrierter und risikobereiter im Erwachsenenalter waren als es die Mäuse der Kontrollgruppe waren.

Ok, jetzt mache ich das selbe wie Spitzer, nämlich polemisieren. Aber wahrlich, er ist unangefochtener Meister auf diesem Gebiet auch wenn er selbst sagte „Ich bin doch kein Krawallwissenschaftler oder Kulturpessimist, wie mich die Feuilletons beschimpfen, ich zeige hier lediglich Fakten auf.“

Diese selektiven Fakten, die meistens monokausal argumentieren und immer nur ein entweder oder zulassen, haben gefühlt 80% der anwesenden Eltern im Saal begeistert und das ist das, was mich eigentlich so wütend macht.

Da sitzen internetunerfahrene Menschen (mein Eindruck nach zahlreichen Gesprächen), die sich unsicher fühlen, die nach einem Umgang mit einem Thema suchen, das ihnen selbst fremd ist, weil sie damit nicht aufgewachsen sind und dann steht da vorne jemand der Benzin in deren glühenden Ängste schüttet.

Um differenziert zu bleiben: Wenn man über 20 ist, dann darf man diese Dinge benutzen (so Spitzer), da ist das Gehirn ausgereift und dann ist das nicht mehr so gefährlich.

Seine Argumentationsweise folgt jedoch ansonsten komplett allen Klischees der Technologie“kritik“ (eigentlich wäre „Angst“ das korrektere Wort). Es gibt einen Text von Dorothee Bär, der meinen eigenen Eindruck von dem Vortrag und dessen Inhalte hervorragend wiedergibt: Macht das Internet dumm? Dorothee Bär antwortet Prof. Manfred Spitzer

„Das Gefährliche an Theorien wie dieser ist, dass sie nicht nur unendlich undifferenziert sind, sondern auch noch verletzend, geradezu zynisch wirken und vor allem Eltern und Menschen mit Erziehungsverantwortung ein Gefühl der Machtlosigkeit und der Inkompetenz vermitteln – also ganz bewusst mit der Angst der Menschen spielen und diese bis zum Äußersten schüren.“

Wie immer macht die Dosis das Gift. Aber mit Argumenten zum Thema Medienkompetenz muss man Spitzer nicht kommen. Das ist alles Unsinn. Kann er ja gerne denken. Ich sehe das – wenig überraschend – völlig anders. Ich bin dafür Kindern einen sinnvollen und maßvollen Umgang mit den Themen Fernsehen, Spiele, Computer, Internet etc. beizubringen. Sie zu begleiten. Mich selbst damit zu beschäftigen, darüber zu sprechen, mich auszutauschen und natürlich auch Grenzen zu setzen.

Einen schönen (maßvollen) Text gibt es z.B. im Blog von Alexander Matzkeit: „Reduktion statt Abschaffung: Fünf Schritte zur entspannteren Mediennutzung

Was mir abschließend dazu einfällt: Ein anderer der Referenten, Herr Renz-Polster, seines Zeichens angenehm undogmatisch, hat in einem anderen Kontext gesagt: Auf die wesentlichen Erziehungsfragen gibt es keine finalen Antworten. Wenn sie reich werden wollen, schreiben sie einen Ratgeber, in dem sie einen 100% wahren und umzusetzenden Weg formulieren. Zum Beispiel zum Thema Kleinkindschlaf. Verzweifelte Eltern werden ihn kaufen.

Das ist, was meiner Auffassung nach Spitzer getan hat: nur eben zum Thema Internet & Co. Seinen Thesen ist schließlich einfach zu folgen. Kinder und Jugendliche raus aus dem Netz und gut ist. Keine Unruhe mehr, keine Verhaltensauffälligkeiten, keine schlechten Noten und keine Verdummung. So einfach ist das.

Wie schön, ich lese gerade bei mir im Blog, dass ich mich 2012 bereits über Spitzer aufgeregt habe. Wahrscheinlich hat er doch recht und ich bin digital dement.

 

 

Autor: dasnuf

Aha! Google doch "dasnuf" Muhahahahaha!

48 Gedanken zu „Ich habe Blutdruck“

  1. Pingback: dasnuf
  2. Bildet der „verchromte“ Zugriff auf Internetdienste wirklich Medienkompetenz aus ?
    Immer mehr junge Leute kennen nicht den Unterschied zwischen SMS, Mail und „Whatsapp“. Abstrakter: Die „Medienkompetenz“ in den 80ern und die ab 2010 ist gleichgeblieben — aber sie verteilt sich auf wesentlich mehr Leute.

    Mir ist ein junger Mann bekannt, der kürzlich Abitur gemacht hat. Seine Eltern besitzen seit seiner Geburt weder Fernsehen noch Computer. Der Junge selbst ist ein ziemlich entspannter Typ, sehr beliebt bei seinen Mitschülern, verbringt seine Freizeit in einer Jazzband und beim Sport, und, so ganz nebenbei, er war beim Abitur Jahrgangsbester.

    Die Qualität meiner eigenen Arbeit hat sich mit zunehmender Internetnutzung verschlechtert, weil zuerst meine „Fertigungstiefe“ gerinder wurde und damit meine Problemlösungsfähigkeit. Denn ich erwische mich immer wieder dabei, daß ich fertige Lösungen abgreife anstatt selber zu denken.

    Als Vater habe ich noch ein weiteres Problem: Aus gutem Grund lehne ich Zensur- und Überwachungsmaßnahmen strikt ab. Soll ich beim eigenen Nachwuchs so einen Dreck installieren ? Da würde mich der Verzicht aus einem üblen Dilemma bringen.

    Dein Beitrag hat mich neugierig gemacht auf den Vortragenden Prof. Spitzer.
    Ja, und das ist dann das Gute am Internet, ich kann einige seiner Publikationen finden und zeitnah lesen.
    Gibt aber auch Bücher, mit dem großen Vorteil, daß sie oft in alter Rechtschreibung vorliegen.

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  3. Interessant fand ich die Stelle mit dem TipToi. Hat er das wirklich gesagt? Denn meines Wissens (ich arbeite an Spitzers Heim-Uni in Ulm) hatte sein Institut Zentrum Neurowissenschaften und Lernen eine Kooperation mit Ravensburger, deren Teil und Ergebnis auch eine (positive) Begutachtung des TipToi war…

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  4. Selbstzitat zum Thema „einfach offline und gut is“: http://zwei.drni.de/archives/1402-Zweierlei.html (Mit der Haltung kann man natürlich keine Ratgeber schreiben, schade um das schöne Geld)

    Im Prinzip ist dieser Typ nichts Neues. Als die Eisenbahn noch eher jung war, wurde öffentlich diskutiert, ob der Mensch so hohe Geschwindigkeiten überhaupt aushalten könne. Zu der Zeit war noch nicht jedem klar, dass Geschwindigkeit immer relativ zu einem Bezugspunkt ist und dass (negative) Beschleunigung das Problem sein würde.

    Es wird es zu jeder neuen Technologie solche Typen geben. Erstaunlich ist eher, dass er jetzt in dieser Zeit noch damit durchkommt. Anscheinend ist das Internet nicht nur für Angela Merkel immer noch Neuland.

    Dass Eltern glauben, wenn man sein Kind 20 Jahre von der Welt fernhält, und dann all das da draußen über sie hereinbricht, dass das dann ein positiver Effekt sei, das zeugt nicht von besonders viel Reflektiertheit des Publikums.

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  5. Ich mochte das Bild mit „dann steht da vorne jemand der Benzin in deren glühenden Ängste schüttet.“ Mittlerweile sehe ich den ganzen Spitzers dieser Welt sehr gelassen entgegen. Dieser ganze Kram ist schon jetzt nur noch von bibliographischer und kulturhistorischer Relevanz. In 50 Jahren werden sich junge Studierende der Kultur- und Sozialwissenschaften Hausarbeiten mit Titeln wie „Technologieangst im frühen 21. Jahrhundert“ schreiben und sich verwundert die Augen reiben, wie offenbar arrivierte Forschende solchen Mist schreiben durften, ohne dafür von den Höfen der Universtiäten und Forschungsinstitute gejagt worden zu sein. Ich hoffe sehr, dass die Bibliotheken sich ausreichend Exemplare von diesem Mist gesichert haben. Zum Amüsement für kommende Generationen.

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  6. Wenn früher alle Kinder so eine glückliche Kindheit genossen hätten, wie es Psychologen und Pädagogen heute empfehlen, wäre wohl die Kulturgeschichte um zahlreiche Genies ärmer.

    Aber Bueb mit Spitzer in eine Kategorie zu stecken, halte ich für ein Missverständnis von Bueb. Doch das aufzuklären, führt in eine andere Diskussion.

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    1. Warum hältst du das für ein Missverständnis? Ich beziehe mich da auf ein grundlegendes Misstrauen gegenüber moderner Technik (Bueb erwähnt nicht nur Internet & Co., sondern auch Fernsehen…).

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  7. Ich hab‘ so ein Klingeln im Ohr….

    Bei uns wird der Spracheinstufungstest für die Grundschule am Computer gemacht…
    mit 4-5 Jährigen.

    Kompletter Realitätsverlust der Herr…..
    Danke für den Beitrag.
    (wie immer wunderbar geschrieben, so dass ich trotz instantaner Kopfschmerzen lachen musste….^^)

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  8. Ohje… Ich verdumme meine Töchter mit Minecraft. Macht ja aber nix, Mann und ich sind ja eh schon digital dement, da merken wir das nicht. Und was der Meister Eder nicht weiss, macht den Eder nicht heiss :)

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  9. aus dem verlinkten Artikel von Dorothee Bär:
    „Kindern und jungen Menschen die Möglichkeiten einer digitalen Welt und ihrer Werkzeuge nicht nur vorzuenthalten, sondern in einer kategorischen Warnung vor Gefahr und Verderben jegliche Berechtigung abzusprechen, ist nicht nur unverantwortlich, sondern würde unserem Land auch massiven wirtschaftlichen Schaden zufügen.“

    Das geht für mich, ehrlich gesagt, in die selbe Richtung – der Angst- und Panikmache …
    Angst – vor diesem und jenem – das ist das zugrunde liegende Gefühl, auf der einen wie auch auf der anderen Seite.

    Ich vermute mal, um Angst geht es eigentlich auch, wenn man sich ärgert und Blutdruck hat.

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  10. Das kann ja gar nicht stimmen. Ich durfte als Kind derart wenig TV gucken, dass ich jetzt mindestens Professorin sein müßte. Wegen der Gehirnentwicklung. Und hat nur zur Erzieherin gereicht. Mit Mühe.
    Also: im Selbstversuch getestet, Spitzers Theorie ist Bullshit.
    Herzliche Grüße!

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  11. Der gleiche Vortrag läuft hier in meiner Ecke am 29.11. Ich war ernsthaft am überlegen hinzugehen.
    Wenn ich das aber hier so lese, muss ich sagen, dass ich meine Zeit auch besser nutzen kann. Vielen Dank für die Informationen.
    Bisschen weltfremd der Gute. ;-)
    Gruß Helge

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  12. Traurig, aber wahr: Mit seiner Anti-Ritalin-Kampagne u.ä. hat Spitzer mehr Familien in Deutschland unglücklich gemacht als ISIS :-(

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  13. Ich glaube, Spitzer würde sich gut mit Bernhard Bueb verstehen – der hat in „Lob der Disziplin“ ähnliche Dinge geschrieben. Eines der unsäglichsten Werke, das ich je für die Uni lesen musste.

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  14. Und dann kommt ein Kind aus einem solchen Haushalt mit 18 an die Uni, die in derselben Stadt ist, sodass es daheim wohnen bleibt und die elterliche Internetabstinenz noch zwei Jahre befolgen muss. Fachliteratur raussuchen, weil der OPAC der Unibibliothek online ist, gibt’s nicht. Rechtzeitig mitbekommen, wenn Dozent_innen ein Seminar absagen – Emails liest es nicht. Kurs- und Prüfungsanmeldung online erledigen, weil die Universität das voraussetzt, um ihren Mitarbeitern das Eintippen per Hand von je 8 Kursen und 3 Prüfungen pro Nase bei mehreren Tausend Studenten zurecht zu ersparen – dumm gelaufen, für das Abstinenzlerkind. Aber man hatte ja nur dessen Bestes im Sinn.

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  15. Klasse, ich werf‘ mich weg! Spitzer hat ja in Tübingen gottgleichen Status, vor allem bei Menschen, deren Kinder in der Schule ihre Aufsätze nicht schreiben, sondern tanzen.

    Im Übrigen bin ich felsenfest davon überzeugt, dass unser Hund, eine Bouvier-Dame, heute unter schwersten Depressionen litte und mit Globuli behandelt werden müsste, hätten wir ihr im Welpenalter gestattet, Wetten, dass..? zu gucken.

    Norbert

    P.S. Danke für den Matzgereit-Tipp.

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  16. Leider schlägt hier die Realität die Theorie.
    Sei mal dahingestellt, dass seine Schlüsse wissenschaftlich korrekt sind, ich kenne mich in dem Bereich nicht aus – dann bleibt das Problem, dass sein „Lösungsvorschlag“ leider völlig absurd ist.

    Medienkompetenz, Recherche zur Problemlösung, IT-Sachverstand und und und sind alles Dinge, die man nicht erst ab dem 20. Lebensjahr benötigt. Kinder müssen sich allerspätestens auf der weiterführenden Schule damit auseinander setzen um nicht den Anschluss zu verlieren. Völlig egal, ob sie nun später in die Ausbildung gehen, das Abitur machen oder studieren.

    Insofern stimme ich dem Beitrag natürlich zu: Panikmache ohne den tatsächlichen Ehrgeiz, das Problem auch zu lösen . Diese Vortragsreihe lohnt sich wohl nur für eine einzige Person – den Vortragenden. Die Frage ist: Hätte man das nicht ahnen können?

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  17. Eben, eben. Ich denke, viele Leute machen es sich zu einfach. Fernhalten und dann ist’s gut? Nee, ich lebe meinen Kindern den Umgang mit Messer und Gabel vor, bringe ihnen den Schulweg und eben auch den Umgang mit Medien bei.

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    1. Also um hier nur mal schnell in Eile einen der ersten Trefferartikel zur Googlesuche „Doro Bär Abtreibung“ zu verlinken. Ich kann nicht wirklich verstehen, wie man Applaus aus der falschen Ecke für sinnvoll halten kann. Ich halte sie für eine absichtlich von der CSU vorgeschobene Strohfrau. Gibt sich auf Twitter onlineaffin, ist das wahrscheinlich sogar auch wirklich. Popmusik, schön und gut. Über TV lästern sowieso. Blendet dabei aber ihren Strukturkonservatismus in Bezug auf andere (politische) Themen gekonnt aus. Und weite Teile der Netzgemeinde steigen voll drauf ein.

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      1. Ich habe mich mit ihr nicht eingehend beschäftigt. Besser gesagt: überhaupt nicht. Ich finde nur diesen einen, verlinkten Artikel treffend.
        Ihre Haltung zu Abtreibung ist unsäglich, da gebe ich Dir Recht.

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  18. Bis 20 kein Internet benutzen, der Mann ist lustig… Bei meiner Ausbildung (Fachinformatiker) die ich mit 17 Jahren begonnen habe, war ein Internetanschluss mehr oder weniger Grundvoraussetzung und das ist zehn Jahre her. Hätte ich mal lieber noch vier Jahre als Einsiedler in den Wald ziehen sollen?

    Herr Spitzers Empfehlungen sind für mich genauso weltfremd wie diese Steinzeitdiät, wo man sich wie vor 10.000 Jahren ernährt als die Lebenserwartung noch halb so lang war.

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  19. ******************KOMMENTAROMAT**********************
    Gerne gelesen
    *****************/KOMMENTAROMAT**********************

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  20. Ich hätt‘ nur Angst vor Leuten, die diesen Unsinn dann konsequent umsetzen und ihre Kinder, bis diese 20 sind, von jeglicher Technik fernhalten. Läßt sich das heute überhaupt noch umsetzen?

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  21. Ja, ja, ja! Habe denselben(?)/ einen ähnlichen Vortrag von ihm vor ca. einem Jahr gehört. War eine Woche lang verstört. Dann habe ich beschlossen, das wir wohl in verschiedenen Welten Leben müssen. In seiner Welt werden Kinder zu Medienzombies. In meiner Welt dürfen meine Kinder sehr wohl, dosiert verschiedene Medien konsumieren und sind trotzdem kreativ, kommunikativ, empathisch…und natürlich total großartig. ;-)
    Der stellt doch letztlich auch nur ’ne These auf. Bestimmt wird sie eines Tages widerlegt.
    Lieben Gruß!

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  22. ******************KOMMENTAROMAT**********************
    Genau!
    *****************/KOMMENTAROMAT**********************

    Danke für die Verlinkung. Insgesamt finde ich, dass heutzutage viel zu oft versucht wird, Probleme nur noch über neurologische Daten zu beleuchten. Ich finde man muss nicht religiös sein, um zu glauben, dass ein Mensch mehr ist als die Summe seiner Gehirnströme. Dieser Biologismus führt meiner Ansicht nach oft auf einen Holzweg, zumal die Erkenntnisse daraus gerne mal alle dutzend Jahre auf den Kopf gestellt werden. Damit will ich nicht für das reine Vertrauen auf Bauchgefühl plädieren – das ist meist genauso trügerisch – sondern nur dafür, auch beim Nutzen von Daten den gesunden Menschenverstand eingeschaltet zu lassen.

    All das wird aber sowieso nichts daran ändern, dass man mit maßvoller Kritik, die beide Seiten einer Medaille zu beleuchten versucht, nie so viel Aufmerksamkeit erregen wird wie mit lautem Poltern in eine bestimmte Richtung und gezielter Bedienung von ohnehin vorhandenen Ängsten oder Meinungen. Insofern freue ich mich immer, wenn ich Leute finde, die die Flagge hochhalten!

    What do we want?
    – Gradual change!
    When do we want it?
    – In due course.

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  23. Und was machen die Kinder, denen das Internet verboten wird in der Schule? Schon ab der vierten Klasse wird für Hausarbeiten Internetrecherche vorausgesetzt. .. geschweige denn Ausbildungssuche, Bewerbung ect. Pp.
    Ausserdem sind Menschen bestimmt viel Kompetenter wenn sie ersten 20 Jahre gar keinen Kontakt zum Internet haben und dann darauf los gelassen werden. …

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