Tag 1 – die Ankunft

Symbolbild: Die Autorin verreist und setzt sich auf den Rollkoffer, damit er nicht geklaut werden kann.

Der Zug fährt in den Bahnhof ein. Mein Rollköfferchen ist sehr schwer. Ich habe vorsichtshalber meinen kompletten Kleiderschrank mitgenommen, der – logischerweise auch alle meine Lieblingskleider umfasst. Eigentlich verreise ich nie mit meinen Lieblingssachen. Meine Lieblingssachen lasse ich immer im Schrank. Ich ziehe sie eigentlich auch nie an. Könnte ja was dran kommen. Wenn ich also verreise, nehme ich sie normalerweise nicht mit, denn sie könnten ja geklaut werden.

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Der liebe Haushalt

Egoistisch, weil man nicht unbezahltes Personal der Familie sein will?

Morgens im Bett schaue ich mir gerne Instagram-Storys an. Zum Beispiel die von Ringelmiez, die darüber schrieb, wie sie ihre Kinder in den Haushalt miteinbezieht. Als ich die Reaktionen auf ihre Story gelesen habe, habe ich fast meinen Kaffee ausgespuckt. In welcher Welt leben manche Menschen eigentlich?

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[Anzeige] Let’s talk – Jugendliche kommen selbst zu Wort – Julia

Zusammen mit SCHAU HIN! Let’s talk S03E03 mit Julia

Im Zentrum meiner Serie Let’s talk stehen die Chancen, die digitale Medien mit sich bringen. Nachdem ich in der ersten Runde v.a. allgemein über Nutzung und Plattformen gesprochen habe, wurde es in der Folgerunde konkreter und Eltern berichteten mir von ihrem Familienalltag mit digitalen Medien. Jetzt kommen Jugendliche selbst zu Wort.

Symbolbild – Zuhause wird am Computer der Eltern gearbeitet

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Unteilbar-Demo

Unteilbar

Eigentlich wollte ich dieses Wochenende nach Aachen verreisen. Da aber die Unteilbar-Demo angekündigt war, verschiebe ich mein Vorhaben. Ich hatte mich schon geärgert, dass ich nicht auf der Veranstaltung in Chemnitz sein konnte.

Morgens grundiere ich schnell noch die Wände, die wir bald streichen wollen, dann esse ich zu Mittag und mache mich etwas verspätet auf den Weg, mich der Demo anzuschließen.

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Gesignation

Disclosure: Das wunderbare Wort „Gesignation“ hat Caspar Clemens Mierau erfunden. Es entstand im Gespräch im Mit Kindern Leben Podcast. Es setzt sich zusammen aus Gelassenheit und Resignation.
Gesignation
So sehen alle unsere Kinderzimmer aus. Nicht.

Nina von Hardenberg schreibt im aktuellen SZ-Familie Newsletter (unten rechts auf der Seite abonnierbar)

„Freundinnen beschreiben mich als entspannte Mutter, ich selbst würde eher sagen, ich habe drei Jahre liebevoll auf Durchzug gestellt. Das spart viel Kraft. Man kann den Schnuller im Mundwinkel getrost ignorieren, wenn man weiß, dass es damit eh eines Tages vorbei sein wird. Und man kann auch mal ein paar Jahre das gesittete Tischgespräch zugunsten der Raubtierfütterung aufgeben.“

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Ausflug in den Baumarkt

Baumarkt

Baumärkte sind ein bisschen wie Elektrofachmärkte. Wenn man eine bestimmte Sache sucht, braucht man ca. zwei Stunden, um sie entweder zu finden oder jemanden zu finden, der einem zeigt, wo der gesuchte Gegenstand ist. Meistens sagt diese Person dann sowas wie „Gang 3, rechte Seite, ganz hinten“ und während man in die Richtung blickt, in die der Baumarktmitarbeiter gezeigt hat, löst sich selbiger auf und man stellt fest: „Hmmm, die Gänge sind gar nicht nummeriert. Meint er jetzt von vorne oder von hinten und haben die rechts und links die gleichen Numm… oh.“

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Die Wut filmisch weitergedacht

Die letzten Tage und Wochen sind manche Nachrichten schwer zu verdauen. Erst die Farce um Kavanaugh und dann das Urteil im Fall Sigi Maurer.

Kavanaugh wird Richter im Supreme Court und Trump entschuldigt sich persönlich für was Kavanaugh angeblich durchmachen musste. Christine Blasey Ford auf der anderen Seite kann wegen der nicht enden wollenden Todesdrohungen nicht mehr in ihr Haus zurückkehren.

Sigi Maurer, die sich gegen die ekelhaften Nachrichten eines kranken Typen wehrt, indem sie diese veröffentlicht, muss, sofern das Urteil rechtskräftig wird, eben jenem Schmerzensgeld wegen übler Nachrede zahlen.

Natürlich kein Einzelfall, was die Art dieser Nachrichten angeht. Meine Timeline ist voll davon. Offenbar ist es verhältnismäßig normal, dass Frauen des öffentlichen Lebens solche Nachrichten bekommen:

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