Tayloristische Laternenproduktionsstätten

Die traditionelle Elternbastelzeit wurde gestern feierlich durch Laternenherstellung zum Feste des heiligen St. Martins eröffnet. Isabell H.*, engagierte Mutter und Freundin des effizienten Arbeitens, konnte sich dabei besonders durch vorausschauende und ergebnisorientierte Bastelbetätgungen hervortun.
Anderen Mütter verfehlten die Aufgabenstellung „Laternenbasteln mit Kindern“ leider völlig, indem sie ihre Zöglinge mehrere Male auf die Finger hauten als diese an der Herstellung der Laternendesignstücke aktiv teilnehmen wollten.
Die herumirrenden Kinder griff Isabell H. auf und stellte in erstaunlicher Schnelligkeit eine kleine Laternenmanufaktur nach Fordschen Prinzipien auf indem der Laternenproduktionsprozess in einzelne Produktionsschritte herunter gebrochen wurde. Jedem Kind wurde eine determinierten Handgrifffolge beigebracht, die in altersgemäßen Gruppen bereits nach wenigen Probeläufen erfolgreich umgesetzt werden konnten. Die Kinder bis 2 Jahre durften buntes Seidenpapier in Form reißen, die Kinder bis 3 Jahre malten die Laternenformvorlagen ab, welche von den 4jährigen ausgestanzt wurden. Kinder bis 5 Jahre applizierten den Kleber, damit alle Einzelteile abschließend von Isabell H. zusammengefügt werden konnten. Innerhalb der veranschlagten Stunde stellte das Team um Isabell H. 37 Lampen her.
Da die Kinder bereits in den ersten zehn Minuten nach Übergabe der von den eigenen Müttern fabrizierten Designerlampen auf selbige fielen, werden die seriell produzierten Lampenmodelle am 11.11. zum Einsatz kommen.
Für das Nikolaus- und Weihnachtsbasteln legt Isabell H. eine ähnliche Vorgehensweise nahe.

*Name durch die Redaktion geändert

Autor: dasnuf

Aha! Google doch „dasnuf“ Muhahahahaha!

8 Gedanken zu „Tayloristische Laternenproduktionsstätten“

  1. die kinder hatten ihr erfolgserlebnis. so könnte man es sehen.

    die kinder wurden benutzt. so könnte man es auch sehen.

    am ende ists eine frage der eigenen muster und ansichten im kopf, wie man es berachtet oder wertet. so hinterfrage man einmal selbst, warum es gerade so beweret, wie man es bewertet.

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  2. industrielle ausbeutung von kleinkinder in reinkultur :). Aber wieso soll es nur den kleinen indern so gehen (je kleiner die fingerchen desto feiner die teppichknoten). müssen putzigst ausgesehen haben die laternen *feix*

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  3. Richtig! Und vor allem in größeren Maßstäben denken, nicht nur auf die engere Nachbarschaft beschränken. Zweigstellen aufmachen, eine Ltd. gründen, Kindergärten und Grabbelkruppen zum Franchising bewegen, Solventen Firmen anbieten, gegen entsprechende Entlohnung Werbelogos auf die Lampen zu drucken …

    Herrje, was für Möglichkeiten, die da bislang brachlagen …

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  4. Interessante Vorgehensweise, die bei näherer Betrachtung durchaus noch Verbesserungspotential aufweist. Wie wäre es eventuell mit routinierten Leihbastlern oder Saisonbastlern aus der Niedriglohnnachbarschaft?

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  • Heute, ein kollektiver Weinnachmittag | Das Nuf Advanced

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