Archiv der Kategorie: Werbung

[Werbung] eve – one mattress to rule them all

IMG_5229Seit gut vier Wochen habe ich eine eve Matratze. Seit ungefähr zwei Wochen will ich darüber schreiben, aber ich neige dazu, mich abends mit Laptop aufs Bett zu legen und dann ist es plötzlich so weich und kuschelig und ZZzzzzzz.

Nein, ohne Quatsch. Ich habe eine eve Matratze zur Verfügung gestellt bekommen, weil ich gerade mein Familienbett aufgelöst habe, mir ein eigenes Bett gekauft habe, in ein anderes Zimmer gezogen bin und meine Matratze einfach ätzend war.

Ich habe mich die letzten Jahre damit abgefunden schlecht zu schlafen. Weniger wegen der Matratze als dem Umstand geschuldet, dass ich kleine Kinder habe. Bis heute ruft mindestens ein Kind pro Nacht: „Maaaaamaaaaa“ und fragt an, ob es nicht vielleicht doch mit unter die Bettdecke schlüpfen könnte. Gemessen an der Zeit, in der ich gestillt habe (da habe ich wirklich gar nicht mehr gezählt, wie oft ich wach wurde) und der Kleinkindzeit ist das fast durchschlafen.

Aktuell gewöhnen wir uns alle ans alleine – jede/r in seinem Bett schlafen und erst da fiel mir auf wie schlecht meine Matratze eigentlich ist. D.h. solange ich wirklich alleine schlafe, war sie eigentlich OK – jetzt schlafe ich aber unerwarteterweise doch öfter zu zweit und da überschreiten wir die laut Matratzenhersteller angegebenen 100kg Höchstbelastung… vielleicht liegt es daran.

Ich habe mit meiner alten Matratze und trotz der beinahe nicht vorhandenen zusätzlichen Kinder ziemlich schlecht geschlafen und an sehr vielen Tagen hatte ich Rückenschmerzen.
IMG_5876Es kam mir da sehr gelegen, die eve Matratze auszuprobieren. Mit großer Vorfreude habe ich mir also die Matratze bestellt und allein die Lieferung war ein großes Abenteuer. Das Tracking-System funktionierte nämlich hervorragend und so war ich tatsächlich zuhause, als die Matratze meine Wohnung erreichte. (Die kostenlose Lieferung ist im übrigen für mich eine super Sache, weil ich kein Auto habe und im 4. Stock wohne!)

Der freundliche Herr von UPS hat demzufolge geklingelt und mir die Matratze nach oben geschleppt. Oben war ich dann ganz aufgeregt, bis mir auffiel, dass die Kiste nicht 1,40 m und auch nicht 2,00 m hoch war. MIST! Ich hatte doch eine Matratze immit dem Maß 1,40 m mal 2,00 m bestellt – auch wenn sie zusammengerollt war, in eine der beiden Richtungen hätte sie doch gerollt sein müssen? Bestimmt hatte ich mich vertippt. Menno. Große Enttäuschung.

Glücklicherweise war ich dann aber trotzdem neugierig und habe die Matratze aus der Kiste geholt und es geschah etwas wunderbares (und das erste Mal hab ich verstanden, wann „Unboxing-Videos“ Sinn ergeben): die Matratze war in der Mitte gefaltet und klappte sich sehr ästhetisch aus (weil ich das vorher nicht wußte, habe ich leider kein Video gemacht).

Im Karton war eine Gebrauchsanweisung, die dazu rät

  1. die Matratze einige Zeit liegen zu lassen, damit sie sich komplett auffalten und
  2. entlüften kann.

Nach zwei Tagen habe ich die Matratze auf mein Bett gehievt, aber mein Freund fand, dass sie immer noch chemisch riecht* und deswegen haben wir sie wieder runtergewuchtet und weitere fünf Tage gewartet. Wie gesagt, ich habe schon lange nichts mehr gerochen, aber mein geruchssensibler Freund hat erst nach ca. zwei Wochen aufgehört zu sagen, dass die Matratze noch riecht.

Das erste Probeliegen war „interessant“. Die Matratze ist für mein Empfinden sehr hoch (20 cm) und mein Bett fühlt sich durch die zusätzliche Höhe angenehm nach Seniorenbett an. Ganz ehrlich: ich finde das super und erinnerte mich daran, wie mein Vater über den Einstieg in seinen neuen SUV schwärmte. Ich bin jetzt offenbar auch in diesem Alter… aber lassen wir das.

Die Matratze ist sehr weich. Das hat bei mir zunächst ein zweifelndes Naserümpfen verursacht. In einem großen Möbelhaus habe ich mich auf die unterschiedlichen Matratzenmodelle geworfen und selbst die härteste, war mir persönlich zu weich. Die eve Matratze gibt beim Draufsetzen oder Hinlegen nach, man sinkt einige Zentimeter ein.

Frei nach dem Sprichwort „Einem geschenkten Gaul, schaut man nicht ins Maul“, habe ich mir dann aber einen Ruck gegeben und mir gesagt: probieren kann man es ja mal.

So und bevor ich darüber berichte, wie es langfristig ist, auf der eve Matratze zu schlafen, vielleicht noch ein paar Fakten:

  • Meine Matratze hat für die Größe 140cm x 200cm und hat 600 Euro gekostet. Das ist, gemessen an den Alternativen, die ich mir vorher angeschaut habe, relativ günstig. eve selbst sagt, das liege daran, dass man sie nur online kaufen könne und somit die zusätzlichen Kosten für Zwischenhändler wegfallen.
  • Die Matratze wird kostenfrei innerhalb weniger Tage geliefert (bei mir waren es vier Tage).
  • Auf die Matratze ist 10 Jahre Grantie und man kann sie 100 Tage Probleliegen.

Letzteres finde ich großartig, denn bei jedem Matratzenkauf habe ich mich bislang gescheut Geld in die Hand zu nehmen, weil ein 10 minütiges Probeliegen im Geschäft nicht wirklich valide vorher sagt, wie zufrieden ich mit der Matratze langfristig sein werde.

  • Produziert wird die Matratze in England.

IMG_5770Und P.S. die Box, in der die eve geliefert wurde, ist seit einigen Wochen das beliebteste Spielzeug im Kinderzimmer.

Und ich gehe jetzt zurück in mein Bett. Wie es sich auf der eve Matratze schläft, berichte ich in einigen Wochen. Ein bisschen gespoilert habe ich ja schon ganz zu Beginn des Textes…

 


 

*Tatsächlich riecht die oberste Schicht, die aus Naturlatex besteht. Dem FAQ der eve Website kann man dazu entnehmen „Wie alle Naturprodukte riecht es eben auch. Zudem unterliegen Naturprodukte stärkeren Schwankungen in der Produktion. Die Stiftung Warentest empfiehlt erst nach vier Wochen aufgrund von Geruch zu reklamieren. 90% aller eves riechen 1-3 Tage.Weitere 8% riechen bereits nach einer Woche nicht mehr.“

Veröffentlicht unter Testbericht, Werbung | Verschlagwortet mit , , , , | 11 Kommentare, twittern, 3 Facebook Shares, plussen

[Werbung] Nicht die Batterien vergessen! Niemals! Denk doch einer mal an die Kinder!

Es war 1984, ich war gerade neun Jahre alt und mit meinen Eltern zu Besuch bei Freunden. Ich meine mich zu erinnern, dass das befreundete Pärchen kinderlos war. Meine Eltern waren zum Abendessen eingeladen und ich wurde mitgeschleppt. Schrecklich fand ich das, solche Abende waren bislang ausnahmslos grauenhaft langweilig.

Als wir dann aber dort ankamen, war ich sehr beeindruckt. Die Freunde hatten eine sehr große Wohnung. Die Küche war mit dem Wohnraum verbunden und sah aus wie aus einem Werbeprospekt. Die Fronten waren in einem kräftigen Rot lackiert und es gab eine weiße Theke, an der man auf einem Barhocker Platz nehmen konnte. Nach einer kurzen Begrüßung, setzten sich meine Eltern an den ebenfalls weißen Esstisch, ich fragte, ob ich an der Theke Platz nehmen dürfte. Mein Vater warf mir einen mahnenden Blick zu, so in der Art „Benimm dich, lass die Sondersachen“, aber die Faszination Barhocker war einfach zu groß um mich brav an den Tisch zu setzen. Die Dame des Hauses sagte: „Na, klar, setz dich hin, wo es dir gefällt.“

Von meinem Platz aus, konnte ich bei der Zubereitung der Speisen zuschauen. Zwischendrin reinigte die Freundin meiner Eltern verschiedene Kochutensilien unter einem ausziehbaren Sprühkopf in der Spüle. Ich war total beeindruckt. Diese Menschen waren zweifelsohne sehr reich.

Als die Vorspeise auf dem Tisch stand, kam die Freundin meiner Eltern, ich erinnere ihren Namen nicht mehr, auf mich zu und überreichte mir recht beiläufig zwei kleine Pakete. „Hier, Du hattest neulich Geburtstag, habe ich gehört.“ Ich war völlig aus dem Häuschen! Es war Herbst, mein Geburtstag im Sommer. Das Letzte was ich jetzt erwartet hätte, war ein Geschenk.

Das Geschenkpapier war sehr bunt. Hauptsächlich gelb. Ich schaute unentschlossen zwischen den beiden Paketen hin und her und wußte nicht so Recht, welches ich zuerst öffnen sollte. Ich entschied mich dann aber für das kleinere der beiden. Ich riss vorsichtig das Papier ab und zum Vorschein kam eine Musikkassette. In dicken, roten Buchstaben stand „Formel Eins“ auf der Kassette und oben drüber in grün und blau „Die Highlights 84′ – 20 Superhits“. 1984 wusste ich noch nicht was das war. Formel Eins hatte ich bis dahin nie im Fernsehen gesehen. Ich hatte aber einige Male eine Bravo gelesen und mir waren die Sängerinnen und Sänger ein Begriff. Frankie goes to Hollywood, Tina Turner, Billy Idol und Alphaville und nicht zuletzt LIMAHL! So toll! Ich fand ihn so süß! Seine blondierten, strubbeligen Haare. Ohhhhh! Da hielt ich diese fantastische, großartige, aufregende, unbeschreiblich tolle Kassette in der Hand. So was tolles hatte ich noch nie bekommen. Am liebsten wäre ich sofort nach Hause gefahren, um die Musik zu hören.

(Tatsächlich habe ich die Kassette später mehrere hundert Male gehört und mein Lieblingslied wurde von Queen Radio Ga Ga. Ich konnte damals kein Englisch, habe nichts verstanden, fand aber den Refrain mit den Zeilen Radio Gaga, Radio Goo Goo, Radio Blah Blah sehr witzig und grölte sie stets mit.)

Jedenfalls, da saß ich also mit meiner MC, meine Eltern erst bei der Vorspeise und ich Jahrhunderte entfernt von der Möglichkeit die Musik anzuhören. Ich war immer noch so entgeistert von dem unerwarteten Geschenk, dass mir erst einige Minuten später einfiel, dass ich noch ein zweites, ungeöffnetes Paket vor mir hatte. Ich räumte also das zerrissene Geschenkpapier zur Seite und öffnete das zweite, etwas größere Paket. Und was da zum Vorschein kam, hat mich fast vom Stuhl fallen lassen. Es war ein Walkman! Ein Walkman! Also versteht ihr? EIN WALKMAN! Ein graues Sony-Gerät. Sony WM-35 Sports stand drauf. Unfassbar! Was waren das für Menschen? Ich kannte die gar nicht und die schenkten mir einfach etwas zum Geburtstag und dann auch noch in einer Dimension, die meine Vorstellungskraft überschritt. Zur Kommunion hatte ich vielleicht solche Geschenke bekommen, aber doch nicht einfach so – nachträglich zum Geburtstag!

Ich schaute mir den grauen Walkman genauer an. Man konnte ihn nicht einfach aufklappen sondern musste den oberen Teil, der über die Schalter Play, Stopp usw. gelegt war, zur Seite klappen. Der innere Teil war durch eine Dichtung geschützt. In meiner Erinnerung war das Gerät dadurch spritzwasser- und sandgeschützt. Ich hatte ihn später meine komplette Kindheit im Sommerurlaub am Strand dabei und hörte damit Musik bis er mir in Istanbul geklaut wurde.

Ich war jedenfalls in diesem Moment das glücklichste Kind der Welt. Ich hatte eine eigene Musikkassette mit Hits, die ich sonst nur aus dem Radio kannte UND einen Walkman. Ich öffnete also die Kassettenhülle vorsichtig, entnahm die Kassette und legte sie in den Walkman ein. Dann nahm ich die beiliegenden Kopfhörer (düster erinnere ich mich, dass sie irgendwie anders waren als die Kopfhörer, die ich bislang gesehen hatte, genaueres weiß ich aber nicht mehr), setzte ihn auf, drückte ganz langsam den Play-Knopf, hielt dabei die Luft vor Aufregung an und…

…nichts passierte. Nichts. Nichts bewegte sich, der Playknopf war gedrückt, aber das Gerät tot. Es hatte keine Batterien. Ich untersuchte den Walkman, fand zunächst nicht mal das Batterienfach (es war im inneren Teil, da wo man die Kassette einlegt, versteckt), öffnete es und schaute in eine leere Vertiefung. Da wo die Batterien hätten sein sollen, war: nichts.

Ich kann mich bis heute an meine grenzenlose Enttäuschung erinnern. Was für eine Achterbahn der Gefühle. Vom Genervtsein in den Geschenkehimmel und dann abwärts in die Hölle der Batterielosen.

Zum Glück hatte unser Nikolausgeschenk von Duracell rein zufällig Batterien. Mussten die Kinder also nicht weinen und konnten gleich loslegen.

IMG_5180
IMG_5175 IMG_5176

Die Kinder von Sven sollen auch nicht weinen, deswegen nominiere ich Sven seine tragische Erfahrung mit fehlenden Batterien in seinem Blog zu schildern, während sich die Kinder mit den großen #BatteriesIncluded Star Wars Lichtschwerten amüsieren dürfen. Sieht jedenfalls toll aus.

Habt ihr auch eine Geschichte? Dann schreibt sie gerne auf und teilt sie mit #BatteriesIncluded


Bei diesem Beitrag handelt es sich um Duracell Werbung.

Veröffentlicht unter Werbung, Wunderbare Technikwelt | Verschlagwortet mit , , , , | 7 Kommentare, twittern, 1 Facebook Share, plussen

[Werbung] Berlin – Tel Aviv – Berlin

Ich blogge ja sehr gerne, weil Bloggen eigentlich nur Schönes in mein Leben gebracht hat. Austausch, Gedankenanstöße, neue FreundInnen und die ein oder andere schöne Geschichte. Zum Beispiel die einer Berlinerin, die Aufkleber erfunden hat, die Kindern helfen den linken Schuh an den linken Fuß und den rechten Schuh an den rechten Fuß anzuziehen. Laufkleber heißen diese praktischen Aufkleber.

Eine typische Konversation in unserem Hause ist: „Naaaa, was liebe ich???“

Die Kinder *augenverdrehend* im Chor: „Selbständige Kinder!“

Ich finde es nämlich toll, wenn Kinder selbst Sachen machen und ich nicht alles machen muss. Brot schmieren, Eier braten, Sachen mit scharfen Messern klein schneiden, anziehen! Anziehen?

Klappt oft noch nicht so gut und dann gerne auch mal alles falsch herum. Darüber habe ich in der aktuellen Myself* gesprochen. Wenn mich nämlich eins am Kinderhaben zermürbt, dann die Sätze, die man in den Kinderjahren hundert Mal sagen muss.

Im Buch schreibe ich z.B. darüber wie ich seit Monaten versuche Kind 1.0 klar zu machen, dass das Aussprechen dieser Sätze für Erwachsene ebenso nervtötend ist, wie das Anhören. In der Beliebtheitsskala ganz oben rangieren:

– Du sollst Händewaschen, nicht planschen!
– Nicht mit dem Stuhl wackeln, setz‘ Dich bitte richtig hin.
– Wäre es möglich, erst runter zu schlucken und dann zu sprechen?
– Ich habe gesagt, Du sollst Dich bitte anziehen!
– Kann man die Tür auch leiser zumachen?
– Bitte leiser sprechen, leiser bitte, verdammt noch mal LEISER! ICH BIN NICHT TAUB … ICH VERSTEHE DICH AUCH SO!!!

Jedenfalls hat jemand in Tel Aviv diesen Artikel in der Myself gelesen und ihn an eine Freundin geschickt, die wiederum ebenfalls in Berlin lebt und eine Lösung für unser Entenfußthema hat. Ihr Gedanke: „Der Frau muss geholfen werden!“.

Ich weiß jedenfalls nicht warum, aber Kind 3.0 zieht die Schuhe (schon immer) wahnsinnig gerne falsch herum an. Abhilfe schaffen tatsächlich diese Laufkleber.

Die Idee ist total simpel. Man klebt die zweiteiligen Aufkleber so in die Schuhe, dass sie zusammengesetzt zeigen, wie die Schuhe richtig herum gehören. Kind 3.0 war total begeistert.

„Welchen willst du in deine Schuhe haben?“
„Den Fuchs!“
„Ok…“
„Ne, den Schubrauber!“
„Äh, ok…“
„Ne, doch lieber den Tiger!“
Der Tiger also. Kaum war der Aufkleber drin, wollte Kind 3.0 die Schuhe anziehen.

„Ne, nicht jetzt, wir sind doch in der Wohnung.“
„Ich will aber die Schuhe anziehen!“
„Später draußen dann…“
„Ne, JETZE!“
„Nein, Kind 3.0, jetzt nicht die Straßenschuhe anziehen…“
„ICH WILL ABER DIE SCHUHE ANZIEHEN!!!“

Nun, irgendwas ist ja immer.

Jedenfalls finde ich die Idee toll. Wenn ihr die Aufkleber mal ausprobieren wollt, ich verlose drei Sets. Das ist genug für mehrere Kinder, wenn ihr gewinnt und nicht genug eigene Kinder habt, einfach weiter verschenken.

StripDesigner_Strip

Kommentiert einfach hier bis zum 1. November 2015, 24h was bei euch „erzieherische“ Dauerthemen sind und wie ihr damit umgeht. Ich lose die/den Gewinner/in dann aus. Leider kann ich nur innerhalb Deutschland verschicken.

P.S. Wer nicht gewinnt, kann die Laufkleber auch einfach kaufen. Die Aufkleber wurden mir für die Verlosung zur Verfügung gestellt. Ich habe Geld für diese Werbung erhalten.


 

*Ich möchte bitte unbedingt einen Kommentar der Art: MyselfEINÖLF?! Aber sich über Men’s Health Dad aufregen! (Ist das nicht schön? Das Leben ist voller Widersprüche und wir müssen alle damit leben!)

 

Veröffentlicht unter Verlosung, Werbung | Verschlagwortet mit , , | 65 Kommentare, twittern, 2 Facebook Shares, 1 Plusone

[Werbung] Tearaway Unfolded – Die unendliche Geschichte

Untertitel: Und wenn sie nicht gestorben sind, dann spielen sie noch heute…

Es folgt ein Spieletest für Tearaway Unfolded für die Plastation 4 – der japanische Trailer hat mir wegen der Dame und der Dramatik besonders gut gefallen!

Vorspiel

Es ist so: Wenn die Kinder im Teenageralter sind, dann sind die Eltern vor allem eines – peinlich und uncool.

Auch ich bin peinlich und uncool. So war das schon lange Jahre – doch dann bekam ich den Auftrag ein Spiel zu testen. Genauer gesagt das Spiel Tearaway Unfolded, das am 8. September 2015 neu auf den Markt kam.

Dafür habe ich mir von einem Freund eine Playstation 4 geliehen. Diese Playstation erblickte Kind 1.0 eines schönes Abends und schrie: „WAS IST DAS?“ und rannte enthusiastisch auf das Gerät zu… riss es um und stieß es zu Boden. „Upsi.“

Ja, upsi. Die Playstation war dann mal kaputt. Schade eigentlich. Ich atme leise durch die Nase. Upsi.

Hauptakt

Ich leihe uns also eine zweite Playstation und seitdem spielen wir in jeder freien Minute Tearaway Unfolded.  Und was soll ich sagen? Das Spiel kann man sehr gut spielen – auch ohne nennenswerte Spielkonsolenvorerfahrung. Die Herstellerangabe für Kinder ab 7 Jahren, halte ich aber v.a. in den letzten der 17 Level für sehr gewagt. Als 40jährige gehts aber ganz gut, da einzige Bedingungen sind:

  • man sollte mindestens mittelmäßig motorisch begabt sein (CHECK!)
  • über ein durchschnittliches Gedächtnis verfügen (CHECK! Ansonsten helfen die blauen Eichhörnchen weiter!)
  • man sollte lesen können (CHECK)
  • und eine ausgeprägte Leidensfähigkeit besitzen (CHECK! ELTERNBONUSKOMPETENZ!)

Das Spiel fängt sehr sanft an. Ganz zu Beginn wählt man, ob man eine Heldin oder ein Held ist.

Foto 1 (2)

Das hat mein rosahellblau-Herz sehr erfreut. Es gibt auch während des Spiels sowohl weibliche als auch männliche Wesen, die an keinerlei Geschlechterklischees orientiert sind. Das nur nebenbei bemerkt…

Foto 2 (2)

Wir haben eine Heldin gewählt. Unsere Heldin kann am Anfang fast nichts. Sie kann gehen und Dinge anschauen und zuhören. Nach und nach erlernt sie alles was sie braucht, um ihr Abenteuer erfolgreich zu bestehen. Das ist ein wirklich großes Pro des Spiels. Bis ganz zu letzt, lernt man immer wieder neue, immer komplexere Fähigkeiten und es macht so immer mehr Spaß die Umgebung zu erforschen und die kleinen Rätsel zu knacken oder die „Feinde“ im Spiel zu bekämpfen.

Foto 3 (1)

Gefährlich dreinblickende Papierschnipsel – Hauptfeinde im Spiel

Das Aussehen der Heldin und vieler anderer Wesen im Spiel kann selbst gestaltet werden. Man baut sich Wappen, Tätowierungen, Abzeichen, Schneeflocken und vieles mehr. Diese tauchen dann im Spiel immer wieder auf. Das kann zauberhaft sein – wenn man begabt ist (und die Begleit-App dazu benutzt, mit der geht es viel besser als mit dem Touchpad des Controllers) – ich bin leider nicht so künstlerisch begabt, deswegen mussten wir immer wieder lachen über die misslungenen Wappen und hässlichen Orden, die dennoch stets mit großem Lob und Freude von den Wesen der Spielwelt aufgenommen werden.

Genau genommen habe ich die Steuerung bei der Gestaltung der Spielewelt nie ganz sicher beherrscht. Unsere Reittiere (z.B. ein Schwein) erfreuten sich deswegen ZAHLREICHER Augen.

Rennschwein

Im Bild zu sehen: ein vieläugiges Rennschwein im Zusammenstoß mit bösartigen Papierschnipseln

Doch vielleicht einen Schritt zurück. Worum geht es in dem Spiel eigentlich?

Tearaway, eine Welt aus Papier, wird angegriffen von den bösen Papierschnipseln und muss befreit werden. Dafür muss die Heldin Atoi viele Aufgaben bestehen und sich bis zum Loch im Himmel kämpfen, um schließlich die Welt zu erlösen und eine wichtige Nachricht zu übermitteln.

Das macht teilweise wirklich richtig viel Spaß und es gibt wahnsinnig viel zu entdecken. Ich bin kein Completionist, hab mir nur zielgerichtet meinen Weg durch Tearaway gebahnt und trotzdem weit mehr als 30 Stunden mit dem Spiel verbracht. Die Herstellerangabe, das Spiel sei in 8 Stunden zu bewältigen ist also sehr ambitioniert – zumal wenn man die ganzen Extras auch noch erledigen möchte.

Und da kommen wir auch schon zum Thema Leidensfähigkeit. Ich bin immer wieder in unterschiedlichen Levels an den Aufgaben gescheitert und nicht weitergekommen. Also hab ich mir LetsPlays auf YouTube angeschaut und was soll ich sagen: ich hab das vorher noch nie gemacht – es war schrecklich! Schrecklich, weil es von dem Spiel ca. 100 LetsPlays gibt, die dann jeweils 20 Teile haben und wenn man Pech hat, muss man 5 Teile anfangen, in den Videos suchen und jedes Mal vorher die Werbung ertragen. Ich hatte dann irgendwann ein super LetsPlay gefunden und musste schließlich feststellen, dass der Spieler noch nicht so weit gekommen war wie ich. Es war schröcklich! Sich in meinem Alter aufsummiert vier Stunden LetsPlays anzusehen ist kein Spaß!

Ich möchte nichts spoilern, aber das Spiel nimmt mittendrin außerdem eine sehr unerwartete Wendung. Ich hatte ein großes AHHHHH TOLL – OMG? WTF???? Erlebnis.

Bislang habe ich noch nicht viel mit der Playstation 4 gespielt. Wenn, dann waren das wahnsinnig schwierig zu bedienende Spiele, bei denen ich schon im Tutorial dreißig Mal gestorben bin, weil ich mir die Steuerung nicht einprägen konnte. Tearaway ist da ganz anders. Man lernt nach und nach komplexere Fähigkeiten und alle Elemente der Steuerung können alleine oder kombiniert genutzt werden (was nicht heißt, dass man nicht trotzdem dreißig Mal stirbt). Toll ist z.B. dass man sich Wesen und Gegenstände aus der Welt vom Monitor in die Steuerung werfen kann. Das sind beispielsweise Steine, Vogelwesen oder Eichhörnchen. Die wackeln dann im Controller und machen lustige Geräusche. Das ist schon sehr toll umgesetzt.

Das Spiel ist wirklich sehr vielseitig. Neben dem eigentlichen Spiel, lassen sich zum Beispiel Mikrofon und Kamera in den Spielverlauf einbauen. Es gibt außerdem eine Begleit-App mit der man Charaktere des Spiels aus dem Spiel rausholen und basteln kann* und umgekehrt lassen sich sehr viele Elemente des Spiels gestalten und wieder ins Spiel geben. Mir war nicht klar wie vielseitig das heutzutage ist.

Tearaway Unfolded ist übrigens die Neuauflage von Tearaway das auf der Vita zu spielen war. Ich kenne den Vorgänger nicht und kann deswegen dazu nichts sagen. Auf anderen Seiten kann man lesen:

Ja, es handelt sich um eine Neuauflage. Aber um die Neuauflage eines großartigen Spieles, dessen Daseinsberechtigung durchaus vertretbar ist:

Die Features der neuen Hardware werden toll eingebaut und geben dem Spiel einen komplett neuen Drive. Außerdem kann sich das Papier-Universum auf dem großen Bildschirm wesentlich besser entfalten als auf dem kleinen Display einer Vita.

Mein Fazit lautet

Ein schönes, abwechslungsreiches Spiel mit einigen kniffligen Spielpassagen, die man aber gut meistern kann. Geeignet für Kinder sobald sie sicher und flüssig lesen können (da nicht alle Dialoge vertont sind). Das Spiel ist auch was für zart besaitete Seelen (wie meine jüngeren Kinder, die fast nicht fernsehen oder ins Kino gehen und deswegen noch sehr leicht zu beeindrucken sind), weil es keine übermäßig spannenden Spielverläufe oder gruselige Spielgegner gibt. Für die Kinder genau richtig – für mich als Erwachsene mit gestörter Aufmerksamkeitsspanne (Oh! Da ein Eichhörnch…) gelegentlich etwas schleppend.

Neben dem eigentlichen Spiel kann viel gestaltet und offline! gebastelt werden. Andere Mütter™ finden das bestimmt sehr gut.


*Vergleiche Bastelmuttihölle. EUCH macht das bestimmt Spaß!

 

Nachspiel

Das schöne Spiel möchte ich gerne einmal an Euch verlosen. Lasst mir einfach einen fröhlichen Kommentar bis zum 11. Oktober da und schreibt mir, warum ihr das Spiel gerne spielen würdet. Versand leider nur innerhalb Deutschlands.

Foto 2 (3)

Ein hübscher Gewinn!

Foto 4

P.S. Ich wurde für diesen Test bezahlt.


 

Das Spiel ist beim glücklichen Gewinner angekommen
https://twitter.com/Rzieher/status/656393225406558208

Veröffentlicht unter Testbericht, Verlosung, Werbung | Verschlagwortet mit , , , , | 21 Kommentare, twittern, 5 Facebook Shares, plussen

[Werbung] Ich bin ein Star – holt mich hier nicht raus! Auf keinen Fall! Ich will bleiben!

Am Freitag durfte ich mich dank Alu von Grosseköpfe fühlen wie ein Hollywood-Star. Zusammen mit über 30 geladenen FreundInnen und Bekannten haben wir die Veröffentlichung meines Buchs „Sehr gerne, Mama, Du Arschbombe“ gefeiert. Thomas Henry war unser großzügiger Gastgeber. Vielen Dank dafür!

Hier einige Impressionen von der Buchparty.

buchparty7alubuchparty5aluCammarata_Sehr gerne Mama du Arschbombe_Cover 300dpibuchparty3alubuchparty1hello_kathibuchparty1lobotobibuchparty1berlinfrecklesbuchparty4nufbuchparty2alubuchparty1diplixbuchparty1nufbuchparty3nuf
buchparty6alubuchparty2nufFoto 3buchparty5nuf
buchparty8nufbuchpartyfrautiffyfeebuchpartyfrautiffyfee2buchparty7nuf
buchparty6nufFoto 1 (1)Foto 2 (1)buchparty2lobotobi

Tausend Dank auch an die Sponsoren Henkell, Lieferando und Blacklane, die zur Feier des Tages meine VIP Gäste mit Limousinen zum Veranstaltungsort gebracht haben. Einen Videomitschnitt wird es bald geben übrigens. Küsse auch an Silke vom Püppikram-Laden und Misslyn, die alle Gäste mit Goodiebags überrascht haben.

Und meinen allerliebsten Dank auch noch an Marcus Richter, der es möglich gemacht hat, dass wir Kind 3.0 hören (und überhaupt was hören und sehen konnten – der macht jetzt auch noch in Veranstaltungstechnik).

Gelesen haben Lobotobi (der 1. Leser), Twittlik (der 1. Fan), Monoxyd (der Mann, der rausgefunden hat, dass man als Eltern „gerne die letzte Würde für eine Minute Ruhe abgibt„) und Christian vom besten Rezensionsblog der Welt: dem Familienbetrieb.

Danke, Danke, Danke! Ihr habt mir einen wunderwunderbaren Abend geschenkt!

Veröffentlicht unter Werbung | Verschlagwortet mit , , , , , , , | 9 Kommentare, twittern, 10 Facebook Shares, plussen

[Werbung] Holt euch den Berliner Familienpass

Am Samstag durfte ich eines der Angebote des Berliner Familienpasses ausprobieren. Wir nutzen den Familienpass seit einigen Jahren und ich verschenke ihn sehr gerne – denn aus unerfindlichen Gründen ist er noch relativ unbekannt – zumindest in meinem Freundes- und Bekanntenkreis. Der Familienpass kostet 6 Euro und gilt jeweils ein ganzes Jahr. Meiner Erfahrung nach lohnt sich der Kauf eigentlich schon wenn man einmal eine Ermäßigung in Anspruch nimmt.

Doch äh halt – von was rede ich da eigentlich?

Foto (2)

Der Familienpass ist ein Angebot des JugendKulturService Berlin und ist im Grunde ein Scheckheft mit rund 300 Ermäßigungen. Eine Ermäßigung betrifft beispielsweise die Berliner Bäderbetriebe. In meinem Fall zahle ich mit Coupon 5,50 Euro statt der regulären 11,50 Euro wenn ich mit meinen Kindern schwimmen gehe.

Ähnliches gilt für Zoo, Museen, Kinos, Eissporthallen, das FEZ, Bowling, zahlreiche Indoorspielplätze, viele Minigolfanlagen und und und (300 Stück eben!).

Kurz gesagt: Man kann in einem Jahr niemals alles schaffen, was der Familienpass bietet. Das muss man auch gar nicht, denn – wie gesagt – wenn man ein, zwei Sachen unternimmt, dann hat man die Investition wieder drin.

Spezielle Angebote gibt es außerdem für Familien mit geringem Einkommen. Dazu zählen z.B. Sonderverlosungen sowie eine Vergünstigung beim Erwerb der Fahrkarten für den öffentlichen Nahverkehr.

Für wen ist der Familienpass?

Der Familienpass kann von Familien genutzt werden, die ihren Wohnsitz in Berlin haben. Unter Familie wird hier jede mögliche Eltern/Kind oder Großeltern/Enkelkind Konstellation gesehen.

Wo gibt es den Familienpass?

Unter anderem zum Beispiel

  • bei Getränke Hoffmann
  • bei Karstadt Sports
  • in Bürgerämtern und Bibliotheken
  • online

Wann gibt es den Familienpass?

Der Familienpass gilt immer vom 1.1. bis zum 31.12. eines jeden Jahres und ist ab Anfang Dezember erhältlich.

Und sonst so?

Besonders toll sind die Verlosungen, an denen man monatlich teilnehmen kann. Wir haben in den vergangenen Jahren schon großartige Erlebnisse gehabt und Angebote kennengelernt, die wir ohne den Pass niemals besucht hätten (das Musikinstrumenten-Museum oder das Phaeno** zum Beispiel).

Und pscht: Der Geheimtipp kommt jetzt -> Wenn man dem JugendKulturService auf facebook folgt, dann findet man dort oft kurzfristig Nachrückplätze für die Verlosungen.


Der Ausflug zum Märkischen Lamahof am Wochenende war zum Beispiel durch den Familienpass möglich. Die Kinder waren hin und weg, weil wir für die Wanderung ein eigenes Huarizo* bekommen haben, das die Kinder abwechselnd geführt haben. Mal abgesehen davon, dass die Lamas (und Alpakas) wirklich superniedliche Tiere sind, die  zum Teil aussehen wie überdimensionierte Pudel, war die Wanderung wahnsinnig informativ, weil die Betreiberin des Lamahofs eine Expertin sondersgleichen ist.

Foto 2

Wir haben Mowgli, ein sehr geduldiges, etwas älteres Tier bekommen und nach einer kurzen Einweisung, durften sich die Kinder im Lamaführen üben. Am Anfang war das ein bisschen mühsam weil die Lamas wie kleine, sture Ponys alles fressen, was sie zwischen die Zähne bekommen und auch mal spontan stehen bleiben. Hier einen Brombeerstrauch, da ein wenig Klee, hmmm den Löwenzahn hatte es auch noch nicht und dort! saftige Wiese! Gelegentlich hüpfte unser Tier dann in die Sträucher rechts und links des Wegesrandes und rubbelte sich den Bauch.

Foto 3

Ich bin immer wieder fasziniert wie Tiere und das Sorgetragen um Tiere auf Kinder wirkt. Das wilde Kind 3.0 wird zum sanften und einfühlsamen Gefährten, das seine Aufgabe sehr ernst genommen hat. Nach dem vierstündigen Ausflug war klar: „Mama, isch werde Lamahofbesitzer! Vorher kaufst Du mir aber noch zwei Lamas, weil die dürfen nisch alleine bleiben.“

Zuhause musste ich Lama und Alpaka Bilder ausdrucken und jetzt werden entsprechende Zeichnungen am Band produziert:

Foto 1

Es hat wirklich großen Spaß gemacht und ohne den Familienpass hätte ich nicht mal vom dem Lamahof gewusst.

 

*Das ist eine Lama – Alpaka – Mischung

** Das Phaeno ist in Wolfsburg. Der Familienpass bietet auch Ermäßigungen für Angebote außerhalb Berlins (Eberswalde und Hamburg z.B.)


Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit dem Familienpass und bewirbt ihn von Herzen.

Veröffentlicht unter Kinder Kinder, Werbung | Verschlagwortet mit , , , , | 8 Kommentare, twittern, 44 Facebook Shares, plussen

[Werbung] Fünf Buchpartyplätze zu verlosen

Am 18. September um 20 Uhr feiere ich mein Buch „Sehr gerne, Mama, Du Arschbombe„. Der Getränkehersteller Thomas Henry* lädt dazu ein, mit Henkel dürfen wir anstoßen, bei Lieferando unser Essen bestellen und der Püppikram -Laden sorgt fürs perfekte Aussehen. Darüber freue ich mich riesig. Das ist wie Weihnachten und Geburtstag (der dieses Jahr leider ausfallen musste) zusammen!

Es wird eine kleine, lauschige Leseparty, zu der ich einige Leserinnen und Leser direkt eingeladen habe und fünf weitere hier über das Blog einladen möchte.

Also: Es gibt Getränke, Snacks, einen Käsekuchen für die Betriebsfamilie und super Specials wie:

Die fünf Plätze würde ich unter den KommentatorInnen verlosen (sofern mehr als fünf kommen wollen). Wer also Lust hat dabei zu sein: Bitte im Kommentar schreiben welche die lustigste Geschichte im Buch ist (damit ich weiß was ich lesen soll) und warum.

Ich freue mich schon!


 

*Das ist ein bisschen lustig, denn ich finde Thomas Henry wirklich super und habe – bevor ich überhaupt wusste, dass Thomas Henry ein Berliner Unternehmen ist, mal getwittert:

https://twitter.com/dasnuf/status/626347760418201600

Veröffentlicht unter Verlosung, Werbung | Verschlagwortet mit | 37 Kommentare, twittern, 20 Facebook Shares, plussen

[Werbung] ElterngeldPlus unterstützt die Vereinbarkeit von Job und Familie

Vieles war mir, bevor die Kinder dann da waren, nicht bekannt. Banale Dinge wie z.B. dass man ein Kind in der Regel erst zum August in den Kindergarten geben kann. Ich dachte, man sei da an kein Datum gebunden. Mein erstes Kind wurde im Frühling geboren. Ich habe 12 Monate Elternzeit eingereicht und hatte dann keinen Betreuungsplatz und musste alles neu aushandeln. Das war organisatorisch und finanziell eine Herausforderung.

Tatsächlich werden die Kindergartenplätze mit der Einschulung eines anderen Kindes erst frei. D.h. ein Kind kommt in die Schule, ein anderes Kind bekommt den frei gewordenen Kindergartenplatz. Gut für alle Eltern, deren Kinder zwischen August und maximal Oktober geboren worden sind, „doof“ für alle anderen.
Zumindest, wenn man, wie in Berlin relativ üblich, nach einem Jahr Elternzeit wieder arbeiten gehen möchte.

Ich schätze mich in der glücklichen Lage, den familienfreundlichsten Arbeitgeber der Welt zu haben und mit einigen Absprachen haben wir ein gutes Wiedereinstiegsmodell gefunden. Beim ersten Kind habe ich Teilzeit von Zuhause aus gearbeitet und beim zweiten Kind konnte ich meine Elternzeit verlängern bis ich schließlich Teilzeit wieder eingestiegen bin. In beiden Fällen habe ich meinen alten Job wieder bekommen und zu keinem Zeitpunkt irgendeine Art von Druck erfahren. Ganz anders bei gefühlt 70% meines Freundeskreises. Da erfahren die Mütter, man kann es wirklich nicht anders sagen, die absurdesten Formen von Diskriminierung wenn es darum geht in den alten Job zurück zu kehren.

Teilzeit zu arbeiten, stellt für mich einen der Hebel zur Vereinbarkeit dar. Bestenfalls arbeiten beide Partner zeitversetzt Teilzeit und teilen sich die Erziehungsarbeit 50/50*.

Theoretisch jedenfalls. Praktisch sieht es so aus, dass ein Großteil der Kinderversorgungsarbeit sowie Haushaltstätigkeiten weiterhin an den Frauen hängen bleibt. Selbst wenn man auf die Führungsetagen schaut, „kümmern sich [die Frauen] fast doppelt so lange um den Nachwuchs wie Männer in einer vergleichbaren Position.

Ich habe ein bisschen Hoffnung, dass sie Einführung des ElterngeldPlus diese Verteilung langfristig ändert. ElterngeldPlus gilt für alle, die nach dem 1.7.2015 ein Kind bekommen haben oder bekommen werden.

Sehr einfach gesagt, bietet das ElterngeldPlus die Möglichkeit aus einem Monat Elterngeld (in dem man gar nicht erwerbstätig ist) zwei Monate ElterngeldPlus zu machen, wenn man nach der Geburt des Kindes bis zu 30 Wochenstunden arbeiten geht.
Bislang war es so, dass das Teilzeiteinkommen auf das Elterngeld angerechnet wurde, mit der ElterngeldPlus-Reform kann jetzt das halbe Elterngeld parallel bezogen werden. Das bringt tatsächlich mehr Geld, wie man mit dem Elterngeldrechner prüfen kann.

Was ich im Sinne von Gleichberechtigung super finde: „Entscheiden Mütter und Väter sich, zeitgleich mit ihrem Partner in Teilzeit zu gehen – für vier Monate lang parallel und zwischen 25 bis 30 Wochenstunden – erhalten sie mit dem Partnerschaftsbonus vier zusätzliche ElterngeldPlus-Monate.

Es werden also deutliche Anreize gesetzt, die Erziehungsarbeit gleichwertig zwischen beiden Partnern aufzuteilen.

Neben den finanziellen Aspekten, kann durch die Einführung des ElterngeldPlus die Elternzeit flexibler gestaltet werden. Zum Beispiel ist es möglich, maximal 24 der 36 Monate Elternzeit bis zum vollendeten achten Lebensjahr des Kindes in Anspruch zu nehmen. Eltern können diese Elternzeit in bis zu drei Abschnitte aufteilen. Arbeitgeber können erst vor dem dritten Abschnitt dringende betriebliche Gründe anführen, wenn sie einen Antrag ablehnen wollen, was der BDA kritisiert**.

Schön für Elternpaare! Was ist denn mit den Alleinerziehenden?

Alleinerziehende können das ElterngeldPlus inklusive Partnerschaftsbonus natürlich auch nutzen. Alles andere würde ja nicht wirklich Sinn ergeben!

Wie gut das ElterngeldPlus letztendlich den Familien in Sachen Vereinbarkeit hilft, wird sich zeigen. Auf jeden Fall macht es flexibler und bringt mehr Geld in die Familienkasse wenn (beide) Partner Teilzeit arbeiten gehen. Wenn ich mit FreundInnen über Vereinbarkeit spreche, dann geht es immer wieder um mangelnde Flexibilität. Da sollte das ElterngeldPlus einen größeren Handlungsspielrahmen eröffnen. Persönlich finde ich sehr gut, das Paare so von Anfang an überlegen, ob es nicht sinnvoll ist, wenn beide Elternteile Teilzeit arbeiten. Vielleicht mindert diese Option das ganze Thema Frauen Wiedereinstieg in den Job, Altersarmut etc.***

Dennoch – es bleibt kompliziert. Meine persönliche Empfehlung ist deswegen – ausführlich mit dem Partner besprechen, wie man sich das die nächsten Jahre vorstellt, ein Modell entwerfen und dann bei der Beantragung des Elterngelds einen Termin im Amt ausmachen. Wenn nicht beide vor der Geburt Vollzeit als Angestellte arbeiten, ist der Antrag – sagen wir komplex. Die Damen und Herren beim Amt haben viel Erfahrung und führen einen gemeinsam durch den Formulardschungel. Man erspart sich ein Antragspostpingpong.

Zusammenfassend

Mit dem ElterngeldPlus wird es ab 1.7.2015 für Eltern einfacher, Elterngeldbezug und Teilzeitarbeit miteinander zu kombinieren. Paare können nun wählen, ob sie nach der Geburt gar nicht erwerbstätig sein wollen (und weiterhin das bereits bekannte Elterngeld beziehen) oder aber, ob sie bis zu 30 Wochenstunden arbeiten gehen wollen (und dann ElterngeldPlus beziehen). Sollten sich Mutter und Vater entscheiden gleichzeitig Teilzeit arbeiten zu gehen, erhalten sie mit dem Partnerschaftsbonus vier zusätzliche ElterngeldPlus-Monate.

Im nächsten Schritt wird dann hoffentlich etwas in Sachen Kinderbetreuung und v.a. Krippenplätze getan.

Weiterführende Links

FAQ zum Elterngeld PLUS

ElterngeldPlus in Leichter Sprache

Mehr Geld für teilzeitarbeitende Eltern, Zeit Online (inkl. Rechenbeispiel)

 

32 Stunden sind genug, Süddeutsche Zeitung

„Arbeitgeber müssen ihren Mitarbeitern zutrauen, auch in weniger Stunden ihren Job hinzukriegen, ja sogar führen zu können. Weg von ewigen Abendschichten, hin zu Doppelspitzen und Jobsharing-Modellen; und keine Konferenzen mehr nach 16 Uhr. Die effizientesten Mitarbeiter sind schon jetzt Mütter in Teilzeit, weil sie sich schlicht aus Zeitmangel die Hälfte der Flurgespräche sparen.“


 

*Allen Paaren, die ein 50/50 Modell in Sachen Kindererziehung und Arbeit anstreben, empfehle ich übrigens das Buch „Papa kann auch stillen

** Die Kritik lautet dass das Aufsplitten der Elternzeit in drei Teile die die betriebliche Personalplanung erheblich belaste, weil bei jeder Elternzeit bis zu drei Mal Ersatz gesucht werden müsse. Besonders für kleine und mittlere Unternehmen sei dies schwer umzusetzen.
Ich kann dazu nur sagen: Sollte Elternzeit wirklich in drei Teile gesplittet werden, wird sie dadurch aber deutlich kürzer und somit leichter zu überbrücken sein. Unternehmen werden sich umstellen müssen. Know-how nicht auf einzelne Personen zu konzentrieren ist immer sinnvoll – auch im Sinne einer allgemeinen Vertreterregelung. Es gibt durchaus Möglichkeiten Wissen ordentlich zu dokumentieren und an mindestens eine weitere Person zu übertragen. Das ist auch im Sinne des Unternehmens.

Die Elternzeit muss im Übrigen nun mit 13 statt mit 7 Wochen Vorlauf angekündigt werden. Ich finde das ist ein Planungshorizont mit dem man gut arbeiten kann.

***Das wäre ein ganzer Artikel, deswegen nur die Stichworte


 

Dieser Text ist mit freundlicher Unterstützung vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend entstanden.

Veröffentlicht unter Kinder Kinder, Werbung | Verschlagwortet mit , , | 13 Kommentare, twittern, 33 Facebook Shares, 1 Plusone