Blogpausengründe

Z.B. Nervenzusammenbruch weil Lieblingsfrisörin von unbekannter Konkurrenz abgeworben wurde.

Man kennt das als Frau. Jahrelang schnippelt man selbst oder die beste Freundin an der eigenen Haarpracht herum. Dann wird man endlich berufstätig und kann sich regelmäßige Frisörbesuche leisten. Eines Tages trifft man auf die perfekte Frisörin, die aus jedem Wischmopp eine Prinzessin macht. Man schreibt sich den Namen auf und bucht fortan nur noch diese Meisterin der Schneidekunst. Schon nach dem dritten Besuch muss man nichts mehr sagen, die Frisörin kennt jeden Wirbel und schnippelt in windeseile die gewünschte Frisur. Doch ehe man sich versieht, gerät man in eine psychische Totalabhängigkeit.

Aufgrund organisatorischer Schwierigkeiten lässt man sechs Monate verstreichen, bis man das nächste Mal den Frisör aufsucht. Macht aber nichts, denn der perfekte Haarschnitt sitzt auch noch nach einem halben Jahr. Er wird nur zu lang. Dann endlich findet man die Zeit, tritt nichtsahnend in den Frisörladen und fragt nach der Lieblingsdame.

Die Antwort lässt das Blut kurzzeitig in den Adern gefrieren und treibt dann den Puls auf 180. „Manuela arbeitet leider nicht mehr hier“. Man wird zittrig und greift im letzten Moment vor dem Kollabieren nach einem auf dem Anmeldungstresen stehenden Gefäß, kippt die Glanzspülung, die man versehentlich für ein Erfrischungsgetränk gehalten hat, auf ex herunter und wiederholt ungläubig die soeben ausgesprochenen Worte.

Paralisiert lässt man sich vom blonden Godzilla, dem Schrecken aller Haare, entstellen und trippelt rotz- und wassertriefend nach Hause.

Ausweg: Bekanntestes Weblog der Welt werden, Leserzahlen in die Millionen treiben und Aufruf starten: Manuela, ehemals FON, bitte melde Dich!

Phantombild

Phantombild: Wer diese Frau gesehen hat, bitte dringend bei mir melden.

Warnung

Schon seit meinem Studium bin ich großer Gert Scobel Fan. Allerdings darf ich, v.a. wenn es um Bücher geht, nicht allzu viele Gert Scobel moderierten Sendungen sehen.
Gert Scobel ist nämlich eine unglaubliche Buchmarketingmaschine. Er preist und lobt, dass ich nicht anders kann und mir Buch um Buch kaufe. Fast jedes Buch, das er vorstellt, präsentiert er, als habe man im Leben etwas Wesentliches verpasst, wenn man es nicht gelesen hat.
Also kaufe, kaufe, kaufe ich was das Zeug hält.
Meistens mit dem Effekt, dass ich bei den in der Regel eher wälzerartigen Buchexemplaren ca. auf Seite 201 aufgebe.
So sammeln sich in meinem Buchregal Jahr um Jahr Schmöker, die wahrscheinlich jeden Doktor der Literaturwissenschaft glauben machen, ich sei vielseitig interessiert und gebildet.
Tatsächlich werde ich jetzt aber tun, was Elke Heidenreich gestern empfahl. Darauf warten, dass ich 50 werde und dann plötzlich voller Genuss und Einsicht die Bücher verschlingen, die mich an die soziokulturell relevanten Themen heran führen.
Derweil lese ich Judith Hermann, der Frau Heidenreich und Herr Scobel rein gar nichts abgewinnen können.

Einkaufsliste

Nach Wochen der Enthaltsamkeit ist es an der Zeit mal wieder Geld auszugeben.

Kaufen:

1. Scissor Sisters – Ta Dah!
2. Mike Patton – Peeping Tom

Gibt es zu den Alben schon erste Eindrücke?

Nachtrag: Scissor Sisters ist kategorisch abgelehnt. Ich hätte eben regelmäßig mein RSS Feed lesen sollen, denn da steht alles drin. Lesen Sie hier die passende Beschreibung für die Platte.