Filmsucht

Am Wochenende mal wieder ein Dutzend Filme und zehn Folgen DS9 konsumiert. Daraus folgende Vorsätze generiert:

1. Wenn ein Film langweilig ist, ausmachen.

2. Wenn ein Film keine eigene Inhaltsbeschreibung hat sondern nur mit einem anderen Film verglichen wird, der gut war, Finger weg von dem Film.

Resumee: Memories of a Geisha ist ein grauenhaft langweiliger Film. Man erfährt nichts über Japan, nichts über Traditionen, nichts über Geishas. Im Grunde ist die Geisha ein einschläfernder Abklatsch von Cinderella – nur ohne die lustigen Mäuse. Wer Jim Carrey liebt, sollte unbedingt, ich widerhole u n b e d i n g t Fun with Dick and Jane anschauen. Wunderbar. Ich mußte mehrere Male wiederbeatmet werden, weil ich keine Luft vor Lachen bekommen habe. Klamauk vom Feinsten.

Nu und die anderen Filme: Alle veregessen.

Zur Hülf!

Sacht ma, ihr lieben internet- und technikaffinen Menschen. Wieso wird mein Blog von Suchmaschinen so gewissenhaft ignoriert? Durchschnittlich zwei Suchanfragen am Tag und die immer nur zu dem Wort „nuf“. Kann mir das mal jemand erklären?

Loben ist alles Laster Anfang

Auf eine lange Tradition an Meckerern zurückblickend, ist das deutsche Volk sehr versiert im Umgang mit Kritik. Mit Lob können die meisten kaum umgehen. Aus dieser Erfahrung heraus entsteht eine Art Scham, die zudem verhindert dass man andere lobt. Schade eigentlich.
Zweifelsohne gibt es eine direkte Korrelation zwischen Häufigkeit des Meckern/Bemeckertwerdens und Magengeschwüren. Und wer möchte schon ein Magengeschwür haben?

Deswegen lobe ich seit neusten so viel wie möglich, denn nach einiger Suche bin ich nur noch umgeben von großartigen Dienstleistern.
1. Meine neue Frisörin Manuela. Die ist, ganz im Gegensatz zu ihrer Kollegin, der absolute Hit. Finden kann man sie bei FON (denen verzeihe ich sogar die Flash-Seite) am Hackeschen Markt von Mittwochs bis Samstags. Manuela schneidet toll und gibt nicht den üblichen Schwachfug von sich, während sie schnippelt.
2. Die Sushibar in der Emser Straße 25 ist die großartigste Suhsibar der Welt. Dienstag gibt es bis 24 Uhr 50% Rabatt.
3. Die beste Pizza Berlins gibts nach wie vor im Cenacolo.
4. Gegen meine perfekte Putzfrau kann ohnehin niemand anstinken. Die ist allerdings komplett ausgebucht.
5. Den leckersten Kuchen der Welt (und den tollsten Rabatt, wenn man mal 30 Kilo Espresso kauft) macht Barcomis.

Amen.

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Werte Leser,

die Langweile hat ein Ende. Ich begebe mich in eine einwöchige Blogpause. Bitte lesen Sie meine Blogroll, die anderen sind ohnehin viel amüsanter.

Frohe Ostern!

Herzlichst Nuf

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Lieber Therapeut,

mache gute Fortschritte. Vergangenen Monat wiederholt ans Tageslicht gegangen. Bzw. habe sogar einmal nach 21 Uhr die Wohnung verlassen.
Am Wochenende Umzugsfitness und Kennen lernen freundlicher Nachbarn, der es mich „scheisse“ fand, weil ich mich um 12.30 Uhr in normaler Lautstärke mit einem Umzugshelfer im Hof unterhielt. Freundlicher Nachbar hat auf mein Lachen hin Tür zugeknallt und verkündet: „Du blöde Fo****, ich schlitz Dich auf, wenn Du nicht das Maul hälst.“

Daraufhin lieber wieder in Wohnung zurückgezogen und Plakate von den Wänden entfernt. Später hinter Sofa getarnt zum Umzugswagen geschlichen.
Nach Umzug gespeist und zu Fuß in Einkaufsland gefahren. Dort zwei Stunden bei großer Osterbastelaktion mit Kind gebastelt. Kind war nicht sehr zufrieden mit meinen Ergebnissen. Hat mehrere Male lauthals geschimpft, weil ich Osterküken unsauber ausgeschnitten habe. Kein Eis bekommen.

Interessiert den 20jährigen Kinderanimateurinnen gelauscht, die viel zu berichten hatten. Z.B. dass Paul nicht so gut im Bett wäre wie Karl, der aber immerhin ein ganz ansehliches Genital besäße. Innerlich Augen verdreht während Kind zu blonder Kinderanimateuse gesagt hat: „Warum erzählt ihr so einen Mist?“

Animateuse total erstaunt gewesen, dass anwesende Kinder nicht taub.
Am nächsten Tag Besuch empfangen und erlebt was Profikoch ist. Endlich nur zugearbeitet und nach nur drei Stunden 700 Enchiladas mit fünf Kilo Salat gehabt. Weitere zwei Stunden gegessen: Mitgebrachtes Kind von Besuch hat sich kurz orangenfarben erbrochen, dann in Park gefahren. Dort bei Tageslicht mehrere Stunden umhergewandert. In Café gegangen, wo Bedienung nur drei Dinge von der Karte kannte und nichts anderes verkaufen wollte.

-Hallo, ich hätte gerne einen grünen Tee

-Oh, äh? Grüner Tee? Hmmmm? Vielleicht ein Roibusch Vanilletee?

-Nein, bitte grünen Tee.

-Hmmm, ohhh, ja hmmmmm den hamwa nich.

-Dann einen Earl Grey

-E a r l G r e y???? Roibusch Vanille?

-Earl Grey steht aber auf der Karte

-Ohhhh?!

Plötzlich verstanden wieso Café 1 im Park total überfüllt und Café 2 menschenleer. Auf Rückweg Genehmigung erhalten Kinderwagen zu schieben, festgestellt dass es bei jungen Eltern geschlechtstypisches Musterungsverhalten gibt. Jungväter mustern Kinderwagenmodell, Jungmütter mustern schiebende Mutter.

Nachtrag:

Lieber N. aus X., bitte lies unbedingt die Rezepte auf dieser Seite. Das nächste Mal, wenn wir gemeinsam kochen, versuchen wir mal die Vollgestopften Muscheln

via

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Ein Kind im Haushalt als sozial akzeptierte Erklärung für phasisch auftretende Verrücktheit ist äußerst zu empfehlen. Nur ein Kind gibt einem beispielsweise die Legitimation länger als 20 Minuten kichernd im Wäschekorb zu sitzen. Es ist übrigens ganz erstaunlich wie viele unauffindbare Verstecke eine doch eher spartanisch eingerichtete Wohnung* bietet.

Verstecken spielen kann so lustig sein. Es ist manchmal nur ein bißchen deprimierend wenn alle die Suche aufgegeben haben. Einmal hing ich bis zum Einbruch der Dunkelheit am Kleiderständer unter den Wintermänteln. Da habe ich mir sehr gewünscht was zum Lesen mitgenommen zu haben.

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*Zitat der Mutter: Kind, brauchst Du Geld für Möbel?