Im letzten DRadio Wissen Online Talk zum Thema „Kulturtechniken und Technikkultur“ wurde das Thema Frauen und Blogs angerissen. Es ging u.a. um das Thema warum deutlich mehr Männer als Frauen bloggen und warum Blogs von Frauen schlechter (miteinander) vernetzt seien. Blogs lebten v.a. durch männliche Seilschaften.
#OnlineTalk: #Blogosphäre lebt von Männerseilschaften, sagt @annalist
— DRadio Wissen (@DRadioWissen) January 19, 2013
Das erinnerte mich an eine Beobachtung, die ich gemacht habe, je mehr „weibliche“ Blogs ich gelesen habe. Extrem wenig (tolle, tolle) Blogs, die sich mit feministischen Themen beschäftigen, haben z.B. eine Suche.
Das ist insofern schade, als dass ich nur unter großen Mühen Artikel wieder finde, die ich mal lesens- und verlinkenswert fand. Auf die Frage, warum es Blogs ohne Suchen gibt, habe ich u.a. diese Antwort bekommen:
@dasnuf Weil "site:http://t.co/i1klYV2d suchbegriff" auch funktioniert.
— Jan Eden (@janedenone) January 16, 2013
Das mag stimmen, aber wenn man vernetzt sein möchte, dann sollte man solche Barrieren vielleicht möglichst abbauen? Mit Systemen wie WordPress ist es wirklich nicht zu schwer eine Suche auf die Seite zu packen. Und selbst wenn man das nicht selbst kann (ich gehöre durchaus bei der ein oder anderen Fragestellung zu den Unwissenden), dann kann man sich Hilfe googeln oder holen. Schließlich sind das Dinge, die man einmal einrichtet und die dann interessierten LeserInnen immer eine Hilfe sind.
Ein anderes Thema sind die RSS Feeds. Wenn sie überhaupt angeboten werden, dann oft nur als angeteaserte Variante, d.h. der Artikel wird nur angerissen. Für Seiten wie ZeitONLINE, die von Besuchern und Werbung leben, mag das sinnvoll sein. Für nichtkommerzielle Blogs erkenne ich keinen Sinn.
Ich kann meinen Feed Reader hauptsächlich auf Wegen lesen. Also wenn ich in die Arbeit oder zum Kindergarten fahre. Das ist meistens in der U-Bahn und dort habe ich kein Netz. Ich fange also an zu lesen und dann hmmm kann ich den Rest des Artikels nicht lesen.
Das ist ein echtes Hindernis. Denn meist lese ich den Artikel dann gar nicht mehr. Ich habe auch schon oft gehört, dass solche Feeds von vielen komplett aus dem Reader geschmissen werden. Wenn man sich die Zugriffszahlen über RSS anschaut, z.B. bei wirres.net, dann ist das ein nicht unwesentlicher Teil, würde ich sagen (Zitat: „ich habe um ein vielfaches mehr RSS-leser und artikelansichten als besucher der website„. )
Einen vollständigen RSS Feed anzubieten lohnt also (und fördert die Vereinbarkeit von Familie, Job und Informiertheit). Ich habe die Erfahrung gemacht, dass den meisten das gar nicht klar ist. Also wie ihr RSS eingestellt ist und was das für Auswirkungen auf die Leserschaft hat. Wenn man Betroffene anschreibt, dann erhalte ich oft die Antwort: „Oh das wußte ich nicht“ und die Einstellung wird geändert.
Das sind nur zwei Beispiele warum ich denke, dass Blogs männlicher Autoren tatsächlich mehr gelesen und verlinkt werden. Banal gesagt – nicht hauptsächlich wegen der Qualität sondern einfach weil es geht. Die Artikel können auch unterwegs im RSS Reader gelesen werden und es ist einfach einen einmal gelesenen und für gut befundenen Artikel wiederzufinden und dann wieder zu verlinken.
In WordPress geht man übrigens auf das Dashboard -> dort auf Einstellungen -> da auf Lesen und setzt das Häkchen unter Zeige im Newsfeed auf „ganzen Text“ um. Speichern. Fertig und ihr habt mich als glückliche und regelmäßige Leserin gewonnen.





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