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Überwachung ist dann toll, wenn man selbst die NSA ist

Das Internet der Dinge ist gemeinhin der Kühlschrank, der selbst nachbestellt, wenn die Milch alle ist. Bislang also nichts, was der normal sterbliche Mensch besitzt.
Mich fasziniert das Thema und ich bin sehr traurig, dass mein Nabaztag-Server abgestellt wurde (und leider zu träge, mir selbst einen Server einzurichten). Mittels Nabaztag, lassen sich nämlich die Kinder sehr gut erziehen.

Ich habe mich deswegen sehr gefreut, dass ich das Gigaset elements zum Testen zur Verfügung gestellt bekommen habe.

Foto 1 (2)

Was kann man damit machen?
Nun, man kann: überwachen.
Und zwar: Fenster, Türen und Räume.
Die Installation ist wirklich unfassbar einfach. Man muss einfach den sechs Schritten der Gebrauchsanweisung folgen, die App runterladen und dann die einzelnen Geräte registrieren.
Ich habe den Türsensor an die Eingangstür, den Bewegungsmelder in die Küche und den Fenstersensor an das Fenster im Kinderzimmer angebracht.
Ich denke, der ursprüngliche Zweck dieser Geräte ist Einbruchssicherung. Wenn Bewegungen registriert werden, wird diese als Statusmeldung in der App angezeigt und sollte man sich sicher sein, dass im Moment eigentlich niemand die Tür öffnen sollte, kann man mit einem Klick den Polizeinotruf melden. Genauso kann man aber auch Zuhause anrufen.
D.h. die App unterscheidet “Homecoming” und “Alarm”. Es heißt, dass der Alarm nur ausgelöst wird, wenn die Tür gewaltsam geöffnet wird. Prüfen konnte ich das natürlich nicht.
Ich finde die Sensoren in Zusammenhang mit Kindern eigentlich ganz praktisch. Kind 2.0 z.B. kommt schon alleine von der Schule nach Hause. Es könnte sich per RFID-Tag am Nabaztag anmelden (wenn der denn ginge), es könnte mich anrufen – aber noch einfacher ist es natürlich wenn ich in der App sehe, dass das Kind Zuhause angekommen ist.

Foto (2)

Der Türsensor meldet außerdem noch, ob die Tür geöffnet oder geschlossen ist.
Das ist auch sehr super, denn das Kind vergisst gelegentlich die Tür zu schließen.
Den Fenstersensor finde ich auch sehr praktisch. Wir wohnen ziemlich weit oben und ehrlich gesagt, habe ich panische Angst, dass die Kinder eigenständig das Fenster öffnen. Wir haben verschließbare Fenstergriffe – nur leider nicht in allen Zimmern und da ist es ganz beruhigend, wenn ich sehe, wenn ein Fenster geöffnet wird.
Alternativ kann ich mir bei Gewitter z.B. anzeigen lassen, ob alle Fenster geschlossen sind und dann sehr beunruhigt sein, wenn dem nicht so ist. Die Sensoren melden schließlich nur den Status und schließen (leider) nicht die Fenster. Das wäre natürlich schick.

Den Bewegungssensor habe ich in der Küche angebracht. Vielleicht auch zu meiner eigenen Sicherheit. Ich kann dann nämlich immer in der App sehen, wenn ich schon wieder am Kühlschrank war.

Ich bin jedenfalls gespannt, wie die Kinder die Sensoren finden.
Kind 3.0 hat zur Zeit ganz furchtbar Angst vor Einbrechern. Diese Phase hatte Kind 1.0 seltsamerweise auch. Es hatte allerdings Angst, dass Krokodile einbrechen könnten. Als ich ihm eine anatomische Zeichnung eines Krokodils anfertigte, die eindeutig bewies, dass Krokodile gar nicht in der Lage sind einzubrechen, war es beruhigt.
Ich hoffe den selben Effekt hat das Gigaset elements safety kit auf Kind 3.0 auch.

Ach und wenn ich noch einen Tipp geben darf: Wenn man die Sensoren an die entsprechenden Stellen klebt, nicht die Halterung unabhängig vom Sensor platzieren sondern einmal alles zusammen probehalten. Sonst muss man das nämlich alles wieder abreißen. Selbiges gilt fürs Registrieren. Erst an der Basisstation registrieren, dann festkleben.
Oder die Gebrauchsanweisung komplett lesen und dann erst Schritt für Schritt durchgehen. Oder die Videotutorials anschauen:

Was ich an Kritik habe?

  • Die Pushmitteilungen kommen nicht immer. Warum das so ist, konnte ich noch nicht rausfinden. Öffnet man die App, kann man aber zuverlässig sehen, ob die Tür geöffnet wurde
  • Man ist natürlich abhängig vom dauerhaft und zuverlässigen Laufen des Gigaset element-Servers – aber damit muss man bei allen webbasierten Services leben… und dauerhafte Stromversorgung ist natürlich auch nötig
  • Wie wohl die Polizei reagiert, wenn ich aus dem Urlaub anrufe und sage “Meine App zeigt mir, dass meine Wohnung soeben gewaltsam aufgebrochen wurde, bitte schauen sie schnell nach dem Rechten.”, möchte ich nie ausprobieren müssen
  • Und wenn man mal auf die Facebook-Seite von Gigaset elements schaut, dann würde ich mir wünschen, dass nicht nur zum Vater- sondern auch zum Muttertag Add-Ons verlost werden.


Fazit: Tatsächlich fühlt es sich sehr flauschig beruhigend an wenn man unterwegs ist und die App schaut und dann das hier sieht:

All is good

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Einblicke

Oft werde ich gefragt, was ich machen würde, wenn eines der Kinder anfangen würde zu bloggen. Meine ehrliche Antwort: Ich würde mich freuen (nachdem ich stundenlang, tagelang monatelang und vermutlich immer wieder Vorträge zu Urheber- und Nutzungsrecht, Privatsphäre und Vor- und Nachteile von Pseudonymen vs. Klarnamen gehalten hätte).

Was mir persönlich an Blogs so gefällt, ist die eigene Sicht auf Dinge und die Möglichkeit für die LeserInnen einen Einblick in völlig andere Welten zu bekommen. Deswegen hat mir die Vorstellung auch sehr gefallen, als mein Kooperationspartner Idee hatte, unser Zuhause von den Kindern fotografieren zu lassen.

Zugegebenermaßen musste ich etwas filtern. Wer will schon Geschirrberge in der Spüle sehen und Untertitel wie “Meine Mama stellt alles in die Spüle. Die Spülmaschine ist nur wenige Zentimeter entfernt. Wasserexperimente im Spülbecken kann man deswegen nicht so gut machen, weil immer alles vollgestopft ist.” lesen?

Die schönen Seiten hingegen, gibt es hier zu bewundern.

Tatsächlich finde ich die Idee großartig und würde gerne eine neue Serie starten. Was würdet ihr gerne durch die Augen der Kinder sehen?

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CITROËN MULTICITY Testbericht

Spoiler: Ich kanns empfehlen. Es ist praktisch, unkompliziert, umweltfreundlich und zumindest in meiner Gegend stehen überall Autos rum. Preislich auf jeden Fall deutlich günstiger als Taxi – aber natürlich teurer als die BVG zu benutzen.

[caption id="attachment_5819" align="alignnone" width="612"]Multicity App Die App zeigt, wo das nächste Fahrzeug steht. Yo, stimmt.[/caption]

“Dürfen Frauen in Deutschland eigentlich Auto fahren?” Kind 2.0 am Rücksitz schaut mich fragend an und ich bin etwas sprachlos. “Natürlich dürfen Frauen in Deutschland Auto fahren! Wie kommst Du denn darauf dass nicht?”
“Du fährst zum Beispiel nie.”
Das Kind hat Recht. Als Achtzehnjährige am Land konnte ich es nicht erwarten den Führerschein zu machen. 1994 habe ich mir für 400 DM einen panamagrünen Trabi Kombi gekauft. Das war günstig und deutlich trockener als ein Motorroller. 1999 habe ich ihn verkauft und bin nach Berlin gezogen. Ab da bin ich fast nicht mehr Auto gefahren. Vor drei Jahren dann haben wir als Familie beschlossen, dass es doch ganz hilfreich sein könnte ein Auto zu haben. Gefahren ist aber immer mein Mann. Jetzt sind Mann und Auto einige U-Bahnstationen weiter weg gezogen und ich fände es gelegentlich praktisch ein Auto zu haben. Zum Beispiel (der Klassiker!) um mal schnell zu IKEA zu fahren und 600 Teelichte zu kaufen. Oder abends, wenn ich ausnahmsweise mal meine vier Wände verlassen habe und mich unwillig fühle mich an Orten zu treffen, die ich nur erreiche, wenn ich drei Mal umsteige. Da ich ohnehin so gut wie nie Alkohol trinke, wäre so ein spontan ausleihbares Auto genau das Richtige für mich.

Ich hatte schon länger vor einen der Anbieter in Berlin zu testen und habe mich deswegen über die Anfrage von CITROËN MULTICITY gefreut. Man registriert sich online unter multicity-carsharing.de. Zusammen mit Registrierungsbestätigung, Ausweis und Führerschein verifiziert man sich bei einem CITROËN Kundenzentrum oder einer der sieben BVG Service-Center. Dort erhält man eine Kundenkarte, die gleichzeitig Schlüssel für eines der Elektroautos ist.

Im Standard-Tarif zahlt man 28 Cent pro Minute Fahrtzeit. Entscheidet man sich für einen der Prepaid-Tarife wird es billiger. Es fällt keine Grundgebühr an, es gibt keine Mindestmietdauer und keine Strom- und Parkkosten. Nimmt man das Auto den ganzen Tag, kostet das 39 Euro.

Im Preis enthalten außerdem:

  • Vollkasko- und Haftpflichtversicherung  (VK mit 500,00 € SB)
  • Parkgebühren auf öffentlichen Parkplätzen
  • gefahrene Kilometer
  • Vorreservierung (15 min vor Fahrtantritt)
  • Navigationssystem

Großartig (da umweltverträglich) finde ich, dass die Flotte aus insgesamt CITROËN C-Zero Elektrofahrzeugen besteht, die mit Ökostrom geladen werden. Für alles, was man so in der Stadt vorhat, ist die Reichweite von 150 km bei voller Batterieladung völlig ausreichend.

Die Autos sind übrigens Automatikfahrzeuge. Ich bin vorher noch nie Automatik gefahren. Das ist jetzt kein Problem, aber das letzte Fahrzeug, das ich gefahren bin, war ein Elektro-Kart, das exakt so klang wie der CITROËN C-Zero. Ich musste mich also ein bißchen am Riemen reißen nicht alle anderen Autos mit quietschenden Reifen zu überholen.

Ich würde empfehlen, das FAQ vor der ersten Benutzung durchzulesen. Da steht z.B. drin, wie man das Auto öffnet. Mit der Karte an der Windschutzscheibe nämlich. Es kann durchaus sein, dass das Auto sich nicht öffnen lässt. Dann zum Beispiel wenn der Batteriestand zu niedrig ist oder eine andere Kundin sich das Auto vorher hat reservieren lassen. Den Fahrzeugschlüssel findet man im Handschuhfach. Ich kam mir bei der Schlüsselsuche ein bisschen hmmm wie eine Geheimagentin vor, für die ein Fluchtfahrzeug hinterlegt wurde. Sehr aufregend!

Relativ schlau ist es auch, sicherzustellen, dass das Auto nicht mehr an der Ladestation hängt. Ein abgerissenes oder verlorenes Ladekabel kostet 750 Euro.

Es gibt auch zwei Arten das Auto abzuschließen. Erstens wenn man es wirklich nicht mehr braucht (mit Karte abschließen) und zweitens, wenn man es nur kurz stehen lassen will (mit Fahrzeugschlüssel abschließen z.B. zum Einkaufen) und es dann wieder nutzen möchte.

Weitere Tipps von meiner Seite: Vor der ersten Benutzung die zugehörige App runterladen und die Nummer des Kundenservice im Handy abspeichern (die Nummer ist auch im Menüpunkt “Informationen” der App zu finden).

Mit der App kann man sehen, wo das nächste Auto steht und wie der Ladestand ist. Mit einem Klick kann man das Auto mit einem Vorlauf von maximal 15 Minuten kostenlos vorreservieren. Ich kann mich nicht beschweren, was das angeht:

Multicity App

 

Wenn man die Fahrt beendet hat, bekommt meine SMS mit Dauer und Kosten der letzten Fahrt.

Zusammenfassend:

    • Online-Registrierung (10 min)
    • App runterladen & Kundendaten eingeben (5 min)
    • FAQ lesen (10 min)
    • ggf. Servicenummer extra einspeichern (2 min)
    • Kundenkarte besorgen (je nach Entfernung zum Kundenzentrum). Je nachdem wo man das macht, kann die Aktivierung aber über 24 Std dauern (!) und dann im Grunde: losfahren

Um ein Gefühl für die Kosten zu bekommen, hier zwei Beispiele:

Von mir zum Alexanderplatz kostet eine Taxifahrt 10 Euro. Mit der BVG fahre ich für 2,60 Euro, mit Multicity je nach Verkehrslage inkl. optimistisch geschätzter Parkplatzsuche 3,50 Euro.

Nach Wedding zu einer Freundin kostet es mit dem Taxi 25 Euro, mit der BVG 2,60 Euro und mit Multicity bin ich für 8 Euro (dafür ohne Umsteigen und ohne gruselige U-Bahngestalten) dabei. Ich bin jetzt nicht wahnsinnig ängstlich, aber in manchen Gegenden fahre ich doch lieber Auto als in der Nacht alleine am U-Bahnhof zu stehen. Dafür kostet das ein paar Euro mehr – was ich aber OK finde.


Damit ich auch was gemeckert habe: Aktivierung der Kundenkarte hat bei mir wegen der Osterfeiertage vier Tage gedauert. Das hätte mir der Herr bei der Aushändigung der Karte durchaus mitteilen können, finde ich. Und: Die Warteschleifenmusik der Kundenhotline, sie ist furchtbar.

Ansonsten ist für mich Carsharing eine wirklich praktische Sache und falls ihr, liebe Leserinnen und Leser auch Lust habt, das mal auszuprobieren, könnt ihr euch hier kostenlos registrieren und 60 Freiminuten bekommen. Macht das bald, denn der Link ist nur bis zum 30.05.2014 gültig.

Ich hoffe jedenfalls, dass es für meine Kinder in Zukunft ein normaler Anblick ist, dass Frauen Auto fahren.



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Schnäppchenstress

Manchmal verstehe ich Männer nicht. Neulich zum Beispiel hatte ich eine super Idee. Ich wollte shoppen gehen. In ein Outlet Center. Ein Mekka für Geizkragen preisbewusste Menschen wie mich. Aber statt in Begeisterungsstürme auszubrechen, machte mein Mann ein gequältes Gesicht. So als hätte ich etwas ganz furchtbares gesagt.
Dabei würden wir jede Menge Spaß haben. In drei Stunden würden wir zwanzig Geschäfte abklappern. Er dürfte mir unterschiedliche Größen anreichen, wenn ich in der Umkleidekabine wäre und ich hätte mir sogar seine Vorschläge angehört – vorrausgesetzt er hätte sie ein wenig attraktiv präsentiert und gekonnt verargumentiert.
Stattdessen trottete er mir lustlos hinterher und machte ein Gesicht wie ein Beagle. Ich musste mir alle meine Teile selbst aussuchen und dann auch noch alleine anprobieren und beurteilen.
Mein Mann indes setzte sich auf eine der Wartevorrichtungen, die offensichtlich ausschließlich für Männer bereit gestellt waren und hielt sein Handy traurig in die Luft. Als ich ihn fragte, ob mir das Kleid, das ich gerade ausprobiert hatte, stünde, antwortete er mir matt mit “Kein Empfang”.
Da schwor ich mir, dass ich meinen Mann nie mehr mitnehmen würde. Es sei denn, es gäbe Männersammelstationen. Ein Stoland im Eingangsbereich eines jeden Outlet Centers. Da könnten sich die Männer auf Minimotorräder setzen und bekämen kleine Tabletcomputer, auf denen sie Bubble Shooter spielen können. Zur Mittagszeit bekämen sie ein blutiges Steak und im Anschluss würden sie vom Motorrad zu einem ledernen Ohrensessel getragen werden, von wo sie dann bis Sonnenuntergang Sportschau gucken könnten.
Natürlich möchte ich nicht so lange bis jemand das gebaut hat, auf mein Shoppingglück verzichten. Deswegen bin ich sehr froh, dass es Online Outlets gibt, wie z.B. das Limango Outlet. Online Schnäppchenjagd hat so viele Vorteile.
Aus der Real-Jagd kennt man das: Man sucht ein Kleid und muss stundenlang in dem Chaos suchen, bis man endlich eines findet und dann hat es womöglich nicht die richtige Größe und weil man ohnehin schon so lange gesucht hat, probiert man es trotzdem aus und gibt erst auf, wenn die Nähte diese knarzenden Geräusche machen. Online ist das völlig stressfrei. Man sucht sich die passende Kategorie und filtert nach Größe und Farbe. Als Ergebnis erhält man DAS Kleid, nachdem man andernorts Stunden gesucht hätte oder das einem eine Konkurrentin in letzter Sekunde vor der Nase weggeschnappt hätte.
Nicht so im Online Outlet Store. Mir gefällt’s und männerfreundlich ist es auch. Während ich nämlich am Sofa sitze, hat mein Mann ununterbrochen WLAN Empfang.

 
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Ziemlich viel Herzblut in einem Karton

Man hat ja immer diese Vorsätze. Z.B. mal mit den Kindern was zu basteln oder noch besser: ein Experiment zu machen, bei dem die Kinder was lernen UND Spaß haben. Überraschungseiaktivitäten quasi – nur pädagogisch wertvoll. Der Fachbegriff dafür ist wohl Playducation (schön dass es für alles ein Wort gibt).

Wir besitzen eine halbe Schrillionen “Experimentieren mit Kindern”-Bücher. Nur leider haben wir selten Zeit oder es fehlt irgendein wichtiges Utensil, um das beschriebene Experiment zu machen. So geht’s uns jedenfalls spätestens seit ich wieder berufstätig bin und das Resultat ist: Die Bücher verstauben im Regal und wir Eltern hoffen inständig, dass die armen Kinder wenigstens im Kindergarten was vernünftiges machen.

Genau diese Lücke zwischen gutem Vorsatz und mangelnder Umsetzung schließt die Tollabox. Ich habe sie vor einigen Wochen geschenkt bekommen und bin ehrlich angetan. Ekstatisch quasi, wie Angela Merkel, wenn sie ihre Arme in die Luft wirft. In einer Tollabox sind zwei bis drei Experimente, eine Vorlesegeschichte und Elterntipps. In unserem Fall Riesenseifenblasen, ein Stimmungs-barometer und ein Erbsenkonstruktionsset. Die Vorlesegeschichte fand ich furchtbar. Kind 2.0 fand sie wahnsinnig “aufregend”, Kind 3.0 wollte immer wissen, warum der Tolla Pi keinen Lieblingssatz hat. Kind 3.0 fragt gerne die selbe Sache immer und immer wieder und so hörte ich am Vorleseabend gefühlte hundert Mal: “Warum sagt der nicksch, der Pi?”.

Als erstes haben wir das Stimmungsbaromter ausprobiert. Auf Holzklammern klebt man die Namen der Familienmitglieder und dorthinein klemmt man kleine Stimmungsbilder. Es gibt vorgefertigte und man kann eigene Stimmungen malen. Was mir dabei am meisten gefallen hat, war dass es genug Klammern für alle Familienmitglieder gab. Bei ähnlichen Sets waren bislang immer maximal zwei Kinder berücksichtigt. Drei oder sogar vier Kinder gibt es in der Welt der Hersteller nicht. Auf der Erklärung waren auch die Großeltern mit erwähnt. Wie schön, dass eine Familie so weit gefasst ist. Kind 3.0 hat einen eigenen Gemütszustand, der “döwe” lautet. Den konnten wir im Stimmungsbarometer festhalten.

Am darauffolgenden Wochenende haben wir die Riesenseifenblasen getestet und hatten ziemlich viel Spaß. Schon normale Seifenblasen setzen einen (egal ob man möchte oder nicht) in Verzücken. Die großen Seifenblasen versetzten uns in sowas wie Megaverzücken. Sie waren teilweise so groß wie die Kinder und nach einer Stunde war die Seifenlauge immer noch nicht aufgebraucht und die Kinder total fertig vom Seifenblasenfangen.

Das dritte Experiment ist etwas aufwändiger, da man die Erbsen einen Tag vorher einweichen muss, damit man sie mit Hilfe von Zahnstochern zu Skulpturen zusammenstecken kann. Zusätzlich gibt es Nährboden, so dass man zwei Erbsen einpflanzen kann. Sehr liebevoll fand ich die Idee gleich ein Paar Pflaster mit zum Zahnstochersteckspiel einzupacken.

Die Tollabox bietet genug Beschäftigung für einen Monat und hat uns sehr an die Experimente im Kindergarten von Kind 2.0 und 3.0 erinnert. Dazu muss man sagen, dass unsere Kinder in einem wirklich tollen Kindergarten sind, der auf einem hohen pädagogischen Niveau arbeitet. Der Kindergarten von Kind 1.0 war leider nicht so. Da gab es einen schönen Außenbereich und da waren die Kinder Sommer wie Winter unabhängig vom Alter. Die  Erzieherinnen haben sich hauptsächlich als Bewacherinnen wahrgenommen und sowas wie einen pädagogischen Auftrag hatten sie leider nicht. Als wir die Tollabox ausgepackt haben, hatten wir spontan die Idee, dass die Tollabox genau für solche Kindergärten großartig wäre. Ohne großen Aufwand könnten die Kindergärtnerinnen mit den Kindern kreative Sachen machen. Die beiliegenden Beschreibungszettel bieten den entsprechenden Hintergrund und erklären welchen Bereich die Experimente ansprechen und fördern. Das Ganze ist in einer wirklich ansprechenden Art gemacht – sowohl sprachlich als auch visuell.

Außerdem gibt es eine Kurzbeschreibung in der z.B. der Tollawabohu-Faktor bewertet wird, der ziemlich treffend beschreibt wie viel Chaos das Experiment ins Haus bringt. Es wird erläutert um was es geht und was dabei erforscht werden kann. Insgesamt gibt es neun Erfahrungsfelder (Ich, Wir, Hand, Umwelt, Musik, Körper, Bild, Wort, Zahlen-Smart), von denen die Experimente jeweils unterschiedliche Felder ansprechen. Wem die Informationen auf den Kurzbeschreibungen nicht genügen, der schaut sich die weiterführende Internetseite tollabox.de/forsche-weiter an, wo u.a. zum Thema passende Apps vorgestellt werden.

Uns hat die Tollabox wirklich sehr gut gefallen. Kind 2.0 sagte: “Das ist ja besser als ölfzig Euro!”. Ich werde sie ganz sicher mal gemeinsam mit anderen Eltern verschenken, wenn wir wieder vor der Frage stehen, was man denn schenken könnte. Gerade wenn man mehrere Kinder hat, häufen sich die Spielsachen. Ich finde es deswegen toll, Dinge zu verschenken, die sich verbrauchen.

Andererseits spricht mich an, dass die Macher der Tollabox z.B. die Box selbst nicht nur als Verpackung sondern als Spielzeug sehen. Die Box ist einerseits stapelbare Schublade und kann mit ein bißchen Kreativität auch anders eingesetzt und weiterverwendet werden. Bei uns ist sie ein Einhornbett geworden. Wir haben nämlich ziemlich viele Einhörner und nur wenige Einhornbetten.

 

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Seht, seht!

Den letzten beiden Kindern haben wir Babyzeichen beigebracht. Bei Kind 2.0 war das beinahe unnötig, denn mit 18 Monaten sprach es schon Dreiwortsätze und mit etwas über zwei forderte es “Mama, ich weiß, Du machst das nicht gerne, aber in diesem Fall könntest Du eine Ausnahme machen und mir ein [Nussnougatcrememarkennamenaufstrich]-Brot kredenzen.”
Kind 3.0 hält sich da etwas bedeckter. Sein erstes Wort mit rund einem Jahr “NEI! NEI! NEI!” und zwar immer repetierend bei ca. 60 dB geschrieen. Erforderte die Situation verkürztes Eingreifen, ließ es den verbalen Widerstand auch gerne weg und verpasste dem Gegenüber schnell mal eine Kopfnuss um seinen Widerwillen zu verdeutlichen.
Eine Zeit lang hörten wir weder Worte noch konnten wir Babygebärden erkennen. Kind 3.0 lief eigentlich nur mit einer Holzschiene bewaffnet durch die Wohnung und schlug rhythmisch auf die Plastiktorsos der Barbiepferde ein. Ich habe in dieser Zeit das Hämmern aufgezeichnet und mit dem Morsealphabet abzugleichen, um sicherzugehen, dass das Kind uns nicht monatelang versuchte wichtige Botschaften zu übermitteln. Entschlüsselt ergaben die Hämmereien weder vorwärts noch rückwärts Sinn.
Kind 3.0 blieb verschwiegen.
Dann plötzlich seit gestern gebärdet es wie wild Babyzeichen. Zeichen, die wir ihm das letzte Mal vor einigen Monaten gezeigt hatten, Zeichen, die wir nachschlagen mussten und selbst erfundene Zeichen.
Es ist ein Wunder. Nach beinahe zwei Jahren des Schweigens hat Kind 3.0 viel mitzuteilen. Wenn wir die Wohnung verlassen, rennt es zum Schlüsselbrett und zeigt das Zeichen für “Schlüssel”, wenn es den Mund voll hat, wedelt es “mehr, mehr!”, wenn es Abends draußen dunkel wird, zeigt es “Dunkel, Vögel schlafen”. Es ist eine Freude und offensichtlich sieht Kind 3.0 das auch so, denn seitdem wir besser verstehen was es möchte, kann es plötzlich auch “JA!” sagen und erfreut sich bester Laune.

Manchmal muss man eben ein bißchen länger auf den ein oder anderen Entwicklungsschritt warten. Diesen und andere wichtige Entwicklungsschritte sind übrigens auch im Entwicklungskalender auf mamilounge zu finden.

 

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