Wer nicht klickt, ist selbst schuld. Ich hab mich totgelacht. Hey, ich sage nicht, ich wäre besser mit z.B. asiatischen Ländern, nur … ich gehe nicht ins Fernsehen …
Heute beim lik™ entdeckt (ja, ja bin etwas hinterher…)
Pipieinfach!
Bislang habe ich mein Leben mehr oder minder sportfrei verbracht. Sport ist albern und ich hasse es, fremde Menschen schwitzen zu sehen. Geschweige denn mir ihre vor Schweiß triefenden Achselhaare anzuschauen, wenn sie die Arme in die Luft recken.
Doch jetzt habe ich ein Kind bekommen und sehe aus wie eine Quaddel. Zum Quaddelsein bin ich noch zu unverheiratet und so muss ich mich Wohl oder Übel ein wenig in Form bringen.
Das Kursangebot mit Baby ist in Berlin reichhaltig. Und so habe ich mich in meiner Unerfahrenheit in Aerobic plus Baby eingeschrieben und leider auch schon im Voraus die Kursgebühren bezahlt.
Aerobic ist an sich ganz lustig. Ich mag 80er-Jahre Musik und zapple fröhlich gegen den Takt der Musik und spreche mir vor „Ich bin Jane Fonda, ich bin Jane Fonda und eines Tages, da bin ich Alex Owens aus Flash Dance. Ich tanze dann in einer leeren Halle und kippe mir einen Eimer Wasser über den Körper und dann lieben mich alle Männer!“.
Leider habe ich ein Problem. Mangels Kleinhirn (es muss eine organische Ursache haben), bin ich nicht in der Lage Rhythmus zu halten und/oder Arme und Beine getrennt voneinander zu koordinieren.
Das war eigentlich kein Problem. Erwachsene zeigen schließlich sozial erwünschtes Verhalten und deswegen hat noch nie jemand über mich gelacht. Bis – ja bis eines Tages der 3 jährige Sohn der Aerobiclehrerin dabei war.
Am Anfang spielt er artig mit Autos, dann beobachtet er die Szenerie, um schließlich aufzuspringen und zu schreien: „Ähhhhhhh das ist ja voll pipieinfach, das kann ja jedes Kind!“
Da ihm langweilig ist, macht er mit. Leider ist er besser als ich. Während er die Hände im Takt der Musik durch die Luft wirbelt, ruft er: „Pipieinfach, pipieinfach, pipieinfaaaaach!“
Doch dann erstarrt er mitten in der Bewegung. Er hat mich entdeckt. Er beobachtet mich. Ich fange an zu schwitzen. Er kneift seine Augen zusammen.
„Eigentlich kann das jedes Kind“, sagt er und schaut dabei in meine Richtung. Langsam hebt er den Zeigefinger. „Jedes Kind … “ Ich schließe meine Augen und denke angestrengt neinneinneinnein sags nicht, sags bitte nicht! “ …außer DIE DA!“
Der Boden öffnet sich, fumb. Ich verschwinde.
Lang gestellte Fragen beantwortet
Ich wollte schon immer wissen, ob ein IKEA Babybett mein Gewicht aushält. Jetzt habe ich die Antwort.
Übrigens erinnert mich das an die Zeit, in der ich bei IKEA in der Kantine gearbeitet habe. Bzw. ich habe als Tellerwäscherin angefangen und mich dann zur Kantinengehilfin hochgearbeitet. Ich hab sogar versucht, mich weiter hoch zu schlafen, aber leider ist dabei kein Millionärsposten sondern nur ein Schrank und eine Kommode rausgesprungen (Immerhin beides im Wert von ca. 400 DM).
Jedenfalls war meine dortige Kollegin in der Tellerwäscherei, sagen wir mentally slightly challenged. Sie berichtete mir eines Morgens stolz, sie wüßte jetzt was IKEA heißt. Mir waren mal wieder das E und das A in der Bedeutung von IKEA entfallen und ich wartete gespannt die Antwort ab: Internationale Kassler Einrichtungs-Ausstellung.
Sie dürfen jetzt die Stadt raten, in der ich seinerzeit wohnte.
Aua, aua!
In unserem Hinterhof wohnt der größte Stecher Berlins. Jedenfalls wenn es nach dem Paarungsgebrüll geht, das durch die Lüfte schallt. An sich ist es nicht störend, wenn andere Menschen sich besteigen – nur manchmal, z.B. wenn das sieben Mal am Tag passieren und die weibliche Beteiligte erst Arien kreischen muss bis sich das erlösende männliche Grunzen hinzugesellt, dann bin ich ein wenig genervt.
Zumal doch meistens von anderen Nachbarn unterstützend geklatscht und gepfiffen wird. Dann muss das doch schneller gehen!
Ein wenig unangenehm ist es mir auch, wenn ich ob der Geräuschkulisse ständig lügen muss.
– Was passiert da im Hinterhof?, fragt Kind 1.0 ängstlich.
– Nun, ähhhh, nichts nichts!
– Das muss ich unbedingt sehen, da hat jemand schlimme Schmerzen!
– Aller Wahrscheinlichkeit nach eher nicht.
– DOCH! Jetzt hör’ doch mal. Da tut sich jemand ganz dolle weh.
– Äh, das ist vermutlich im Fernsehen…
– Und was schauen die da?
– Ähhhhh vielleicht jemand, der schwere Gewichte stemmt?
– Nä.
– Ein Bergsteiger auf 5000 Meter.
– Nä, so klingt das nicht.
Ich schließe die Fenster.
– Klingt echt schlimm.
– Hmmm, wollen wir jetzt Power Ranger spielen?
– Die armen Menschen!
– Ja, ja, denke ich.
Unter der Woche sollte ficken einfach vor 20 Uhr, wenn die Kinder ins Bettchen gehen, verboten sein. Ehrlich mal.
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„Clearblue* – die größte technische Innovation, auf die ein Urinstrahl treffen kann“ und im Original „The most sophisticated piece of technology, you will ever pee on„. Ich wette, wenn ich auf unsere Microwelle pinkle, habe ich auf eine größere technische Innovation gepinkelt.
Ist der Werbetexter schon gefeuert?
*Übrigens Clearblue versteht, gibt Antworten und bringt Klarheit. Ist somit also der perfekte Partner. Hab mich gerade von meinem Freund getrennt, lebe jetzt mit dem Schwangerschaftstest.
Merksätze für Eltern
Merke: Spielsachen nach Schmerzfaktor im Fuß (versehentliches Drauftreten) auswählen.

Vorher – Nachher
Mit einem Kind ändert sich so einiges. Hatte man früher die Designercouch noch liebevoll in Plastikfolie gehüllt um sie vor Staubbefall zu schützen, so setzt man heute ohne mit der Wimper zu zucken den mampfenden Sprössling mit Matschstiefeln auf das Sofa.
Freilich funktioniert diese Metamorphose nicht von heute auf morgen. Man durchlebt mehrere Stufen.
Nach der Geburt stillt man das Speikind erst mal ausschließlich in der Badewanne. Die kann man schließlich rückstandslos abbrausen. Notfalls samt Kind.
Nach nur wenigen Wochen schmerzt das eigene Gesäß und man wagt sich mit Schutzdecke auf das Sofa. Für den ehrgeizigen Säugling ist es jedoch ein leichtes durch alle Sicherheitsvorkehrungen zu durchkotzen und so sitzt man irgendwann direkt auf dem Sofa.
Monate vergehen, der Säugling will nun Brei. In unserem Fall eine glückliche Fügung des Schicksals das Brei- und Couchfarbe miteinander harmonieren. Außer Möhrchen und Süßkartoffeln gibt es das erste Jahr nichts.
Doch steter Tropfen höhlt den Stein und so kommt der Tag an dem der Nachwuchs Spinat entdeckt und ob des freudigen Gesichts, zeigt man sich flexibel und freundet sich anstandslos mit dem neuen Camouflagemuster an.
Ähnliches durchleben alle Möbelstücke.
Nrgarrrr!
Wiedereröffnung Januar 2008. Bis dahin wünsche ich allen ein gar wunderbares Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr.
Mein Vorsatz: Wieder mehr schreiben.
