Ich bin superglücklich, dass es mein Buch diesmal auch als Hörbuch gibt. Mir war natürlich klar, dass es für viele überlastete Menschen eine zusätzliche Herausforderung darstellt, sich Zeit freizuschaufeln um ein Buch zu lesen. Ganz anders beim Hörbuch, das kann man auf dem Weg zur Arbeit, beim Joggen oder der Hausarbeit hören.
„Patricia Cammarata ist Diplom-Psychologin und – zumindest in Deutschland – echte Pionierin auf dem Gebiet Mental Load. Cammaratas Bücher sind aus dem Leben gegriffen. Ihre Lösungsansätze aber, kommen häufig aus ihrer Arbeitswelt. Sie arbeitet seit über 10 Jahren im IT Bereich. So machen Patricia und ihr Partner die Wochenplanung für die Familie über Trello. Klingt verrückt? Hört rein: Wir sprechen über Arbeitsteilung, Planung und Organisation, über Partnerschaft und was Gleichberechtigung im Bezug auf Mental Load bedeutet.“
„Ich möchte sowieso keine Karriere machen!“ So ziemlich jede Frau, die ich kenne – mich eingeschlossen – hat diesen Satz in Bezug auf ihre berufliche Entwicklung schon oft gesagt. Wobei „Karriere“ natürlich ein schwammiger Begriff ist, der im altmodischen Sinne dafür steht, dass man u.a. durch 50-60 Wochenstunden Anwesenheit glänzt. Weiter gefasst bedeutet Karriere Führungsverantwortung zu übernehmen[1] und in einer Hierarchie irgendwie nach oben zu kommen. Auch das wollen viele Frauen nicht. Sie entscheiden sich freiwillig dagegen.
Jedenfalls war das meine Auffassung. Ich habe mich freiwillig dagegen entschieden. Finanzielle Unabhängigkeit war und ist mir wichtig. Familie inkl. Kinder wollte ich irgendwann auch. Karriere und Kinder sind aber unvereinbar. Also priorisiert man.
Das Bild hat keinen Bezug zum Text. SEO-Expert*innen sagen aber, Artikel mit Fotos werden öfter geteilt.
Seit mein Buch „Raus aus der Mental Load Falle“ erschien, bekomme ich so viele Nachrichten, die mich langsam an der Welt zweifeln lassen. Wie ungleichverteilt viele Paare leben, ist einfach unglaublich. Und da geht ja das männliche Sich-Bedienen-lassen mit dem weiblichen Den-anderen-Bedienen Hand in Hand. Am Ende frage ich mich: Warum tun Frauen sich das an?
Und ja, ich weiß, wie immer #nichtalleMänner und #nichtalleFrauen und dennoch spricht ja allein die statistisch erfasste Datenlage Bände. Gebt einfach „Gender Care Gap“ in eine Suchmaschine ein und es bestätigt sich, was ich oben schreibe: In Sachen Kümmer-Arbeit gibt es eine unfassbare Schieflage.
Tatsächlich musste ich auch fast 40 werden, um die Nase voll zu haben. Heute, also noch ein paar Jahre später schaue ich auf meine Paarvergangenheit* zurück und denke mir: Meine Güte! Warum? Warum nur?
Also, kauft dieses Buch, es ist ein Mehrwert für jede Beziehung, hebt die Verantwortlichkeit auf eine neue Ebene und schafft Freiraum für alle Familienmitglieder. Dabei ist es übrigens egal, ob du Alleinerziehend bist oder noch keine Kinder hast. Patricias Buch nimmt dich an die Hand und erzählt dir (fast) alles, was du über »Mental Load« wissen musst, um dich zu entlasten.
Heiner Fischer
und eine zweite Stimme:
„Reden, reden, reden“ empfiehlt Autorin Patricia Cammarata in „Raus aus der Mental Load-Falle“ allen Paaren, die gemeinsam dieses Problem in Angriff nehmen wollen. Meines Erachtens ist das der entscheidende Ratschlag in ihrem neuen Buch. Dem kann ich nur noch hinzufügen: Lesen, lesen, lesen!
„Ich befürchte, sofern ein Mann diese Zeilen liest, dass er gar nicht verstehen wird, was das bedeutet“, schreibt Autorin.
Liebe Patricia, nach der Lektüre deines neuen Buches kann ich dir versichern: Deine Befürchtungen sind unbegründet. Und ich denke, ich bin nicht der einzige Mann, der es verstanden hat.
Ich werde oft gefragt, ob mein Buch etwas für Kinderlose ist und habe deswegen ein Rezensionsexemplar an eine Leserin ohne Kinder geschickt, die Interesse hatte sich und mir diese Frage zu beantworten. Hier ihre Einschätzung mit allerliebsten Dank für die Mühe:
„Schon bevor sich die Frage „Eignet sich dieses Buch auch für Frauen in kinderlosen Beziehungen?“ stellte, hatte ich vor es auf jeden Fall durchzulesen, weil ich als kinderlose Frau bereits diverse Erfahrungen mit Mental Load in der Partnerschaft gemacht habe. Nach dem Lesen kann ich die oben genannte Frage klar mit einem „JA!“ beantworten und gehe sogar so weit zu behaupten, dass das Buch eigentlich jede*r lesen sollte, die/der vorhat mit anderen Menschen zusammen zu wohnen – egal ob als Partnerschaft oder nur als Wohngemeinschaft, denn jede*r muss irgendwann mal den Bio-Müll entsorgen. Und was der Bio-Müll mit dem Mental Load, der Freiheit und dem generellen Zusammenleben zu tun hat, das erfahrt ihr in diesem genialen Ratgeber.
Da ist dieser Wunsch, einfach liegen zu bleiben „Bitte nicht stören!“ auf ein Pappschild zu schreiben Da ist diese Leere am Ende der Kraft Weil man das, was nicht zu schaffen war, einfach nicht schafft
Da ist das Gefühl, dass man fällt ohne Halt Bis man schliesslich auf den Boden der Tatsachen prallt Da ist diese unsichtbare, alltägliche Last Die größer wird, bis sie nicht mehr in die Herzkammern passt
Da ist ein Hamsterrad, in dem man ins Stolpern gerät Da ist ein Brand der aus einem Burn-Out entsteht Da ist all das, was hinter dem Vorhang geschieht Die Arbeit, die niemand im Publikum sieht
Da ist keine Verbeugung, da ist kein Applaus Das nimmt man so hin, da geht man von aus Da ist das Gefühl alles alleine zu tragen Da ist kein Bock, wegen allem um Hilfe zu fragen
Da ist Mitdenken-müssen und Abgeben wollen Da ist ein „Man hätte ja doch einfach fragen sollen“ Aber da ist doch ein gemeinsames Leben Da ist doch ein harmonisches Geben und Nehmen
Da geht’s doch um Gerechtigkeit, oder geht’s darum nicht? Da herrscht jedoch ein unfaires Ungleichgewicht Das ist kein Gesetz, das muss nicht so sein Und vor allem musst du wissen, du bist nicht allein
Mental Load tragen so viele da draussen Sie sind genauso erschöpft und so tapfer nach aussen Drum lasst uns gemeinsam diese Angst überwinden Routinen verändern, Lösungswege finden
Wir geben was von dem ab, was so unendlich schwer ist Denn wer wieviel trägt, ist eine Frage der Fairness
Lars Ruppel hat nicht zufällig ein Gedicht über Mental Load verfasst. Es ist eine Auftragsarbeit. Ich erwähne das deswegen, weil ich Lars am Equal Care Day kennengelernt habe und er dort die Veranstaltung begleitet hat und am Ende des Tages zusammengefasst hat. Das war so beeindruckend, unfassbar gut und emotional, dass ich finde, dass viel mehr Veranstalter*innen Lars Ruppel buchen sollten. Poetic Recording nennt man das.