[Anzeige] Let’s talk – Interview mit Christian Hanne vom Familienbetrieb

Zusammen mit SCHAU HIN! Let’s talk S02E07 mit Christian (Familienbetrieb)

Im Zentrum meiner Serie Let’s talk stehen die Chancen, die digitale Medien mit sich bringen. Nachdem ich in der ersten Runde v.a. allgemein über Nutzung und Plattformen gesprochen habe, soll es jetzt konkreter werden. Wie sieht Medienalltag in Familien wirklich aus? Deswegen befrage ich in der 2. Staffel Eltern, wie sie in ihren Familien mit digitalen Medien umgehen: Ich freue mich im fünften Teil etwas über den Umgang mit digitalen Medien in der Familie von Christian zu  erfahren.

Familienbetrieb

Christian ist ein sehr lustiger Mensch. Er belegt einen hervorragenden Platz in meinen „TOP TEN der lustigsten Menschen, die ich kenne“. Selbst der Cookie-Hinweis auf seinem Blog „Familienbetrieb“ ist lustig. Christian schreibt außerdem so unfassbar tolle Rezensionen, dass nicht wenige den Beruf gewechselt haben und jetzt Bücher schreiben, nur damit er deren Buch rezensiert. Für alle, die keinen Internetanschluss haben – und das sind in Deutschland noch rund 1,2 Mio* Menschen – hat Christian das Buch „Wenn’s ein Junge wird, nennen wir ihn Judith“ geschrieben. Das Buch hat leider zu wenige Seiten. Ich freue mich deswegen aus sicherer Quelle in die Welt posaunen zu können, dass es bald eine Fortsetzung geben wird, die „Ein Vater greift zur Flasche. Berichte aus der Elternzeit“ heißen wird. Stellt euch deswegen hierzu einen Google-Alert ein.

Wie viele Kinder leben in Deinem Haushalt und wie alt sind sie?

Meine Frau und ich haben zwei Kinder. Aufgrund meiner späteren Antworten gebe ich das Alter des Sohnes mit 12 und das der Tochter mit 16 an.

Ab welchem Kindesalter habt ihr begonnen euch mit dem Thema Medienerziehung aktiv auseinanderzusetzen?

Wenn wir das Thema Bilderbücher ausklammern, haben wir angefangen, uns mit dem Thema Mediennutzung auseinanderzusetzen, als die Tochter ungefähr anderthalb war (Vielleicht etwas jünger). Da durfte sie abends immer das Sandmännchen schauen. Mehr aber nicht. Außer wir sind dabei eingeschlafen, dann hat sie auch mal eine dreiviertel Stunde geschaut. Beim Sohn waren wir da etwas laxer. Er durfte schon früher Sandmännchen mitschauen. Das ist der Vorteil des Zweitgeborenen.

Als die Kinder etwas älter wurden, durften sie sich am Wochenende immer abends eine Viertelstunde von einer DVD aussuchen. Samstags der Sohn, sonntags die Tochter. Deswegen habe ich 153 Mal die Lauras Stern – Folge „Turbobaby“ gesehen – auf Wunsch des Sohnes übrigens – und bekomme heute noch nervöses Augenzucken, wenn ich die Textzeile „Lauras Stern, Lauras Stern, Lauras Stern hat dich so gern“ höre.

Die Nutzung von Tablets, Smartphones und Apps spielte damals keine Rolle, weil es das schlicht noch nicht gab. Außer vielleicht bei Steve Jobs zu Hause.

Auf einer Skala von 0 (Wir haben keinen Internetanschluss! Teufelszeug!) bis 10 (Wir möchten unsere Körper zurücklassen und unsere Gehirne ins Internet hochladen!) wo liegt ihr ungefähr?

Als diplomierter Sozialwissenschaftler bin ich diese Frage systematisch angegangen. Laut meiner Auswertung liegen wir bei 13. Anscheinend leben wir digitaler, als ich vermutet hätte.

Wir haben W-Lan 1
Jedes Familienmitglied ist bei zwei bis drei Social Media-Kanälen aktiv 4
Wir besitzen vier Smartphones 4
Wir besitzen drei Laptops 3
Wir haben einen SmartTV von Samsung 1
Wir schauen Netflix und Amazon Prime 2
Wir nutzen nicht Sky, Apple TV oder Maxdome -3
Wir besitzen zwei eReader 2
Wir haben eine xBox One 1
Wir haben keine Playstation -1
Wir besitzen keine Tablets -1
Wir besitzen keine VR-Brillen -1
Wir haben kein Alexa, kein Apple HomePod und kein Amazon Echo -3
Die Kinder besitzen jeweils ein Nintendo DS 2
Sie benutzen sie nicht -2
Die Tochter hat eine SmartWatch von Samsung 1
Sie weiß nicht mehr, wo sie ist -1
Drei von vier Familienmitgliedern nutzen Fitness-Apps 3
Wir buchen unsere Urlaube im Internet 1
Wir kaufen vor den Urlauben gedruckte Reiseführer -1
Wir lesen Nachrichten ausschließlich online 1
Wir bezahlen nichts dafür -1
Wir schreiben lieber Nachrichten als zu telefonieren 1
Wir haben einen digitalen Familienkalender 1
Wir haben eine Familien-WhatsApp-Gruppe 1
Wir bestellen regelmäßig bei Amazon 1
Wir benutzen keine Amazon Dash-Buttons -1
Wir haben einen Deezer Family Account 1
Wir haben keinen Spotify Account -1
Wir kaufen Fahrkarten über die Bahn-App 1
Wir kaufen mehr Klamotten online als im Laden 1
Wir haben seit vier Jahren keine Fotos mehr ausgedruckt, sondern machen nur noch einmal im Jahr Fotobücher 1
Unser Kühlschrank ist analog und bestellt nicht über das Internet Milch -1
Unsere Haustechnik wird nicht digital gesteuert -1
Wir kaufen unsere Lebensmittel (meistens) analog -1
Wir haben keine Bestrebungen, unsere Gehirne ins Internet zu laden -1
Wir praktizieren keinen CyberSex -1
Summe 13
Was sind eure Lieblingscomputerspiele, die beliebtesten Apps, beliebtesten YouTube-Kanäle, liebsten Streamingdienst-Serien und warum?

Der Sohn spielt seit zwei, drei Jahren sehr gerne FIFA auf der Konsole und auf dem Handy Football Strike (Android/Apple), weil er auch analog ein großer Fußball-Fan ist. Außerdem spielt er zurzeit Fortnite mit seinen Freunden (sowohl an der Konsole als auch am Handy), vor einem Jahr stand noch Clash Royale hoch im Kurs. Ich glaube, das ist so ein Gemeinschaftsding, bei dem alle mitmachen. Nächstes Jahr gibt es dann etwas anderes. Bei Instagram folgt er seinen Freunden, ein paar YouTubern und Influencern und ein paar Sportlern und Judoka. Auf YouTube schaut er Let’s-Play-Videos und Comedy-/Prank-Videos. Quasi „Verstehen Sie Spaß?“ aber nicht mit Paola und Kurt Felix, sondern mit jungen Menschen, die mir unbekannt sind. Bei Netflix schaut er gerade „Haus des Geldes“ und die ganze Familie zusammen hat „Mord mit Aussicht“ geguckt.

Die Tochter hat früher auf YouTube hauptsächlich Beauty-Videos und alles von den Lochis geschaut. Außerdem hat sie Musical.ly genutzt. Aber mehr passiv, ihre eigenen Videos hat sie nicht wirklich öffentlich gemacht. Inzwischen folgt sie YouTubern wie Emma Chamberlain, Shane Dawson und Liza Koshy. Ihre Lieblings-App ist Instagram, wo sie Meme Pages und Schauspielern, Musikern und YouTubern folgt. Außerdem chattet sie darüber mit ihren Freundinnen. Am Handy spielt sie „Helix Jump“ (Android/Apple) und „Dunk Shot“ (Android/Apple), an der xBox fast gar nicht. Auf Netflix schaut sie zum Beispiel „Stranger Things“ oder „Tote Mädchen lügen nicht“, aber auch Serien, die wir Eltern mögen, wie „Friends“ oder „Modern Family“. Sie hat anscheinend den gleichen Humor wie wir, was uns das gute Gefühl gibt, als Eltern nicht komplett versagt zu haben. Außerdem schauen wir gerade mit der Tochter zusammen „Lost“. Auf DVD, wie so Höhlenmenschen. Inzwischen schaut die Tochter ihre Serien alle im Original mit Untertiteln und seither hat sich ihre Englischnote in der Schule tatsächlich verbessert. Das ist jetzt vielleicht nicht alleine auf ihren Netflix-Konsum zurückzuführen, aber zumindest scheint er auch nicht zu schaden.

Wir Eltern nutzen die gängigen Social-Media-Kanäle, die unserem Alter entsprechen, d.h. Facebook, Twitter und Instagram, sowie Apps für das tägliche Leben wie Google Maps, Google Calendar, die Bahn App, irgendwelche Fitness-Apps oder News Apps wie Spiegel Online. Meine Frau spielt auch am Handy, beispielsweise 2048 (Android/Apple), hole.io (Android/Apple), Peak Games (Android/Apple) oder Crossy Road (Android/Apple). Ich selbst habe überhaupt keine Spiele auf dem Handy. Aber nicht aus bildungsbürgerlichem Snobismus, sondern weil ich mich nicht unter Kontrolle habe und zu viel Zeit damit tagsüber verbringen würde.

Aus aktuellem Anlass. Fortnite Battle Royale ist gerade sehr populär. Viele Eltern sorgen sich, wenn ihre Kinder dieses Spiel spielen oder sie verbieten das Spiel sogar. Ihr offensichtlich nicht. Warum?

Als ehemaliger Zivildienstleistender bin ich auch nicht gerade begeistert von einem Spiel, bei dem es darum geht, andere Mitspieler wegzuballern. Aber wir – beziehungsweise meine Frau – haben uns zum einen das Spiel angeschaut und fanden die Darstellung abstrakt genug, dass es für uns akzeptabel ist, zum anderen halten wir unseren Sohn für emotional so reif, dass er zwischen der Brutalität des Spiels – die es zweifellos gibt – und der Realität unterscheiden kann. Das Fortnite-Spielen wirkt sich auch nicht auf sein sonstiges Verhalten aus. Außerdem hilft es wahrscheinlich auch nicht, so ein Spiel zu dämonisieren und es damit noch interessanter zu machen. Ich gehe mal davon aus, dass in ein paar Monaten ohnehin irgendein anderes Spiel angesagt ist und Fortnite dann seinen Reiz verliert.

Clash Royal war bei sehr vielen Eltern meines Bekanntenkreis ein Dauerthema weil viele Kinder wahnsinnig frustriert beim Spielen und die Laune ständig im Keller war. Wie war das bei euch? Gibt es solche Momente bei euch? Also dass ein Spiel ein Kind total runterzieht? Wenn ja, wie geht ihr damit um?

Das war bei uns eigentlich nie ein Thema. Unser Sohn macht schon seit ein paar Jahren Judo und da hat er bei den Turnieren gelernt, was es bedeutet zu verlieren. Dadurch hat er vielleicht eine relativ hohe Frustrationstoleranz.

Am ehesten ist er noch beim FIFA-Spielen emotional involviert, was sich in wüsten Beschimpfungen des Schiedsrichters und der Spieler ausdrückt. Das wirkt sich aber nicht längerfristig auf seine Laune aus, sondern ist für ihn quasi Teil des Spiels. Ist aber trotzdem nervig, wenn jemand im Wohnzimmer sitzt und flucht, dass Bushido und Sido noch etwas lernen könnten.

Wie handhabt ihr das mit der Medienzeit in eurer Familie?

Besonders viele Regeln haben wir nicht, was die Mediennutzung angeht. So lange die Kinder sozial kompetent und die schulischen Leistungen okay sind, sehen wir keinen Grund, da allzu sehr einzugreifen. Während der Schulzeit ist der W-Lan-Zugang auf den Handys der Kinder auf 7 Uhr bis 20 Uhr und auf maximal vier Stunden begrenzt. So lange sind sie unter der Woche aber meistens gar nicht zu Hause. Am Wochenende und in den Ferien ist das W-Lan abends etwas länger freigeschaltet. Wir Eltern benutzen unsere Smartphones in der Regel auch erst nach 7 Uhr. Außerdem sind Smartphones am Esstisch tabu und dürfen abends auch nicht mit ins Bett genommen werden.

Darüber hinaus gibt es keine größeren Einschränkungen, was die Mediennutzung angeht. Außer dass im W-Lan der Jugend-Filter eingestellt ist. Wir kontrollieren auch nicht die Handys unserer Kinder, zum Beispiel ihre WhatsApp-Chats, was einige Eltern in der Schule machen. Zum einen finden wir, dass sie ein Recht auf Privatsphäre haben, zum anderen versuchen wir, sie zu empathischen Menschen zu erziehen und vertrauen darauf, dass sie sich nicht an Online-Mobbing beteiligen oder merkwürdige Videos und Bilder verschicken.

Wie kommt ihr zu Regeln, was die Mediennutzung angeht?

Unsere wenigen Regeln haben sich einfach so ergeben und wurden von uns Eltern relativ diktatorisch eingeführt. Das ist pädagogisch vielleicht nicht ganz auf der Höhe, aber die Kinder halten die Regeln trotzdem weitestgehend ein, so dass es keine großen Diskussionen darüber gibt.

Die meisten Eltern kennen das bestimmt: Es gibt Dinge, welche die Kinder total begeistern und man selbst möchte sich die Augen auskratzen. Fallen Dir da Beispiele ein? Wie gehst Du damit um?

Unsere Tochter hat mit ca. 11 Jahren häufig YouTube-Videos von Bibi’s Beauty Palace und ähnliches geschaut. Wir haben ihr damals erklärt, dass da ziemlich viel Werbung abläuft, aber das hat sie ohnehin ziemlich schnell gemerkt. Was sie aber nicht daran gehindert hat, sich einmal zu Weihnachten eine komplette Duschgel-Serie einer dieser Beauty-YouTuberin zu wünschen, so dass es in unserem Bad sehr lange wie auf einer Obst-Plantage mit angegliederter Donuts-Bäckerei gerochen hat.

Der Sohn schaut ziemlich regelmäßig Gamer-Videos zu FIFA 17 an, bei denen ich leichten Ausschlag bekomme, wenn ich höre, wie diese YouTuber ihre eigenen Spiele kommentieren, oder ein paar Comedy-YouTuber, deren Humor ich nur mäßig witzig finde. Aber mir muss es ja auch nicht gefallen. Außerdem ist es ja nicht so, dass wir Eltern früher nicht auch Idole gehabt hätten, für die wir uns heute ein wenig schämen.

Familienbetrieb

Die Medienmomente sollen sich ja auf den wirklich gelebten Alltag beziehen. Mal ehrlich, macht ihr Ausnahmen oder gibt es Zeiten in denen alles entgleitet? Wenn ja, wie sieht das aus und warum gibt es solche Situationen?

Da wir nicht so viele Regeln haben, entgleiten die uns auch kaum.

In welchen Bereichen stellt ihr manchmal fest, dass eure Kinder schon Experten sind und ihr hinterherhängt?

Der Sohn ist definitiv wesentlich geschickter bei der Nutzung der Controller an der Spielekonsole. Ich bin ja noch mit Joysticks aufgewachsen, die nur einen Steuerungsknüppel und zwei Knöpfe hatten. Da bin ich mit den vielen Hebeln, Knöpfen und Schaltern bei den heutigen Controllern mental und motorisch vollkommen überfordert.

Die Tochter ist mir gegenüber weit voraus, was die Nutzung von „neueren“ Social Media-Kanälen wie Snapchat oder Musical.ly angeht. Und was Selfies angeht, ist die Tochter definitiv die Expertin bei uns. Deswegen muss sie im Urlaub immer unser traditionelles Familien-Selfie machen.

Was ist durch die digitalen Medien im Leben von Familien besser geworden?

Die Abstimmung des Familien-Alltags wird durch die Digitalisierung erleichtert. Wir haben beispielsweise einen Google-Familien-Kalender, in dem meine Frau und ich alle beruflichen und privaten Termine eintragen. Also, wenn wir es nicht vergessen. Und wir haben eine gemeinsame Familien-WhatsApp-Gruppe, in der uns austauschen. Die Kinder schreiben zum Beispiel da rein, dass sie mittags zu einem Freund oder einer Freundin gehen. Oder wir Eltern stellen unseren Kindern Fragen, auf die wir dann drei Tage später ein „Daumen hoch“-Bild geschickt bekommen. Unabhängig von der gestellten Frage.

Welche Aspekte von digitalen Medien machen das Leben manchmal anstrengender als früher™ und warum?

Das latente Suchtpotenzial der digitalen Medien und insbesondere der Social-Media-Kanäle finde ich anstrengend. Das beobachte ich auch bei mir selbst. Wenn ich zum Beispiel einen Tweet schreibe und dann quasi minütlich mein Handy checke und mich über Likes und Retweets freue. Als nächstes klatsche ich dann begeistert, wenn in China ein Sack Reis umfällt.

Welche Frage habe ich vergessen? Was wolltest du im Kontext digitale Medien und Kinder gerne noch loswerden?

Ich finde, dass die digitalen Medien ein großes Potenzial haben, um in der Familie Gemeinschaftserlebnisse zu erzeugen. Wir haben zum Beispiel ein gemeinsames YouTube-Spiel: „Jeder ein Lied“. Dabei darf jeder bzw. jede dem Alter nach ein Musik-Video aussuchen, das wir uns dann gemeinsam anhören beziehungsweise anschauen müssen. Das ist immer recht aufschlussreich, um etwas über den Musikgeschmack der Kinder zu erfahren. Bei der Tochter gab es beispielsweise eine Entwicklung von den Lochis hin zu Shawn Mendes, von dem wir an einem Abend dann zehn Songs hören durften. Oder der Sohn wurde auf einem Judo-Camp einer musikalischen Gehirnwäsche unterzogen, wo die größeren Jungs schlimmste Ballermann-Lieder gehört hatten. Wir kamen dann in den Genuss des Liedes „Johnny Däpp“ von Lorenz Büffel. Das waren sehr lange 4:51 Minuten.

Ich habe mich dann mit einer „Blowin‘ in the wind“-Version der Bee Gees aus den frühen 60er-Jahren revanchiert. So lernen auch die Kinder, Kummer zu ertragen.

Hast Du über das Thema digitale Medien selbst schon geschrieben? Wenn ja, welche Artikel aus deinem Blog sollte ich unbedingt gelesen haben?

Vor etwas mehr als drei Jahren habe ich bei einer Blogparade den Beitrag „Mein Leben als digitaler Höhlenmensch“ veröffentlicht. Seither hat sich bei uns allerdings, was die technische Ausstattung angeht, einiges geändert.

Außerdem habe ich kürzlich in einer meiner Kolumnen für das Eltern-Magazin von Scoyo eine Polemik zu dem Digital-Apokalyptiker Manfred Spitzer geschrieben. Die hatte den schönen Titel „Digitale Potenz – Warum die uneingeschränkte Digitalisierung ein Segen für unsere Kinder ist!“. Allerdings glaube ich, dass einige Leserinnen und Leser nicht so ganz verstanden haben, dass es eine Polemik ist.

Vielen Dank, lieber Christian, Dein Interview werde ich jetzt immer rauskramen, wenn jemand behauptet, dass man ohne strenge Reglementierung bei angehenden Teenagern in Sachen Medienerziehung gar nichts erreicht. (M)ein Leitsatz soll fortan lauten „Wer kaum Regeln hat, muss sich über das Entgleiten derselbigen nicht sorgen.“ Euer Medienkonsum klingt sehr unkompliziert und persönlich befürworte ich, den Kindern grundsätzlich einen Vertrauensvorschuss zu geben.


Liebe Leserinnen und Leser, Christian hat selbst keine Fragen an euch gestellt. Mich würde im Zusammenhang mit seinem Interview interessieren:

Habt ihr selbst Erfahrungen mit einem lockeren Umgang in Sachen digitale Medien gemacht? Was war die Folge? Hat sich die Situation eher entspannt oder verschärft?

Kommentiert einfach hier, teilt eure Medienmomente auf Instagram, bloggt selbst darüber, twittert oder schreibt auf Facebook. Wenn ihr eure Beiträge mit dem Hashtag #medienmomente markiert, können sie später unabhängig von der Plattform, wo ihr sie veröffentlicht im Social Hub von SCHAU HIN! eingesammelt und geteilt werden.

Weiterführende Links auf SCHAU HIN! zu diesem Interview:

Lies auch:

Teil 1 der Interviewserie mit Maximilian Buddenbohm
Teil 2 mit Rike Drust
Teil 3 mit Susanne Mierau
Teil 4 mit Heiko Bielinski
Teil 5 mit Berlinmittemom
Teil 6 mit Frische Brise

*Zahl aus dramaturgischen Zwecken frei erfunden

98 Gedanken zu „[Anzeige] Let’s talk – Interview mit Christian Hanne vom Familienbetrieb“

    1. Damit die Antwort nicht nur auf Twitter steht: Ich glaube wegen „besserer“ Alternativen. Der Sohn spielt inzwischen eher xBox und wenn die Kinder unterwegs sind, spielen sie eher am Handy, das sie ohnehin dabei haben.

  1. Ein tolles Interview! Witzig und mit viel Selbstironie.

    Wie das halt so ist als Eltern: Man scheitert fröhlich vor sich hin aber irgendwie klappt es dann doch einigermaßen.

  2. Ich kichere jetzt seitdem ich das Interview gelesen habe – etwa seit einer Viertelstunde. Und DAS ist genau die Haltung nach der ich auf der Suche war. Danke dafür! Ich kann mich jetzt endlich entspannen und aufhören mich darum zu sorgen, dass die Großen hirnamputierte YouTube-Zombies werden und der Kleine sein Hirn grillt, wenn er eine Folge „Ritter Rost“ zu viel guckt. Weniger Regeln, weniger Stress.

Reposts

Mentions

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sie möchten einen Kommentar hinterlassen, wissen aber nicht, was sie schreiben sollen? Dann nutzen Sie den KOMMENTAROMAT! Ein Klick auf einen der Buttons unten trägt automatisch die gewählte Reaktion in das Kommentarfeld ein. Sie müssen nur noch die Pflichtfelder "Name" und "E-Mail" ausfüllen und den Kommentar abschicken

To respond on your own website, enter the URL of your response which should contain a link to this post's permalink URL. Your response will then appear (possibly after moderation) on this page. Want to update or remove your response? Update or delete your post and re-enter your post's URL again. (Learn More)