Vor einigen Wochen – Monaten (? was weiß ich denn schon, ich bin hier seit 3 Tagen im Wald. Zeit ist nur noch ein kaum nachvollziehbares Konstukt, das ich aus Lehrbüchern kenne) habe ich ein phänomenales Mini-Steck-Set* bei den Buddenbohms gesehen und mir sofort auch eins zugelegt.
Also habe ich gestern die aktuelle Staffel Weissensee (leider enttäuschend langweilig) angesehen (6 Folgen), hunderte von Steckerchen abgepult und bin jetzt nicht mal mit einem Viertel des Bildes fertig (es hat 4 solche Platten):
Wenn ich in einer Sache richtig schlecht bin, dann im Nichtstun. Ich weiß ehrlich gesagt nicht mal so genau was das ist. Am ersten Tag bei meinem Spaziergang habe ich gedacht: „Toll. Jetzt mache ich mal nichts.“ Ich hatte auch nichts dabei. Nur mich und meine Anziehsachen. Keine Tasche, kein Geld, nichts. Allein das fühlte sich komisch an. Ich war auch einfach los gegangen. Ohne was zusammenzusuchen, ohne Maiswaffeln, Wasser, Taschentücher, (bedauerlicherweise) Mückenspray, Pflaster, Desinfektionsmittel. Was ich halt so mitschleppe wenn ich mit den Kindern irgendwo hingehe. Ich hatte nicht mal ein Ziel.
Der Wetterbericht hat Regen vorhergesagt. Vier Tage am Stück. Ich bin Stunde für Stunde durchgegangen und immer sagte die App: „Regenwahrscheinlichkeit 97%“. Ich stelle mich deswegen auf Tage in meiner Hütte ein. Das ist OK, schließlich hab ich einiges zu tun. Ich habe mir drei Bücher mitgenommen, ein bißchen Lego, ein sehr großes Set Mini-Steck (8.000 Teile), ich muss noch Familientagebuch schreiben, das Datenschutzverzeichnis bei „Mit Kindern Leben“ updaten, einen Vortrag zu „Mental Load“ schreiben und einen Blogbeitrag mit einem Kooperationspartner vorbereiten. Ich möchte außerdem 5 Folgen „The Good Fight„, die Serie „Killing Eve“ und die neue Staffel „Weissensee“ ansehen. Was ich mit der Restzeit an den anderen zwei Tagen mache, weiß ich noch nicht. Mal sehen. Ich lasse das ganz locker auf mich zukommen.
„Wenn du glaubst, es geht nicht mehr weiter – weiterfahren. Zu deiner linken kommt irgendwann ein kleiner Friedhof, dann nach 500 Metern eine Pferdekoppel. Dann sind es noch rund 800 Meter.“
Ich gebe die Adresse bei Google Maps ein und tatsächlich zeigt mir die Karte etwas:
„Sehr gut, denke ich. Wenn das Navi das findet, dann finde ICH das auch. Man muss ja nicht immer was von oben sehen.“
Ich weiß auch nicht. Es gibt diese Texte, die bewirken, dass ich wie ein Gaul auf die Hinterfüße gehe. Die SZ kann sich in dieser Sache für die Auswahl ihrer Kolumnistin Charlotte Roche stolz auf die Schulter schlagen. Alles richtig gemacht in Sachen Traffic aus Gefühlen (oder Clickbaiting wie man so schön sagt). Jeder der Texte hat mich bislang aufgeregt. Mal ein bißchen postiv, mal so brrr und mal mit langsamen Kopfschütteln, aber der „Verlasst die Städte!„-Text bringt meine zarten Gefühle in Wallungen.
Ich mag Instagram ja sehr gerne, weil man freiwillige Einblicke in das Leben anderer bekommt. Deswegen gefällt mir auch #12von12. Da sehe ich am jeweils 12. eines jeden Monats, was andere meiner Timeline so machen. Deren Alltag.
#1 Ich habe bis 8 Uhr geschlafen. ACHT UHR! Ich glaube, das letzte Mal war das 1995 kurz nach dem Abi oder so. Weil die Kinder nicht da sind, tue ich, was die Kinder niemals dürften: Noch vor dem Frühstück fernsehen. Finale bei „The Alienist„. Fällt unter „ganz nett – hätte aber weniger blutig sein können“. Die Serie endet mit dem Satz:“Wir stehen an der Schwelle zum 20. Jahrhundert. Wer weiß, was alles noch kommen wird. Vielleicht sogar das Wahlrecht für Frauen.“
Auf der Blogfamilia hat Maret Buddenbohm gesagt, man soll über das bloggen, was man gerne bei anderen lesen würde. Sie hätte tagelang ein geeignetes Einsteigerhandy für Sohn I gesucht. Hätte man das Ergebnis der Recherche verbloggt, wären hunderte von Eltern glücklich, weil sie sich die Arbeit nicht ein zweites, drittes und hundertes Mal im stillen Kämmerlein machen müssten.
Ich zum Beispiel würde gerne was über die Umsetzung der DSGVO lesen, wenn man ein WordPress-Blog hat und zufällig bei all-inkl.com hostet. Leider hat den Artikel noch niemand geschrieben. Dann muss ich das wohl machen. Deswegen hier der Schrillionste Artikel zum Thema DSGVO und Bloggen.
Das bin ich, wie ich mich mit der DSGVO beschäftige. Abend für Abend – obwohl ich lieber Netflix-Serien schauen möchte.
Die Idee entstand, weil das Thema „Kinder und Computerspiele“ mit zunehmenden Alter meiner Kinder ein Dauer(frust)thema in Elternrunden geworden ist. Wie soll man Medienzeit reglementieren? Was macht man gegen die ausdauernde Lust der Kinder Videospiele zu spielen? Im Grunde ging es in diesen Runden tatsächlich fast nur ums Reglementieren und am Ende um Verbote.
10 Eltern unterhalten sich mit 10 anderen Eltern über Computerspiele und Medienzeiten.
Mir kam irgendwann der Gedanke, dass diese Tipps zu allgemein sind und dass es an Konkretisierungen fehlt. Denn woher soll man denn Tipps für neue, gute Spiele haben, wenn man sich selber nicht auskennt und/oder nicht für Computerspiele begeistert? Worüber soll man denn genau ins Gespräch mit den Kindern kommen? Wie soll man denn wissen, dass man Kinder frustriert, wenn man noch vor dem nächsten Speicherpunkt sagt: „Jetzt ist Schluß, die 30 min Medienzeit sind um.“, wenn man nicht weiß was ein Speicherpunkt ist?
Deswegen hier einige Informationen und konkrete Ansätze: