[Werbung] Ein Wochenende im 25hours hotel hafencity Hamburg

Im 25hours hotel hafencity bleiben keine Wünsche offen. Auch nicht bei den Kindern.

25hours hamburg hafencityImmer wenn ich in Hamburg bin, denke ich, ich müsste eigentlich mal länger nach Hamburg – womöglich sollte ich da mal Urlaub machen. So geht das seit Jahren – allerdings bleibt es dann doch meistens bei einem Wochenendtrip – so wie am vergangenen Wochenende.

Hamburg ist von Berlin aus in unter zwei Stunden mit dem Zug zu erreichen – alleine das macht Hamburg zu einem guten Wochenendziel. Das Geld für die Sitzplatzreservierung lohnt sich übrigens in jedem Fall. Ich glaube, viele Menschen pendeln zwischen Berlin und Hamburg und so sind die Züge v.a. Sonntag Abend auf der Rückreise sehr voll.

Wir sind Samstag gefahren und wurden dann zu meiner großen Freude vom 25hours hotel hafencity eingeladen, eine Nacht dort zu verbringen.

Ich kannte das 25hours hotel hafencity bereits von einem Kurzaufenthalt und war, ehrlich gesagt, schon Fan. Ich liebe das Design und das Schiffsthema, welches das gesamte Hotel durchzieht. Ich hatte bereits bei Berlinfreckles über die Kindergeeignetheit des Hotels gelesen und war gespannt, was Kind 2.0 und 3.0 sagen würden.

Das Personal des Hotels hatte im Vorfeld gesagt, dass sie natürlich versuchten familienfreundlich zu sein, dass sie jedoch nicht extra auf Familien bzw. Kinder ausgerichtet seien.

Das fand ich insofern witzig, weil ich es eben in den allermeisten Fällen die kleinen Details sind, die einen Ort kinderfreundlich machen und nicht die pompöse Hüpfburg, die man extra für die Kinder aufstellt.

Und wenn man eines ganz sicher sagen kann: In den Details stimmt im HafenCity wirklich alles (nicht nur für die Kinder).

Wir haben ein großes Zimmer mit Doppelbett bekommen, das durch zwei Zustellbetten aufgepimpt war. Als wir in das Zimmer kamen, war es schwer die Kinder fünf Minuten im Zaum zu halten, um schnell Fotos zu machen. Trotz der Zustellbetten, war noch viel Platz.

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Die Vorhänge wurden aufgerissen (das Zimmer hat bodentiefe Fenster an zwei Seiten und man kann auf den Hafen – das Hafenbecken (?) schauen) und hätte ich nicht gewusst, dass um die Ecke ein sensationell großer und schöner Spielplatz liegt, hätten wir die Kinder nicht mehr aus dem Zimmer bekommen.

So packten wir unsere mitgebrachten Picknicksachen und verbrachten den Abend am Spielplatz im Grasbrookpark, wo es sogar Tische gibt, an denen man essen kann und tagsüber einen mobilen Kaffeestand.

Kind 2.0 und Kind 3.0 gaben dem Spielplatz eine 1-, wobei Kind 2.0 sagte, das sei der tollste Spielplatz gewesen, auf dem es JEMALS war (und ich kann versichern, wir haben schon viele tolle Spielplätze gesehen…). Das Minus vergab Kind 3.0 weil das Klettergerüst an einigen Stellen zu anspruchsvoll für die Körperlänge eines Kindergartenkindes gewesen sei. Auf der anderen Seite heisst das natürlich, dass auch ältere Kinder auf diesem Spielplatz noch jede Menge Spaß haben können.

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Gegen 22 Uhr liefen wir zum Hotel zurück und schauten uns den Wohnzimmerbereich im 1. Stock des Hotels an. Dort gab es eine Eisenbahn, die Kind 3.0 , während Kind 2.0 und wir Erwachsenen Kicker spielten, aufbaute.

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Am Weg zum Aufzug legten wir noch einen kleinen Zwischenstopp ein, um den Kindern zu zeigen, wie man früher Computer gespielt hat. Dort steht ein funktionsfähiger Atari mit einigen Spielen.

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Zur Feier des Tages durften die Kinder zum Einschlafen noch „Bernd das Brot“ schauen und freuten sich, dass sie am nächsten Morgen beim Aufreißen der Vorhänge ein ziemlich großes Schiff vor dem Hotel entdeckten.

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Ich hatte schon auf dem Weg nach Hamburg von dem schönen Badezimmer im Hotel berichtet. Die Kinder verkündeten deswegen stolz, dass sie sich extra Sand auf den Kopf geworfen hätten, damit sie duschen könnten. Wäre jetzt nicht nötig gewesen, aber so konnten wir die Dusche also auch nochmal testen.

Gegen 10 Uhr wankten wir schließlich zum Frühstücksbuffet. Diese Uhrzeit war, wie wir dann feststellen konnten, die beliebteste Frühstücksuhrzeit. Nachdem im Innenbereich alles belegt war, fanden wir aber draußen noch Plätze.

Das Buffet im Hotel ist wirklich reichhaltig und vielseitig. Es bleiben keine Wünsche offen. Es gibt Brötchen, Brot, Croissants, Brezeln, Müsli, Käse, Fisch, Wurst und Schinken, Eier, Obst, Grießbrei, Säfte, Wasser, Tee und Kaffee.

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Kind 2.0 und 3.0, die eigentlich nie was für sich finden, wenn wir auswärts essen gehen, waren sehr zufrieden. Kind 3.0 und ich haben Weißwürste gegessen, die wirklich sehr, sehr lecker waren. Das Ganze wurde spartanisch mit einer Brezel abgerundet.

Auf dem Weg nach draußen haben wir dann noch das Bobby Car und das hoteleigene Laufrad entdeckt und Kind 2.0 und 3.0 waren sehr empört, dass wir das Hotel verlassen, ohne alles vorher ausprobiert zu haben.

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Fazit: Beide Kinder waren der Meinung, dass wir u n b e d i n g t nochmal zurück kommen müssten.

Ich kann dazu sagen: Ich stimme zu, ich liebe das Hotel und seine Details und auch seinen Service sehr. Die Preise sind allerdings so, dass so ein Wochenendtripp eher was Besonderes bleibt. Man dann aber sicher sein kann, dass es an nichts mangelt und man wirklich Freude an seinem Aufenthalt hat.


P.S. Kind 3.0 sagt, ich solle dringend noch ein Bild des Kotzeimers zeigen, das sei schließlich auch sehr kinderfreundlich, weil Kinder gelegentlich spontan erbrechen (oder muss es korrekt „erbrüchen“ lauten?)

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Morgen gehts im Blog weiter mit der Lego-Ausstellung, die wir im Anschluss besucht haben.

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25hours – die Liebe beruht auf Gegenseitigkeit <3

[Werbung] Helferzentrale – was getan werden kann

Die Helferzentrale sammelt hilfreiche Informationen zu Flüchtlingsprojekten und unterstützt so Helferinnen und Helfer in ganz Deutschland.

logo-helferzentraleIm Februar, nach den Ereignissen in Clausnitz habe ich mir ausgemalt, wie sich in 20-30 Jahren die Menschen fragen, warum wir damals nichts unternommen haben.

Seitdem sind drei Monate vergangen und wenngleich sich an der grundsätzlichen Situation nicht wesentlich verändert hat, die Wahlergebnisse in Sachsen-Anhalt und Österreich zeigen das leider, so habe ich mir dennoch Mühe gegeben nicht mehr zu den Duldern zu gehören.

Andere haben viel, viel mehr getan. Alle Gewinnerinnen des Blogfamilia Awards, haben den Preis gewonnen weil sie sich auf unterschiedliche Art und Weise für Flüchtlinge eingesetzt haben (z.B. mit dem Projekt Blogger für Flüchtlinge).

Einzelne Familien haben Flüchtlingsfamilien in ihren Familien aufgenommen. Lisa Harmann von den Stadt Land Mamas zum Beispiel und auch Anna Luz de León von Berlinmittemom haben das getan.

Ich bin voller Bewunderung für diesen Mut und diese Großzügigkeit und diese Menschen sind ein großes Vorbild für mich.

Eine weitere Initiative in diesem Kontext ist die von Peter Schwierz und Jens Stoewhase gegründete Helferzentrale, die ich gerne in diesem Zusammenhang vorstellen möchte.

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Quelle: Pixabay @bykst

Was ist die Helferzentrale?

Die Helferzentrale ist ein nicht kommerzieller, kostenloser Nachrichten-Service rund um Flüchtlingshilfe und Integration und soll ehrenamtliche und institutionelle Helferinnen und Helfer bei den aktuellen Herausforderungen unterstützen. Die Webseite mit wöchentlichem Newsletter sammelt aktuelle Nachrichten, erfolgreiche Beispiele, praktisches Wissen sowie nützliche Tipps rund um die Flüchtlingshilfe.

Ich kenne diesen Bedarf selbst. Sobald man sich ein bisschen engagiert, häufen sich die Fragen:

  • Wo gibt es aktuelle Projekte?
  • Wie kann ich helfen?
  • Wo kann ich was spenden?
  • Wie kann ich mich mit anderen vernetzen?
  • Welche Tools und Hilfsmittel gibt es bereits?

Die Helferzentrale versucht all diese Fragen zu beantworten und Informationen rund um das Thema Flüchtlingshilfe zu aggregieren.

Ich finde es sehr schön dort die Positivbeispiele zu lesen, denn die negativen Schlagzeilen, die einem das Herz schwer machen, den Magen verdrehen und die mich am Ende wieder hilflos machen, die lese ich zu genüge in den Mainstream-Medien.

Wie hilft die Helferzentrale?

Der Newsletter erscheint jeden Freitag und ist mit einer formlosen Mail an abo@helferzentrale.org  (oder per Formular auf der Startseite) zu bestellen. Es gibt ausserdem die Rubrik Termine, in der man sich über aktuelle Termine rund um Flüchtlingshilfe informieren kann.

Über die Schlagworte auf der Startseite kann man sich gezielt Informationen zu Aktionen in der eigenen Stadt oder Bundesland suchen (z.B. Berlin, Leipzig oder Dresden).

Wer immer auf dem Laufenden bleiben möchte, abonniert sich den RSS-Feed der Helferzentrale.

Wenn man etwas tun möchte, gibt es Möglichkeiten. Das zeigen viele Projekte und einzelne Menschen

Ich bin so froh, dass es Projekte wie die Helferzentrale gibt. Dieses Projekt, das Engagement meiner Mitmenschen (zum Beispiel in unserem Kindergarten) und auch Informationen, die ich z.B. auf der re-publica über Ingrid Brodnig kennengelernt habe, die gerade das Buch „Hass im Netz: Was wir gegen Hetze, Mobbing und Lügen tun können“ veröffentlich hat, machen mir Mut, dass es doch etwas gibt, was man all der Fremdenfeindlichkeit entgegen setzen kann. Vor einigen Tagen schrieb ich in diesem Zusammenhang z.B. über den Vortrag „Liebe organisieren„, der auch in diesen Kontext fällt.

Ebenfalls sehenswert ist der oben erwähnte Vortrag von Ingrid Brodnig, die übrigens eine beeindruckend gute Rednerin. Am Ende gibt auch sie einige sehr konkrete Tipps, wie man auf Hetze und Lügengeschichten im Netz reagieren kann (ab ca. Minute 25):

  • Bei Klarstellungen nur Positivformulierungen benutzen („Richtigstellungen affirmativ formulieren“)
  • Solange Einstellungen noch als „moderat“ zu bezeichnen sind – Gemeinsamkeiten finden und nicht so sehr auf die unterschiedlichen Positionen eingehen („An gemeinsame Werte appellieren“)
  • Bei sehr extremen Aussagen/Fehlbehauptungen juristisch vorgehen (und das auch transparent machen)

D.h. selbst im allerkleinsten Rahmen, z.B. im eigenen Facebook-Feed kann man etwas tun und wenn man darüber hinaus aktiv werden möchte, dann bietet zum Beispiel die Helferzentrale entsprechende Möglichkeiten.

Tut was! Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass sich das gut anfühlt.

[Werbung] Die Stunde der Gartenvögel

Die Zählaktion „Die Stunde der Gartenvögel“ des NABU findet zwischen dem 13. und 15. Mai statt. Mitmachen bedeutet NaturschützerIn werden!

Erst neulich gab es bei der Sendung mit der Maus einen denkwürdigen Beitrag zu Vögeln. Das Fernsehteam konnte nämlich ein für alle Mal klären, wie der Vogelnachwuchs aufs Klo geht. Die Antwort auf diese Frage war hochinteressant und bot unvergessliche Bilder (unbedingt mit den Kindern anschauen, wer’s noch nicht getan hat)!

Frisch aufgeklärt war ich sehr froh doch kein Vogel zu sein. Manchmal stellt man sich das ja sehr schön vor. Unendliche Freiheit und allein dieses fliegen können… – aber es gibt eben doch einige Vogelmutter und Vaterpflichten, auf die man lieber verzichtet.

Seitdem sind Vögel bei uns ein großes Thema. Das Schöne ist ja, es gibt sie überall – sogar in der Mitte von Berlin, wo wir wohnen.

Deswegen werden wir zwischen dem 13. und 15. Mai auch an der NABU Aktion „Die Stunde der Gartenvögel“ teilnehmen. (Also ich werde vom Balkon aus die Kinder beobachten, wie sie die Vögel zählen).

Die „Stunde der Gartenvögel“ – was ist das?

Der NABU möchte wissen: Wo kommen die Gartenvögel vor, wo sind sie häufig und wo selten geworden? Je genauer er über solche Fragen Bescheid weiß, desto besser kann sich der NABU für den Schutz der Vögel stark machen. Es geht also um Naturschutz!

Je mehr Naturfreunde an der „Stunde der Gartenvögel“ teilnehmen, desto wertvoller werden die Ergebnisse.

Ein kleines FAQ stellt der NABU ebenfalls zur Verfügung.

Stunde der Gartenvögel - Rotkehlchen
Quelle: pixabay @hellinger14
Wie geht es?

Zwischen dem 13. und 15. Mai legt ihr euch für eine Stunde auf die Lauer und zählt von einem festen Platz aus (z.B. vom Balkon, Park, Garten) alle Vögel, die ihr seht. Als Erleichterung könnt ihr euch eine Zählhilfe zur Erfassung der Vögel ausdrucken und mitnehmen.

Wie echte Forscher müsst ihr dabei ganz genau hinschauen und vermeiden, den selben Vogel mehrere Male zu zählen. Euer Ergebnis meldet ihr bis zum 23. Mail an den NABU. Das geht online, telefonisch (kostenlos unter 0800-1157-115 am 14. und 15. Mai zwischen 14 und 18 Uhr) oder per Post (Postkarte mit Adresse im PDF). Wenn ihr ein Smartphone habt, geht es sogar per App.

(Ich würde die App empfehlen, da man hier auch bei der Bestimmung der Vogelart unterstützt wird und sich z.B. die unterschiedlichen Vogelstimmen anhören kann. Trotz des Sachkundeunterrichts in der Schule können viele Menschen nur noch sehr wenige Vogelarten auseinanderhalten.)

Unter allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern werden übrigens tolle Preise verlost. Mitmachen lohnt also nicht nur weil man sich damit aktiv für den Naturschutz einsetzt. Verlost werden unter anderem:

  • 1 Volkswagen Trekking-Bike
  • 1 Fernglas Trinovid 8×20 BCA
  • 2 Gutscheine des Kosmos-Verlags
  • 5 Insektenhotels von Neudorff
  • 5 Fledermausquartiere von Neudorff und viele weitere Preise.
Wo bekomme ich mehr Informationen?

Alle wichtigen Informationen gibt es nochmal auf der Website „Die Stunde der Gartenvögel“ sowie der dazugehörigen Broschüre.

Wenn ihr euch mit anderen zum Zählen mit anderen verabreden wollt, könnt ihr das zum Beispiel über facebook machen. Auf Twitter und instagram könnt ihr eure Beobachtungen teilen und die der anderen Teilnehmenden anschauen (die Hashtags lauten z.B. #sdg16 und #StundederGartenvögel).

Viel Spaß beim Zählen!


Anmerkung einer aufmerksamen Leserin (Danke, liebe Lene):

Wichtiger Hinweis
Gezählt wird die maximale Anzahl Vögel einer Art, die man _gleichzeitig_ sieht (s. Flyer, Box links unten). Dadurch ist fast ausgeschlossen, dass man den selben Vogel mehrfach zählt.
Also: Nicht „5“ aufschreiben, wenn in der Stunde 5 mal eine Amsel vorbeihüpft (auch nicht, wenn man glaubt, dass es jedes Mal eine andere war), sondern nur wenn man 5 Amseln gleichzeitig im Blick hatte. Wenn sie alle nacheinander kommen, schreibt man „1“ auf.

[Werbung] audible Hörbuch Horst Evers – Alles außer irdisch

Disclosure: Ich bin Horst Evers Fan. Ich kann seine Sachen nur gut finden.

Ich hatte mein Buch ins Blaue geschrieben und war sehr aufgeregt als meine Lektorin anrief.

– Sie wollen jetzt bestimmt wissen, wie ich ihr Buch fand?
– Ja.
– Kennen sie Horst Evers?
– Ja.
– Ich habe bei ihrem Buch die ganze Zeit an Horst Evers gedacht und sehr, sehr viel gelacht.

Das war so ziemlich das tollste Kompliment, das mir die Lektorin machen konnte. Ich bin großer Horst Evers Fan. Die ganze Familie liebt Horst Evers. Kind 1.0 hat alle Bücher gelesen und kam oft mit einem der Bücher ins Wohnzimmer, um mir ein Best Of vorzulesen.

Weil ich in den Augen von Kind 1.0 endlich mal cool sein wollte, habe ich, als es um die Klappentext-Empfehlungen für mein Buch ging, Horst Evers angeschrieben und ihn gefragt, ob er vielleicht mein Buch auszugsweise lesen wöllte und mir dann das Zitat: „Fast so lustig wie Horst Evers“ schenken könnte.

Stellen Sie sich das mal vor!

Horst Evers: „Fast so lustig wie Horst Evers!“

Leider hat Horst Evers nie geantwortet. Ich bin bis heute ein bisschen traurig deswegen, aber ich verstehe natürlich, dass ein Humorist dieser Kategorie nicht jedem Wunsch nachkommen kann.

Jedenfalls, die Kurzgeschichten von Horst Evers im Allgemeinen waren alle klasse. Als er den Roman „Der König von Berlin“ schrieb, war ich skeptisch. Ein Kurzgeschichtenschreiber (eigentlich ein Blogger ohne Blog), der einen Roman schreibt? Meine Zweifel waren jedoch unbegründet: Der Roman ist ebenfalls sehr unterhaltend und amüsant.

Ich habe mir deswegen bei audible das Hörbuch zu seinem zweiten Roman „Alles außer irdisch“ runtergeladen. Einmal im Browser in die Bibliothek geladen, kann man das Hörbuch auch in der App hören – was ich sehr praktisch finde.

Der Anfang der Inhaltsangabe klang vielversprechend:

Der Flughafen BER wird eröffnet. Ein großer Tag für Berlin und Brandenburg. Genau 7,34 Sekunden lang läuft er wunderbar. Dann allerdings stürzt quasi aus dem Nichts ein wirklich großes Raumschiff auf alle drei Startbahnen.

Erinnerte mich sehr an Douglas Adams, den ich ebenfalls sehr schätze.

Das Hörbuch dauert über 9 Stunden. Ähnlich wie beim Serienschauen bedeutet das für mich jedoch, dass ich weit über 20 Stunden einplanen muss, um es komplett zu hören. Unabhängig von der Unterhaltsamkeit schlafe ich nämlich leider regelmäßig ein. Das Hörbuch in doppelter Geschwindigkeit zu hören (geht!), half an dieser Stelle nicht wirklich.

Die Zusammenfassung meines Eindrucks lässt sich (leider) auf zwei Sätze eindampfen: Ich bin nicht warm geworden mit dem Buch. Es war irgendwie sperrig und bemüht und v.a. erinnerte es mich einfach zu sehr an The Hitchhiker’s Guide To The Galaxy.

Das Buch nimmt zu Beginn Tempo auf und dann wird es alles etwas zäh. Evers verliert sich in ausufernden Beschreibungen und nicht enden wollenden Einschüben. Es ist so als habe er noch eine Idee und noch eine Idee gehabt und dann noch eine und sich von keiner mehr trennen können.

Vielleicht bin ich aber nur internetgeschädigt. Ich bin irgendwie nicht mehr fürs episch Ausgewalzte zu haben. Serien, die nicht nach zwei Folgen Fahrt aufnehmen, gebe ich auf. Spiele, die mehr als eine Stunde dauern, verstecke ich vor meinen Kindern. Bücher, die sich in hundertseitigen Landschaftsdarstellungen ergießen, benutze ich um wackelnde Tische zu stabilisieren.

Herr Evers, ich glaube, es ist einfach mein Fehler. Ich entschuldige mich, dass mir ihr Buch nicht gefallen hat.

P.S. Kind 3.0 mochte das Hörbuch sehr gerne. Kind 3.0 kennt allerdings den Hitchhiker’s Guide To The Galaxy nicht…


Zum Glück hat Horst Evers aber viele, viele sehr gute Bücher geschrieben.

Für meine geneigten Leserinnen und Leser verlose ich drei audible Gutscheine im Wert von 9,95 Euro. Soll es was von Horst Evers sein, dann empfehle ich sehr dringend „Gefühltes Wissen“ oder „Wäre ich du, würde ich mich lieben“.

Um den Gutschein zu gewinnen, verratet mir euer Lieblingshörbuch in einem Kommentar.

Und so geht es:

  • Verlost wird 3x ein audible Gutschein im Wert von 9,96 Euro (an 3 Personen je ein Gutschein)
  • Kommentiert bis zum 13.05.2016, 24 Uhr
  • Sollte sich die/der Gewinner/in nicht innerhalb einer Woche melden, verfällt der Gewinn.

[Werbung] Urlaub in der eigenen Stadt

Das Jahr 2014 hat einiges geändert in meinem Leben. Frisch getrennt war mir klar, wie zerbrechlich Zukunftsvorstellungen sind. Das ewige „wenn wir mal Zeit haben“, hat sich nicht mehr ergeben. Im gleichen Jahr hat mir meine überraschende Herzkrankheit vor Augen geführt, wie sehr das Hier und Jetzt zählt und wie wenig das Später.

Was ich hier in zwei Zeilen schreibe, hat meine Einstellung zu vielem grundlegend verändert. Ich habe mit YOLO schon mal darüber geschrieben. Diese Erkenntnis mag vielleicht banal klingen – und natürlich war mir das theoretisch schon vorher klar – nur umsetzen konnte ich dieses (Alltags)Wissen nicht.

Es klingt merkwürdig, aber ich habe erst durch diese Ereignisse gelernt es mir gut gehen zu lassen. Meine bis dahin ausschließlich pragmatisch getroffenen Entscheidungen, sind ins Wanken geraten und ich tue jetzt Dinge einfach weil ich Lust darauf habe oder weil sie mir gut tun. Andere Dinge wiederum tue ich viel weniger oder später. Eine unaufgeräumte Küche kann nach einem schönen Abend mit Freundinnen und Freunden einfach warten. Ich gehe lieber mit dem warmen und geselligen Gefühl ins Bett, als mich noch eine Stunde zum Aufräumen in die Küche zu stellen.

Durch die Trennung habe ich außerdem kinderfreie Zeiten. Einen Luxus, den ich seit über zehn Jahren nicht mehr hatte (es ist so furchtbar, dass mit diesem Satz bei mir sofort der Gedanke anspringt, ich müsse mich rechtfertigen, dass es OK ist, kinderfreie Zeiten gut zu finden… als wäre das eine Todsünde).

Die kinderfreien Zeiten verbringe v.a. ich mit verrückten Dingen wie: einfach nach Hause kommen und keine Pflichten haben. Kein Abendessen machen, nicht nach den Schulsachen schauen, keine Wäsche waschen. Einfach aufs Sofa werfen, eine Fertigpizza essen, aufs Klo gehen, ohne das ein Kind ein dringendes, unaufschiebbares Anliegen besprechen möchte.

An einigen wenigen Wochenenden wechsle ich den Ort. Für mich sind Wochenenden, die ich nicht in meiner gewohnten Umgebung verbringe, rückblickend wie ganze Ferienwochen. Dafür muss ich nicht mal weit reisen.

Eine Nacht in einem Hotel in einem anderen Stadtteil zu verbringen, tut’s auch. Meistens ist die Anreise eher zusätzlicher Stress. Wenn sich die Anreise auf acht Stationen mit der S-Bahn beschränkt, ist das wunderbar. Ich habe Urlaub in der eigenen Stadt gemacht und kann das sehr empfehlen.

In einem anderen Kontext hatte ich schon das 25hours Hafencity in Hamburg kennengelernt und war wirklich angetan von dieser Hotelkette. Ich hab mich deswegen sehr gefreut, dass ich zu zweit das 25hours Bikini Berlin ausprobieren durfte.

Und was soll ich sagen: es war großartig. Von Berlin nach Berlin und zurück.

IMG_6356Das 25hours Bikini Berlin liegt im touristischen Teil West-Berlins in unmittelbarer Nähe der Gedächtniskirche und des Breitscheidplatzes. Wir haben unseren Ausflug in die fremde Gegend genutzt und haben nach 16 Jahren Berlin gemacht, was wahrscheinlich sonst nur Touristen machen: Wir sind zur Einstimmung ins nahe gelegene Café Kranzler gegangen und haben ein Stück mittelmäßige Torte mit einem ziemlich schlechten Kaffee getrunken.

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Danach sind wir ins Hotel und haben uns in die Hängematte mit Blick auf den Zoologischen Garten gelegt. Ich liebe Hängematten und der freie Blick mitten in Berlin, ist großartig (im Frühling und Sommer wahrscheinlich noch mehr als im Winter).

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IMG_6353Ich hatte von meinem 40. Geburtstag noch eine Flasche Champagner, die wir getrunken haben (das Klischee will es so) und wir haben die Badewanne, die quasi fast frei im Raum steht, ausprobiert.

IMG_6350Von der Badewanne aus kann man übrigens fernsehen. Fernsehen ist für mich, da ich seit vielen Jahren keinen Fernseher besitze, eine total verrückte Sache. Es war wie damals in den 90ern – zumal Xena* lief.

 

 

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Am Abend sind wir dann auf eigene Kosten in das dazugehörige Neni Restaurant gegangen. Großer Vorteil wenn man dort übernachtet – die Warteschlange ist sonst absurd lang und zu bestimmten Zeiten bekommt man gar keinen Platz dort.

Vom Restaurant sind wir in die Monkey Bar und haben einen überteuerten Drink zu uns genommen und die phantastische Aussicht über West-Berlin genossen. Spätestens da, war ich so entspannt wie nach vier Tagen Urlaub in einer fremden Stadt.

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Am nächsten Morgen gab es ein sehr, sehr reichhaltiges Frühstück (ebenfalls im Neni) bevor wir dann wieder zurück in unseren Alltag gefahren sind.

Das 25hours Hotel ist wirklich ein sehr feines Hotel. Die Einrichtung ist sehr stylisch – man kommt sich vor wie in eine dieser amerikanischen Serien, bei denen man sich immer fragt, wie die Protagonisten an solche Wohnungen kommen und wie sie sie sich leisten können. Die Details sind liebevoll und praktisch: Es gibt einen Wasserkocher im Zimmer – man kann sich also problemlos Tee machen, es warten so viele Magazine in der Sofaecke, dass man es eigentlich in den wenigen Stunden, die man dort ist, nicht schafft alles zu lesen. Es gibt überall Lautsprecherboxen (sogar IN der Badewanne), die man über Bluetooth ansteuern kann – wenn man die eigene Musik mitbringt, ist man also nicht auf das Radioprogramm angewiesen. Auf den Zimmern gibt es übrigens auch ein Fahrrad mit dem man die Stadt erkunden kann (haben wir nicht gemacht, es war November und schneematschig) und man kann sich einen Mini ausleihen, wenn man Lust darauf hat.

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IMG_6352Einzig und allein die Beleuchtung im 25hours macht mich kirre. Es gibt nur schummrig-romantisches Licht. Ich mag ja gerne OP Beleuchtung (zumindest optional) und hatte ständig den Impuls, das Licht anzumachen, um dann festzustellen, dass es bereits an war. Die Klimaanlage könnte auch ein wenig leiser sein und schön wäre, wenn man die Temperatur komplett selbst bestimmen könnte.

Es ist ein großer Luxus so ein Wochenende zu haben, das weiß ich. Ich hab es sehr genossen und all meinen Freundinnen und Freunden biete ich hiermit öffentlich an: Wenn ihr sowas mal machen wollt, bringt mir eure Kinder (das Problem sind ja meist nicht die Übernachtungskosten sondern die mangelnden Möglichkeiten, die Kinder wohlbehütet zu wissen).


 

*Es wird übrigens sehr zeitnah ein Xena Reboot geben.

[Werbung] Die Eve Matratze im Langzeittest

Im Januar habe ich über meine neue Eve Matratze geschrieben. Nach den ersten vier Wochen war ich zufrieden. Meine damaligen Eindrücke nochmal als Zusammenfassung:

  • Mein Bett ist mit der Eve Matratze, die selbst 20 cm hoch ist, deutlich höher. Mit 40 fängt man an sowas zu schätzen. Einfach Beine aus dem Bett und aufstehen. So wie in einem SUV.
  • Die Matratze ist weicher als alle Matratzen, die ich bislang hatte und passt sich dem Körper an.
  • Die oberste Schicht, die aus Naturlatex besteht, hat einige Zeit gerochen.
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Die Sprüche auf dem Karton der Eve Matratze erinnern mich an den Twitter-Account „Man who has it all“

Nach insgesamt drei Monaten, also sehr nahe an der 100 Tage Testgrenze, bin ich immer noch zufrieden und würde die Matratze nicht zurück geben wollen.

Mein Fazit: Ich schlafe viel besser als mit meiner Vorgängermatratze. Ich meine auch weniger Rückenschmerzen zu haben (v.a. im unteren Bereich) und die Matratze riecht auch schon lange nicht mehr.

Matratzen scheinen mir eine sehr individuelle Sache zu sein. Ich kann nur für mich sagen, dass ich mit der Eve Matratze zufrieden bin. Ein echtes Argument sind für mich die 100 Probetage, deswegen fällt es mir leicht die Matratze zu empfehlen. Ich glaube nicht, dass zehn Minuten Probeliegen in einem Laden die 100 Probetage aufwiegen können.

Wenn ich einen Verbesserungswunsch äußern dürfte, dann, dass der Rand der Matratze etwas fester sein könnte. Und wie im ersten Artikel gesagt: Wenn man zu zweit, sehr kuschelig eng aneinander liegt, dann bildet die Matratze eine Mulde, die einen noch enger zusammen rutschen lässt. Wenn man sich gern hat, ist das aber kein Problem (mal angesehen davon kehrt die Matratze ja immer wieder in ihre ursprüngliche Form zurück…). Wenn ich alleine drin liege, kann ich sie uneingeschränkt empfehlen. Da ist das In-die-Matratze-sinken sogar ein großer Vorteil: Denn ich kann endlich wieder auf dem Bauch schlafen.

Und P.S. Der Karton der Matratze ist nach wie vor eines der Lieblingsspielzeuge der Kinder.

[Werbung] Tagebücher auf Papier? Wirklich jetzt?

Vor einiger Zeit habe ich eine Mail von dot on® bekommen, ob ich nicht mal das neue dot on diary family ausprobieren möchte. Hach ja, dachte ich, an sich ist das ja ne schöne Idee. In der Elternzeit habe ich es wirklich geschafft mehr oder weniger regelmäßig Kindertagebuch zu schreiben und eigentlich hatte ich mir schon lange vorgenommen damit mal wieder anzufangen.
Ich schrieb also ziemlich genau das zurück: „Die Idee ist sehr schön, gerne könnt ihr mir eins schicken, aber ich befürchte, ich werde kaum dazu kommen, was reinzuschreiben und deswegen sehr wahrscheinlich auch nicht im Blog darüber berichten können.“

Sechs Wochen später ist das Familientagebuch fast voll. Zu meinem großen Erstaunen. Es sind allerdings einige Faktoren dazu gekommen, die das Befüllen des Tagebuchs – sagen wir – begünstigt haben.

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Zum einen bin ich schon lange stolze Besitzerin eines unermesslichen Vorrats an Aufklebern, die traurig vor sich herlagerten ohne jemals zum Einsatz zu kommen. Zum anderen haben wir uns ziemlich zeitgleich eine Polaroid Snap (Affiliate Link) gekauft und nicht zu vergessen: Die Kinder können (fast) alle selbst schreiben.

Ich hab das Familientagebuch also an einem für alle zugänglichen Ort gelegt, verkündet: „Wir haben jetzt ein Familientagebuch, ihr könnt da alle reinschreiben oder malen“ und selbst immer mal ein Ereignis vermerkt. Dazu die Bilder der Sofortbildkamera und die Punkt-Aufkleber des dot on diary, die mit dabei sind, mit denen man hervorragend kleine Erinnerungen (Eintrittskarten, Postkarten, ausgeschnittene Zeitungsartikel…) festkleben kann.

Das Familientagebuch hat mir so viel Freude bereitet, dass ich also wieder an dot on® geschrieben habe und um weitere Exemplare gebeten habe, die ich hier verlosen kann: Je ein dot on diary family und ein dot on diary days. (Die beiden unterscheiden sich in der Auswahl der Aufkleber, die einmal speziell auf Familienereignisse und einmal auf Tagebucheinträge im Allgemeinen zugespitzt sind.)

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Wer eins haben möchte, kommentiert unter den Artikel und verrät mir was sie/er mit seinen Erinnerungen macht. Sammelt ihr in Schuhkartons? Macht ihr Fotoalben? Schreibt ihr wichtige Daten einfach in den Kalender?

Und so geht es:

  • Verlost wird 1x das dot on diary family und 1x das dot on diary days
  • Kommentiert bis zum 21.02.2016, 24 Uhr
  • Ich versende nur innerhalb Deutschlands
  • Sollte sich die/der Gewinner/in nicht innerhalb einer Woche melden, verfällt der Gewinn.

Übrigens (weil ich die Idee so schön fand und sie zumindest auch was mit dem Thema „Erinnerungen konservieren“ zu  tun hat) wenn ihr auch aus jedem Urlaub Sand nach Hause schleppt und nicht wisst, was man damit tun kann, Mamazweipunktnull hatte da eine sehr schöne Idee:

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Bild von Mamazweipunktnull

[Werbung] eve – one mattress to rule them all

Ich habe die eve Matratze getestet und schlafe jetzt bequem in einem Senioren-Bett. Die Matratze wurde kostenlos geliefert und ist relativ günstig. Für die Kinder fällt noch ein Spielhaus ab.

IMG_5229Seit gut vier Wochen habe ich eine eve Matratze. Seit ungefähr zwei Wochen will ich darüber schreiben, aber ich neige dazu, mich abends mit Laptop aufs Bett zu legen und dann ist es plötzlich so weich und kuschelig und ZZzzzzzz.

Nein, ohne Quatsch. Ich habe eine eve Matratze zur Verfügung gestellt bekommen, weil ich gerade mein Familienbett aufgelöst habe, mir ein eigenes Bett gekauft habe, in ein anderes Zimmer gezogen bin und meine Matratze einfach ätzend war.

Ich habe mich die letzten Jahre damit abgefunden schlecht zu schlafen. Weniger wegen der Matratze als dem Umstand geschuldet, dass ich kleine Kinder habe. Bis heute ruft mindestens ein Kind pro Nacht: „Maaaaamaaaaa“ und fragt an, ob es nicht vielleicht doch mit unter die Bettdecke schlüpfen könnte. Gemessen an der Zeit, in der ich gestillt habe (da habe ich wirklich gar nicht mehr gezählt, wie oft ich wach wurde) und der Kleinkindzeit ist das fast durchschlafen.

Aktuell gewöhnen wir uns alle ans alleine – jede/r in seinem Bett schlafen und erst da fiel mir auf wie schlecht meine Matratze eigentlich ist. D.h. solange ich wirklich alleine schlafe, war sie eigentlich OK – jetzt schlafe ich aber unerwarteterweise doch öfter zu zweit und da überschreiten wir die laut Matratzenhersteller angegebenen 100kg Höchstbelastung… vielleicht liegt es daran.

Ich habe mit meiner alten Matratze und trotz der beinahe nicht vorhandenen zusätzlichen Kinder ziemlich schlecht geschlafen und an sehr vielen Tagen hatte ich Rückenschmerzen.
IMG_5876Es kam mir da sehr gelegen, die eve Matratze auszuprobieren. Mit großer Vorfreude habe ich mir also die Matratze bestellt und allein die Lieferung war ein großes Abenteuer. Das Tracking-System funktionierte nämlich hervorragend und so war ich tatsächlich zuhause, als die Matratze meine Wohnung erreichte. (Die kostenlose Lieferung ist im übrigen für mich eine super Sache, weil ich kein Auto habe und im 4. Stock wohne!)

Der freundliche Herr von UPS hat demzufolge geklingelt und mir die Matratze nach oben geschleppt. Oben war ich dann ganz aufgeregt, bis mir auffiel, dass die Kiste nicht 1,40 m und auch nicht 2,00 m hoch war. MIST! Ich hatte doch eine Matratze immit dem Maß 1,40 m mal 2,00 m bestellt – auch wenn sie zusammengerollt war, in eine der beiden Richtungen hätte sie doch gerollt sein müssen? Bestimmt hatte ich mich vertippt. Menno. Große Enttäuschung.

Glücklicherweise war ich dann aber trotzdem neugierig und habe die Matratze aus der Kiste geholt und es geschah etwas wunderbares (und das erste Mal hab ich verstanden, wann „Unboxing-Videos“ Sinn ergeben): die Matratze war in der Mitte gefaltet und klappte sich sehr ästhetisch aus (weil ich das vorher nicht wußte, habe ich leider kein Video gemacht).

Im Karton war eine Gebrauchsanweisung, die dazu rät

  1. die Matratze einige Zeit liegen zu lassen, damit sie sich komplett auffalten und
  2. entlüften kann.

Nach zwei Tagen habe ich die Matratze auf mein Bett gehievt, aber mein Freund fand, dass sie immer noch chemisch riecht* und deswegen haben wir sie wieder runtergewuchtet und weitere fünf Tage gewartet. Wie gesagt, ich habe schon lange nichts mehr gerochen, aber mein geruchssensibler Freund hat erst nach ca. zwei Wochen aufgehört zu sagen, dass die Matratze noch riecht.

Das erste Probeliegen war „interessant“. Die Matratze ist für mein Empfinden sehr hoch (20 cm) und mein Bett fühlt sich durch die zusätzliche Höhe angenehm nach Seniorenbett an. Ganz ehrlich: ich finde das super und erinnerte mich daran, wie mein Vater über den Einstieg in seinen neuen SUV schwärmte. Ich bin jetzt offenbar auch in diesem Alter… aber lassen wir das.

Die Matratze ist sehr weich. Das hat bei mir zunächst ein zweifelndes Naserümpfen verursacht. In einem großen Möbelhaus habe ich mich auf die unterschiedlichen Matratzenmodelle geworfen und selbst die härteste, war mir persönlich zu weich. Die eve Matratze gibt beim Draufsetzen oder Hinlegen nach, man sinkt einige Zentimeter ein.

Frei nach dem Sprichwort „Einem geschenkten Gaul, schaut man nicht ins Maul“, habe ich mir dann aber einen Ruck gegeben und mir gesagt: probieren kann man es ja mal.

So und bevor ich darüber berichte, wie es langfristig ist, auf der eve Matratze zu schlafen, vielleicht noch ein paar Fakten:

  • Meine Matratze hat für die Größe 140cm x 200cm und hat 600 Euro gekostet. Das ist, gemessen an den Alternativen, die ich mir vorher angeschaut habe, relativ günstig. eve selbst sagt, das liege daran, dass man sie nur online kaufen könne und somit die zusätzlichen Kosten für Zwischenhändler wegfallen.
  • Die Matratze wird kostenfrei innerhalb weniger Tage geliefert (bei mir waren es vier Tage).
  • Auf die Matratze ist 10 Jahre Grantie und man kann sie 100 Tage Probleliegen.

Letzteres finde ich großartig, denn bei jedem Matratzenkauf habe ich mich bislang gescheut Geld in die Hand zu nehmen, weil ein 10 minütiges Probeliegen im Geschäft nicht wirklich valide vorher sagt, wie zufrieden ich mit der Matratze langfristig sein werde.

  • Produziert wird die Matratze in England.

IMG_5770Und P.S. die Box, in der die eve geliefert wurde, ist seit einigen Wochen das beliebteste Spielzeug im Kinderzimmer.

Und ich gehe jetzt zurück in mein Bett. Wie es sich auf der eve Matratze schläft, berichte ich in einigen Wochen. Ein bisschen gespoilert habe ich ja schon ganz zu Beginn des Textes…

 


 

*Tatsächlich riecht die oberste Schicht, die aus Naturlatex besteht. Dem FAQ der eve Website kann man dazu entnehmen „Wie alle Naturprodukte riecht es eben auch. Zudem unterliegen Naturprodukte stärkeren Schwankungen in der Produktion. Die Stiftung Warentest empfiehlt erst nach vier Wochen aufgrund von Geruch zu reklamieren. 90% aller eves riechen 1-3 Tage.Weitere 8% riechen bereits nach einer Woche nicht mehr.“